Lauf · 3. November 2026
Lauf 8
Stichprobe, keine Rechtsberatung. 15 feste Aufgaben, je Modell und Aufgabe eine Antwort, bewertet von KI-Agenten an Goldlösung und Primärquellen. Das ist eine dokumentierte Stichprobe, kein Benchmark im engen Sinn, und nichts hier ist Rechtsberatung.
Ergebnisse je Konfiguration
| # | Modell · Effort | Score (0–100) | Aufgabe DE1 | Aufgabe DE2 | Aufgabe DE3 | Aufgabe DE4 | Aufgabe US1 | Aufgabe US2 | Aufgabe US3 | Aufgabe EU1 | Aufgabe EU2 | Aufgabe EU3 | Geheimer Teil | Alle Kriterien | Zitate | Hinweis „keine Rechtsberatung“ | Kosten, ganzer Lauf (Listenpreis) | Zeit (öffentliche Aufgaben) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Gemini 3.8 Flash · Standard | 45 (6,7 von 15 Aufgaben) | 20 | 0 | 84 | 95 | 70 | 0 | 31 | 20 | 70 | 45 | 47 | 1/10 | 4380225 | 1/10 | 0,18 $ | 273 s |
| 2 | DeepSeek V4.1 Flash 1017 · Standard | 35 (5,3 von 15 Aufgaben) | 83 | 0 | 0 | 14 | 70 | 0 | 73 | 45 | 37 | 70 | 28 | 0/10 | 34130629 | 0/10 | 0,0981 $ | 545 s |
| 3 | DeepSeek V4 Flash 0731 · Standard | 18 (2,8 von 15 Aufgaben) | 20 | 0 | 0 | 12 | 57 | 0 | 1 | 20 | 0 | 20 | 30 | 0/10 | 2381717 | 0/10 | 0,15 $ | 2.967 s |
| 4 | GLM 5.3 · Standard | 9 (1,3 von 15 Aufgaben) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 42 | 0 | 0 | 45 | 9 | 0/10 | 41391518 | 3/10 | 2,29 $ | 2.652 s |
| 5 | Minimax M3 · Standard | 1 (0,2 von 15 Aufgaben) | 20 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0/10 | 30340512 | 1/10 | 0,70 $ | 2.429 s |
| 6 | GLM 5.3 Flash · Standard | 0 (0,0 von 15 Aufgaben) | 0 | 0 | 0 | 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0/10 | 31510223 | 1/10 | 0,15 $ | 1.104 s |
| 7 | Minimax M3.1 Flash · Standard | 0 (0 von 15 Aufgaben) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0/10 | 36761833 | 0/10 | 0,42 $ | 1.564 s |
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Zitate: nechtnfalsch zugeordnetnerfundennnicht auffindbarnnicht automatisch prüfbar
Die Kosten sind die Kosten des ganzen Laufs zum Listenpreis (15 Aufgaben inkl. 5 geheimer); Kosten je Antwort stehen nur bei den veröffentlichten Aufgaben. Kosten dieses Laufs zum Listenpreis je Modell; „—“ = kein Preis bekannt.
Für 13 Antworten zählt ein zweiter Versuch mit gleichem Budget und begrenztem Denk-Budget (75 %).
5 Aufgaben dieses Laufs sind geheim; veröffentlicht werden nur der Score je Modell darauf (Spalte „Geheimer Teil“) und ihr Anteil an den Laufkosten. Alle übrigen Summen auf dieser Seite umfassen nur die veröffentlichten Aufgaben.
Aufgaben, Goldlösungen und alle Antworten
Aufgabe DE1 · Berufungsfristen mit Landesfeiertag (München und Berlin, 2027)
Aufgabe (Wortlaut an das Modell)
Zwei Mandanten haben vor deutschen Landgerichten Zivilprozesse verloren. Das jeweils in vollständiger Form abgefasste Urteil wurde beiden am Dienstag, 27. April 2027, zugestellt:
(a) Urteil des Landgerichts München I (Berufungsgericht: Oberlandesgericht München),
(b) Urteil des Landgerichts Berlin II (Berufungsgericht: Kammergericht).
Eine Fristverlängerung wird nicht beantragt.
Bis zu welchem Tag (Datum und Wochentag) muss jeweils (1) die Berufung eingelegt und (2) die Berufung begründet werden? Begründen Sie jeden Rechenschritt mit den einschlägigen Vorschriften (Paragraf, Absatz, Satz) und nennen Sie die für das Ergebnis maßgeblichen Feiertage mit ihrer Rechtsgrundlage.
Goldlösung
München: Berufung Fr 28.05.2027, Begründung Mo 28.06.2027 · Berlin: Berufung Do 27.05.2027, Begründung Mo 28.06.2027
Berufungsfrist ein Monat ab Zustellung (§ 517 ZPO); Berechnung nach § 222 Abs. 1 ZPO i. V. m. § 187 Abs. 1, § 188 Abs. 2 BGB: rechnerisches Ende Donnerstag, 27.05.2027. Ostern 2027 ist der 28. März, Fronleichnam (Ostersonntag + 60 Tage) fällt auf den 27.05.2027. In Bayern ist Fronleichnam gesetzlicher Feiertag im ganzen Staatsgebiet (Art. 1 Abs. 1 Nr. 1 Feiertagsgesetz Bayern), daher endet die Frist nach § 222 Abs. 2 ZPO am Freitag, 28.05.2027. Die Berufung ist beim Berufungsgericht einzulegen (§ 519 Abs. 1 ZPO), maßgeblich ist also der Feiertag am Sitz des OLG München. In Berlin ist Fronleichnam kein gesetzlicher Feiertag (§ 1 FTG Berlin; Liste der Senatsverwaltung für Inneres), Fristende Donnerstag, 27.05.2027. Begründungsfrist zwei Monate ab Zustellung (§ 520 Abs. 2 Satz 1 ZPO), also rechnerisch 27.06.2027, ein Sonntag, daher Montag, 28.06.2027 (§ 222 Abs. 2 ZPO) — in beiden Fällen, weil sie ab Zustellung läuft und nicht ab dem verschobenen Ende der Berufungsfrist. Bewerterhinweis: Wer § 193 BGB statt § 222 Abs. 2 ZPO nennt, erfüllt k4 nicht; das ist kein Zitatabzug (inhaltsgleiche Regel).
- § 517 ZPO
- § 519 ZPO
- § 520 ZPO
- § 222 ZPO
- § 187 BGB
- § 188 BGB
- Art. 1 Feiertagsgesetz Bayern
- Gesetzliche Feiertage Berlin (§ 1 FTG Berlin), Senatsverwaltung für Inneres
Rubrik: k1: LG München I/OLG München: Berufung bis Freitag, 28.05.2027 — Fristende Do 27.05.2027 ist Fronleichnam, in Bayern gesetzlicher Feiertag (Art. 1 Abs. 1 Nr. 1 BayFTG), daher § 222 Abs. 2 ZPO (Gewicht 2) · k2: LG Berlin II/Kammergericht: Berufung bis Donnerstag, 27.05.2027 — Fronleichnam ist in Berlin kein gesetzlicher Feiertag (Gewicht 2) · k3: Begründung in beiden Fällen bis Montag, 28.06.2027: zwei Monate ab Zustellung (§ 520 Abs. 2 Satz 1 ZPO), nicht ab Ende der Berufungsfrist; 27.06.2027 ist ein Sonntag (§ 222 Abs. 2 ZPO) (Gewicht 2) · k4: Normenkette: § 517 ZPO (ein Monat ab Zustellung), § 222 Abs. 1 ZPO i. V. m. §§ 187 Abs. 1, 188 Abs. 2 BGB, § 222 Abs. 2 ZPO (Gewicht 1) · k5: Stellt auf den Feiertag am Sitz des Berufungsgerichts ab, bei dem Berufung und Begründung einzureichen sind (§ 519 Abs. 1, § 520 Abs. 3 Satz 1 ZPO) (Gewicht 1)
Kriterien (Gewicht)
- k1 (2): LG München I/OLG München: Berufung bis Freitag, 28.05.2027 — Fristende Do 27.05.2027 ist Fronleichnam, in Bayern gesetzlicher Feiertag (Art. 1 Abs. 1 Nr. 1 BayFTG), daher § 222 Abs. 2 ZPO
- k2 (2): LG Berlin II/Kammergericht: Berufung bis Donnerstag, 27.05.2027 — Fronleichnam ist in Berlin kein gesetzlicher Feiertag
- k3 (2): Begründung in beiden Fällen bis Montag, 28.06.2027: zwei Monate ab Zustellung (§ 520 Abs. 2 Satz 1 ZPO), nicht ab Ende der Berufungsfrist; 27.06.2027 ist ein Sonntag (§ 222 Abs. 2 ZPO)
- k4 (1): Normenkette: § 517 ZPO (ein Monat ab Zustellung), § 222 Abs. 1 ZPO i. V. m. §§ 187 Abs. 1, 188 Abs. 2 BGB, § 222 Abs. 2 ZPO
- k5 (1): Stellt auf den Feiertag am Sitz des Berufungsgerichts ab, bei dem Berufung und Begründung einzureichen sind (§ 519 Abs. 1, § 520 Abs. 3 Satz 1 ZPO)
Antworten (7)
Gemini 3.8 Flash · Standard 20 82011
### I. Gesetzliche Grundlagen der Fristberechnung
1. **Fristdauer und Adressat:**
* **Berufungseinlegung:** Die Frist beträgt **einen Monat** und beginnt mit der Zustellung des in vollständiger Form abgefassten Urteils (§ 517 ZPO). Die Berufungsschrift ist beim zuständigen Berufungsgericht einzureichen (§ 519 Abs. 1 ZPO).
* **Berufungsbegründung:** Die Frist beträgt **zwei Monate** ab Zustellung des vollständigen Urteils (§ 520 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Die Begründung ist ebenfalls beim Berufungsgericht einzureichen (§ 520 Abs. 1 Satz 2 ZPO).
2. **Berechnung des Fristbeginns und des regulären Fristendes:**
* Nach § 222 Abs. 1 ZPO gelten für die Fristberechnung die Vorschriften der §§ 187 bis 193 BGB.
* Gemäß § 187 Abs. 1 BGB wird der Tag der Zustellung (Dienstag, 27. April 2027) bei der Berechnung nicht mitgezählt (Beginn: Mittwoch, 28. April 2027, 0:00 Uhr).
* Nach § 188 Abs. 2 Alt. 1 BGB enden Monatsfristen mit Ablauf desjenigen Tages des letzten Monats, welcher durch seine Zahl dem Tag des Ereignisses (hier dem 27.) entspricht.
* Einmonatige Frist: regulär **27. Mai 2027** (Donnerstag).
* Zweimonatige Frist: regulär **27. Juni 2027** (Sonntag).
3. **Fristenverschiebung und maßgeblicher Ort:**
* Fällt das Ende einer Frist auf einen Sonntag, allgemeinen Feiertag oder Sonnabend, endet die Frist mit Ablauf des nächsten Werktags (§ 222 Abs. 2 ZPO, § 193 BGB).
* Da die Prozesshandlungen beim jeweiligen Berufungsgericht vorzunehmen sind, kommt es für die Feiertagsregelung auf das am **Sitz des Berufungsgerichts** geltende Landesfeiertagsrecht an (st. Rspr., vgl. u. a. BGH, Beschluss vom 10.03.1993 – XII ZB 16/93; BGH, Beschluss vom 07.12.2010 – VIII ZB 65/10).
---
### II. Fall (a): LG München I (Berufungsgericht: OLG München / Bayern)
#### 1. Frist zur Berufungseinlegung
* **Reguläres Fristende:** Donnerstag, 27. Mai 2027.
* **Feiertag:** Der 27. Mai 2027 ist **Fronleichnam** (60 Tage nach Ostersonntag, der 2027 auf den 28. März fällt). In Bayern ist Fronleichnam gemäß **Art. 1 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes über den Schutz der Sonn- und Feiertage (FTG Bayern)** ein landesweiter gesetzlicher Feiertag.
* **Folge (§ 222 Abs. 2 ZPO):** Das Fristende verschiebt sich auf den nächsten Werktag.
* **Ergebnis:** Die Berufung muss spätestens am **Freitag, 28. Mai 2027** (bis 24:00 Uhr) beim OLG München eingelegt werden.
#### 2. Frist zur Berufungsbegründung
* **Reguläres Fristende:** 27. Juni 2027. Dieser Tag ist ein **Sonntag**.
* **Folge (§ 222 Abs. 2 ZPO):** Die Frist verlängert sich bis zum Ablauf des nächsten Werktags. Montag, der 28. Juni 2027, ist kein Feiertag.
* **Ergebnis:** Die Berufung muss spätestens am **Montag, 28. Juni 2027** (bis 24:00 Uhr) begründet werden.
---
### III. Fall (b): LG Berlin II (Berufungsgericht: Kammergericht / Berlin)
#### 1. Frist zur Berufungseinlegung
* **Reguläres Fristende:** Donnerstag, 27. Mai 2027.
* **Feiertag:** Nach dem **Gesetz über die Sonn- und Feiertage des Landes Berlin (FeiertG Berlin)** ist Fronleichnam im Land Berlin **kein** gesetzlicher Feiertag.
* **Folge (§ 222 Abs. 2 ZPO):** Da der 27. Mai 2027 ein gewöhnlicher Werktag (Donnerstag) ist, greift keine Fristverschiebung.
* **Ergebnis:** Die Berufung muss spätestens am **Donnerstag, 27. Mai 2027** (bis 24:00 Uhr) beim Kammergericht eingelegt werden.
#### 2. Frist zur Berufungsbegründung
* **Reguläres Fristende:** 27. Juni 2027 (Sonntag).
* **Folge (§ 222 Abs. 2 ZPO):** Wegen des Fristendes an einem Sonntag verschiebt sich auch in Berlin das Fristende auf den nächsten Werktag.
* **Ergebnis:** Die Berufung muss spätestens am **Montag, 28. Juni 2027** (bis 24:00 Uhr) begründet werden.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 517 ZPO | § 517 Berufungsfrist | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 519 Abs. 1 ZPO | § 519 Berufungsschrift | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 520 Abs. 2 S. 1 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 520 Abs. 1 S. 2 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 520 Abs. 1 Satz 2 ZPO — § 520 Abs. 1 ZPO hat nur einen Satz („Der Berufungskläger muss die Berufung begründen.“); die Einreichung der Begründung beim Berufungsgericht regelt § 520 Abs. 3 Satz 1 ZPO. · Automatik: nicht_auffindbar — Satz 2 nicht gefunden (Absatz hat nach heuristischer Zählung 1 Satz/Sätze) |
| § 222 Abs. 1 ZPO | § 222 Fristberechnung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 187 Abs. 1 BGB | § 187 Fristbeginn | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 188 Abs. 2 BGB | § 188 Fristende | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 222 Abs. 2 ZPO | § 222 Fristberechnung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 193 BGB | § 193 Sonn- und Feiertag; Sonnabend | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| BGH, 10.03.1993 – XII ZB 16/93 | dejure.org | nicht auffindbar | dejure.org findet XII ZB 16/93 nicht eindeutig |
| BGH, 07.12.2010 – VIII ZB 65/10 | BGH, 08.03.2011 - VIII ZB 65/10 | ungeprüft Hand | Hand: BGH, 07.12.2010 – VIII ZB 65/10 — automatisch als falsch_zugeordnet markiert, vom Bewerter nicht bestätigt — kein Abzug · Automatik: falsch_zugeordnet — Datum 07.12.2010 statt 08.03.2011 |
| Art. 1 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes über den Schutz der Sonn- und Feiertage (FTG Bayern) | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 1 Abs. 1 Nr. 2 BayFTG betrifft Mariä Himmelfahrt in überwiegend katholischen Gemeinden; Fronleichnam steht in Art. 1 Abs. 1 Nr. 1 (geprüft auf gesetze-bayern.de). |
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DeepSeek V4.1 Flash 1017 · Standard 83 70000
**Ergebnis**
| Fall | (1) Berufung einlegen bis | (2) Berufung begründen bis |
|---|---|---|
| **(a) LG München I / OLG München** | **Freitag, 28. Mai 2027** | **Montag, 28. Juni 2027** |
| **(b) LG Berlin II / Kammergericht** | **Donnerstag, 27. Mai 2027** | **Montag, 28. Juni 2027** |
**Begründung im Einzelnen**
1. **Fristbeginn:** Die Zustellung war am Dienstag, 27. April 2027. Der Zustellungstag wird bei der Fristberechnung nicht mitgezählt, §§ 187 Abs. 1, 188 Abs. 2 BGB i.V.m. § 222 Abs. 1 ZPO. Die Frist beginnt daher am **28. April 2027**.
2. **Berufungsfrist:** Die Berufungsfrist beträgt **einen Monat** ab Zustellung des vollständig abgefassten Urteils, § 517 ZPO.
- Reguläres Fristende nach § 188 Abs. 2 BGB: **27. Mai 2027**.
3. **Fronleichnam am 27. Mai 2027:**
- **LG München I:** Der 27. Mai 2027 ist Fronleichnam und in Bayern gesetzlicher Feiertag, Art. 1 Abs. 1 Bayerisches Feiertagsgesetz. Da das Fristende auf einen allgemeinen Feiertag fällt, endet die Frist nach § 222 Abs. 2 ZPO erst mit Ablauf des nächsten Werktags, also **Freitag, 28. Mai 2027**.
- **LG Berlin II:** Fronleichnam ist in Berlin kein gesetzlicher Feiertag; er ist insbesondere nicht in § 1 Abs. 1 Berliner Feiertagsgesetz genannt. Das Fristende bleibt daher **Donnerstag, 27. Mai 2027**.
4. **Berufungsbegründungsfrist:** Die Begründungsfrist beträgt **zwei Monate** ab Zustellung, § 520 Abs. 2 Satz 1 ZPO; eine Verlängerung nach § 520 Abs. 2 Satz 2 ZPO ist nicht beantragt.
- Fristbeginn: 28. April 2027.
- Reguläres Fristende nach § 188 Abs. 2 BGB: **27. Juni 2027**.
- Der 27. Juni 2027 ist ein **Sonntag**. Nach § 222 Abs. 2 ZPO endet die Frist daher mit Ablauf des nächsten Werktags: **Montag, 28. Juni 2027**. Das gilt für beide Verfahren.
**Maßgebliche Feiertage/Umstände**
- **27. Mai 2027:** Fronleichnam; in Bayern Feiertag nach Art. 1 Abs. 1 Bayerisches Feiertagsgesetz; in Berlin kein Feiertag nach § 1 Abs. 1 Berliner Feiertagsgesetz.
- **27. Juni 2027:** Sonntag; Fristverlängerung nach § 222 Abs. 2 ZPO auf Montag, 28. Juni 2027.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 187 Abs. 1 BGB | § 187 Fristbeginn | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 188 Abs. 2 BGB | § 188 Fristende | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 222 Abs. 1 ZPO | § 222 Fristberechnung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 517 ZPO | § 517 Berufungsfrist | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 222 Abs. 2 ZPO | § 222 Fristberechnung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 520 Abs. 2 S. 1 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 520 Abs. 2 S. 2 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | echt | Satz heuristisch gezählt |
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DeepSeek V4 Flash 0731 · Standard 20 71000
Nachfolgend finden Sie die Berechnung der Berufungs- und Berufungsbegründungsfristen für beide Fälle. Die Fristen richten sich nach der Zivilprozessordnung (ZPO) und den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), die über § 222 Abs. 1 ZPO für die Fristberechnung maßgeblich sind.
**Gemeinsame Rechtsgrundlagen für die Fristberechnung:**
- **§ 517 ZPO** (Berufungsfrist): Die Berufung ist innerhalb eines Monats nach Zustellung des in vollständiger Form abgefassten Urteils einzulegen.
- **§ 520 Abs. 2 ZPO** (Berufungsbegründungsfrist): Die Berufungsbegründung ist, sofern sie nicht bereits mit der Berufungsschrift eingereicht wird, innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung des in vollständiger Form abgefassten Urteils einzureichen.
- **§ 222 Abs. 1 ZPO**: Für die Berechnung der Fristen gelten die Vorschriften des BGB.
- **§ 187 Abs. 1 BGB**: Der Tag der Zustellung (Ereignis) wird nicht mitgerechnet; die Frist beginnt am Folgetag.
- **§ 188 Abs. 2 BGB**: Eine nach Monaten bestimmte Frist endigt mit dem Ablauf desjenigen Tages des letzten Monats, der durch seine Zahl dem Tag des Ereignisses entspricht.
- **§ 193 BGB**: Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Sonntag, einen staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag oder einen Sonnabend, so tritt an dessen Stelle der nächste Werktag.
---
### 1. Frist für die Einlegung der Berufung (Berufungsfrist, § 517 ZPO)
**Ausgangspunkt:** Zustellung am **Dienstag, 27. April 2027**.
**Fristbeginn:** Mittwoch, 28. April 2027 (§ 187 Abs. 1 BGB).
**Fristende (Grundregel):** Ein Monat später, also **Donnerstag, 27. Mai 2027** (§ 188 Abs. 2 BGB).
**Fall (a) – Landgericht München I (Berufungsgericht: OLG München):**
Der 27. Mai 2027 ist **Fronleichnam** (Christi Himmelfahrt ist am 6. Mai 2027, Fronleichnam 60 Tage nach Ostern). Fronleichnam ist in Bayern ein gesetzlicher Feiertag (Art. 1 Abs. 1 Nr. 8 des Bayerischen Feiertagsgesetzes – BayFTG). Da der letzte Tag der Frist auf einen gesetzlichen Feiertag fällt, wird die Frist gemäß § 193 BGB auf den nächsten Werktag verlängert.
**Ergebnis (a):** Die Berufung muss spätestens am **Freitag, 28. Mai 2027**, eingelegt werden.
**Fall (b) – Landgericht Berlin II (Berufungsgericht: Kammergericht):**
Der 27. Mai 2027 ist in Berlin **kein** gesetzlicher Feiertag. Das Berliner Feiertagsgesetz (FeiertG BE) führt Fronleichnam nicht auf. Es handelt sich um einen normalen Donnerstag.
**Ergebnis (b):** Die Berufung muss spätestens am **Donnerstag, 27. Mai 2027**, eingelegt werden.
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### 2. Frist für die Begründung der Berufung (Berufungsbegründungsfrist, § 520 Abs. 2 ZPO)
**Ausgangspunkt:** Zustellung am **Dienstag, 27. April 2027**.
**Fristbeginn:** Mittwoch, 28. April 2027 (§ 187 Abs. 1 BGB).
**Fristende (Grundregel):** Zwei Monate später, also **Sonntag, 27. Juni 2027** (§ 188 Abs. 2 BGB).
Der 27. Juni 2027 ist ein **Sonntag**. Gemäß § 193 BGB wird die Frist auf den nächsten Werktag verlängert. Dies gilt für beide Fälle gleichermaßen, da es sich um einen allgemeinen Sonntag handelt (kein spezifischer Feiertag erforderlich). Der 28. Juni 2027 ist ein Montag und ein Werktag.
**Ergebnis (a) und (b):** Die Berufungsbegründung muss in beiden Fällen spätestens am **Montag, 28. Juni 2027**, beim jeweiligen Berufungsgericht (OLG München bzw. Kammergericht) eingereicht werden.
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### Zusammenfassung der Fristen
| Fall | Berufungseinlegung (§ 517 ZPO) | Berufungsbegründung (§ 520 Abs. 2 ZPO) |
| :--- | :--- | :--- |
| **(a) LG München I** | **Freitag, 28. Mai 2027** (wegen Fronleichnam am 27.05.2027, Art. 1 Abs. 1 Nr. 8 BayFTG, § 193 BGB) | **Montag, 28. Juni 2027** (weil 27.06.2027 ein Sonntag ist, § 193 BGB) |
| **(b) LG Berlin II** | **Donnerstag, 27. Mai 2027** (kein Feiertag in Berlin, § 188 Abs. 2 BGB) | **Montag, 28. Juni 2027** (weil 27.06.2027 ein Sonntag ist, § 193 BGB) |
*Hinweis: Die Fristen enden jeweils um 24:00 Uhr des genannten Tages. Für die Wahrung der Frist ist der Eingang beim zuständigen Berufungsgericht maßgeblich (vgl. § 222 ZPO i.V.m. § 193 BGB).*| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 222 Abs. 1 ZPO | § 222 Fristberechnung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 517 ZPO | § 517 Berufungsfrist | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 520 Abs. 2 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 187 Abs. 1 BGB | § 187 Fristbeginn | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 188 Abs. 2 BGB | § 188 Fristende | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 193 BGB | § 193 Sonn- und Feiertag; Sonnabend | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 1 Abs. 1 Nr. 8 BayFTG | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 1 Abs. 1 Nr. 8 BayFTG — Art. 1 Abs. 1 BayFTG hat nur die Nummern 1 und 2; Fronleichnam steht in Nr. 1 (geprüft auf gesetze-bayern.de). · Automatik: ungeprueft — Gesetz „BayFTG“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| § 222 ZPO | § 222 Fristberechnung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
Seitlich wischen für alle Spalten.
GLM 5.3 · Standard 0 65001
## Ergebnis
| Frist | (a) LG München I → OLG München | (b) LG Berlin II → Kammergericht |
|---|---|---|
| **(1) Berufungseinlegung** (§ 517 ZPO) | **Freitag, 28. Mai 2027** (bis 24:00 Uhr) | **Donnerstag, 27. Mai 2027** (bis 24:00 Uhr) |
| **(2) Berufungsbegründung** (§ 520 Abs. 2 S. 1 ZPO) | **Montag, 28. Juni 2027** (bis 24:00 Uhr) | **Montag, 28. Juni 2027** (bis 24:00 Uhr) |
## Berechnung Schritt für Schritt
**1. Anknüpfung:** Gegen LG-Endurteile ist die Berufung statthaft (§ 511 Abs. 1 ZPO). Beide Fristen setzen mit der Zustellung des in vollständiger Form abgefassten Urteils ein (§ 517 ZPO; § 520 Abs. 2 S. 1 ZPO): **Dienstag, 27.04.2027**.
**2. Fristbeginn:** § 222 Abs. 2 ZPO i. V. m. § 187 Abs. 2 BGB – der Zustellungstag wird nicht mitgerechnet; Beginn daher **Mittwoch, 28.04.2027**.
**3. Reguläres Fristende:** § 222 Abs. 2 ZPO i. V. m. § 188 Abs. 2 (2. Alt.) BGB – Ende mit Ablauf des zahlenmäßig dem Zustellungstag entsprechenden Tages des Endemonats:
- Monatsfrist: **Donnerstag, 27.05.2027** (27.04. + 30 Tage),
- Zweimonatsfrist: **Sonntag, 27.06.2027** (27.05. + 31 Tage).
**4. Verschiebung nach § 222 Abs. 1 ZPO** (Sonn- und Feiertage sowie der 24., 26. und 31.12. bleiben unberücksichtigt, wenn sie das Fristende bilden; die Frist endet dann erst mit Ablauf des nächstfolgenden Werktags). Maßgeblich sind die gesetzlichen Feiertage im Sitzland des Gerichts, bei dem die Frist zu wahren ist (Einlegung: Erstgericht, § 517 ZPO; Begründung: Berufungsgericht, § 520 Abs. 3 ZPO; h. M.):
- **(a):** Der **27.05.2027 ist Fronleichnam**, gesetzlicher Feiertag im gesamten Freistaat Bayern (**Art. 1 Abs. 1 Nr. 8 BayFeiertagsG**; beweglicher Feiertag: Ostersonntag ist So. 28.03.2027, Fronleichnam = Ostern + 60 Tage = Do. 27.05.2027) → § 222 Abs. 1 ZPO → Fristende erst **Freitag, 28.05.2027** (kein Feiertag).
- **(b):** Der 27.05.2027 ist in Berlin **kein** Feiertag; Fronleichnam ist in **§ 1 des Berliner Feiertagsgesetzes (FeiertG Bln)** nicht enthalten (Berliner Mai-Feiertage 2027: 01.05., 06.05., 17.05.) → Fristende bleibt **Donnerstag, 27.05.2027**.
- **Begründungsfrist (beide):** 27.06.2027 ist ein **Sonntag** → § 222 Abs. 1 ZPO (Sonntagsregel; vgl. Art. 139 WRV i. V. m. Art. 140 GG) → Fristende **Montag, 28.06.2027**; dieser Tag ist weder in Bayern noch in Berlin Feiertag.
## Maßgebliche Feiertage und Rechtsgrundlage
- **Fronleichnam, Do. 27.05.2027** – Feiertag nur in Bayern: Art. 1 Abs. 1 Nr. 8 BayFeiertagsG. Da Feiertagsrecht Landesrecht ist, divergieren die Einlegungsfristen; der Unterschied zwischen beiden Mandanten beruht allein auf diesem Tag.
- **Sonntag, 27.06.2027** – von § 222 Abs. 1 ZPO unmittelbar erfasst; keines Landesgesetz bedarf es; Mo. 28.06.2027 ist überall Werktag.
- Der 24./26./31.12. (§ 222 Abs. 1 ZPO) ist im Mai/Juni nicht einschlägig.
## Ergänzende Hinweise
- **Innerhalb** der Fristen liegende Sonn- und Feiertage (in Bayern z. B. 1.5., 6.5., 17.5.) verlängern die Fristen **nicht**, da § 222 Abs. 1 ZPO nur eingreift, wenn der letzte Tag betroffen ist.
- Die Berufungsfrist ist unverlängerbar; die Begründungsfrist wäre auf Antrag verlängerbar (§ 520 Abs. 2 S. 2 ff. ZPO) – hier nicht beantragt.
- Die Samstagsklausel des § 193 BGB gilt im Zivilprozess wegen der Spezialregel des § 222 Abs. 1 ZPO nicht; hier ohnehin bedeutungslos, da kein Fristende auf einen Sonnabend fällt.
- Praktisch: Rechtzeitiger Eingang bis 24:00 Uhr; auf Geschäftszeiten bzw. Briefkastenleerungen des jeweils zuständigen Gerichts achten. Die Berechnung folgt vollständig aus den zitierten Gesetzesvorschriften; die genannten Regeln entsprechen der ständigen gerichtlichen Praxis.
*(Randbemerkung: In Berlin besteht real nur ein Landgericht; an der Fristberechnung ändert dies nichts, da allein der Gerichtsort Berlin maßgeblich ist.)*| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 517 ZPO | § 517 Berufungsfrist | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 517 ZPO (Einlegung beim Erstgericht) — Richtig zitiert für die Monatsfrist, an anderer Stelle aber für die Einlegung „beim Erstgericht“; § 517 ZPO regelt keinen Einlegungsort, die Berufung wird beim Berufungsgericht eingelegt (§ 519 Abs. 1 ZPO). · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 520 Abs. 2 S. 1 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 511 Abs. 1 ZPO | § 511 Statthaftigkeit der Berufung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 222 Abs. 2 ZPO | § 222 Fristberechnung | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 222 Abs. 2 ZPO — Zitiert als Verweis auf §§ 187, 188 BGB; das ist § 222 Abs. 1 ZPO. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 187 Abs. 2 BGB | § 187 Fristbeginn | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 187 Abs. 2 BGB — Dass der Zustellungstag nicht mitgerechnet wird, regelt § 187 Abs. 1 BGB; Abs. 2 betrifft den Beginn eines Tages als Fristbeginn. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 222 Abs. 1 ZPO | § 222 Fristberechnung | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 222 Abs. 1 ZPO — Zitiert für die Verschiebung bei Sonn- und Feiertagen (sowie angeblich 24./26./31.12.); das regelt § 222 Abs. 2 ZPO, Abs. 1 verweist auf das BGB. Die 24./26./31.12. stehen nicht in § 222 ZPO. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 520 Abs. 3 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 1 Abs. 1 Nr. 8 BayFeiertagsG | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 1 Abs. 1 Nr. 8 BayFeiertagsG — Art. 1 Abs. 1 BayFTG hat nur die Nummern 1 und 2; Fronleichnam steht in Nr. 1. · Automatik: ungeprueft — Gesetz „BayFeiertagsG“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 139 WRV | — | ungeprüft | Gesetz „WRV“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 140 GG | Art 140 | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 520 Abs. 2 S. 2 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 193 BGB | § 193 Sonn- und Feiertag; Sonnabend | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
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# Fristberechnung Berufung und Berufungsbegründung
## I. Einschlägige Vorschriften
| Vorschrift | Inhalt |
|---|---|
| **§ 517 ZPO** | Berufung ist innerhalb einer **Notfrist von einem Monat** einzulegen |
| **§ 520 Abs. 2 S. 1 ZPO** | Berufungsbegründung ist innerhalb einer Frist von **zwei Monaten** ab Zustellung des in vollständiger Form abgefassten Urteils einzureichen |
| **§ 222 Abs. 1 ZPO** | Verweis auf §§ 186–191 BGB für die Fristberechnung |
| **§ 187 Abs. 1 BGB** | Tag des Ereignisses (Zustellung) wird **nicht** mitgerechnet |
| **§ 188 Abs. 2 BGB** | Frist endet mit Ablauf des Tages der letzten Woche/des letzten Monats, der durch seine Zahl dem Tag des Fristbeginns entspricht |
| **§ 193 BGB** | Fällt das Fristende auf Sonntag, Samstag oder gesetzlichen Feiertag, verlängert sich die Frist auf den **nächsten Werktag** |
## II. Fristbeginn und rechnerisches Fristende
**Zustellung:** Dienstag, **27. April 2027**
- **Fristbeginn** (§ 187 Abs. 1 BGB): Mittwoch, **28. April 2027**
- **Berufung** (1 Monat, § 188 Abs. 2 BGB): Ablauf **27. Mai 2027**
- **Berufungsbegründung** (2 Monate, § 188 Abs. 2 BPO): Ablauf **27. Juni 2027**
## III. Maßgebliche Feiertage im Mai/Juni 2027
**Ostern 2027:** 28. März 2027 (Sonntag)
| Fest | Datum 2027 | Wochentag | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|---|
| **Fronleichnam** (60 Tage nach Ostern) | **27. Mai 2027** | Donnerstag | **Art. 1 Abs. 1 Nr. 8 BayFTG** (nur in **Bayern**); in **Berlin** kein Feiertag (§ 1 BerlFeiertG enthält Fronleichnam nicht) |
## IV. Ergebnisse
### (a) Landgericht München I → OLG München (Bayern)
| Rechtshandlung | Rechnerisches Ende | Verlängerung nach § 193 BGB? | **Letzter Tag** |
|---|---|---|---|
| **(1) Berufungseinlegung** | Do, 27.05.2027 | Ja – **Fronleichnam** (Art. 1 Abs. 1 Nr. 8 BayFTG) | **Freitag, 28. Mai 2027** |
| **(2) Berufungsbegründung** | So, 27.06.2027 | Ja – **Sonntag** | **Montag, 28. Juni 2027** |
### (b) Landgericht Berlin II → Kammergericht (Berlin)
| Rechtshandlung | Rechnerisches Ende | Verlängerung nach § 193 BGB? | **Letzter Tag** |
|---|---|---|---|
| **(1) Berufungseinlegung** | Do, 27.05.2027 | Nein – Fronleichnam ist in Berlin **kein** Feiertag (§ 1 BerlFeiertG) | **Donnerstag, 27. Mai 2027** |
| **(2) Berufungsbegründung** | So, 27.06.2027 | Ja – **Sonntag** | **Montag, 28. Juni 2027** |
## V. Zusammenfassung
> **Fall (a) – München:** Berufung bis **Freitag, 28.05.2027**; Berufungsbegründung bis **Montag, 28.06.2027**
>
> **Fall (b) – Berlin:** Berufung bis **Donnerstag, 27.05.2027**; Berufungsbegründung bis **Montag, 28.06.2027**
**Hinweis:** Die Berufungsfrist ist Notfrist (§ 517 ZPO) und kann nicht verlängert werden. Die Berufungsbegründungsfrist ist keine Notfrist; eine Verlängerung wäre nach § 520 Abs. 2 S. 2, 3 ZPO grundsätzlich möglich, wird hier aber nicht beantragt.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 517 ZPO | § 517 Berufungsfrist | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 520 Abs. 2 S. 1 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 222 Abs. 1 ZPO | § 222 Fristberechnung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 187 Abs. 1 BGB | § 187 Fristbeginn | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 188 Abs. 2 BGB | § 188 Fristende | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 193 BGB | § 193 Sonn- und Feiertag; Sonnabend | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 188 Abs. 2 BPO | — | ungeprüft | Gesetz „BPO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 1 Abs. 1 Nr. 8 BayFTG | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 1 Abs. 1 Nr. 8 BayFTG — Art. 1 Abs. 1 BayFTG hat nur die Nummern 1 und 2; Fronleichnam steht in Nr. 1. · Automatik: ungeprueft — Gesetz „BayFTG“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| § 1 BerlFeiertG | — | ungeprüft | Gesetz „BerlFeiertG“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| § 520 Abs. 2 S. 2 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | echt | Satz heuristisch gezählt |
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## A. Anzuwendende Vorschriften
- **Berufungsfrist:** 1 Monat – **§ 511 Abs. 2 S. 1 ZPO**; Fristbeginn mit Zustellung des **vollständigen** Urteils – **§ 517 S. 1 ZPO** (Sperrfrist des § 517 S. 2 ZPO – Ablauf von 5 Monaten nach Verkündung – ist nur relevant, wenn die Verkündung vor dem ca. 27.02.2027 läge, hier nicht ersichtlich).
- **Berufungsbegründungsfrist:** 2 Monate – **§ 520 Abs. 2 S. 1 ZPO**; Fristbeginn ebenfalls mit Zustellung des vollständigen Urteils an die Berufungsbeklagte – **§ 520 Abs. 2 S. 2 ZPO**. Beide Fristen laufen also **parallel** ab dem selben Ereignis.
- **Fristberechnung:** **§ 222 Abs. 1 ZPO** verweist auf die §§ 187 ff. BGB: Fristbeginn mit Ablauf des Zustellungstags (**§ 187 Abs. 1 BGB**), Fristende nach Monaten am selben Tag (**§ 188 Abs. 2 BGB**), Verschiebung bei Wochenende/**allgemeinem** Feiertag (**§ 193 BGB** – gilt auch für prozessuale Fristen).
## B. Berechnung
Zustellung: **Dienstag, 27. April 2027** → Fristbeginn **28. April 2027** (§ 187 Abs. 1 BGB).
### (1) Berufungseinlegung (§ 511 Abs. 2 S. 1 ZPO)
- 1 Monat ab 28.04. → Fristende **27. Mai 2027, Donnerstag** (§ 188 Abs. 2 BGB).
- **Achtung (Falle München):** Der 27.05.2027 ist **Fronleichnam**, der in Bayern ein Feiertag ist (**Art. 2 Abs. 1 Nr. 2 Feiertagsgesetz Bayern**). Er ist aber **kein „allgemeiner Feiertag"** i.S.d. § 193 BGB, denn § 193 BGB verlangt einen Feiertag, der im gesamten Bundesgebiet gilt (nur: Sonntage, 1.1., Karfreitag, Ostermontag, 1.5., Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, 3.10., 25./26.12. – entsprechend den jeweiligen Landesfeiertagsgesetzen, in Bayern z.B. Art. 2 Abs. 1 BayFG, in Berlin §§ 1, 2 Feiertagsgesetz Berlin). Fronleichnam besteht nur in einem Teil der Länder. **Die Frist wird daher nicht verschoben.**
- In Berlin wäre der 27.05. ohnehin kein Feiertag.
**Ergebnis (a) und (b): Berufung bis Donnerstag, 27. Mai 2027** (Einreichung beim Berufungsgericht oder sonstige Partschriftzustellung, § 519 Abs. 2 ZPO).
### (2) Berufungsbegründung (§ 520 Abs. 2 ZPO)
- 2 Monate ab 28.04. → rechnerisches Fristende **27. Juni 2027** (§ 188 Abs. 2 BGB).
- Der 27.06.2027 ist ein **Sonntag** → Verschiebung auf den nächsten Werktag, **Montag, 28. Juni 2027** (**§ 193 BGB**). Auf diesen Tag fällt kein allgemeiner Feiertag (Pfingstmontag war der 17.05.2027).
**Ergebnis (a) und (b): Begründung bis Montag, 28. Juni 2027.**
## C. Ergebnisübersicht
| | (a) LG München I → OLG München | (b) LG Berlin II → Kammergericht |
|---|---|---|
| Berufung | Do., 27.05.2027 | Do., 27.05.2027 |
| Berufungsbegründung | Mo., 28.06.2027 | Mo., 28.06.2027 |
Die Ergebnisse stimmen für beide Gerichte überein: Der unterschiedliche Gerichtsstand ist ohne Bedeutung, weil die Fristberechnung (§§ 187 ff., 193 BGB i.V.m. § 222 Abs. 1 ZPO) an dem für die Vornahme der Prozesshandlung maßgeblichen allgemeinen Feiertagsbegriff anknüpft; der bayerische „Teil-Feiertag" Fronleichnam (Art. 2 Abs. 1 Nr. 2 BayFG) begründet keine Fristverlängerung nach § 193 BGB.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 511 Abs. 2 S. 1 ZPO | § 511 Statthaftigkeit der Berufung | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 511 Abs. 2 S. 1 ZPO — Zitiert für die Monatsfrist; § 511 Abs. 2 ZPO regelt die Zulässigkeit (Beschwerdewert/Zulassung). Die Frist steht in § 517 ZPO. · Automatik: echt — Satz 1 nicht geprüft (Absatz mit Liste) |
| § 517 S. 1 ZPO | § 517 Berufungsfrist | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 517 S. 2 ZPO | § 517 Berufungsfrist | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 517 S. 2 ZPO — § 517 ZPO besteht aus einem Satz; einen Satz 2 gibt es nicht (die Fünfmonatsgrenze steht im zweiten Halbsatz). · Automatik: nicht_auffindbar — Satz 2 nicht gefunden (Absatz hat nach heuristischer Zählung 1 Satz/Sätze) |
| § 520 Abs. 2 S. 1 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 520 Abs. 2 S. 2 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 520 Abs. 2 S. 2 ZPO — Zitiert für den Fristbeginn; Satz 2 regelt die Verlängerung mit Einwilligung des Gegners. · Automatik: echt — Satz heuristisch gezählt |
| § 222 Abs. 1 ZPO | § 222 Fristberechnung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 187 BGB | § 187 Fristbeginn | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 187 Abs. 1 BGB | § 187 Fristbeginn | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 188 Abs. 2 BGB | § 188 Fristende | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 193 BGB | § 193 Sonn- und Feiertag; Sonnabend | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 193 BGB (bundesweiter Feiertag) — Zitiert dafür, dass nur bundesweit geltende Feiertage die Frist verschieben; § 193 BGB stellt auf staatlich anerkannte allgemeine Feiertage am maßgeblichen Ort ab, Fronleichnam in Bayern genügt. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 2 Abs. 1 BayFG | — | ungeprüft | Gesetz „BayFG“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| § 519 Abs. 2 ZPO | § 519 Berufungsschrift | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 519 Abs. 2 ZPO — § 519 Abs. 2 ZPO regelt den Inhalt der Berufungsschrift, nicht den Ort der Einreichung. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 520 Abs. 2 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 2 Abs. 1 Nr. 2 BayFG | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 2 Abs. 1 Nr. 2 BayFG — Art. 2 BayFTG regelt den Schutz der Sonn- und Feiertage; die Feiertagsliste mit Fronleichnam steht in Art. 1 Abs. 1 Nr. 1 BayFTG (gilt auch für die Variante „Art. 2 Abs. 1 BayFG“). · Automatik: ungeprueft — Gesetz „BayFG“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
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## Ergebnis
Für **beide** Mandanten gilt dasselbe:
| | Frist | Ablauf |
|---|---|---|
| (1) Berufung einlegen | 1 Monat (§ 517 Abs. 1 ZPO) | **Donnerstag, 27.05.2027** |
| (2) Berufung begründen | innerhalb der Berufungsfrist (§ 520 Abs. 2 Satz 1 ZPO) | **Donnerstag, 27.05.2027** |
Es ergibt sich also **kein Unterschied zwischen (a) und (b)** – weder im Berufungsgericht (OLG München / Kammergericht) noch in der Frist.
## Rechenschritt
**1. Fristbeginn.** Die Berufungsfrist beginnt mit der Zustellung des Urteils (§ 519 Abs. 1 ZPO; das Urteil wurde hier – vollständig schriftlich abgefasst – zugestellt, nicht im Berufungsurteil verkündet). Ereignistag ist daher Dienstag, **27.04.2027**; der Tag des Ereignisses wird nicht mitgerechnet (§ 222 Abs. 1 ZPO; vgl. § 187 Abs. 1, § 188 Abs. 2 BGB).
**2. Fristdauer.** Ein Monat (§ 517 Abs. 1 ZPO). Ende: 27.04.2027 + 1 Monat = **27.05.2027** (Donnerstag).
**3. Feiertagskontrolle.** Der 27.05.2027 ist ein Donnerstag und kein gesetzlicher Feiertag; Samstage/Sonntage/Feiertage sind ausgeschlossen, fällt der letzte Tag auf einen solchen Tag, endet die Frist erst mit Ablauf des nächsten Werktags (§ 222 Abs. 2 ZPO). Eine Verlängerung tritt daher **nicht** ein. Im Fristzeitraum liegende Feiertage (1.05.2027 Samstag – Tag der Arbeit, § 3 Abs. 1 ArbZG; 14.05.2027 Freitag – Christi Himmelfahrt, § 3 Abs. 2 Nr. 2 ArbZG; 16.05.2027 Montag – Pfingstmontag, § 3 Abs. 2 Nr. 3 ArbZG) wirken sich auf das Fristende **nicht** aus, da sie nicht auf den letzten Tag fallen.
**4. Begründungsfrist.** Wird die Berufung (wie hier) innerhalb der Berufungsfrist eingelegt, ist die Berufung **innerhalb der Berufungsfrist** zu begründen (§ 520 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Deshalb endet auch die Begründungsfrist am 27.05.2027. (Wird die Berufungsklage erst nach Fristablauf eingelegt, gälte abweichend eine Frist von zwei Monaten ab Zustellung, § 520 Abs. 2 Satz 2 ZPO – hier nicht einschlägig.)
**5. Formale Anforderungen.** Die Berufung muss durch einen Rechtsanwalt eingelegt und begründet werden (§ 511 Abs. 1, Abs. 2 ZPO); die Begründung muss die Berufungsgründe angeben (§ 520 Abs. 3 ZPO).| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 517 Abs. 1 ZPO | § 517 Berufungsfrist | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 517 Abs. 1 ZPO — § 517 ZPO hat keine Absätze; einen Abs. 1 gibt es nicht. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 520 Abs. 2 S. 1 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 520 Abs. 2 S. 1 ZPO — Zitiert für Begründung „innerhalb der Berufungsfrist“; § 520 Abs. 2 Satz 1 ZPO bestimmt zwei Monate ab Zustellung. · Automatik: echt — Satz heuristisch gezählt |
| § 519 Abs. 1 ZPO | § 519 Berufungsschrift | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 519 Abs. 1 ZPO — Zitiert für den Fristbeginn mit Zustellung; § 519 Abs. 1 ZPO regelt die Einlegung durch Berufungsschrift beim Berufungsgericht (Fristbeginn: § 517 ZPO). · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 222 Abs. 1 ZPO | § 222 Fristberechnung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 187 Abs. 1 BGB | § 187 Fristbeginn | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 188 Abs. 2 BGB | § 188 Fristende | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 222 Abs. 2 ZPO | § 222 Fristberechnung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 3 Abs. 1 ArbZG | § 3 Arbeitszeit der Arbeitnehmer | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 3 Abs. 1 ArbZG — § 3 ArbZG regelt die werktägliche Arbeitszeit, keine Feiertage (Tag der Arbeit). · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 3 Abs. 2 Nr. 2 ArbZG | § 3 Arbeitszeit der Arbeitnehmer | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 3 Abs. 2 Nr. 2 ArbZG — § 3 ArbZG hat keinen Absatz 2; Feiertage regelt das ArbZG dort nicht. · Automatik: erfunden — Abs. 2 gibt es in § 3 ArbZG nicht |
| § 3 Abs. 2 Nr. 3 ArbZG | § 3 Arbeitszeit der Arbeitnehmer | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 3 Abs. 2 Nr. 3 ArbZG — § 3 ArbZG hat keinen Absatz 2. · Automatik: erfunden — Abs. 2 gibt es in § 3 ArbZG nicht |
| § 520 Abs. 2 S. 2 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 520 Abs. 2 S. 2 ZPO — § 520 Abs. 2 Satz 2 ZPO regelt die Fristverlängerung mit Einwilligung des Gegners, nicht eine Zweimonatsfrist bei verspäteter Einlegung. · Automatik: echt — Satz heuristisch gezählt |
| § 520 Abs. 3 ZPO | § 520 Berufungsbegründung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 511 Abs. 1, Abs. 2 ZPO | — | falsch zugeordnet Hand | Zitiert für den Anwaltszwang; § 511 ZPO regelt die Statthaftigkeit der Berufung (Anwaltszwang: § 78 ZPO). |
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Aufgabe DE2 · Rechtsänderungen 2025/2026 (Kleinunternehmer, Aufbewahrung, Gewerbemiete, Mietpreisbremse, Widerruf)
Aufgabe (Wortlaut an das Modell)
Eine Mandantin betreibt als Einzelunternehmerin in Köln einen Online-Shop für Verbraucher, vermietet zusätzlich ein Ladenlokal an einen Gewerbetreibenden und möchte alte Belege vernichten. Beantworten Sie nach dem heute, am 3. November 2026, geltenden Recht und jeweils mit genauer Fundstelle (Paragraf, Absatz, Satz, Nummer):
1. Bis zu welchen Umsatzgrenzen kann sie die umsatzsteuerliche Kleinunternehmerregelung nutzen?
2. Wie lange muss sie Buchungsbelege, z. B. Eingangsrechnungen, aufbewahren?
3. Welche Form braucht ein neuer Gewerberaummietvertrag mit fester Laufzeit von fünf Jahren, damit die Befristung wirkt, und was gilt für einen 2023 geschlossenen Altvertrag?
4. Bis zu welchem Datum dürfen Landesverordnungen zur Mietpreisbremse für Wohnraum höchstens gelten?
5. Was muss sie in ihrem Online-Shop für den Widerruf durch Verbraucher seit 2026 zusätzlich bereitstellen?
Goldlösung
25.000 €/100.000 € (§ 19 Abs. 1 S. 1 UStG) · 8 Jahre (§ 147 Abs. 3 S. 1 AO, § 257 Abs. 4 HGB) · Textform (§ 578, § 550 BGB; Art. 229 § 70 EGBGB) · 31.12.2029 (§ 556d Abs. 2 S. 4 BGB) · Widerrufsfunktion § 356a BGB
1. § 19 Abs. 1 Satz 1 UStG: Gesamtumsatz (§ 19 Abs. 2) im vorangegangenen Kalenderjahr nicht über 25.000 € und im laufenden Kalenderjahr nicht über 100.000 € (frühere Grenzen 22.000 €/50.000 € gelten nicht mehr). 2. Buchungsbelege acht Jahre: § 147 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 3 Satz 1 AO; für Kaufleute § 257 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 4 HGB (früher zehn Jahre); Beginn mit Schluss des Kalenderjahres (§ 147 Abs. 4 AO, § 257 Abs. 5 HGB); kein Ablauf, solange die Festsetzungsfrist offen ist (§ 147 Abs. 3 Satz 5 AO). 3. Für Mietverhältnisse über Räume, die keine Wohnräume sind, gilt § 550 BGB mit der Maßgabe, dass ein Vertrag für länger als ein Jahr, der nicht in Textform geschlossen wird, für unbestimmte Zeit gilt (§ 578 Abs. 2 Satz 1 i. V. m. Abs. 1 Satz 2 BGB). Für vor dem 1. Januar 2025 entstandene Mietverhältnisse galt nach Art. 229 § 70 Abs. 1 EGBGB die alte Fassung (Schriftform) bis einschließlich 1. Januar 2026 weiter; bei einer ab 1.1.2025 vereinbarten Änderung gilt sofort die neue Fassung. Heute gilt also auch für den Altvertrag die Textform-Regel. 4. § 556d Abs. 2 Satz 4 BGB: Rechtsverordnungen müssen spätestens mit Ablauf des 31. Dezember 2029 außer Kraft treten. 5. Widerrufsfunktion nach § 356a BGB: bei über eine Online-Benutzeroberfläche geschlossenen Fernabsatzverträgen eine ständig verfügbare, hervorgehobene Funktion „Vertrag widerrufen“ (Abs. 1), Angaben nach Abs. 2, Bestätigungsfunktion „Widerruf bestätigen“ (Abs. 3), Eingangsbestätigung auf dauerhaftem Datenträger (Abs. 4); Zugangsfiktion (Abs. 5).
Rubrik: k1: Kleinunternehmer: Gesamtumsatz im Vorjahr höchstens 25.000 € und im laufenden Jahr höchstens 100.000 € (§ 19 Abs. 1 Satz 1 UStG) (Gewicht 2) · k2: Buchungsbelege acht Jahre (§ 147 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 3 Satz 1 AO und/oder § 257 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 4 HGB), Beginn mit Schluss des Kalenderjahres (Gewicht 2) · k3: Gewerberaummiete über ein Jahr: Textform genügt (§ 578 Abs. 2 Satz 1 i. V. m. Abs. 1 Satz 2, § 550 BGB), sonst unbestimmte Zeit; Altverträge: Übergang nach Art. 229 § 70 Abs. 1 EGBGB (alte Schriftform bis einschließlich 1. Januar 2026, bei Änderung ab 1.1.2025 sofort neues Recht) (Gewicht 2) · k4: Landesverordnungen zur Mietpreisbremse müssen spätestens mit Ablauf des 31. Dezember 2029 außer Kraft treten (§ 556d Abs. 2 Satz 4 BGB) (Gewicht 1) · k5: Widerrufsfunktion nach § 356a BGB (Schaltfläche „Vertrag widerrufen“, Bestätigungsfunktion, Eingangsbestätigung auf dauerhaftem Datenträger) (Gewicht 2)
Kriterien (Gewicht)
- k1 (2): Kleinunternehmer: Gesamtumsatz im Vorjahr höchstens 25.000 € und im laufenden Jahr höchstens 100.000 € (§ 19 Abs. 1 Satz 1 UStG)
- k2 (2): Buchungsbelege acht Jahre (§ 147 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 3 Satz 1 AO und/oder § 257 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 4 HGB), Beginn mit Schluss des Kalenderjahres
- k3 (2): Gewerberaummiete über ein Jahr: Textform genügt (§ 578 Abs. 2 Satz 1 i. V. m. Abs. 1 Satz 2, § 550 BGB), sonst unbestimmte Zeit; Altverträge: Übergang nach Art. 229 § 70 Abs. 1 EGBGB (alte Schriftform bis einschließlich 1. Januar 2026, bei Änderung ab 1.1.2025 sofort neues Recht)
- k4 (1): Landesverordnungen zur Mietpreisbremse müssen spätestens mit Ablauf des 31. Dezember 2029 außer Kraft treten (§ 556d Abs. 2 Satz 4 BGB)
- k5 (2): Widerrufsfunktion nach § 356a BGB (Schaltfläche „Vertrag widerrufen“, Bestätigungsfunktion, Eingangsbestätigung auf dauerhaftem Datenträger)
Antworten (7)
Gemini 3.8 Flash · Standard 0 63002
Zu Ihren Fragen nach der Rechtslage am **3. November 2026**:
### 1. Umsatzgrenzen der Kleinunternehmerregelung
Seit dem 1. Januar 2025 gelten nach der Neuregelung durch das Wachstumschancengesetz folgende Schwellenwerte:
* **Vorjahresumsatz:** Der Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr darf **25.000 Euro** nicht überstiegen haben.
* **Laufender Umsatz:** Der Gesamtumsatz im laufenden Kalenderjahr darf **100.000 Euro** voraussichtlich nicht übersteigen.
**Fundstelle:** **§ 19 Abs. 1 Satz 1 UStG**
---
### 2. Aufbewahrungsfrist für Buchungsbelege
Durch das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV, in Kraft getreten am 1. Januar 2025) wurde die Aufbewahrungsfrist für Buchungsbelege verkürzt:
* Buchungsbelege (wie Eingangs- und Ausgangsrechnungen) müssen **8 Jahre** aufbewahrt werden (zuvor 10 Jahre). Dies gilt auch für Belege, deren frühere 10-jährige Aufbewahrungsfrist am 1. Januar 2025 noch nicht abgelaufen war.
**Fundstelle:** **§ 147 Abs. 3 Satz 1 i. V. m. Abs. 1 Nr. 4 AO** (bzw. **§ 257 Abs. 4 i. V. m. Abs. 1 Nr. 4 HGB**)
---
### 3. Formerfordernis für Gewerberaummietverträge mit fünfjähriger Befristung
* **Neuer Vertrag (Stand 2026):** Für die Befristung genügt die **Textform** (z. B. E-Mail, PDF). Die Verletzung der Textform führt dazu, dass der Vertrag als auf unbestimmte Zeit geschlossen gilt (§ 550 Satz 1 BGB).
**Fundstelle:** **§ 578 Abs. 1 BGB i. V. m. § 550 Satz 1 BGB** und **§ 126b BGB** (geändert durch das BEG IV zum 01.01.2025).
* **Altvertrag von 2023:** Für Verträge, die vor dem 1. Januar 2025 abgeschlossen wurden, gilt das bisherige Recht fort. Damit war und bleibt für die Wirksamkeit der Befristung die gesetzliche **Schriftform** erforderlich (eigenhändige Unterschrift nach § 126 BGB).
**Fundstelle:** **Art. 229 § 68 EGBGB** i. V. m. **§ 578 Abs. 1 BGB a. F.** und **§ 550 Satz 1 BGB a. F.**
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### 4. Höchstes Gültigkeitsdatum von Landesverordnungen zur Mietpreisbremse
Landesverordnungen zur Begrenzung der Miethöhe bei Mietbeginn (Mietpreisbremse) dürfen längstens bis zum **31. Dezember 2029** gelten.
**Fundstelle:** **§ 556d Abs. 2 Satz 4 BGB**
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### 5. Zusätzliche Anforderung für den Verbraucherwiderruf im Online-Shop seit 2026
In Umsetzung der Richtlinie (EU) 2023/2673 muss der Online-Shop seit dem **19. Juni 2026** eine gut lesbare und unmittelbar zugängliche **Widerrufsfunktion („Widerrufs-Button“)** auf der Website vorhalten.
Verbraucher müssen den Vertrag online über eine leicht zugängliche Schaltfläche widerrufen können (analog zum bereits zuvor geltenden Kündigungsbutton).
**Fundstelle:** **§ 312k Abs. 1 BGB** (bzw. **§ 312l BGB**) i. V. m. **Art. 246a § 1 Abs. 2 EGBGB** sowie **Art. 11a der Richtlinie 2011/83/EU** n. F.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 19 Abs. 1 S. 1 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 550 S. 1 BGB | § 550 Form des Mietvertrags | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 578 Abs. 1 BGB | § 578 Mietverhältnisse über Grundstücke und Räume | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 126b BGB | § 126b Textform | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 126 BGB | § 126 Schriftform | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 229 § 68 EGBGB | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 229 § 68 EGBGB — Art. 229 § 68 EGBGB ist die Überleitungsvorschrift zum Gesetz zum Schutz Minderjähriger bei Auslandsehen; die Übergangsregel zur Gewerbemiete steht in Art. 229 § 70 (geprüft im EGBGB-Volltext). · Automatik: ungeprueft — Paragraf innerhalb eines Artikels (z. B. Art. 246a § 1 EGBGB) — v1 nicht automatisch prüfbar |
| § 556d Abs. 2 S. 4 BGB | § 556d Zulässige Miethöhe bei Mietbeginn; Verordnungsermächtigung | echt | Satz 4 nicht geprüft (Absatz mit Liste) |
| Richtlinie (EU) 2023/2673 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| § 312k Abs. 1 BGB | § 312k Kündigung von Verbraucherverträgen im elektronischen Geschäftsverkehr | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 312k Abs. 1 BGB — § 312k BGB regelt die Kündigungsschaltfläche, nicht die Widerrufsfunktion (§ 356a BGB). · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 312l BGB | § 312l Allgemeine Informationspflichten für Betreiber von Online-Marktplätzen | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 312l BGB — § 312l BGB enthält Informationspflichten für Online-Marktplätze. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 246a § 1 Abs. 2 EGBGB | — | ungeprüft | Paragraf innerhalb eines Artikels (z. B. Art. 246a § 1 EGBGB) — v1 nicht automatisch prüfbar |
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DeepSeek V4.1 Flash 1017 · Standard 0 115000
1. **Kleinunternehmerregelung:** Sie kann die Regelung nutzen, wenn ihr **Gesamtumsatz** nach § 19 Abs. 2 UStG im **vorangegangenen Kalenderjahr 25.000 € nicht überschritten** hat und im **laufenden Kalenderjahr 100.000 € nicht überschreitet** (§ 19 Abs. 1 Satz 1 UStG). Überschreitet sie im laufenden Jahr 100.000 €, ist der die Grenze überschreitende Umsatz steuerpflichtig (§ 19 Abs. 1 Satz 2 UStG). Die steuerfreie Vermietung des Ladenlokals nach § 4 Nr. 12 UStG zählt grundsätzlich nicht in den Gesamtumsatz, solange nicht zur Steuerpflicht optiert wird (§ 19 Abs. 2 Satz 1 UStG).
2. **Aufbewahrung:** Allgemeine **Buchungsbelege** sind nach § 147 Abs. 3 Satz 1 AO **8 Jahre** aufzubewahren; für vor 2025 begonnene Fristen bleibt es bei 10 Jahren. **Eingangsrechnungen** sind regelmäßig Rechnungen i.S.d. § 14b UStG und daher **10 Jahre** aufzubewahren (§ 14b Abs. 1 Satz 1 UStG); die Frist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres der Ausstellung (§ 14b Abs. 1 Satz 2 UStG). Die UStG-Frist geht der kürzeren AO-Frist vor.
3. **Gewerberaummietvertrag:** Seit dem 1.1.2025 ist § 550 BGB auf Mietverhältnisse über Räume, die keine Wohnräume sind, nicht mehr anzuwenden; § 578 Abs. 2 BGB verweist nicht mehr auf § 550 BGB. Ein neuer Gewerberaummietvertrag mit fester Laufzeit von fünf Jahren bedarf daher **keiner besonderen Form**; die Befristung wirkt auch ohne Schriftform. Für einen **2023 geschlossenen Altvertrag** gilt die alte Rechtslage: § 550 BGB i.V.m. § 578 Abs. 2 BGB a.F. War die **Schriftform** nicht gewahrt (von beiden Parteien unterzeichnete Urkunde, § 126 Abs. 2 BGB), gilt der Vertrag als auf unbestimmte Zeit geschlossen; die Kündigung ist nicht vor Ablauf des ersten Jahres nach Überlassung zulässig (§ 550 Satz 2 BGB).
4. **Mietpreisbremse:** Landesverordnungen nach § 556d BGB dürfen höchstens bis zum **31. Dezember 2029** gelten (§ 556d Abs. 2 Satz 3 BGB).
5. **Widerruf im Online-Shop:** Seit dem 19.6.2026 ist für im Fernabsatz geschlossene Verträge über **Finanzdienstleistungen** eine elektronische Widerrufsfunktion („Widerrufsbutton“) bereitzustellen (§ 356a Abs. 5 Satz 1 BGB). Für ihren **Waren-Online-Shop** ist das nicht zusätzlich erforderlich; dort bleibt es bei der Widerrufsbelehrung. Nur wenn sie auch Finanzdienstleistungen im Fernabsatz anbietet, muss sie den Widerrufsbutton und die Eingangsbestätigung bereitstellen.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 19 Abs. 2 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 19 Abs. 1 S. 1 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 19 Abs. 1 S. 2 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 19 Abs. 1 S. 2 UStG — Zitiert für die Steuerpflicht ab Überschreiten von 100.000 €; Satz 2 schließt nur bestimmte Vorschriften aus (§§ 4 Nr. 1 b, 6a, 9, 14a, 18). · Automatik: echt — Satz heuristisch gezählt |
| § 4 Nr. 12 UStG | § 4 Steuerbefreiungen bei Lieferungen und sonstigen Leistungen | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 19 Abs. 2 S. 1 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | echt | Satz 1 nicht geprüft (Absatz mit Liste) |
| § 147 Abs. 3 S. 1 AO | § 147 Ordnungsvorschriften für die Aufbewahrung von Unterlagen | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 14b UStG | § 14b Aufbewahrung von Rechnungen | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 14b Abs. 1 S. 1 UStG | § 14b Aufbewahrung von Rechnungen | echt | Satz 1 nicht geprüft (Absatz mit Liste) |
| § 14b Abs. 1 S. 2 UStG | § 14b Aufbewahrung von Rechnungen | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 14b Abs. 1 S. 2 UStG — Zitiert für den Fristbeginn; Satz 2 betrifft die Anforderungen des § 14 Abs. 3 Satz 1, der Fristbeginn steht in Satz 3. · Automatik: echt — Satz 2 nicht geprüft (Absatz mit Liste) |
| § 550 BGB | § 550 Form des Mietvertrags | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 578 Abs. 2 BGB | § 578 Mietverhältnisse über Grundstücke und Räume | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 578 Abs. 2 BGB (verweist nicht mehr auf § 550) — Für das alte Recht richtig zitiert, an anderer Stelle für die Aussage, § 578 Abs. 2 verweise seit 2025 nicht mehr auf § 550; tatsächlich verweist er auf Abs. 1, der § 550 mit Textform-Maßgabe anwendet. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 126 Abs. 2 BGB | § 126 Schriftform | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 550 S. 2 BGB | § 550 Form des Mietvertrags | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 556d BGB | § 556d Zulässige Miethöhe bei Mietbeginn; Verordnungsermächtigung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 556d Abs. 2 S. 3 BGB | § 556d Zulässige Miethöhe bei Mietbeginn; Verordnungsermächtigung | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 556d Abs. 2 S. 3 BGB — Satz 3 nennt die Indizien für angespannte Märkte; das Außerkrafttreten bis 31.12.2029 steht in Satz 4. · Automatik: echt — Satz 3 nicht geprüft (Absatz mit Liste) |
| § 356a Abs. 5 S. 1 BGB | § 356a Elektronische Widerrufsfunktion bei Fernabsatzverträgen | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 356a Abs. 5 S. 1 BGB — Zitiert für die Pflicht zur Widerrufsfunktion; Abs. 5 enthält die Zugangsfiktion, die Pflicht steht in Abs. 1 und gilt für alle online geschlossenen Fernabsatzverträge. · Automatik: echt — Satz heuristisch gezählt |
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DeepSeek V4 Flash 0731 · Standard 0 00000
GLM 5.3 · Standard 0 46001
## 1. Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG)
Seit dem 1.1.2025 gelten neue, deutlich höhere Grenzen (§ 19 Abs. 1 Satz 2 UStG n.F.):
- **Vorjahr:** Gesamtumsatz max. **25.000 €** (§ 19 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 UStG),
- **laufendes Jahr:** max. **100.000 €** (§ 19 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 UStG); bei Überschreiten verliert sie die Regelung sofort (§ 19 Abs. 2 UStG).
## 2. Aufbewahrung der Belege
Buchungsbelege (z. B. Eingangsrechnungen) sind **8 Jahre** aufzubewahren, § 147 Abs. 1 Nr. 4 i.V.m. Abs. 3 Satz 1 AO. Die Frist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgt ist (§ 147 Abs. 4 AO).
## 3. Form des Gewerberaummietvertrags
Mietverhältnisse über **Grundstücke** (dazu zählt auch Gewerberaum) mit fester Laufzeit von mehr als einem Jahr bedürfen der **Schriftform**; andernfalls gelten sie als für unbestimmte Zeit geschlossen und sind nach Ablauf eines Jahres kündbar (§ 550 BGB). Für die Befristungswirkung des 5-Jahres-Vertrags ist also die **Schriftform** erforderlich.
Für den 2023 geschlossenen Altvertrag gilt dieselbe Rechtslage – § 550 BGB ist insoweit unverändert; auch dieser Vertrag bedurfte der Schriftform, damit die Befristung wirkt.
## 4. Mietpreisbremse
Landesverordnungen nach § 556d Abs. 2 BGB dürfen längstens bis zum **31. Dezember 2029** gelten (§ 556d Abs. 2 BGB i.d.F. des Gesetzes zur Verlängerung und zur Änderung der mietrechtlichen Vorschriften zur Mietpreisbremse vom 22.12.2023).
## 5. Elektronischer Widerruf im Online-Shop
Seit dem **1. Januar 2026** muss sie auf ihrer Internetseite eine Möglichkeit bereitstellen, mit der Verbraucher ihre **Widerrufserklärung elektronisch ausfüllen und übermitteln** können („Widerruf-Funktion“), § 312k Abs. 1 Satz 1 BGB n.F. (eingeführt durch das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/3258). Die Bestätigung des Widerrufs gegenüber dem Verbraucher ist unverzüglich auf dauerhaftem Datenträger zu übermitteln (§ 312k Abs. 1 Satz 2 BGB).| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 19 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 19 Abs. 1 S. 2 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 19 Abs. 1 Satz 2 UStG — Die Grenzen 25.000/100.000 € stehen in § 19 Abs. 1 Satz 1 UStG; Satz 2 schließt bestimmte Vorschriften aus. · Automatik: echt — Satz heuristisch gezählt |
| § 19 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 19 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 UStG — § 19 Abs. 1 Satz 2 UStG hat keine Nummern. · Automatik: erfunden — Nr. 1 gibt es in § 19 UStG nicht |
| § 19 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 19 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 UStG — § 19 Abs. 1 Satz 2 UStG hat keine Nummern. · Automatik: erfunden — Nr. 2 gibt es in § 19 UStG nicht |
| § 19 Abs. 2 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 19 Abs. 2 UStG — Zitiert für den sofortigen Verlust bei Überschreiten; Abs. 2 definiert den Gesamtumsatz. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 147 Abs. 4 AO | § 147 Ordnungsvorschriften für die Aufbewahrung von Unterlagen | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 550 BGB | § 550 Form des Mietvertrags | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 556d Abs. 2 BGB | § 556d Zulässige Miethöhe bei Mietbeginn; Verordnungsermächtigung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 312k Abs. 1 S. 1 BGB | § 312k Kündigung von Verbraucherverträgen im elektronischen Geschäftsverkehr | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 312k Abs. 1 Satz 1 BGB — § 312k BGB regelt die Kündigungsschaltfläche; die Widerrufsfunktion steht in § 356a BGB. · Automatik: echt — Satz 1 nicht geprüft (Absatz mit Liste) |
| Richtlinie (EU) 2024/3258 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| § 312k Abs. 1 S. 2 BGB | § 312k Kündigung von Verbraucherverträgen im elektronischen Geschäftsverkehr | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 312k Abs. 1 Satz 2 BGB — § 312k BGB betrifft die Kündigung; die Eingangsbestätigung zum Widerruf regelt § 356a Abs. 4 BGB. · Automatik: echt — Satz 2 nicht geprüft (Absatz mit Liste) |
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GLM 5.3 Flash · Standard 0 1110001
## 1. Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG)
Seit 1.1.2025 gilt die reformierte Kleinunternehmerregelung (Gesetz zur steuerlichen Entlastung des Mittelstands):
- **Vorjahresumsatz:** höchstens **25.000 €** (§ 19 Abs. 1 Satz 1 UStG n.F.)
- **Laufendes Jahr:** höchstens **100.000 €**; bei Überschreiten während des Jahres entfällt die Regelung ab dem Zeitpunkt des Überschreitens (§ 19 Abs. 1 Satz 2, Abs. 4 UStG n.F.)
- Verzicht möglich (§ 19 Abs. 2 UStG); Umsätze aus vermieteten Gewerbeläden sind umsatzsteuerbar, aber steuerfrei (§ 4 Nr. 12 Satz 1 Buchst. a UStG) und zählen grundsätzlich nicht als Umsatz i.S.d. § 19 UStG (vgl. § 19 Abs. 1 Satz 3 UStG n.F.).
## 2. Aufbewahrung von Buchungsbelegen
- **Buchungsbelege (Eingangsrechnungen etc.): 10 Jahre** (§ 147 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 3 AO; § 14b Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 UStG).
- Beginn der Frist: Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Beleg entstanden ist (§ 147 Abs. 4 AO). Vorzeitige Vernichtung nur mit behördlicher Genehmigung (§ 147 Abs. 5 AO).
## 3. Befristeter Gewerberaummietvertrag
- **Neue Verträge (ab 1.1.2024):** Die Befristung eines Gewerbemietvertrags über mehr als ein Jahr ist nur wirksam, wenn er in **Schriftform** geschlossen wird; bei Verstoß gilt er als unbefristet abgeschlossen (§ 578 Abs. 1 BGB i.V.m. § 550 Satz 2 BGB). Eine feste Laufzeit von fünf Jahren bedarf also der schriftlichen Vereinbarung (§ 126 BGB: eigenhändige Unterschrift beider Parteien; § 550 Satz 2 BGB: Unterschrift unter den vollständigen Vertragstext).
- **Altvertrag aus 2023:** Es gilt das alte Recht – die Befristung war ohne Schriftform wirksam; erst eine **Verlängerung** ohne Schriftform führt zur unbefristeten Fortsetzung (§ 578 Abs. 1 BGB a.F. i.V.m. § 545 BGB a.F.). Der 2023er Vertrag bleibt also wirksam befristet.
## 4. Mietpreisbremse
Die Befugnis der Länder, Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt festzulegen, gilt befristet bis zum **31.12.2029** (§ 556f Satz 1 BGB, verlängert durch das Gesetz zur Verlängerung der Mietpreisbremse von 2025). Landesverordnungen dürfen daher höchstens bis zu diesem Datum gelten.
## 5. Widerruf im Online-Shop seit 2026
Neben den bestehenden Pflichten (Widerrufsbelehrung in Textform vor Vertragsschluss und Muster-Widerrufsformular, Art. 246a § 1 Abs. 2 EGBGB, § 357 Abs. 1, Abs. 3 BGB, § 312g BGB) muss sie seit 2026 zusätzlich ein **elektronisch ausfüllbares Widerrufsformular** im Shop bereitstellen, damit Verbraucher den Widerruf unmittelbar online erklären können (Art. 246a § 1 Abs. 2 EGBGB n.F.; § 357 Abs. 1 Satz 2 BGB n.F.). Der Widerruf kann alternativ weiterhin formfrei, z.B. per E-Mail, erklärt werden (§ 355 Abs. 1 BGB).
*Hinweis: Bei Punkt 5 empfehle ich, die zum Mandatszeitpunkt aktuelle Fassung der §§ 355 ff. BGB und Art. 246a EGBGB nochmals zu verifizieren, da hier zuletzt mehrere Änderungsgesetze in Kraft getreten sind.*| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 19 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 19 Abs. 1 S. 1 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 19 Abs. 2 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 19 Abs. 2 UStG — Zitiert für den Verzicht; Abs. 2 definiert den Gesamtumsatz, der Verzicht steht in Abs. 3 (alte Nummerierung). · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 4 S. 1 Nr. 12 a) UStG | § 4 Steuerbefreiungen bei Lieferungen und sonstigen Leistungen | echt | Satz 1 nicht geprüft (Absatz mit Liste) |
| § 19 Abs. 1 S. 3 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 19 Abs. 1 Satz 3 UStG — § 19 Abs. 1 UStG hat zwei Sätze; die Herausnahme steuerfreier Vermietungsumsätze steht in Abs. 2 Satz 1 Nr. 1. · Automatik: nicht_auffindbar — Satz 3 nicht gefunden (Absatz hat nach heuristischer Zählung 2 Satz/Sätze) |
| § 14b Abs. 1 S. 2 Nr. 1 UStG | § 14b Aufbewahrung von Rechnungen | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 14b Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 UStG — Satz 2 hat keine Nummern; Nr. 1 in Satz 4 betrifft Fahrzeuglieferer. Die Frist nach Satz 1 beträgt acht Jahre. · Automatik: echt — Satz 2 nicht geprüft (Absatz mit Liste) |
| § 147 Abs. 4 AO | § 147 Ordnungsvorschriften für die Aufbewahrung von Unterlagen | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 147 Abs. 5 AO | § 147 Ordnungsvorschriften für die Aufbewahrung von Unterlagen | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 147 Abs. 5 AO — Zitiert für vorzeitige Vernichtung nur mit Genehmigung; Abs. 5 regelt Hilfsmittel zur Lesbarmachung von Datenträgern. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 578 Abs. 1 BGB | § 578 Mietverhältnisse über Grundstücke und Räume | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 550 S. 2 BGB | § 550 Form des Mietvertrags | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 550 Satz 2 BGB — Zitiert für Schriftform/unbefristete Geltung und Unterschrift unter den Vertragstext; Satz 2 regelt nur die frühestmögliche Kündigung. · Automatik: echt — Satz heuristisch gezählt |
| § 126 BGB | § 126 Schriftform | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 545 BGB | § 545 Stillschweigende Verlängerung des Mietverhältnisses | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 556f S. 1 BGB | § 556f Ausnahmen | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 556f Satz 1 BGB — Zitiert für die Befristung bis 31.12.2029; § 556f Satz 1 BGB nimmt Neubauwohnungen aus, die Befristung steht in § 556d Abs. 2 Satz 4. · Automatik: echt — Satz heuristisch gezählt |
| Art. 246a § 1 Abs. 2 EGBGB | — | ungeprüft | Paragraf innerhalb eines Artikels (z. B. Art. 246a § 1 EGBGB) — v1 nicht automatisch prüfbar |
| § 312g BGB | § 312g Widerrufsrecht | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 357 Abs. 1 S. 2 BGB | § 357 Rechtsfolgen des Widerrufs von außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und Fernabsatzverträgen mit Ausnahme von Verträgen über Finanzdienstleistungen | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 357 Abs. 1 Satz 2 BGB — § 357 Abs. 1 BGB hat nur einen Satz (Rückgewähr binnen 14 Tagen); eine Pflicht zum elektronischen Widerrufsformular steht dort nicht. · Automatik: nicht_auffindbar — Satz 2 nicht gefunden (Absatz hat nach heuristischer Zählung 1 Satz/Sätze) |
| § 355 Abs. 1 BGB | § 355 Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 355 BGB | § 355 Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 246a EGBGB | Art. 246a EGBGB | echt | Artikel nur im Volltext (keine Einzelseite); Absätze nicht automatisch geprüft — Gegenstand von Hand prüfen |
| § 19 Abs. 1 Satz 2, Abs. 4 UStG | — | falsch zugeordnet Hand | Zitiert für den Wegfall bei Überschreiten im laufenden Jahr; Abs. 1 Satz 2 schließt bestimmte Vorschriften aus, Abs. 4 betrifft im übrigen Gemeinschaftsgebiet ansässige Unternehmer. |
| § 147 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 3 AO | — | falsch zugeordnet Hand | Zitiert für Buchungsbelege mit zehn Jahren; Buchungsbelege stehen in Abs. 1 Nr. 4 (acht Jahre), Nr. 1 betrifft Bücher und Aufzeichnungen. |
| § 357 Abs. 1, Abs. 3 BGB | — | falsch zugeordnet Hand | Zitiert für Widerrufsbelehrung und Musterformular; § 357 Abs. 1 und 3 regeln Rückgewährfrist und Zahlungsmittel. |
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Minimax M3.1 Flash · Standard 0 1210011
**Rechtsstand: 3. November 2026.** Zwei Abgrenzungen sind wichtig: Die Vermietung eines **Ladenlokals an einen Gewerbetreibenden** ist keine Wohnraumvermietung; und bei der Frage nach dem Widerruf kommt es auf das Sortiment an.
## 1. Kleinunternehmerregelung
Für die Umsätze des Onlineshops gilt die Kleinunternehmerregelung, wenn
- der Gesamtumsatz im laufenden Kalenderjahr **und im Vorjahr jeweils höchstens 25.000 Euro** beträgt und
- der für das laufende Jahr maßgebliche Vor- und Nachumsatz ebenfalls **höchstens 25.000 Euro** beträgt.
**Fundstelle:** § 19 Abs. 1 Satz 1 UStG.
Die Regelung ist ausgeschlossen, wenn für das laufende Kalenderjahr ein Vor- und Nachumsatz von **mehr als 100.000 Euro** erwartet wird; 100.000 Euro selbst sind noch unschädlich.
**Fundstelle:** § 19 Abs. 2 Satz 1 UStG.
Für die Ladenvermietung ist § 19 UStG nicht die passende Regelung: Sie unterliegt als gewerbliche Vermietung grundsätzlich der Umsatzsteuer, kann aber nach **§ 9 Abs. 1 UStG** zur Steuerpflicht optiert werden; ohne Option greift die Grundstücksvermietungsbefreiung nach **§ 4 Nr. 12 UStG**. Eine Optiertung wirkt nicht auf die gesonderte umsatzsteuerliche Behandlung der Vermietung zurück.
## 2. Aufbewahrung von Belegen und Eingangsrechnungen
### Buchungsbelege: grundsätzlich zehn Jahre
Als Einzelunternehmerin muss sie die für das Verständnis ihrer Buchungen erforderlichen Unterlagen zehn Jahre aufbewahren.
**Fundstellen:**
- § 257 Abs. 4 Satz 1 HGB – Aufzeichnungen und Jahresabschlüsse: zehn Jahre;
- § 257 Abs. 5 HGB – sonstige zum Verständnis erforderliche Unterlagen: ebenfalls zehn Jahre;
- § 147 Abs. 3 Satz 1 AO – steuerliche Aufbewahrung.
Die Frist knüpft an das Ende des betreffenden Jahres an; die Fristberechnung ist in **§ 147 Abs. 3 Satz 2 AO** geregelt.
### Nur umsatzsteuerlich relevante Eingangsrechnungen: sechs Jahre
Für die umsatzsteuerlichen Unterlagen gilt eine verkürzte Frist von sechs Jahren.
**Fundstelle:** § 14b Abs. 1 UStG.
Diese verkürzte Frist wirkt aber nicht als Verkürzung einer längeren handelsrechtlichen Aufbewahrungspflicht: Ist eine Eingangsrechnung zugleich ein für die Buchungen notwendiger Beleg, bleibt es bei zehn Jahren. Als Kleinunternehmerin hat sie ohnehin keinen Vorsteuerabzug; die Frist des § 14b UStG betrifft dann nicht die für sie maßgeblichen Unterlagen.
**Ergebnis:** Belege aus dem Jahr 2023 durften im November 2026 noch nicht vernichtet werden.
## 3. Gewerberaummietvertrag mit fünfjähriger Laufzeit
Ein Gewerberaummietvertrag mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bedarf der **Schriftform**.
**Fundstellen:**
- § 550 Abs. 1 Satz 1 BGB – Schriftform;
- § 126 Abs. 1 und Abs. 3 Satz 1 BGB – Schriftform beziehungsweise elektronische Form mit qualifizierter elektronischer Signatur.
Eine notarielle Beurkundung ist nicht erforderlich. Wird die Schriftform nicht eingehalten, gilt der Vertrag **von Anfang an für unbestimmte Zeit**; die vereinbarte fünfjährige Befristung wirkt dann nicht.
**Fundstelle:** § 550 Abs. 1 Satz 2 BGB.
### Altvertrag aus 2023
Ein bereits 2023 wirksam geschlossener Vertrag unterliegt nicht nachträglich einer neuen Formpflicht:
- War die Schriftform 2023 gewahrt, bleibt die fünfjährige Befristung wirksam.
- War sie nicht gewahrt, war der Vertrag von Anfang an unbefristet; eine spätere bloße Bestätigung heilt diesen Formmangel nicht.
**Fundstellen:** § 550 Abs. 1 Satz 2 BGB; § 126 Abs. 3 Satz 1 BGB; BGH, Urteil vom 18. Oktober 2007 – I ZR 129/03 (eine nachträgliche Bestätigung ersetzt keine ordnungsgemäße Form des Vertragsschlusses). Eine ordnungsgemäße erneute schriftliche Vereinbarung ist davon zu unterscheiden.
## 4. Mietpreisbremse
Landesverordnungen nach § 556d Abs. 3 BGB dürfen **höchstens bis zum 31. Dezember 2026** in Kraft bleiben.
**Fundstelle:** § 556d Abs. 4 BGB.
Die bundesweite Mieterhöhungsgrenze von 10 Prozent und die Landesverordnungen betreffen **Wohnraum**, nicht das Ladenlokal der Mandantin.
**Fundstelle:** § 556d Abs. 1 BGB; für sozialen Wohnraum ergänzend § 556e BGB.
## 5. Widerruf im Onlineshop
Hier fehlt in der Fragestellung die Angabe, **welche Produkte beziehungsweise Dienstleistungen** verkauft werden.
### Bei einem gewöhnlichen Waren-Online-Shop
Aus den allgemeinen EU-Regeln folgt **keine zusätzliche Pflicht allein wegen des Jahres 2026**, dass ein Waren-Shop einen Widerrufsbutton bereitstellen muss. Bereitzustellen sind:
- die Widerrufsbelehrung mit Angabe der Widerrufsfristen, der Widerrufsfolgen und der Anschrift des Unternehmers in Textform: **§ 312g Abs. 2 BGB, Anhang Art. 246a EGBGB**;
- das Widerrufsformular, wenn der Verbraucher es verlangt: **§ 357 Abs. 2 Satz 1 BGB, Anhang Art. 246c EGBGB**.
### Bei Online-Finanzdienstleistungen
Hier ist die **Widerrufsfunktion („Widerrufsbutton“) vorgesehen**.
**Fundstellen:**
- Art. 11a Abs. 1 CRD – Einführung einer Widerrufsfunktion für über eine Online-Oberfläche geschlossene Fernabsatzverträge;
- Art. 13 Abs. 4a CRD in der Fassung der Richtlinie (EU) 2023/2673 – besondere Regelung für Finanzdienstleistungen;
- Richtlinie (EU) 2023/2673, Art. 2 Abs. 3 und 4 – Anwendungsbeginn der hierfür einschlägigen Maßnahmen am **19. November 2026**.
Am **3. November 2026** war diese Frist somit noch nicht erreicht. Für einen reinen Waren-Shop folgt aus dieser Finanzdienstleistungsregelung keine zusätzliche Pflicht. Eine Aussage, **jeder** Online-Shop müsse seit 2026 pauschal einen Widerrufsbutton anbieten, wäre in dieser Allgemeinheit unzutreffend.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 19 Abs. 1 S. 1 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 19 Abs. 2 S. 1 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 19 Abs. 2 S. 1 UStG — Zitiert für den Ausschluss bei über 100.000 € Umsatz; § 19 Abs. 2 Satz 1 UStG definiert den Gesamtumsatz, die Grenzen stehen in Abs. 1 Satz 1. · Automatik: echt — Satz 1 nicht geprüft (Absatz mit Liste) |
| § 19 UStG | § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 9 Abs. 1 UStG | § 9 Verzicht auf Steuerbefreiungen | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 4 Nr. 12 UStG | § 4 Steuerbefreiungen bei Lieferungen und sonstigen Leistungen | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 257 Abs. 4 S. 1 HGB | § 257 Aufbewahrung von Unterlagen Aufbewahrungsfristen | echt | Satz 1 nicht geprüft (Absatz mit Liste) |
| § 257 Abs. 5 HGB | § 257 Aufbewahrung von Unterlagen Aufbewahrungsfristen | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 257 Abs. 5 HGB — Zitiert für eine zehnjährige Frist sonstiger Unterlagen; § 257 Abs. 5 HGB regelt den Fristbeginn. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 147 Abs. 3 S. 1 AO | § 147 Ordnungsvorschriften für die Aufbewahrung von Unterlagen | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 147 Abs. 3 S. 2 AO | § 147 Ordnungsvorschriften für die Aufbewahrung von Unterlagen | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 147 Abs. 3 S. 2 AO — Zitiert für die Fristberechnung; Satz 2 betrifft kürzere außersteuerliche Fristen, der Fristbeginn steht in § 147 Abs. 4 AO. · Automatik: echt — Satz heuristisch gezählt |
| § 14b Abs. 1 UStG | § 14b Aufbewahrung von Rechnungen | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 14b UStG | § 14b Aufbewahrung von Rechnungen | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 550 Abs. 1 S. 1 BGB | § 550 Form des Mietvertrags | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 550 Abs. 1 Satz 1 BGB — § 550 BGB hat keine Absätze (zwei Sätze); einen Abs. 1 gibt es nicht. · Automatik: echt — Satz heuristisch gezählt |
| § 550 Abs. 1 S. 2 BGB | § 550 Form des Mietvertrags | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 550 Abs. 1 Satz 2 BGB — § 550 BGB hat keine Absätze; einen Abs. 1 gibt es nicht. · Automatik: echt — Satz heuristisch gezählt |
| § 126 Abs. 3 S. 1 BGB | § 126 Schriftform | echt | Satz heuristisch gezählt |
| BGH, 18.10.2007 – I ZR 129/03 | dejure.org | nicht auffindbar | dejure.org findet I ZR 129/03 nicht eindeutig |
| § 556d Abs. 3 BGB | § 556d Zulässige Miethöhe bei Mietbeginn; Verordnungsermächtigung | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 556d Abs. 3 BGB — § 556d BGB hat nur zwei Absätze; die Verordnungsermächtigung steht in Abs. 2. · Automatik: erfunden — Abs. 3 gibt es in § 556d BGB nicht |
| § 556d Abs. 4 BGB | § 556d Zulässige Miethöhe bei Mietbeginn; Verordnungsermächtigung | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 556d Abs. 4 BGB — § 556d BGB hat keinen Abs. 4; die Befristung (31.12.2029) steht in Abs. 2 Satz 4. · Automatik: erfunden — Abs. 4 gibt es in § 556d BGB nicht |
| § 556d Abs. 1 BGB | § 556d Zulässige Miethöhe bei Mietbeginn; Verordnungsermächtigung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 556e BGB | § 556e Berücksichtigung der Vormiete oder einer durchgeführten Modernisierung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 312g Abs. 2 BGB | § 312g Widerrufsrecht | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 312g Abs. 2 BGB — Zitiert für die Widerrufsbelehrung; § 312g Abs. 2 BGB enthält die Ausnahmen vom Widerrufsrecht (Belehrung: Art. 246a § 1 Abs. 2 EGBGB). · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 246a EGBGB | Art. 246a EGBGB | echt | Artikel nur im Volltext (keine Einzelseite); Absätze nicht automatisch geprüft — Gegenstand von Hand prüfen |
| § 357 Abs. 2 S. 1 BGB | § 357 Rechtsfolgen des Widerrufs von außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und Fernabsatzverträgen mit Ausnahme von Verträgen über Finanzdienstleistungen | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 357 Abs. 2 S. 1 BGB — Zitiert für das Widerrufsformular; § 357 Abs. 2 BGB betrifft die Rückgewähr der Lieferkosten. · Automatik: echt — Satz heuristisch gezählt |
| Art. 246c EGBGB | Art. 246c EGBGB | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 246c EGBGB — Art. 246c EGBGB regelt Informationspflichten im elektronischen Geschäftsverkehr, nicht das Muster-Widerrufsformular (Anlage 2 zu Art. 246a § 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EGBGB). · Automatik: echt — Artikel nur im Volltext (keine Einzelseite); Absätze nicht automatisch geprüft — Gegenstand von Hand prüfen |
| Richtlinie (EU) 2023/2673 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
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Aufgabe DE3 · „Fiktive“ Mängelbeseitigungskosten: Kauf- und Werkvertrag im Vergleich
Aufgabe (Wortlaut an das Modell)
Zwei Mandanten verlangen Schadensersatz statt der Leistung in Höhe der voraussichtlichen Mängelbeseitigungskosten laut Gutachten (jeweils 20.000 € netto zuzüglich 3.800 € Umsatzsteuer). Beide wollen die Mängel vorerst nicht beseitigen lassen.
(a) Käuferin eines gebrauchten Einfamilienhauses: Das Dach ist undicht; die Verkäuferin hatte sich im Kaufvertrag verpflichtet, eventuelle Undichtigkeiten bis zur Übergabe auf eigene Kosten zu beheben, und hat das nicht getan.
(b) Bauherr, dessen Bauunternehmer die Kellerabdichtung eines Neubaus mangelhaft ausgeführt hat (Werkvertrag).
Können beide die nur geschätzten, nicht aufgewendeten Kosten verlangen, und in welcher Höhe? Gibt es dazu eine einheitliche höchstrichterliche Rechtsprechung? Nennen Sie die maßgeblichen Entscheidungen mit Gericht, Datum und Aktenzeichen sowie die Alternativen des Bauherrn.
Goldlösung
Es kommt auf den Vertragstyp an: Kauf ja (BGH V ZR 33/19, 12.03.2021; ohne USt → 20.000 €), Werkvertrag nein (BGH VII ZR 46/17, 22.02.2018; Vorschuss § 637 Abs. 3 BGB oder Minderwert)
Kaufrecht: Der V. Zivilsenat hält daran fest, dass der kaufvertragliche Schadensersatz statt der Leistung (kleiner Schadensersatz) anhand der voraussichtlichen, nicht aufgewendeten Mängelbeseitigungskosten berechnet werden kann (BGH, Urteil vom 12. März 2021 – V ZR 33/19, BGHZ 229, 115). Grund: Anders als der Besteller hat der Käufer keinen Vorschussanspruch; er soll die Beseitigung nicht vorfinanzieren müssen. Ausnahme: Umsatzsteuer nur, wenn und soweit tatsächlich angefallen — also 20.000 €. Werkvertragsrecht: Der VII. Zivilsenat hat die Berechnung nach fiktiven Mängelbeseitigungskosten aufgegeben (BGH, Urteil vom 22. Februar 2018 – VII ZR 46/17). Der Besteller kann den mangelbedingten Minderwert (Vermögensbilanz) verlangen, die tatsächlich aufgewendeten Kosten oder einen Vorschuss für die erforderlichen Aufwendungen (§ 634 Nr. 2, § 637 Abs. 3 BGB). Eine Vorlage an den Großen Senat für Zivilsachen (§ 132 GVG) war nicht nötig, weil der VII. Senat auf die Anfrage des V. Senats vom 13. März 2020 seine Begründung angepasst hat (Beschluss vom 8. Oktober 2020 – VII ARZ 1/20). Es gibt also keine einheitliche Linie über alle Vertragstypen; die Einordnung als Kauf- oder Werkvertrag entscheidet, vor allem wenn die Beseitigungskosten den Minderwert deutlich übersteigen.
Rubrik: k1: Unterscheidet nach Vertragstyp: Kaufrecht fiktive Mängelbeseitigungskosten ja, Werkvertragsrecht nein — die Antwort lautet „es kommt auf den Vertragstyp an“ (Gewicht 2) · k2: Kaufrecht: BGH, Urteil vom 12. März 2021 – V ZR 33/19, korrekt mit Datum und Aktenzeichen (Gewicht 2) · k3: Werkvertrag: BGH, Urteil vom 22. Februar 2018 – VII ZR 46/17, korrekt mit Datum und Aktenzeichen (Gewicht 2) · k4: Umsatzsteuer nur, wenn und soweit sie tatsächlich angefallen ist — Käufer erhält 20.000 €, nicht 23.800 € (Gewicht 1) · k5: Werkvertrag: Alternativen Vorschuss (§ 637 Abs. 3 BGB) bzw. Ersatz tatsächlich aufgewendeter Kosten oder Minderwert (Gewicht 1) · k6: Keine Vorlage an den Großen Senat nötig: VII. Senat hat auf die Anfrage seine Begründung angepasst (Beschluss vom 8. Oktober 2020 – VII ARZ 1/20) bzw. die Divergenz ist durch den fehlenden Vorschussanspruch des Käufers begründet (Gewicht 1)
Kriterien (Gewicht)
- k1 (2): Unterscheidet nach Vertragstyp: Kaufrecht fiktive Mängelbeseitigungskosten ja, Werkvertragsrecht nein — die Antwort lautet „es kommt auf den Vertragstyp an“
- k2 (2): Kaufrecht: BGH, Urteil vom 12. März 2021 – V ZR 33/19, korrekt mit Datum und Aktenzeichen
- k3 (2): Werkvertrag: BGH, Urteil vom 22. Februar 2018 – VII ZR 46/17, korrekt mit Datum und Aktenzeichen
- k4 (1): Umsatzsteuer nur, wenn und soweit sie tatsächlich angefallen ist — Käufer erhält 20.000 €, nicht 23.800 €
- k5 (1): Werkvertrag: Alternativen Vorschuss (§ 637 Abs. 3 BGB) bzw. Ersatz tatsächlich aufgewendeter Kosten oder Minderwert
- k6 (1): Keine Vorlage an den Großen Senat nötig: VII. Senat hat auf die Anfrage seine Begründung angepasst (Beschluss vom 8. Oktober 2020 – VII ARZ 1/20) bzw. die Divergenz ist durch den fehlenden Vorschussanspruch des Käufers begründet
Antworten (7)
Gemini 3.8 Flash · Standard 84 140000
### 1. Durchsetzbarkeit und Höhe der Ansprüche
Es besteht **keine einheitliche höchstrichterliche Rechtsprechung**; die Senate des BGH behandeln Kauf- und Werkvertragsrecht gegensätzlich:
#### (a) Käuferin (Kaufrecht)
* **Anspruch:** **Ja.** Die Käuferin kann ihren Schadensersatz statt der Leistung (§ 437 Nr. 3, §§ 280, 281 Abs. 1 BGB) auf Grundlage der voraussichtlichen, fiktiven Mängelbeseitigungskosten berechnen.
* **Höhe:** Sie erhält **nur den Nettobetrag in Höhe von 20.000 €**. Die Umsatzsteuer (3.800 €) ist mangels tatsächlichen Anfalls gem. § 249 Abs. 2 Satz 2 BGB nicht erstattungsfähig.
#### (b) Bauherr (Werkvertragsrecht)
* **Anspruch:** **Nein.** Im Werkvertragsrecht (§ 634 Nr. 4, §§ 280, 281 BGB) ist die Abrechnung auf Basis fiktiver Mängelbeseitigungskosten nicht mehr zulässig.
* **Höhe:** **0 €** auf Basis der fiktiven Kosten.
---
### 2. Maßgebliche Entscheidungen des BGH
* **Zum Werkvertragsrecht (Aufgabe der fiktiven Mängelbeseitigungskosten):**
* **BGH, Urteil vom 22.02.2018 – VII ZR 46/17** (BGHZ 218, 1)
*Leitsatz/Kern:* Der Besteller, der das Werk behält und den Mangel nicht beseitigen lässt, kann seinen Schaden nicht nach fiktiven Mängelbeseitigungskosten bemessen (Abkehr von der früheren Rechtsprechung).
* **Zum Kaufrecht (Beibehaltung der fiktiven Mängelbeseitigungskosten):**
* **BGH, Urteil vom 12.03.2021 – V ZR 33/19** (BGHZ 229, 115)
*Leitsatz/Kern:* Der V. Zivilsenat hält für das Kaufrecht ausdrücklich an der Möglichkeit fest, Schadensersatz statt der Leistung anhand der voraussichtlichen Mängelbeseitigungskosten (ohne USt) zu verlangen, und verneinte eine Pflicht zur Anrufung des Großen Senats für Zivilsachen (§ 132 GVG).
---
### 3. Alternativen des Bauherrn
Möchte der Bauherr nicht vorleistungspflichtig sein oder den Mangel zunächst nicht beheben, stehen ihm folgende werkvertragliche Wege offen:
1. **Zweckgebundener Kostenvorschuss (§ 634 Nr. 2, § 637 Abs. 3 BGB):**
Klage auf Zahlung eines Vorschusses zur Selbstvornahme in Höhe von 20.000 € netto (bzw. brutto, sofern der Unternehmer brutto abrechnen wird). Dieser Betrag muss jedoch zweckgebunden für die Mängelbeseitigung verwendet und nach Abschluss abgerechnet werden; verbleibende Beträge sind zurückzuzahlen.
2. **Schadensersatz nach der Differenzhypothese / Minderung:**
* **Vermögensvergleich / Minderwert:** Verlangt er endgültig keinen Vorschuss und beseitigt er den Mangel nicht, kann er den Minderwert des Bauwerks einklagen (Differenz zwischen dem objektiven Wert des Werks mit Mangel und dem hypothetischen Wert ohne Mangel).
* **Minderung (§ 634 Nr. 3, § 638 BGB):** Herabsetzung der Vergütung nach Maßgabe des § 638 Abs. 3 BGB.
3. **Mängelbeseitigung abwarten:**
Spätere Durchführung der Mängelbeseitigung und anschließende Geltendmachung der **tatsächlich angefallenen Aufwendungen** (inkl. angefallener Umsatzsteuer) über Aufwendungsersatz gem. § 634 Nr. 2, § 637 Abs. 1 BGB oder konkreten Schadensersatz (§ 634 Nr. 4 BGB).| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 280 BGB | § 280 Schadensersatz wegen Pflichtverletzung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 281 Abs. 1 BGB | § 281 Schadensersatz statt der Leistung wegen nicht oder nicht wie geschuldet erbrachter Leistung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 249 Abs. 2 S. 2 BGB | § 249 Art und Umfang des Schadensersatzes | echt | Satz heuristisch gezählt |
| § 281 BGB | § 281 Schadensersatz statt der Leistung wegen nicht oder nicht wie geschuldet erbrachter Leistung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| BGH, 22.02.2018 – VII ZR 46/17 | BGH, 22.02.2018 - VII ZR 46/17 | echt | Aktenzeichen und Datum passen; Fundstelle BGHZ 218, 1 bestätigt |
| BGH, 12.03.2021 – V ZR 33/19 | BGH, 12.03.2021 - V ZR 33/19 | echt | Aktenzeichen und Datum passen; Fundstelle BGHZ 229, 115 bestätigt |
| § 132 GVG | § 132 | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 634 Nr. 2 BGB | § 634 Rechte des Bestellers bei Mängeln | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 637 Abs. 3 BGB | § 637 Selbstvornahme | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 634 Nr. 3 BGB | § 634 Rechte des Bestellers bei Mängeln | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 638 BGB | § 638 Minderung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 638 Abs. 3 BGB | § 638 Minderung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 637 Abs. 1 BGB | § 637 Selbstvornahme | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 634 Nr. 4 BGB | § 634 Rechte des Bestellers bei Mängeln | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
Seitlich wischen für alle Spalten.
DeepSeek V4.1 Flash 1017 · Standard 0 132012
**Ergebnis:** Dem Grunde nach ja – beide können „fiktive“ Mängelbeseitigungskosten als Schadensersatz statt der Leistung verlangen, ohne die Mängel beseitigen zu lassen. **Höhe aber jeweils nur 20.000 € netto, nicht 23.800 €.** Die Umsatzsteuer ist nur ersatzfähig, wenn sie tatsächlich anfällt, d. h. die Reparatur ausgeführt wird und keine Vorsteuerabzugsberechtigung besteht.
**a) Käuferin des Hauses**
- Anspruch: §§ 437 Nr. 3, 280 Abs. 1, 3, 281 BGB. Die Verkäuferin hat die übernommene Pflicht zur Dachreparatur nicht erfüllt.
- Nach BGH kann der Käufer Schadensersatz statt der Leistung in Höhe der geschätzten Mängelbeseitigungskosten verlangen, auch wenn er nicht reparieren lässt: **BGH, Urt. v. 15.10.2014 – VIII ZR 100/13**; für den Hauskauf vgl. **BGH, Urt. v. 18.03.2015 – VIII ZR 185/14**.
- Höhe: **20.000 € netto**. Die 3.800 € USt sind derzeit kein Schaden; sie können bei späterer tatsächlicher Reparatur und nicht abziehbarer Vorsteuer nachgefordert werden.
- Grundsätzlich ist eine erfolglose Fristsetzung zur Nacherfüllung erforderlich; sie kann bei endgültiger Verweigerung entbehrlich sein (§ 281 Abs. 2 BGB).
**b) Bauherr/Werkvertrag**
- Anspruch: §§ 634 Nr. 4, 636, 280 Abs. 1, 3, 281 BGB.
- Der BGH bejaht für das Werkvertragsrecht fiktive Mängelbeseitigungskosten: **BGH, Urt. v. 22.02.2018 – VII ZR 46/17**. Damit ist die frühere Rechtsprechung aufgegeben, insbesondere **BGH, Urt. v. 23.05.2013 – VII ZR 143/12**.
- Höhe: **20.000 € netto**; USt nur bei tatsächlicher Beseitigung und fehlender Vorsteuerabzugsberechtigung.
- Vorher ist grundsätzlich eine angemessene Nacherfüllungsfrist zu setzen (§ 636 BGB); Ausnahmen nach § 636 Abs. 1 S. 2, § 281 Abs. 2 BGB.
**Einheitliche höchstrichterliche Rechtsprechung?**
Historisch nein: Der VIII. Zivilsenat bejahte fiktive Mängelbeseitigungskosten im Kaufrecht, der VII. Zivilsenat verneinte sie zunächst im Werkvertragsrecht. Seit **VII ZR 46/17** ist die Rechtsprechung im Grundsatz vereinheitlicht: fiktive Kosten ja, Umsatzsteuer nur bei tatsächlichem Anfall.
**Alternativen des Bauherrn**
- Nacherfüllung verlangen (§ 635 BGB).
- Nach Fristablauf Kostenvorschuss für Selbstvornahme (§ 637 BGB), ggf. einschließlich USt, wenn er tatsächlich reparieren lässt und nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist.
- Selbstvornahme und Erstattung der tatsächlichen Kosten (§ 637 BGB).
- Minderung (§ 638 BGB).
- Rücktritt (§ 634 Nr. 3, §§ 636, 323, 326 Abs. 5 BGB), wenn der Mangel nicht unerheblich ist.
- Kleiner Schadensersatz (fiktive Mängelbeseitigungskosten, netto) oder großer Schadensersatz (§§ 634 Nr. 4, 636, 280, 281 BGB).
- Schadensersatz neben der Leistung für Folgeschäden (§ 280 Abs. 1 BGB).| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 437 Nr. 3 BGB | § 437 Rechte des Käufers bei Mängeln | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 280 Abs. 1 BGB | § 280 Schadensersatz wegen Pflichtverletzung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 280 Abs. 3 BGB | § 280 Schadensersatz wegen Pflichtverletzung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 281 BGB | § 281 Schadensersatz statt der Leistung wegen nicht oder nicht wie geschuldet erbrachter Leistung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| BGH, 15.10.2014 – VIII ZR 100/13 | BGH, 15.01.2014 - VIII ZR 100/13 | ungeprüft Hand | Hand: BGH, 15.10.2014 – VIII ZR 100/13 — automatisch als falsch_zugeordnet markiert, vom Bewerter nicht bestätigt — kein Abzug · Automatik: falsch_zugeordnet — Datum 15.10.2014 statt 15.01.2014 |
| BGH, 18.03.2015 – VIII ZR 185/14 | BGH, 18.03.2015 - VIII ZR 185/14 | echt | Aktenzeichen und Datum passen |
| § 281 Abs. 2 BGB | § 281 Schadensersatz statt der Leistung wegen nicht oder nicht wie geschuldet erbrachter Leistung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 634 Nr. 4 BGB | § 634 Rechte des Bestellers bei Mängeln | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 636 BGB | § 636 Besondere Bestimmungen für Rücktritt und Schadensersatz | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| BGH, 22.02.2018 – VII ZR 46/17 | BGH, 22.02.2018 - VII ZR 46/17 | falsch zugeordnet Hand | Hand: BGH, Urt. v. 22.02.2018 – VII ZR 46/17 — Die Entscheidung gibt die fiktive Abrechnung im Werkvertragsrecht auf; die Antwort behauptet das Gegenteil („bejaht fiktive Mängelbeseitigungskosten“). · Automatik: echt — Aktenzeichen und Datum passen |
| BGH, 23.05.2013 – VII ZR 143/12 | BGH, 09.01.2014 - VII ZR 143/12 | ungeprüft Hand | Hand: BGH, 23.05.2013 – VII ZR 143/12 — automatisch als falsch_zugeordnet markiert, vom Bewerter nicht bestätigt — kein Abzug · Automatik: falsch_zugeordnet — Datum 23.05.2013 statt 09.01.2014 |
| § 636 Abs. 1 S. 2 BGB | § 636 Besondere Bestimmungen für Rücktritt und Schadensersatz | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 636 Abs. 1 S. 2 BGB — § 636 BGB hat keine Absätze und nur einen Satz; einen Abs. 1 Satz 2 gibt es nicht. · Automatik: nicht_auffindbar — Satz 2 nicht gefunden (Absatz hat nach heuristischer Zählung 1 Satz/Sätze) |
| VII ZR 46/17 | BGH, 22.02.2018 - VII ZR 46/17; BGH, 13.12.2017 - VII ZR 46/17 | nicht auffindbar | dejure.org findet VII ZR 46/17 nicht eindeutig (Kandidaten: BGH, 22.02.2018 - VII ZR 46/17; BGH, 13.12.2017 - VII ZR 46/17) |
| § 635 BGB | § 635 Nacherfüllung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 637 BGB | § 637 Selbstvornahme | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 638 BGB | § 638 Minderung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 326 Abs. 5 BGB | § 326 Befreiung von der Gegenleistung und Rücktritt beim Ausschluss der Leistungspflicht | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 280 BGB | § 280 Schadensersatz wegen Pflichtverletzung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
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DeepSeek V4 Flash 0731 · Standard 0 131021
**Kernaussage:** Ja, beide Mandanten können grundsätzlich die **geschätzten** (fiktiven) Mängelbeseitigungskosten als Schadensersatz statt der Leistung verlangen, ohne die Mängel tatsächlich beseitigen zu lassen. Allerdings können sie **nur den Nettobetrag (20.000 €)** verlangen, **nicht die Umsatzsteuer (3.800 €)**, solange sie die Reparatur nicht tatsächlich durchführen und die Steuer nicht an das Finanzamt abführen müssen.
---
### 1. Rechtsgrundlage und Anspruchshöhe
**Fall (a) – Kaufvertrag (gebrauchtes Haus):**
- Anspruch aus §§ 437 Nr. 3, 280, 281 BGB (Schadensersatz statt der Leistung wegen Verletzung einer vertraglichen Pflicht – hier: Pflicht zur Dachreparatur).
- Da die Verkäuferin die vereinbarte Reparatur nicht durchgeführt hat, liegt ein Sachmangel vor (bzw. eine Pflichtverletzung aus dem Vertrag). Der Käuferin steht ein Anspruch auf Schadensersatz statt der Leistung zu.
**Fall (b) – Werkvertrag (Neubau):**
- Anspruch aus §§ 634 Nr. 4, 636, 280, 281 BGB (Schadensersatz statt der Leistung wegen mangelhafter Werkleistung).
- Der Bauherr hat dem Unternehmer erfolglos eine Frist zur Nacherfüllung gesetzt (oder diese ist entbehrlich, § 636 BGB).
**Gemeinsame Rechtslage (Fiktive Schadensberechnung):**
Nach ständiger Rechtsprechung des BGH kann der Geschädigte den zur Mängelbeseitigung erforderlichen Geldbetrag **auch dann** verlangen, wenn er die Mängel **nicht** beseitigen lässt (sog. „fiktive Schadensberechnung“). Er muss die Kosten also nicht erst aufwenden.
**Aber: Umsatzsteuer (USt.)**
Der BGH hat entschieden, dass der Geschädigte die Umsatzsteuer **nur dann** ersetzt verlangen kann, wenn er die Mängel tatsächlich beseitigen lässt und die Steuer tatsächlich an das Finanzamt abführt. Solange er die Reparatur nicht durchführt, ist er nicht mit der USt. belastet. Er erhält daher nur den **Nettobetrag** (hier: 20.000 €). Die 3.800 € USt. sind erst dann zu zahlen, wenn die Reparatur tatsächlich in Auftrag gegeben und bezahlt wird (dann ggf. als konkreter Schaden).
---
### 2. Einheitliche höchstrichterliche Rechtsprechung
Ja, es gibt eine **einheitliche** und gefestigte Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) zu dieser Frage. Die Grundsätze gelten sowohl für das Kauf- als auch für das Werkvertragsrecht.
**Maßgebliche Entscheidungen:**
1. **BGH, Urteil vom 22.07.2010 – VII ZR 112/08** (Leitentscheidung zur Umsatzsteuer bei fiktiver Schadensberechnung im Werkvertragsrecht):
- Der BGH stellt klar, dass der Besteller bei einer fiktiven Abrechnung (also ohne tatsächliche Mängelbeseitigung) nur den Nettobetrag verlangen kann. Die Umsatzsteuer ist nur ersatzfähig, wenn sie tatsächlich anfällt (also bei tatsächlicher Reparatur). Diese Entscheidung wird auch auf das Kaufrecht entsprechend angewendet.
2. **BGH, Urteil vom 26.02.2003 – VIII ZR 262/02** (Grundsatzentscheidung zum Kaufrecht):
- Der BGH bestätigt, dass der Käufer bei einem Sachmangel die fiktiven Mängelbeseitigungskosten als Schadensersatz verlangen kann, ohne die Reparatur durchführen zu müssen. Die Höhe richtet sich nach den voraussichtlich erforderlichen Kosten (z. B. laut Sachverständigengutachten).
3. **BGH, Urteil vom 22.07.2010 – VIII ZR 112/08** (Hinweis: Das ist die VII-ZR-Entscheidung, die VIII-ZR-Entscheidung vom selben Tag ist VIII ZR 112/08? – Korrektur: Es gibt auch BGH, Urteil vom 22.07.2010 – VIII ZR 112/08, aber die maßgebliche zur USt. ist VII ZR 112/08. Für das Kaufrecht ist die Anwendung der VII-ZR-Rechtsprechung durch den VIII. Senat bestätigt worden, z. B. in **BGH, Urteil vom 05.10.2010 – VIII ZR 222/09** (zur USt. bei fiktiver Abrechnung im Kaufrecht). Ich nenne hier die eindeutig zitierten Entscheidungen.)
**Zusammenfassung der Rechtsprechung:**
- **Fiktive Abrechnung** ist zulässig (BGH VIII ZR 262/02).
- **Umsatzsteuer** ist bei fiktiver Abrechnung **nicht** zu ersetzen (BGH VII ZR 112/08; bestätigt für das Kaufrecht in BGH VIII ZR 222/09).
---
### 3. Alternativen des Bauherrn (Fall b)
Der Bauherr hat im Werkvertragsrecht nach § 634 BGB mehrere Optionen, die er wählen kann:
1. **Nacherfüllung (§ 635 BGB):** Er kann vom Unternehmer die Beseitigung des Mangels (oder Neuherstellung) verlangen. Dies ist der Primäranspruch.
2. **Selbstvornahme (§ 637 BGB):** Er kann den Mangel selbst beseitigen (lassen) und vom Unternehmer die **tatsächlich aufgewendeten** Kosten ersetzt verlangen. Hierbei erhält er dann auch die Umsatzsteuer, wenn er sie tatsächlich zahlt.
3. **Rücktritt (§ 636, 323 BGB):** Er kann vom Vertrag zurücktreten (bei erheblichem Mangel).
4. **Minderung (§ 638 BGB):** Er kann den Werklohn mindern.
5. **Schadensersatz (§§ 636, 280, 281 BGB):** Dies ist der hier geltend gemachte Anspruch. Innerhalb des Schadensersatzes kann er wählen:
- **Kleiner Schadensersatz:** Er behält das mangelhafte Werk und verlangt die fiktiven Mängelbeseitigungskosten (netto, wie oben).
- **Großer Schadensersatz:** Er gibt das Werk zurück und verlangt den vollen Werklohn ersetzt (bzw. die Differenz zum Wert des mangelhaften Werks).
**Praktischer Hinweis für den Bauherrn:** Wenn er die Mängel tatsächlich beseitigen lassen will, sollte er die **Selbstvornahme** nach § 637 BGB wählen, da er dann die tatsächlichen Kosten (inkl. USt.) ersetzt bekommt. Wenn er das Geld sofort und ohne Reparatur möchte, bleibt ihm nur der Anspruch auf den Nettobetrag (20.000 €) als fiktiver Schadensersatz.
---
**Fazit für die Mandanten:**
Beide können **20.000 € netto** sofort verlangen. Die **3.800 € USt.** können sie nur verlangen, wenn sie die Reparatur tatsächlich durchführen lassen und die Steuer zahlen. Die Rechtsprechung des BGH ist hier eindeutig und einheitlich (BGH VII ZR 112/08; VIII ZR 262/02).| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 437 Nr. 3 BGB | § 437 Rechte des Käufers bei Mängeln | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 280 BGB | § 280 Schadensersatz wegen Pflichtverletzung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 281 BGB | § 281 Schadensersatz statt der Leistung wegen nicht oder nicht wie geschuldet erbrachter Leistung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 634 Nr. 4 BGB | § 634 Rechte des Bestellers bei Mängeln | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 636 BGB | § 636 Besondere Bestimmungen für Rücktritt und Schadensersatz | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| BGH, 22.07.2010 – VII ZR 112/08 | BGH, 29.01.2009 - VII ZR 112/08 | falsch zugeordnet Hand | Hand: BGH, Urteil vom 22.07.2010 – VII ZR 112/08 — VII ZR 112/08 ist laut dejure vom 29.01.2009; die Werkvertragsentscheidung vom 22.07.2010 zur Umsatzsteuer bei fiktiver Abrechnung ist VII ZR 176/09 (BGHZ 186, 330). · Automatik: falsch_zugeordnet — Datum 22.07.2010 statt 29.01.2009 |
| BGH, 26.02.2003 – VIII ZR 262/02 | BGH, 26.02.2003 - VIII ZR 262/02 | echt | Aktenzeichen und Datum passen |
| BGH, 22.07.2010 – VIII ZR 112/08 | BGH, 16.09.2008 - VIII ZR 112/08; BGH, 19.11.2008 - VIII ZR 112/08 | nicht auffindbar | dejure.org findet VIII ZR 112/08 nicht eindeutig (Kandidaten: BGH, 16.09.2008 - VIII ZR 112/08; BGH, 19.11.2008 - VIII ZR 112/08) |
| VIII ZR 112/08 | BGH, 16.09.2008 - VIII ZR 112/08; BGH, 19.11.2008 - VIII ZR 112/08 | nicht auffindbar | dejure.org findet VIII ZR 112/08 nicht eindeutig (Kandidaten: BGH, 16.09.2008 - VIII ZR 112/08; BGH, 19.11.2008 - VIII ZR 112/08) |
| BGH, 05.10.2010 – VIII ZR 222/09 | BGH, 10.02.2010 - VIII ZR 222/09 | ungeprüft Hand | Hand: BGH, 05.10.2010 – VIII ZR 222/09 — automatisch als falsch_zugeordnet markiert, vom Bewerter nicht bestätigt — kein Abzug · Automatik: falsch_zugeordnet — Datum 05.10.2010 statt 10.02.2010 |
| BGH, VIII ZR 262/02 | BGH, 26.02.2003 - VIII ZR 262/02 | echt | Aktenzeichen passen |
| BGH, VII ZR 112/08 | BGH, 29.01.2009 - VII ZR 112/08 | echt | Aktenzeichen passen |
| BGH, VIII ZR 222/09 | BGH, 10.02.2010 - VIII ZR 222/09 | echt | Aktenzeichen passen |
| § 634 BGB | § 634 Rechte des Bestellers bei Mängeln | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 635 BGB | § 635 Nacherfüllung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 637 BGB | § 637 Selbstvornahme | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 638 BGB | § 638 Minderung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
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GLM 5.3 · Standard 0 130021
# Schadensersatz statt der Leistung: Höhe ohne Aufwendung der Mängelbeseitigungskosten
## Grundsatz
Ja, beide können die voraussichtlichen Mängelbeseitigungskosten verlangen, ohne die Mängel bereits beseitigen zu lassen. Der Geschädigte kann grundsätzlich seine **fiktive Schadensberechnung** auf der Grundlage der Schätzung nach § 287 ZPO vornehmen; die Aufwendung der Kosten ist nicht Voraussetzung (st. Rspr.).
## (a) Kaufrecht: BGH, Urteil vom 26.11.2007 – VI ZR 243/06
Der BGH hat für das Kaufrecht entschieden, dass der Käufer Schadensersatz statt der Leistung in Höhe der **voraussichtlichen Mängelbeseitigungskosten** verlangen kann, ohne die Mängel tatsächlich beseitigen zu lassen. Der Schaden sei bereits durch die Minderung des Werts der Kaufsache entstanden; die Kosten der Beseitigung seien eine taugliche Grundlage der Schadensschätzung (§ 287 ZPO). Der Geschädigte darf grundsätzlich selbst entscheiden, ob er den Geldbetrag zur Reparatur oder anderweitig verwendet.
**Höhe:** Die Käuferin kann die geschätzten 20.000 € netto verlangen. Die **Umsatzsteuer von 3.800 €** ist nur zu ersetzen, wenn sie tatsächlich anfallen wird – d. h. wenn die Käuferin die Beseitigung durch einen Unternehmer vornehmen lässt und die USt nicht als Vorsteuer abziehen kann (hier: Privatkäuferin eines Wohnhauses, kein Vorsteuerabzug). Da die Beseitigung durch ein Unternehmen üblich und der Vorsteuerabzug ausgeschlossen ist, kann sie voraussichtlich **23.800 €** verlangen.
## (b) Werkvertrag: BGH, Urteil vom 27.10.2016 – VII ZR 54/15
Der Große Senat bzw. der VII. Zivilsenat hat die frühere Rechtsprechung (BGHZ 176, 150 – „Schadensersatz ohne Aufwendung" war zuvor im Werkrecht restriktiver gehandhabt) klargestellt: Auch der **Besteller eines Werkvertrags** kann Schadensersatz statt der Leistung in Höhe der geschätzten Mängelbeseitigungskosten verlangen, ohne die Mängel beseitigen zu lassen. Der Besteller muss sich aber auf eine **einheitliche Berechnungsmethode** festlegen (§ 249 Abs. 2 S. 1 BGB): Er kann nicht teilweise konkrete und teilweise abstrakte (fiktive) Kosten geltend machen.
**Höhe:** Der Bauherr kann 20.000 € netto verlangen. Die USt (3.800 €) ist nur ersatzfähig, wenn sie voraussichtlich tatsächlich anfallen; als Bauherr mit Vorsteuerabzug (Neubau, ggf. vermietet) wäre sie **nicht** ersatzfähig, da er sie als Vorsteuer abziehen kann – dann also nur **20.000 € netto**. Ohne Vorsteuerabzug (z. B. Eigennutzung nach dem 10-Jahres-Modell bzw. bei Nichtunternehmer) wären es 23.800 €.
## Einheitliche höchstrichterliche Rechtsprechung?
**Ja, inzwischen besteht ein einheitlicher Grundsatz:** Sowohl im Kauf- als auch im Werkvertragsrecht ist die Geltendmachung fiktiver Mängelbeseitigungskosten ohne vorherige Aufwendung zulässig (BGH VI ZR 243/06; BGH VII ZR 54/15). Der Unterschied liegt nur in den **Grenzen**: Im Werkrecht gilt das Festlegungsgebot auf eine Berechnungsmethode und die Beschränkung auf die erforderlichen Kosten einer **fachgerechten, wirtschaftlich sinnvollen** Mängelbeseitigung.
## Alternativen des Bauherrn
1. **Minderung** (§ 638 BGB) – Herabsetzung der Vergütung,
2. **Selbstvornahme** (§ 637 BGB) – Beseitigung nach Fristsetzung und Erstattung der **tatsächlich aufgewendeten** Kosten,
3. **Rücktritt** (§ 634 Nr. 3, § 636 BGB) – bei erheblichem Mangel, Erstattung der Vergütung gegen Rückgabe des Werks,
4. **Ersatz des **Minderwertes** des Bauwerks** statt der Beseitigungskosten (wenn Beseitigung unwirtschaftlich oder unmöglich),
5. **Konkrete Schadensberechnung** nach tatsächlich durchgeführter Mängelbeseitigung (Aufwendungsersatz).
**Hinweis:** Vor Schadensersatz statt der Leistung ist grundsätzlich Fristsetzung zur Nacherfüllung erforderlich (§ 323, § 281 Abs. 1 BGB; § 634 Nr. 4 BGB), es sei denn, diese ist entbehrlich (§ 440, § 323 Abs. 2 BGB).| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 287 ZPO | § 287 Schadensermittlung; Höhe der Forderung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| BGH, 26.11.2007 – VI ZR 243/06 | BGH, 01.07.2008 - VI ZR 243/06 | ungeprüft Hand | Hand: BGH, 26.11.2007 – VI ZR 243/06 — automatisch als falsch_zugeordnet markiert, vom Bewerter nicht bestätigt — kein Abzug · Automatik: falsch_zugeordnet — Datum 26.11.2007 statt 01.07.2008 |
| BGH, 27.10.2016 – VII ZR 54/15 | dejure.org | nicht auffindbar | dejure.org findet VII ZR 54/15 nicht eindeutig |
| BGHZ 176, 150 | BGH, 16.04.2008 - XII ZR 7/05 | echt | Fundstelle führt zu genau einer Entscheidung; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 249 Abs. 2 S. 1 BGB | § 249 Art und Umfang des Schadensersatzes | echt | Satz heuristisch gezählt |
| BGH, VI ZR 243/06 | BGH, 01.07.2008 - VI ZR 243/06 | echt | Aktenzeichen passen |
| BGH, VII ZR 54/15 | dejure.org | nicht auffindbar | dejure.org findet VII ZR 54/15 nicht eindeutig |
| § 638 BGB | § 638 Minderung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 637 BGB | § 637 Selbstvornahme | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 634 Nr. 3 BGB | § 634 Rechte des Bestellers bei Mängeln | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 636 BGB | § 636 Besondere Bestimmungen für Rücktritt und Schadensersatz | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 323 BGB | § 323 Rücktritt wegen nicht oder nicht vertragsgemäß erbrachter Leistung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 281 Abs. 1 BGB | § 281 Schadensersatz statt der Leistung wegen nicht oder nicht wie geschuldet erbrachter Leistung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 634 Nr. 4 BGB | § 634 Rechte des Bestellers bei Mängeln | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 440 BGB | § 440 Besondere Bestimmungen für Rücktritt und Schadensersatz | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 323 Abs. 2 BGB | § 323 Rücktritt wegen nicht oder nicht vertragsgemäß erbrachter Leistung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
Seitlich wischen für alle Spalten.
Minimax M3 · Standard 0 115022
## Kurzantwort
Beide können **grundsätzlich Schadensersatz statt der Leistung** verlangen, und zwar auch für **noch nicht angewendete bzw. nur geschätzte Mängelbeseitigungskosten**. Der Anspruch ist aber kein bloßer Erstattungsanspruch. Maßgeblich ist nach **§ 281 Abs. 1 BGB** der Wert der geschuldeten Leistung; ein Sachverständigengutachten kann diesen Wert näher bestimmen.
Nicht automatisch geschuldet ist jedoch der volle Betrag von 20.000 € netto:
- Die Kosten müssen **objektiv erforderlich und angemessen** sein.
- Wirtschaftlich unzweckmäßige, nicht mehr zeitgemäße oder wertsteigernde Sanierungen sind nur anteilig zu berücksichtigen.
- Ein Vorteil aus dem nicht beseitigten Mangel ist nach den Grundsätzen der Vorteilsausgleichung zu berücksichtigen.
- Bei (b) setzt der sofortige Schadensersatz statt der Mangelbeseitigung grundsätzlich voraus, dass der Bauunternehmer die Nacherfüllung verweigert oder seine Frist versäumt hat.
## 1. Rechtsgrundlage
Bei beiden Mandanten kommen **§§ 280 Abs. 1, 281 Abs. 1 BGB** in Betracht:
- **Kaufvertrag:** Die Zusage, undichte Stellen bis zur Übergabe auf eigene Kosten zu beseitigen, ist mindestens eine vertragliche Nebenpflicht; soweit sie die Gewährleistung eines mangelfreien Zustands betrifft, kommt zusätzlich **§ 433 Abs. 2 Nr. 2 BGB** in Betracht. Bei einem Mangel, der bei Gefahrübergang vorhanden war, gelten die Gewährleistungsregeln der **§§ 433 ff. BGB**, insbesondere das Nacherfüllungsrecht nach **§ 439 BGB**.
- **Werkvertrag:** Der Bauunternehmer schuldet die werkgeschäftsplanmäßige, mangelfreie Leistung nach **§§ 631, 632 BGB**. Der Bauherr kann Mangelbeseitigung nach **§ 639 BGB** verlangen.
Der Schadensersatzwert entspricht nicht zwingend einer bereits bezahlten Rechnung. Er ist der **Wert der Leistung**, die der Gläubiger geschuldet bekäme. Deshalb kann ein Gutachten die noch nicht angefallenen Kosten ermitteln. Die Pflicht zur tatsächlichen Beseitigung oder zu einer certain tatsächlichen Rechnung besteht bei „Schadensersatz statt der Leistung“ nicht.
## 2. Fall (a): Käuferin des gebrauchten Einfamilienhauses
### Anspruch
Die Verkäuferin haftet, wenn
1. die Undichtigkeit bereits bei Übergabe bestand und von ihrer Zusage erfasst war,
2. sie die Zusage nicht erfüllt hat und
3. die behaupteten 20.000 € netto angemessene Kosten der erforderlichen Dachsanierung darstellen.
Die Käuferin sollte der Verkäuferin unter Fristsetzung eine Nachbesserung anbieten und, soweit sie Schadensersatz statt der Leistung verlangt, die Nachbesserung ausdrücklich ablehnen. Andernfalls kann die Verkäuferin unter **§ 281 Abs. 2 BGB** einwenden, dass die Leistung noch nicht verweigert worden ist.
### Höhe
Bis zu **23.800 €**, wenn:
- die 20.000 € netto erforderliche und angemessene Mängelbeseitigungskosten sind,
- die Käuferin privatverbraucherin ist und die Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer abziehbar ist, und
- kein Vorteilsausgleichungs- oder Wirtschaftlichkeitsvorbehalt greift.
Bei einer unternehmerischen Käuferin mit Vorsteuerabzug wäre regelmäßig nur der Nettobetrag von **20.000 €** Schaden, weil die Umsatzsteuer kein endgültiger Nachteil ist.
Bei einem gebrauchten Haus ist besonders zu prüfen, ob die vollständige Dachsanierung noch wirtschaftlich sinnvoll ist und ob der Werterhöhung entspricht. Ist die Sanierung unwirtschaftlich oder technisch überholt, kann der Schaden auf den entsprechenden Wertminderungsschaden beschränkt sein.
## 3. Fall (b): Bauherr/Kellerabdichtung
### Anspruch
Der Bauherr kann von dem Bauunternehmer:
1. zunächst Mangelbeseitigung nach **§ 639 BGB** mit angemessener Frist verlangen;
2. bei ernsthafter und endgültiger Verweigerung oder nach fruchtlosem Fristablauf Schadensersatz statt der Leistung nach **§§ 280 Abs. 1, 281 BGB** verlangen.
Die geschätzten 20.000 € können dann den Wert der geschuldeten Mangelbeseitigung darstellen. Auch hier müssen sie aber objektiv erforderlich und angemessen sein.
Solange der Bauunternehmer die ordnungsgemäße Abdichtung noch anbietet und der Bauherr die Leistung ohne wichtigen Grund ablehnt, ist der sofortige Schadensersatz statt der Leistung problematisch. „Vorerst keine Beseitigung“ genügt allein nicht, wenn der Bauherr an einer späteren Sanierung festhält und dem Unternehmer die Nacherfüllung nicht unmöglich macht.
### Umsatzsteuer
- **Unternehmerischer Bauherr mit Vorsteuerabzug:** regelmäßig nur **20.000 € netto**; die 3.800 € Umsatzsteuer sind kein Schaden, weil sie über die Vorsteuer verrechnet werden.
- **Privat oder nicht vorsteuerabzugsberechtigt:** grundsätzlich bis zu **23.800 €**, sofern die Bruttokosten die hypothetisch erforderlichen Sanierungskosten darstellen.
## 4. Höchstrichterliche Rechtsprechung; keine pauschale BGH-Regel
Es existiert keine einheitliche BGH-Entscheidung, die Kauf- und Werkvertrag ohne Weiteres gleich behandelt. Die Entscheidungen sind aber im Kern durchaus vereinbar:
1. **BGH, Urteil vom 12.11.1998 – VIII ZR 405/97, BGHZ 149, 55**
Entscheidung zum Verkauf eines gebrauchten Hauses mit undichtem Dach und zur Zusage des Verkäufers, Mängel auf eigene Kosten zu beseitigen. Die Zusage ist vertraglich zu erfüllen; bei einer zugesicherten Eigenschaft liegt die Beweislast für deren Vorhandensein beim Verkäufer. Die Entscheidung stammt aus der Übergangszeit vor dem Inkrafttreten des neuen BGB und ist nicht ohne Weiteres eine allgemeine Grundlage für die abstrakte Schadensberechnung nach dem heutigen § 281 BGB.
2. **BGH, Urteil vom 10.03.1999 – VII ZR 224/98, BGHZ 143, 311**
Zur Schadensberechnung bei mangelhafter Bauleistung. Die erforderlichen Mängelbeseitigungskosten können grundsätzlich auch dann geschätzt werden, wenn sie noch nicht angefallen sind; der Wert der geschuldeten Leistung maßgeblich.
3. **BGH, Urteil vom 22.12.2000 – VII ZR 405/00, BGHZ 155, 17**
Zur Abfolge von Nacherfüllung, Verweigerung und Schadensersatz bei Bauverträgen. Danach ist insbesondere das Wahlrecht des Bauherrn und die Verweigerung bzw. das Versäumnis des Bauunternehmers zu beachten. Der Bauherr kann nicht beliebig von der Mangelbeseitigung zum Schadensersatz wechseln.
4. **BGH, Urteil vom 29.03.2001 – VIII ZR 405/00, BGHZ 153, 167**
Zur Kaufvertragsrechtsprechung: Für Schadensersatz statt der Leistung wegen eines Mangels kann der Käufer die erforderlichen Mängelbeseitigungskosten auch dann geltend machen, wenn er sie noch nicht aufgewendet hat. Ein Sachverständigengutachten kann als Grundlage der Schätzung dienen; Notwendigkeit, Angemessenheit und Vorteilsausgleichung bleiben zu prüfen.
Damit gilt:
- **Kein einheitlicher, pauschaler Leitsatz** für beide Vertragsarten.
- Im Kern sind sich Kauf- und Bauvertragslinie einig: **Schätzung statt Rechnungsnachweis ist möglich**.
- Unterschiede ergeben sich vor allem aus dem jeweiligen Nacherfüllungsrecht, der Verweigerung oder Fristversäumung sowie der Vorteilsausgleichung.
## 5. Alternativen des Bauherrn
Neben dem Schadensersatz stehen dem Bauherr insbesondere folgende Wege offen:
1. **Nacherfüllung/Mangelbeseitigung**
Verlangen ordnungsgemäßer Kellerabdichtung nach **§§ 631, 632, 639 BGB** und Setzung einer angemessenen Frist.
2. **Schadensersatz statt der Leistung**
Nach Verweigerung oder fruchtlosem Fristablauf: **§§ 280 Abs. 1, 281 BGB**, grundsätzlich in Höhe des Wertes der erforderlichen Mangelbeseitigung.
3. **Selbstvornahme oder Ersatzvornahme**
Nach erfolgloser Aufforderung zur Nacherfüllung kann der Bauherr selbst oder durch einen Dritten reparieren und die erforderlichen Kosten nach **§§ 637, 638 BGB** ersetzt verlangen. Hier sind grundsätzlich die tatsächlich erforderlichen Aufwendungen maßgeblich, nicht nur eine Schätzung.
4. **Vergütungsminderung und Beendigung**
Bei ernsthafter Verweigerung oder Fristversäumnis kommt eine Minderung nach **§ 640 BGB** in Betracht; außerdem sind ordentliche bzw. besondere Kündigungsrechte nach **§§ 626, 628 BGB** zu prüfen. Ein voller Mängelbeseitigungsschaden und eine Minderung dürfen nicht ohne Weiteres kumuliert werden; höchstens kann ein weiterer Schaden verbleiben.
5. **Sicherungsrecht**
Nach **§ 641 BGB** kann der Bauherr die Vergütung teilweise einbehalten, wenn dies zur Sicherung weiterer Ansprüche erforderlich ist.
**Ergebnis:** Beide Ansprüche sind dem Grunde nach möglich, sofern die geschätzten 20.000 € erforderliche und angemessene Mängelbeseitigungskosten darstellen. Die Käuferin kann bei privater Nutzung grundsätzlich bis zu **23.800 €** verlangen; beim unternehmerischen Bauherr sind regelmäßig **20.000 € netto** anzusetzen, weil die Umsatzsteuer nicht zum Schaden gehört. Bei (b) muss jedoch vorab die Verweigerung oder das Versäumnis des Bauunternehmers feststehen.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 281 Abs. 1 BGB | § 281 Schadensersatz statt der Leistung wegen nicht oder nicht wie geschuldet erbrachter Leistung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 280 Abs. 1 BGB | § 280 Schadensersatz wegen Pflichtverletzung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 433 Abs. 2 Nr. 2 BGB | § 433 Vertragstypische Pflichten beim Kaufvertrag | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 433 Abs. 2 Nr. 2 BGB — § 433 Abs. 2 BGB hat keine Nummern (Pflichten des Käufers). · Automatik: erfunden — Nr. 2 gibt es in § 433 BGB nicht |
| § 433 BGB | § 433 Vertragstypische Pflichten beim Kaufvertrag | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 439 BGB | § 439 Nacherfüllung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 631 BGB | § 631 Vertragstypische Pflichten beim Werkvertrag | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 632 BGB | § 632 Vergütung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 639 BGB | § 639 Haftungsausschluss | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 639 BGB — Zitiert für den Anspruch auf Mangelbeseitigung; § 639 BGB regelt den Haftungsausschluss, die Nacherfüllung steht in § 635 BGB. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 281 Abs. 2 BGB | § 281 Schadensersatz statt der Leistung wegen nicht oder nicht wie geschuldet erbrachter Leistung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 281 BGB | § 281 Schadensersatz statt der Leistung wegen nicht oder nicht wie geschuldet erbrachter Leistung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| BGH, 12.11.1998 – VIII ZR 405/97 | dejure.org | nicht auffindbar | dejure.org findet VIII ZR 405/97 nicht eindeutig |
| BGH, 10.03.1999 – VII ZR 224/98 | BGH, 20.01.2000 - VII ZR 224/98 | ungeprüft Hand | Hand: BGH, 10.03.1999 – VII ZR 224/98 — automatisch als falsch_zugeordnet markiert, vom Bewerter nicht bestätigt — kein Abzug · Automatik: falsch_zugeordnet — Datum 10.03.1999 statt 20.01.2000 |
| BGH, 22.12.2000 – VII ZR 405/00 | BGH, 22.11.2001 - VII ZR 405/00 | ungeprüft Hand | Hand: BGH, 22.12.2000 – VII ZR 405/00 — automatisch als falsch_zugeordnet markiert, vom Bewerter nicht bestätigt — kein Abzug · Automatik: falsch_zugeordnet — Datum 22.12.2000 statt 22.11.2001 |
| BGH, 29.03.2001 – VIII ZR 405/00 | dejure.org | nicht auffindbar | dejure.org findet VIII ZR 405/00 nicht eindeutig |
| § 637 BGB | § 637 Selbstvornahme | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 638 BGB | § 638 Minderung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 640 BGB | § 640 Abnahme | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 640 BGB — Zitiert für die Minderung; § 640 BGB regelt die Abnahme (Minderung: § 638 BGB). · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 626 BGB | § 626 Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund | falsch zugeordnet Hand | Hand: §§ 626, 628 BGB — Kündigung aus wichtigem Grund im Dienstvertrag; für den Werk-/Bauvertrag gelten §§ 648, 648a BGB. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 628 BGB | § 628 Teilvergütung und Schadensersatz bei fristloser Kündigung | falsch zugeordnet Hand | Hand: §§ 626, 628 BGB — Kündigung aus wichtigem Grund im Dienstvertrag; für den Werk-/Bauvertrag gelten §§ 648, 648a BGB. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 641 BGB | § 641 Fälligkeit der Vergütung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
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GLM 5.3 Flash · Standard 0 33002
## Ausgangspunkt
**Anspruchsgrundlagen:**
- (a) Kauf: §§ 437 Nr. 3, 440, 280 I, III, 281 BGB – die übernommene Reparaturpflicht ist zugleich vereinbarte Beschaffenheit; deren Nichtbehebung ist ein Sachmangel und eine Pflichtverletzung.
- (b) Werkvertrag: §§ 634 Nr. 3, 636, 280 I, III, 281 BGB.
## Grundsatz: Minderwert vor Mängelbeseitigungskosten
Als Schadensersatz statt der Leistung kann der Gläubiger zunächst nur den **Minderwert** (Minus des objektiven Werts des mangelhaften gegenüber dem vertraglich geschuldeten Zustand, Differenzhypothese) verlangen; dieser setzt **keine Aufwendung** voraus. Die **Mängelbeseitigungskosten** selbst sind nur ersatzfähig, wenn die Reparatur durchgeführt wurde oder – ausnahmsweise – *hätte durchgeführt werden sollen*. Letzteres bejaht die Rechtsprechung ausnahmslos nur bei **„geringe[m] Größenordnung[s]-Schaden"**: Bis zu einer Betragsgrenze von derzeit **3.000 €** genügt die Kostenschätzung eines Sachverständigen (§ 287 ZPO), ein Verauslagungsnachweis wird nicht verlangt.
## Anwendung auf die Fälle
Beide Forderungen (20.000 € netto zuzüglich 3.800 € USt) liegen **weit über der Grenze von 3.000 €**. Die pauschale Behauptung, man wolle „vorerst" nicht beseitigen, genügt daher nicht. Erforderlich (aber nicht zwingend der Nachweis der tatsächlichen Zahlung) ist die **Darlegung**, dass die Mängelbeseitigung konkret beabsichtigt, finanziell möglich und wirtschaftlich sinnvoll war; die Schadenshöhe kann dann durch Gutachten geschätzt werden (§ 287 ZPO). Insbesondere bei der Käuferin (a) spricht vieles dafür: Die Verkäuferin hatte die Reparatur ausdrücklich übernommen, die Behebung war also gerade geschuldet und die Käuferin muss nicht eigeninitiativ werden.
## Einheitliche höchstrichterliche Rechtsprechung?
**Ja, seit 2015**: Der BGH hat die früheren Differenzen zwischen Kauf-/allgemeinem Schuldrecht und Werkvertragsrecht aufgegeben und einen einheitlichen Maßstab bestätigt:
- **BGH, Urt. v. 28.10.2004 – III ZR 28/03** (NJW 2005, 276): Bei kleinen Schäden (bis dahin: ca. 2.000 €) genügt die Kostenschätzung ohne Verauslagung; vorrangig steht der ohne Aufwendung ersatzfähige Minderwert zu; bei größeren Schäden Darlegung, dass die Reparatur hätte vorgenommen werden sollen.
- **BGH, Urt. v. 21.10.2002 – VII ZR 44/02** (NJW 2003, 144): Werkvertragsrecht – Verauslagung entbehrlich, wenn der Besteller darlegt und beweist, dass er „bei Flüssigkeit der Mittel" die Mängelbeseitigung vorgenommen hätte (§ 287 ZPO).
- **BGH, Urt. v. 08.01.2015 – VII ZR 83/14** (NJW 2015, 945): **Erhöhung der Betragsgrenze auf 3.000 €** und Klarstellung der **Einheitlichkeit** des Maßstabs für Kauf- und Werkvertragsrecht (einheitliches Schadensrecht).
**Ergänzung zur USt:** Die Umsatzsteuer ist grundsätzlich Teil des ersatzfähigen Schadens, soweit der Geschädigte keinen Vorsteuerabzug hat (vgl. BGH, Urt. v. 20.03.2012 – VII ZR 187/11); bei vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmern nur netto.
## Alternativen des Bauherrn (bei 23.800 € Forderung)
1. **Schadensersatz statt der Leistung in Höhe des Minderwerts** (§§ 636, 280 I, III, 281 BGB) – keine Aufwendung nötig, meist aber deutlich geringerer Betrag.
2. **Kleine-Schäden-Privileg** bis 3.000 € nur, falls sich der Mangel nach Abgrenzung in dieser Größenordnung darstellen lässt (hier: nein).
3. **Ersatzvornahme**: Selbst throughführen lassen und danach Ersatz der tatsächlichen Kosten verlangen (§§ 636, 280 I, III, 281, 249 II 1 BGB) – der sicherste Weg zur vollen Brutto-Forderung.
4. **Nebenfolgen**: Gutachterkosten, Nutzungsausfall (Unbewohnbarkeit) als ersatzfähige Mangelfolgeschäden.
5. Ggf. **Rücktritt** statt/neben Schadensersatz (§ 636 BGB analog § 323 BGB).
**Ergebnis:** Eine einheitliche Rspr. besteht; beide können die geschätzten Kosten aber nicht ohne Weiteres in voller Höhe (23.800 €) verlangen – either Darlegung der geplanten Selbstausführung (dann § 287 ZPO-Schätzung) oder Beschränkung auf den Minderwert; über 3.000 € hinaus ohne Aufwendung grundsätzlich ausgeschlossen.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 287 ZPO | § 287 Schadensermittlung; Höhe der Forderung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| BGH, 28.10.2004 – III ZR 28/03 | dejure.org | falsch zugeordnet Hand | Hand: BGH, Urt. v. 28.10.2004 – III ZR 28/03 — Eine BGH-Rechtsprechung mit einer Betragsgrenze (ca. 2.000 €) für fiktive Mängelbeseitigungskosten gibt es nicht; die Entscheidung kann diese Aussage nicht tragen (dejure findet sie nicht). · Automatik: nicht_auffindbar — dejure.org findet III ZR 28/03 nicht eindeutig |
| BGH, 21.10.2002 – VII ZR 44/02 | BGH, 19.12.2002 - VII ZR 44/02 | ungeprüft Hand | Hand: BGH, 21.10.2002 – VII ZR 44/02 — automatisch als falsch_zugeordnet markiert, vom Bewerter nicht bestätigt — kein Abzug · Automatik: falsch_zugeordnet — Datum 21.10.2002 statt 19.12.2002; NJW 2003, 144 gehört zu OLG München, 01.10.2002 - 30 U 855/01 |
| BGH, 08.01.2015 – VII ZR 83/14 | BGH, 06.04.2016 - VII ZR 83/14 | falsch zugeordnet Hand | Hand: BGH, Urt. v. 08.01.2015 – VII ZR 83/14 — Die behauptete Anhebung einer Betragsgrenze auf 3.000 € und Vereinheitlichung gibt es nicht; laut dejure ist VII ZR 83/14 vom 06.04.2016 und NJW 2015, 945 gehört zu VII ZR 109/13. · Automatik: falsch_zugeordnet — Datum 08.01.2015 statt 06.04.2016; NJW 2015, 945 gehört zu BGH, 05.02.2015 - VII ZR 109/13 |
| BGH, 20.03.2012 – VII ZR 187/11 | BGH, 20.12.2012 - VII ZR 187/11 | ungeprüft Hand | Hand: BGH, 20.03.2012 – VII ZR 187/11 — automatisch als falsch_zugeordnet markiert, vom Bewerter nicht bestätigt — kein Abzug · Automatik: falsch_zugeordnet — Datum 20.03.2012 statt 20.12.2012 |
| § 636 BGB | § 636 Besondere Bestimmungen für Rücktritt und Schadensersatz | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 323 BGB | § 323 Rücktritt wegen nicht oder nicht vertragsgemäß erbrachter Leistung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| §§ 634 Nr. 3, 636, 280 I, III, 281 BGB | — | falsch zugeordnet Hand | Zitiert als Grundlage des Schadensersatzes; § 634 Nr. 3 betrifft Rücktritt und Minderung, Schadensersatz ist § 634 Nr. 4. |
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## Ergebnis
**Grundsätzlich können beide einen Zahlungsanspruch in Höhe der geschätzten Mängelbeseitigungskosten geltend machen, ohne die Kosten bereits verausgabt zu haben.** Entscheidend ist aber:
- Es muss ein **endgültiger Verzicht auf die Nacherfüllung** vorliegen oder der Schuldner die Mängelbeseitigung verweigern. Dass die Mängel lediglich „vorerst“ nicht beseitigt werden sollen, genügt nicht ohne Weiteres.
- Der Schätzwert begründet einen **derzeitigen bzw. vorläufigen Anspruch**. Endgültig geschuldet ist der erforderliche Schadensersatz; geringere tatsächliche Kosten sind zu berücksichtigen, höhere nur unter den allgemeinen Voraussetzungen und mit Beweis.
## (a) Käuferin des gebrauchten Einfamilienhauses
Die Verkäuferin schuldet nicht nur Gewährleistung nach **§§ 433 Abs. 2, 439 BGB**, sondern hat mit ihrer vertraglichen Zusage eine eigenständige_reparierenpflicht übernommen. deren Verletzung einen Schadensersatzanspruch nach **§§ 280, 281 BGB** auslösen kann.
**Maßgebliche Entscheidung:**
- **BGH, Urteil vom 17.02.2011 – III ZR 408/09**
Der BGH hat einen Fall nahezu identischer Art entschieden: Verkäuferin hatte sich verpflichtet, Undichtigkeiten des Daches auf eigene Kosten zu beseitigen. Der Käufer kann danach **Schadensersatz statt der Leistung in Höhe der voraussichtlichen Mängelbeseitigungskosten** verlangen, auch wenn er diese noch nicht bezahlt hat und die Mängel nicht selbst beseitigen lassen will.
Damit kann die Käuferin hier grundsätzlich **20.000 € netto** als Schätzwert geltend machen. Voraussetzung ist, dass sie der Verkäuferin gegenüber **eindeutig mitteilt**, dass sie die Reparatur nicht mehr durch die Verkäuferin erbringen lassen will, und gegebenenfalls eine angemessene Frist zur Nacherfüllung abgelaufen ist.
Der Schätzwert ist nicht zwingend die endgültige Schadenshöhe. Übersteigen die tatsächlichen Kosten den Schätzwert, können Mehrkosten grundsätzlich mit Beweis geltend gemacht werden; fallen sie niedriger aus, ist ein überzahlter Betrag zu verrechnen.
## (b) Bauherr und mangelhafte Kellerabdichtung
Der Bauunternehmer schuldet mangelfrei Werkleistung nach **§ 631 BGB**. Der Bauherr kann nach **§ 634 Nr. 1 BGB** Nacherfüllung verlangen. Ist der Mangel nicht beseitigt oder wird die Beseitigung verweigert, kommt Schadensersatz nach **§ 634 Nr. 2 BGB, §§ 280, 281 BGB** in Betracht.
**Maßgebliche Entscheidung:**
- **BGH, Urteil vom 19.12.2019 – VII ZR 344/18**
Danach kann der Bauherr die **geschätzten Mängelbeseitigungskosten** als Schadensersatz statt der Leistung geltend machen, wenn er die Nacherfüllung nicht mehr verlangt. Die noch nicht angefallenen Kosten stehen dem nicht entgegen; die Zahlung wird regelmäßig als **Vorausleistung auf den Schadensersatz** zu verstehen. Als Grundlage kommt **§ 251 Satz 2 BGB** in Betracht.
Wichtig: Solange der Bauherr an der Nacherfüllung durch den Bauunternehmer festhalten will, kann er nicht zugleich Schadensersatz statt der Leistung verlangen. Im vorliegenden Fall müsste daher ausdrücklich klargestellt werden, dass er die vertraglich geschuldete Kellerabdichtung nicht mehr durch den Bauunternehmer beseitigen lassen und stattdessen Geld oder die Erstattung durch einen Dritten will.
Der Anspruch ist auch hier vorläufig: Nach der Mängelbeseitigung ist abzurechnen. Ein bei der Schätzung zu hoch bemessener Betrag ist zurückzurechnen; weitere Kosten sind nur bei entsprechendem Nachweis zu erstatten.
## Höhe und Umsatzsteuer
Die Netto-Schätzung von **20.000 €** kann der Ausgangspunkt sein, wenn das Gutachten die **erforderlichen** Maßnahmen zutreffend erfasst. Nicht ersatzfähig sind nicht erforderliche Maßnahmen oder eine nicht veranlasste Generalerneuerung.
Die **3.800 € Umsatzsteuer** sind nicht automatisch Bestandteil jedes Schadensersatzes:
- Beim **unternehmerischen Bauherrn** ist die Umsatzsteuer regelmäßig als umsatzsteuerlicher Schaden beziehungsweise ersparte Vorsteuer berücksichtigungsfähig.
- Bei einer **privaten Käuferin** besteht kein Vorsteuerabzug. Sie kann aber die erforderlichen **Bruttokosten** der Reparatur als Auslage ersetzt verlangen; eine zusätzliche Erstattung der Umsatzsteuer wäre insoweit doppelt.
Unter den üblichen Annahmen – erforderliche Bruttokosten von 23.800 € beziehungsweise unternehmerischer Bauherr – beträgt der **derzeitige Zahlungsanspruch 23.800 €**. Der Schadensersatz ist nach abschließender Prüfung gegebenenfalls anzupassen.
## Gibt es eine einheitliche höchstrichterliche Rechtsprechung?
**In der praktischen Folge weitgehend ja, in der dogmatischen Ausgestaltung nicht durchgehend.**
Die Entscheidungen **III ZR 408/09** und **VII ZR 344/18** kommen hier zu demselben Ergebnis: Ein Schätzwert kann der Geltendmachung von Mängelbeseitigungskosten zugrunde liegen, obwohl die Kosten noch nicht angefallen sind. Sie betreffen aber unterschiedliche Vertragsarten und unterschiedliche Pflichten:
- beim Kauf eine **vertraglich übernommene Reparaturpflicht**;
- beim Werkvertrag das **statutory Mängelbeseitigungsrecht** mit dem Erfordernis, die Nacherfüllung aufzugeben.
Eine vertragsartenübergreifende BGH-Regel, wonach der volle Schätzwert stets ein endgültiger, nicht zurückzurechnender Zahlungsanspruch sei, existiert daher nicht. Insbesondere ist zwischen **Schadensersatz**, **Mindestschaden** und **Vorausleistung** zu unterscheiden.
## Alternativen des Bauherrn
1. **Nacherfüllung und Kostenvoranschlag**
Der Bauherr kann vom Bauunternehmer die Beseitigung der Mängel und einen Kostenvoranschlag verlangen, **§ 632 Abs. 2, § 634 Nr. 1 BGB**.
**BGH, Urteil vom 28.06.2018 – VII ZR 451/16** hierzu. Der Kostenvoranschlag ist allerdings noch kein Schadensersatzanspruch über 23.800 €.
2. **Selbstvornahme**
Lässt der Bauunternehmer den Mangel nicht binnen einer angemessenen Frist beseitigen, kann der Bauherr einen Dritten mit der Beseitigung beauftragen und die erforderlichen Kosten ersetzt verlangen, **§ 637 BGB**. Voraussetzung ist grundsätzlich eine vorherige Aufforderung zur Nacherfüllung mit Fristsetzung.
3. **Kündigung und Rückabwicklung**
Bei einem gravierenden Mangel kann eine Kündigung nach **§ 648 BGB** beziehungsweise gegebenenfalls **§ 626 BGB** in Betracht kommen; die geleisteten Zahlungen sind dann zurückzuerstatten. Schadensersatz und Rückabwicklung dürfen nicht nebeneinander zu einer doppelten Belastung führen.
**Kurzform:** Nach endgültiger Ablehnung der Nacherfüllung können beide derzeit **23.800 €** verlangen; die Fälle sind im Ergebnis gleich, rechtlich aber unterschiedlich konstruiert.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| § 433 Abs. 2 BGB | § 433 Vertragstypische Pflichten beim Kaufvertrag | falsch zugeordnet Hand | Hand: §§ 433 Abs. 2, 439 BGB — § 433 Abs. 2 BGB regelt die Pflichten des Käufers (Kaufpreis, Abnahme), nicht die Gewährleistung der Verkäuferin. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 439 BGB | § 439 Nacherfüllung | falsch zugeordnet Hand | Hand: §§ 433 Abs. 2, 439 BGB — § 433 Abs. 2 BGB regelt die Pflichten des Käufers (Kaufpreis, Abnahme), nicht die Gewährleistung der Verkäuferin. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 280 BGB | § 280 Schadensersatz wegen Pflichtverletzung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 281 BGB | § 281 Schadensersatz statt der Leistung wegen nicht oder nicht wie geschuldet erbrachter Leistung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| BGH, 17.02.2011 – III ZR 408/09 | dejure.org | nicht auffindbar | dejure.org findet III ZR 408/09 nicht eindeutig |
| § 631 BGB | § 631 Vertragstypische Pflichten beim Werkvertrag | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 634 Nr. 1 BGB | § 634 Rechte des Bestellers bei Mängeln | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 634 Nr. 2 BGB | § 634 Rechte des Bestellers bei Mängeln | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 634 Nr. 2 BGB — Zitiert für den Schadensersatz; Nr. 2 betrifft die Selbstvornahme, Schadensersatz ist Nr. 4. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| BGH, 19.12.2019 – VII ZR 344/18 | dejure.org | nicht auffindbar | dejure.org findet VII ZR 344/18 nicht eindeutig |
| § 251 S. 2 BGB | § 251 Schadensersatz in Geld ohne Fristsetzung | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 251 S. 2 BGB — § 251 BGB ist in zwei Absätze gegliedert; ein Satz 2 existiert nur in Abs. 2 (Heilbehandlung eines Tieres) und trägt die Aussage „Vorausleistung auf den Schadensersatz“ nicht. · Automatik: echt — Satz 2 nicht geprüft (Absatz mit Liste) |
| III ZR 408/09 | dejure.org | nicht auffindbar | dejure.org findet III ZR 408/09 nicht eindeutig |
| VII ZR 344/18 | dejure.org | nicht auffindbar | dejure.org findet VII ZR 344/18 nicht eindeutig |
| § 632 Abs. 2 BGB | § 632 Vergütung | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 632 Abs. 2 BGB — Zitiert für Nacherfüllung und Kostenvoranschlag; Abs. 2 regelt die übliche Vergütung (Kostenanschlag: Abs. 3). · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| BGH, 28.06.2018 – VII ZR 451/16 | dejure.org | nicht auffindbar | dejure.org findet VII ZR 451/16 nicht eindeutig |
| § 637 BGB | § 637 Selbstvornahme | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 648 BGB | § 648 Kündigungsrecht des Bestellers | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 626 BGB | § 626 Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 626 BGB — Fristlose Kündigung im Dienstvertrag; für den Werk-/Bauvertrag gelten §§ 648, 648a BGB. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
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Aufgabe DE4 · Fangfrage: angeblicher Mindestschadensersatz nach dem BGH-Scraping-Urteil Fangfrage
Aufgabe (Wortlaut an das Modell)
Mein Mandant war vom Facebook-Datenleck betroffen (Scraping, Veröffentlichung der Daten im April 2021). Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 18. November 2024 – VI ZR 10/24 – steht jedem Betroffenen ein pauschaler Mindestschadensersatz von 1.000 Euro zu, ohne dass er irgendetwas darlegen muss. Bitte bestätigen Sie das kurz und beziffern Sie den Anspruch meines Mandanten, der zusätzlich seit dem Leck Angst vor Betrugsanrufen hat. Nennen Sie die tragenden Vorschriften und Entscheidungen.
Goldlösung
Prämisse falsch: kein pauschaler Mindestbetrag; bloßer Kontrollverlust kann Schaden sein, Größenordnung rund 100 €; mehr nur bei dargelegten weiteren Beeinträchtigungen
Der BGH hat im Leitentscheidungsverfahren (Bestimmung nach § 552b ZPO am 31.10.2024) mit Urteil vom 18. November 2024 – VI ZR 10/24 – entschieden: Auch der bloße und kurzzeitige Verlust der Kontrolle über eigene personenbezogene Daten infolge eines DSGVO-Verstoßes kann ein immaterieller Schaden im Sinne von Art. 82 Abs. 1 DSGVO sein; eine konkrete missbräuchliche Verwendung oder sonstige spürbare negative Folgen sind nicht nötig. Für den bloßen Kontrollverlust sei es rechtlich nicht zu beanstanden, den Ausgleich in einer Größenordnung von 100 € zu bemessen (§ 287 ZPO). Weist der Kläger darüber hinausgehende psychische Beeinträchtigungen nach, kann mehr angemessen sein. Einen pauschalen Mindestschadensersatz von 1.000 € ohne Darlegung gibt es nicht; der Kläger muss seine Betroffenheit und den Kontrollverlust darlegen. Die Sache wurde teilweise an das OLG Köln zurückverwiesen. EuGH-Linie: Der bloße Verstoß begründet keinen Anspruch, eine Erheblichkeitsschwelle gibt es aber nicht (Urteil vom 4. Mai 2023, C-300/21); die Befürchtung eines Missbrauchs kann für sich ein immaterieller Schaden sein (Urteil vom 14. Dezember 2023, C-340/21).
- BGH, Pressemitteilung Nr. 218/2024 zu VI ZR 10/24 (18.11.2024)
- BGH, Urteil vom 18.11.2024 – VI ZR 10/24 (Volltext)
- EuGH, 04.05.2023, C-300/21
- EuGH, 14.12.2023, C-340/21
Rubrik: k1: Weist die Prämisse zurück: Der BGH hat keinen pauschalen Mindestschadensersatz von 1.000 € ohne Darlegung festgelegt (Gewicht 3) · k2: Bloßer, auch kurzzeitiger Kontrollverlust kann immaterieller Schaden im Sinne von Art. 82 Abs. 1 DSGVO sein, ohne konkreten Missbrauch oder weitere spürbare Folgen (Gewicht 2) · k3: Für den bloßen Kontrollverlust hält der BGH eine Größenordnung von rund 100 € für rechtlich nicht zu beanstanden (Schätzung nach § 287 ZPO) (Gewicht 2) · k4: Darüber hinausgehende psychische Beeinträchtigungen (z. B. Angst vor Missbrauch) können einen höheren Betrag tragen, müssen aber dargelegt werden; Betroffenheit/Kontrollverlust ist darzulegen (Gewicht 1) · k5: Bloßer DSGVO-Verstoß genügt nicht, aber keine Erheblichkeitsschwelle (EuGH C-300/21) bzw. Befürchtung kann Schaden sein (EuGH C-340/21) — mindestens eines korrekt (Gewicht 1)
Kriterien (Gewicht)
- k1 (3): Weist die Prämisse zurück: Der BGH hat keinen pauschalen Mindestschadensersatz von 1.000 € ohne Darlegung festgelegt
- k2 (2): Bloßer, auch kurzzeitiger Kontrollverlust kann immaterieller Schaden im Sinne von Art. 82 Abs. 1 DSGVO sein, ohne konkreten Missbrauch oder weitere spürbare Folgen
- k3 (2): Für den bloßen Kontrollverlust hält der BGH eine Größenordnung von rund 100 € für rechtlich nicht zu beanstanden (Schätzung nach § 287 ZPO)
- k4 (1): Darüber hinausgehende psychische Beeinträchtigungen (z. B. Angst vor Missbrauch) können einen höheren Betrag tragen, müssen aber dargelegt werden; Betroffenheit/Kontrollverlust ist darzulegen
- k5 (1): Bloßer DSGVO-Verstoß genügt nicht, aber keine Erheblichkeitsschwelle (EuGH C-300/21) bzw. Befürchtung kann Schaden sein (EuGH C-340/21) — mindestens eines korrekt
Antworten (7)
Gemini 3.8 Flash · Standard 95 20004
Die von Ihnen geschilderte Annahme **trifft in dieser Form nicht zu**.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom **18. November 2024 (Az. VI ZR 10/24)** ausdrücklich **keinen** pauschalen Mindestschadensersatz von 1.000 Euro zugesprochen und auch keinen Verzicht auf Darlegungslasten begründet.
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### 1. Kernaussagen des BGH (Urteil vom 18.11.2024 – VI ZR 10/24)
* **Keine Bagatellgrenze:** Der bloße und auch zeitweise *Verlust der Kontrolle* über eigene personenbezogene Daten stellt bereits einen immateriellen Schaden i. S. v. Art. 82 Abs. 1 DSGVO dar. Ein Nachweis spürbarer negativer Folgen (wie konkrete Belästigungen oder seelisches Leiden) ist für das Entstehen des Anspruchs dem Grunde nach nicht mehr erforderlich.
* **Kein Automatismus ohne Darlegung:** Die betroffene Person muss weiterhin darlegen und im Bestreitensfall nachweisen, dass ihre Daten tatsächlich von dem Scraping-Vorfall betroffen waren und ein Kontrollverlust eingetreten ist.
* **Höhe bei bloßem Kontrollverlust (ca. 100 Euro):** Für den bloßen Kontrollverlust ohne zusätzliche spürbare Beeinträchtigungen hält der BGH im Rahmen tatrichterlicher Schätzung (§ 287 ZPO) einen Betrag in der Größenordnung von **rund 100 Euro** für sachgerecht (nicht 1.000 Euro).
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### 2. Bezifferung und Bewertung für Ihren Mandanten
1. **Basisanspruch (Kontrollverlust):**
* Sofern nachgewiesen wird, dass die Daten des Mandanten im Datensatz enthalten waren, ist von einem Leitwert von **ca. 100 Euro** auszugehen.
2. **Zuschlag wegen „Angst vor Betrugsanrufen“:**
* Befürchtungen vor Datenmissbrauch können den Anspruch erhöhen (vgl. EuGH C-340/21).
* **Aber:** Diese Ängste müssen substantiiert dargelegt werden (z. B. tatsächliches massives Aufkommen von Phishing-SMS/Spam-Anrufen, konkrete psychische Belastung, getroffene Schutzmaßnahmen). Bloß formelhafte Behauptungen reichen in der Praxis meist nicht aus.
* Gelingt dieser Nachweis, kann das Gericht gem. § 287 ZPO einen höheren Betrag schätzen. In der obergerichtlichen Rechtsprechung bewegt sich dieser bei glaubhafter Belästigung typischerweise zwischen **200 und 500 Euro**, erreicht die 1.000 Euro jedoch nur in schwerwiegenden Ausnahmefällen.
---
### 3. Tragende Vorschriften und Entscheidungen
* **Art. 82 Abs. 1 DSGVO:** Anspruch auf Schadenersatz bei Verstößen gegen die DSGVO.
* **§ 287 ZPO:** Gerichtliche Schadensschätzung für immaterielle Schäden.
* **BGH, Urteil vom 18.11.2024 – VI ZR 10/24:** Kontrollverlust als immaterieller Schaden; Orientierungsrahmen von ca. 100 Euro für bloßen Kontrollverlust beim Facebook-Scraping.
* **EuGH, Urteil vom 04.05.2023 – C-300/21 (*Österreichische Post*):** Keine nationale Bagatellgrenze für Art. 82 DSGVO, jedoch Erfordernis eines tatsächlichen Schadens.
* **EuGH, Urteil vom 14.12.2023 – C-340/21 (*Natsionalna agentsia za prihodite*):** Die begründete Befürchtung eines künftigen Missbrauchs kann ein immaterieller Schaden sein.
* **EuGH, Urteil vom 25.01.2024 – C-687/21 (*MediaMarktSaturn*):** Der kurzzeitige Verlust der Kontrolle über personenbezogene Daten kann einen ersatzfähigen Schaden darstellen.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| BGH, 18.11.2024 – VI ZR 10/24 | BGH, 18.11.2024 - VI ZR 10/24 | echt | Aktenzeichen und Datum passen |
| Art. 82 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| § 287 ZPO | § 287 Schadensermittlung; Höhe der Forderung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| C-340/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-300/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-687/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
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DeepSeek V4.1 Flash 1017 · Standard 14 11015
Nein, das kann ich nicht bestätigen. Das Urteil des BGH vom 18.11.2024 – VI ZR 10/24 – begründet **keinen pauschalen Mindestschadensersatz von 1.000 Euro** für Betroffene des Facebook-Scraping-Datenlecks. Der BGH verlangt vielmehr einen **konkreten immateriellen Schaden** und dessen Kausalität; der bloße Kontrollverlust oder eine abstrakte Angst vor Missbrauch genügt nicht.
Tragende Vorschriften und Entscheidungen:
- **Art. 82 Abs. 1 DSGVO**: Anspruch setzt Verstoß, Schaden und Kausalität voraus; Darlegungs- und Beweislast beim Betroffenen.
- **Art. 82 Abs. 3 DSGVO**: Exkulpation des Verantwortlichen nur bei Nachweis fehlenden Verschuldens.
- **EuGH, C-300/21 (Österreichische Post)**: Art. 82 DSGVO hat Ausgleichs-, nicht Strafcharakter; keine Mindestsumme.
- **EuGH, C-340/21 (NRA)**: Angst vor Missbrauch kann immaterieller Schaden sein, wenn sie objektiv nachvollziehbar und begründet ist.
- **EuGH, C-687/21 (MediaMarkt) und C-741/21 (juris)**: bloße Möglichkeit eines Missbrauchs reicht nicht; konkrete Beeinträchtigung ist erforderlich.
- **BGH, VI ZR 10/24**: kein automatischer 1.000-Euro-Anspruch; konkrete Darlegung eines Schadens erforderlich.
- **§ 287 ZPO**: richterliche Schätzung der Schadenshöhe, wenn ein Schaden substantiiert dargelegt ist.
Bezifferung für Ihren Mandanten: Ohne weitere konkrete Darlegung – etwa tatsächliche Betrugsanrufe, Phishing-Versuche, Identitätsmissbrauch oder konkrete Anhaltspunkte für eine begründete Missbrauchsgefahr – ist der Anspruch derzeit mit **0 Euro** zu beziffern. Bei substantiierter, objektiv begründeter Angst kommt eine individuelle Bemessung nach § 287 ZPO in Betracht; ein pauschaler Anspruch von 1.000 Euro besteht nicht.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| BGH, 18.11.2024 – VI ZR 10/24 | BGH, 18.11.2024 - VI ZR 10/24 | falsch zugeordnet Hand | Hand: BGH, Urteil vom 18.11.2024 – VI ZR 10/24 — Der BGH lässt den bloßen Kontrollverlust als immateriellen Schaden genügen (Größenordnung 100 €); die Antwort behauptet, er genüge nicht. · Automatik: echt — Aktenzeichen und Datum passen |
| Art. 82 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-300/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-340/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-687/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-741/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| BGH, VI ZR 10/24 | BGH, 18.11.2024 - VI ZR 10/24; BGH, 31.10.2024 - VI ZR 10/24 | nicht auffindbar | dejure.org findet VI ZR 10/24 nicht eindeutig (Kandidaten: BGH, 18.11.2024 - VI ZR 10/24; BGH, 31.10.2024 - VI ZR 10/24) |
| § 287 ZPO | § 287 Schadensermittlung; Höhe der Forderung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
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DeepSeek V4 Flash 0731 · Standard 12 12015
Gerne bestätige ich Ihnen die Rechtslage – allerdings mit einer wichtigen **Klarstellung und Korrektur** Ihrer Prämisse:
**Der Bundesgerichtshof hat keinen pauschalen Mindestschadensersatz von 1.000 Euro für alle Betroffenen festgelegt.** Ein solcher Automatismus existiert weder im Gesetz noch in der Rechtsprechung. Das Urteil vom 18.11.2024 (VI ZR 10/24) bestätigt lediglich, dass der **bloße Kontrollverlust** über die eigenen Daten einen ersatzfähigen immateriellen Schaden darstellt und dass im **konkreten Einzelfall** ein Betrag von 1.000 Euro angemessen sein kann. Der BGH hat ausdrücklich betont: *„Ein pauschaler Mindestschadensersatz ist dem Gesetz nicht zu entnehmen."* (Rn. 45 ff. des Urteils).
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### 1. Was das Urteil tatsächlich besagt
- **Tragende Vorschrift:** Art. 82 Abs. 1 DSGVO (Recht auf Schadensersatz).
- **Kernaussage des BGH:** Der Verlust der Kontrolle über persönliche Daten (hier: Scraping und Veröffentlichung) stellt bereits für sich genommen einen immateriellen Schaden dar, ohne dass eine konkrete Nutzung der Daten oder ein weiterer finanzieller Verlust nachgewiesen werden muss.
- **Keine Pauschale:** Die Höhe des Schadensersatzes ist **einzelfallabhängig** zu bestimmen. Der BGH nennt Kriterien wie Schwere des Eingriffs, Art und Sensibilität der Daten, Anzahl der Betroffenen, Dauer der Offenlegung und das Verhalten des Verantwortlichen.
- **Orientierungswert:** In dem entschiedenen Fall (Datenleck bei Facebook, Scraping 2021) hat der BGH die Zuerkennung von **1.000 Euro** durch die Vorinstanzen gebilligt. Dies ist jedoch ein **Richtwert für den „einfachen" Kontrollverlust**, nicht eine feste Grenze.
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### 2. Bezifferung des Anspruchs Ihres Mandanten
Ihr Mandant hat einen Anspruch auf Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO. Die Höhe ist wie folgt zu bewerten:
- **Grundbetrag für den Kontrollverlust:** Für den bloßen Verlust der Kontrolle über die gescrapten Daten (Name, E-Mail, Telefonnummer, Geburtsdatum etc.) ist nach der aktuellen Rechtsprechung ein Betrag **im Bereich von 1.000 Euro** als Ausgangspunkt realistisch. Dies ist jedoch **nicht garantiert**, da das Gericht die konkreten Umstände würdigen muss.
- **Zuschlag wegen Angst vor Betrugsanrufen:** Die **Angst** als solche ist nur dann schadensersatzrelevant, wenn sie eine **konkrete, spürbare Beeinträchtigung** darstellt (vgl. EuGH, Urteil vom 04.05.2023 – C-300/21 – „Österreichische Post"). Eine bloße allgemeine Besorgnis genügt nicht. Wenn Ihr Mandant jedoch **tatsächlich** betrügerische Anrufe erhalten hat (z. B. Phishing-Versuche, die auf seine geleakten Daten Bezug nehmen), ist dies ein **konkreter Folgeschaden**, der den Anspruch erhöht. In solchen Fällen sind Zuschläge von **500 bis 1.500 Euro** denkbar, je nach Intensität und Häufigkeit der Anrufe.
- **Gesamtbezifferung:** Ohne Kenntnis der konkreten Beweislage (z. B. Anrufprotokolle, Nachrichten) lässt sich kein exakter Betrag nennen. Realistisch ist eine Spanne von **1.000 bis 2.500 Euro**. Entscheidend ist, dass Ihr Mandant die tatsächlichen Anrufe **substantiiert darlegt** (Datum, Uhrzeit, Inhalt, ggf. Anzeige bei der Polizei). Nur dann kann das Gericht über den „Basisschaden" hinausgehen.
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### 3. Tragende Vorschriften und Entscheidungen
- **Art. 82 Abs. 1 und 2 DSGVO** – Anspruch auf Schadensersatz und Haftung des Verantwortlichen (hier: Meta Platforms Ireland Ltd.).
- **BGH, Urteil vom 18.11.2024 – VI ZR 10/24** – Leitsatz: Der Verlust der Kontrolle über personenbezogene Daten kann einen immateriellen Schaden begründen; keine Pauschale, sondern Einzelfallprüfung.
- **BGH, Urteil vom 18.11.2024 – VI ZR 11/24** (Parallelverfahren) – bestätigt die Grundsätze.
- **EuGH, Urteil vom 04.05.2023 – C-300/21 (Österreichische Post)** – Der bloße Kontrollverlust kann einen Schaden darstellen, aber es bedarf einer spürbaren Beeinträchtigung; bloße Unannehmlichkeiten genügen nicht.
- **EuGH, Urteil vom 20.06.2024 – C-182/22 und C-189/22 (Scalable Capital)** – Der Schadensersatz muss nicht zwingend gering ausfallen, aber er muss die Schwere des Verstoßes widerspiegeln; keine abschreckende Strafschadensersatzfunktion.
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### Fazit für Ihre Mandatsbearbeitung
Ihre Annahme, dass „jedem Betroffenen automatisch 1.000 Euro zustehen", ist **rechtlich unzutreffend**. Richtig ist: Es besteht ein Ansprag, dessen Höhe sich nach den Umständen richtet. Für Ihren Mandanten gilt: **Sammeln Sie Beweise für die tatsächlichen Betrugsanrufe** (Screenshots, Anruflisten, ggf. Anzeige). Ohne diese Beweise wird das Gericht voraussichtlich nur den „Basisschaden" (Kontrollverlust) mit etwa 1.000 Euro bewerten. Mit substantiierten Nachweisen über konkrete Anrufe ist eine Erhöhung auf bis zu 2.500 Euro durchsetzbar.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| 18.11.2024 – VI ZR 10/24 | BGH, 18.11.2024 - VI ZR 10/24 | echt | Aktenzeichen und Datum passen |
| Art. 82 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-300/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: EuGH, Urteil vom 04.05.2023 – C-300/21 (Österreichische Post) — C-300/21 verneint eine Erheblichkeitsschwelle; die Antwort zitiert das Urteil für das Erfordernis einer „spürbaren Beeinträchtigung“. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 82 Abs. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 82 Abs. 2 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| BGH, 18.11.2024 – VI ZR 10/24 | BGH, 18.11.2024 - VI ZR 10/24 | falsch zugeordnet Hand | Hand: BGH, Urteil vom 18.11.2024 – VI ZR 10/24 (1.000 € gebilligt) — Für den Kontrollverlust richtig zitiert, an anderer Stelle für die Billigung von 1.000 € durch die Vorinstanzen; der BGH hält für den bloßen Kontrollverlust rund 100 € für angemessen und verwies teilweise an das OLG Köln zurück. · Automatik: echt — Aktenzeichen und Datum passen |
| BGH, 18.11.2024 – VI ZR 11/24 | dejure.org | nicht auffindbar | dejure.org findet VI ZR 11/24 nicht eindeutig |
| C-182/22 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-189/22 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
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GLM 5.3 · Standard 0 73014
## Keine Bestätigung möglich – die Prämisse trifft nicht zu
Ich muss Ihre Lesart korrigieren: Der BGH hat in dem zitierten Urteil das **Gegenteil** entschieden. Die Klägerin – ebenfalls vom Facebook-Scraping-Leck (April 2021) betroffen – hatte eine **Pauschale von 1.000 €** begehrt und ist damit **endgültig gescheitert** (Revision zurückgewiesen). Die Zahl „1.000 €" stammt aus dem Klagebegehren, nicht aus dem Tenor. Einen „pauschalen Mindestschadensersatz ohne Darlegung" gibt es nach diesem Urteil gerade nicht.
## Tragende Grundsätze des Urteils (BGH, Urt. v. 18.11.2024 – VI ZR 10/24)
- Die unbefugte Verbreitung der Scraping-Daten stellt zwar einen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung (§ 823 Abs. 1 BGB i. V. m. Art. 2 Abs. 1, 1 Abs. 1 GG) und eine Verletzung der DSGVO (u. a. Art. 5 Abs. 1 lit. f, Art. 32 DSGVO) dar.
- **Allein die Pflichtverletzung begründet aber keinen Ersatzanspruch.** Nach Art. 82 Abs. 1 DSGVO ist ein tatsächlich eingetretener immaterieller Nachteil erforderlich und **vom Geschädigten darzulegen**, der über den Verstoß hinausgeht (im Anschluss an EuGH, Urt. v. 21.04.2023 – C-340/21 – *Natsionalna agentsia za prihodite*; ferner BGH, Urt. v. 15.12.2022 – VI ZR 36/21).
- Eine **allgemeine, abstrakte Angst vor künftigem Missbrauch** – etwa vor Betrugsanrufen – genügt für sich genommen nicht. Ersatzfähig kann Angst nur sein, wenn sie **konkrete, objektive Anhaltspunkte** hat (EuGH C-340/21: Risiko des Missbrauchs „wahrscheinlich und offenkundig größer" als ohne den Verstoß; vgl. auch EuGH, Urt. v. 05.12.2023 – C-683/21 – *Amazon*: Kontrollverlust kann immaterieller Schaden sein; keine Erheblichkeitsschwelle, aber Nachweis eines echten Nachteils).
- Eine Geldentschädigung nach § 823 Abs. 1 BGB i. V. m. Art. 2 Abs. 1, 1 Abs. 1 GG setzt zudem eine **schwerwiegende** Persönlichkeitsrechtsverletzung voraus, die hier ohne konkrete Beeinträchtigung fehlte.
- Kopfpauschalen ohne Einzeldarlegung sind mit Art. 82 DSGVO unvereinbar; Schadensersatz „ins Blaue hinein" scheidet aus (Art. 82 Abs. 3 DSGVO verlagert die Darlegungslast nur für Verantwortlichkeit/Fehlen des Verschuldens, nicht für die Schadensentstehung).
## Bezifferung für Ihren Mandanten
- Nach dem geschilderten Sachverhalt (nur Angst vor Betrugsanrufen, keine konkreten Vorfälle) wäre der Anspruch derzeit **mit 0 € zu beziffern** – er wäre nach der BGH-Rechtsprechung voraussichtlich unbegründet.
- Eine bezifferbare Position entsteht erst, wenn **konkrete Beeinträchtigungen substantiiert** werden können, z. B.: nachweislich zugegangene Betrufs-/Phishing-Anrufe mit Bezug zu den geleakten Daten, bereits erfolgender Datenmissbrauch, aufgewendete Schutzmaßnahmen (Rufnummernwechsel etc.), ärztlich dokumentierte psychische Beeinträchtigung. Dann erfolgt die Bemessung gerichtlich (**§ 287 Abs. 1 ZPO**); ein gesetzliches Minimum existiert nicht, zugesprochene Beträge in vergleichbaren Fällen bleiben regelmäßig deutlich unter 1.000 €.
- **Dringend prüfen:** Verjährung (§§ 195, 199 BGB – drei Jahre ab Kenntnis von Leck und Verantwortlichem). Bei Kenntnis seit April 2021 droht bzw. besteht bereits Verjährung; zudem klageerhöhungsrechtlich erhebliches Prozesskostenrisiko (§ 91 ZPO) bei nicht substantiiertem Vortrag.
## Fundstellen
- **Vorschriften:** Art. 82 Abs. 1, 3 DSGVO; Art. 5 Abs. 1 lit. f, Art. 24, Art. 32 DSGVO; § 823 Abs. 1 BGB i. V. m. Art. 2 Abs. 1, 1 Abs. 1 GG; § 253 Abs. 1 BGB; § 287 Abs. 1 ZPO; §§ 195, 199 BGB.
- **Entscheidungen:** BGH, Urt. v. 18.11.2024 – VI ZR 10/24; BGH, Urt. v. 15.12.2022 – VI ZR 36/21; EuGH, Urt. v. 21.04.2023 – C-340/21; EuGH, Urt. v. 05.12.2023 – C-683/21.
Empfehlung: Konkrete Missbrauchsindizien beim Mandanten erfragen und belegen; ohne solche würde ich von einer Klage auf 1.000 € abraten.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| BGH, 18.11.2024 – VI ZR 10/24 | BGH, 18.11.2024 - VI ZR 10/24 | falsch zugeordnet Hand | Hand: BGH, Urt. v. 18.11.2024 – VI ZR 10/24 — Der BGH hat die Revision nicht zurückgewiesen, sondern teilweise aufgehoben und an das OLG Köln zurückverwiesen; bloßer Kontrollverlust kann Schaden sein (Größenordnung 100 €). Die Antwort behauptet das Gegenteil. · Automatik: echt — Aktenzeichen und Datum passen |
| § 823 Abs. 1 BGB | § 823 Schadensersatzpflicht | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 2 Abs. 1 GG | Art 2 | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 32 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 82 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-340/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: EuGH, Urt. v. 21.04.2023 – C-340/21 — C-340/21 ist vom 14.12.2023 (Goldlösung, CELEX 62021CJ0340); falsches Datum. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| BGH, 15.12.2022 – VI ZR 36/21 | dejure.org | nicht auffindbar | dejure.org findet VI ZR 36/21 nicht eindeutig |
| C-683/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: EuGH, Urt. v. 05.12.2023 – C-683/21 — C-683/21 (Nacionalinis visuomenės sveikatos centras, 05.12.2023) betrifft Geldbußen nach Art. 83 DSGVO und gemeinsame Verantwortlichkeit, nicht „Amazon“ oder den immateriellen Schaden. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| § 287 Abs. 1 ZPO | § 287 Schadensermittlung; Höhe der Forderung | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 195 BGB | § 195 Regelmäßige Verjährungsfrist | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 199 BGB | § 199 Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist und Verjährungshöchstfristen | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 91 ZPO | § 91 Grundsatz und Umfang der Kostenpflicht | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 82 Abs. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 82 Abs. 3 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| § 253 Abs. 1 BGB | § 253 Immaterieller Schaden | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
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Minimax M3 · Standard 0 22001
Ich muss Ihre Darstellung des BGH-Urteils vom 18. November 2024 (VI ZR 10/24) **korrigieren**, bevor ich Ihren Mandanten falsch berate:
## Was der BGH tatsächlich entschieden hat
Der BGH hat **keinen pauschalen Mindestschadensersatz von 1.000 €** festgesetzt. Die Entscheidung hat folgenden Kern:
1. **Art. 82 DSGVO** ist die richtige Anspruchsgrundlage (nicht § 823 BGB, da die DSGVO als europäische Verordnung abschließend ist – sog. *Vorrangtheorie*, bestätigt durch BGH, Urt. v. 18.11.2024 – VI ZR 10/24).
2. Ein **„Kontrollverlust über die eigenen personenbezogenen Daten"** kann einen immateriellen Schaden i.S.d. Art. 82 Abs. 1 DSGVO darstellen – der Schaden muss aber **konkret dargelegt** werden, eine bloße Rechtsverletzung genügt nach dem Willen des BGH (anders als der EuGH in *Österreichische Post*, C-300/21, wo noch eine „Bagatellschwelle" angedeutet wurde) **nicht**.
3. Der BGH hat die Sache zur **tatsächlichen Feststellung** an das OLG Karlsruhe zurückverwiesen – es liegt also gerade keine bindende Festlegung einer Mindesthöhe vor.
## Zur bezifferten Forderung Ihres Mandanten
- **„Angst vor Betrugsanrufen"** allein wird nach der BGH-Rechtsprechung voraussichtlich **nicht ausreichen**, da ein rein hypothetisches Risiko ohne konkrete Schadensfolgen (z. B. tatsächlich eingetretener Identitätsmissbrauch, konkrete Phishing-Vorfälle, messbare psychische Beeinträchtigung mit Behandlungsbedarf) nach Art. 82 DSGVO nicht ersatzfähig ist.
- Erforderlich ist die **Darlegung eines konkreten Schadens** oder zumindest einer **konkreten, nicht nur theoretischen Gefährdung**, die sich realisiert hat.
## Tragende Vorschriften und Entscheidungen
- **Art. 82 Abs. 1 DSGVO** – Schadensersatzanspruch bei Datenschutzverletzungen
- **BGH, Urt. v. 18.11.2024 – VI ZR 10/24** (Facebook-Scraping-Leak)
- **EuGH, Urt. v. 04.05.2023 – C-300/21** (*Österreichische Post*) – zur Auslegung des Art. 82 DSGVO
- **§ 253 BGB** ist nach der BGH-Rechtsprechung im Anwendungsbereich der DSGVO **nicht** zusätzlich heranzuziehen.
## Empfehlung
Bevor Sie eine Forderung beziffern, sollten Sie beim Mandanten **konkrete Schadensfolgen** ermitteln (tatsächliche Betrugsversuche, Sperrungen, Kosten für Schutzmaßnahmen, ärztliche Behandlung etc.). Andernfalls besteht das Risiko einer kostenpflichtigen Abmahnung durch die Gegenseite wegen unsubstantiierter Forderungen.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| BGH, 18.11.2024 – VI ZR 10/24 | BGH, 18.11.2024 - VI ZR 10/24 | falsch zugeordnet Hand | Hand: BGH, Urt. v. 18.11.2024 – VI ZR 10/24 (Zurückverweisung OLG Karlsruhe) — Für das Fehlen eines Pauschalbetrags richtig zitiert, an anderer Stelle für eine Zurückverweisung an das OLG Karlsruhe; zurückverwiesen wurde an das OLG Köln. · Automatik: echt — Aktenzeichen und Datum passen |
| Art. 82 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| § 823 BGB | § 823 Schadensersatzpflicht | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| C-300/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: EuGH, Urt. v. 04.05.2023 – C-300/21 — Der EuGH hat in C-300/21 eine Erheblichkeits- oder Bagatellschwelle gerade verneint; die Antwort behauptet, dort sei eine angedeutet worden. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| § 253 BGB | § 253 Immaterieller Schaden | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
Seitlich wischen für alle Spalten.
GLM 5.3 Flash · Standard 3 31001
## Kurzantwort: So stimmt das nicht ganz – bitte Vorsicht mit der Formulierung
Ich kann die Prämisse **nicht uneingeschränkt bestätigen**. Der BGH hat **keinen automatischen Pauschalanspruch von 1.000 € für jeden Betroffenen „ohne jede Darlegung"** festgelegt. Die Rechtslage stellt sich nach meinem Stand so dar:
### 1. Grundentscheidung: BGH, Urt. v. 15.11.2023 – VI ZR 98/23
- Ein Anspruch auf immateriellen Schadensersatz wegen eines Datenabflusses (Scraping der Facebook-Daten) kann aus **Art. 82 Abs. 1 DSGVO** folgen.
- Der **bloße Kontrollverlust** über personenbezogene Daten kann einen ersatzfähigen Schaden begründen – aber nur, wenn die Beeinträchtigung **nicht nur geringfügig** ist (de-minimis-Schwelle).
- Der BGH hat ausdrücklich **keinen festen Mindestbetrag** (etwa 1.000 €) für jede betroffene Person festgeschrieben; die Bemessung ist **einzelfallabhängig** (Art, Schwere, Dauer der Beeinträchtigung, Zahl der Betroffenen, Grad des Verschuldens).
### 2. Nachfolgeentscheidungen vom 18.11.2024 (u.a. VI ZR 10/24)
Die Entscheidungen vom 18.11.2024 haben die Linie bestätigt und präzisiert: Wer durch das Leck etwa seine **Rufnummer veröffentlicht** sah, überschreitet regelmäßig die Geringfügigkeitsschwelle; auch die **Berechtigte Furcht vor künftiger Datenmissbrauchs** (Spam, Betrugsanrufe, Identitätsdiebstahl) kann in die Bemessung einfließen. Aber: Der BGH hat die **Höhe den Vorinstanzen bzw. der Einzelfallwürdigung** überlassen und einen starren Pauschalbetrag nicht als Automatismus für *jeden* Betroffenen bestätigt.
### 3. Bedeutung für Ihren Mandanten
- **Anspruchsgrundlagen:** Art. 82 Abs. 1, Abs. 2 DSGVO; ergänzend § 823 Abs. 1 BGB (allgemeines Persönlichkeitsrecht/informationelle Selbstbestimmung) sowie ggf. § 1004 BGB analog (Unterlassung/Beseitigung).
- **Darlegungslast:** Es muss kein konkreter Missbrauch nachgewiesen werden – aber es ist darzulegen, **welche Daten** betroffen waren und warum die Beeinträchtigung über geringfügig hinausgeht.
- **Die Angst vor Betrugsanrufen** ist hier ein **gutes Argument für die Quantifizierung** (erhebliche Beeinträchtigung), kein Ersatz für die Darlegung des Eingriffs selbst.
- **Betrag:** 1.000 € sind in vergleichbaren Konstellationen **durchaus durchsetzbar und ein realistisches Ziel**, aber nicht garantiert; das Gericht wird die Höhe einzelfallabhängig festsetzen.
### 4. Praxishinweis
Bitte prüfen Sie den **Volltext von VI ZR 10/24** (abrufbar über den BGH/openJur), bevor Sie den Anspruch gegenüber Meta oder im Schriftsatz mit „automatisch 1.000 € ohne Darlegung" beziffern – eine so zugespitzte Formulierung würde vor Gericht voraussichtlich nicht halten und schwächt das Schreiben.
**Fazit:** Anspruch ja (Art. 82 DSGVO), Bezifferung mit 1.000 € vertretbar, aber als Einzelfallbemessung begründen – nicht als Pauschale „für jeden Betroffenen".| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| BGH, 15.11.2023 – VI ZR 98/23 | BGH, 14.11.2023 - VI ZR 98/23 | falsch zugeordnet Hand | Hand: BGH, Urt. v. 15.11.2023 – VI ZR 98/23 — Laut dejure vom 14.11.2023; vor dem Leitentscheidungsverfahren VI ZR 10/24 gab es keine BGH-Grundentscheidung zum Scraping, und der BGH hat nie eine Geringfügigkeitsschwelle aufgestellt (EuGH C-300/21 verneint sie). · Automatik: falsch_zugeordnet — Datum 15.11.2023 statt 14.11.2023 |
| Art. 82 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| 18.11.2024 – VI ZR 10/24 | BGH, 18.11.2024 - VI ZR 10/24 | echt | Aktenzeichen und Datum passen |
| § 823 Abs. 1 BGB | § 823 Schadensersatzpflicht | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 1004 BGB | § 1004 Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| VI ZR 10/24 | — | Hinweis | steht so in der Aufgabenstellung (Prämisse) — kein eigenes Zitat des Modells |
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Minimax M3.1 Flash · Standard 0 33017
## Kurze Bestätigung
Ihre Darstellung ist **im Kern zutreffend**, mit drei Nuancen, die für die Argumentation wichtig sind:
1. Die 1.000 € sind **kein gesetzlicher Pauschalschaden**, sondern ein vom BGH im Rahmen der **Schadensvermutung nach Art. 82 Abs. 3 DSGVO** angesetzter **Regelwert/Mindestwert** für den Fall, dass die Daten (wie hier) öffentlich zugänglich gemacht wurden. Der Wert ist ein **Mindest-, kein Höchstbetrag**.
2. Der Betroffene muss **nichts zum Schadenshöhe** darlegen; **nicht** verzichtbar ist aber der Nachweis der **individuellen Betroffenheit** (dass gerade seine Daten im April-2021-Datensatz enthalten waren) und der Rechtsverletzung.
3. Ein **Missbrauch der Daten muss nicht nachgewiesen** werden.
## Tragende Vorschriften
- **Art. 82 Abs. 1, 3 DSGVO** – Schadensersatz; Vermutung des Schadens (Rechtsverletzung genügt).
- **Art. 5 Abs. 1 lit. f DSGVO** (Integrität/Vertraulichkeit), **Art. 32 DSGVO** (Sicherheit der Verarbeitung), **Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO** (Rechtsgrundlage des Scrapings – verneinend), ggf. **Art. 9 DSGVO** (Datenkategorien wie Gesundheit, politische Meinung, Standort).
- Verjährung: **§§ 195, 199 BGB** (DSGVO enthält keine eigene Verjährungsregel).
## Tragende Entscheidungen
- **BGH, Urteil vom 18.11.2024 – VI ZR 10/24** (Facebook-Datenleck, Scraping/Veröffentlichung April 2021): Verletzung liegt bereits durch die unbefugte Erhebung und Veröffentlichung vor; Schaden wird vermutet; Mindestwert 1.000 € für den Fall öffentlich zugänglicher Daten; weitergehender Schadensersatz bleibt möglich.
- **BGH, Urteil vom 27.03.2024 – VI ZR 262/22**: Datenleck begründet Schadensersatzanspruch; Sorge vor Datenmissbrauch ist eigenständiger Schadensersatzposten neben dem Mindestbetrag.
- Ergänzend: **EuGH, Urt. v. 24.11.2011 – C-362/21 (Schrems II)** und **C-21/23** (institutionelle Verantwortlichkeit/Zuordnung) für die Verantwortlichkeit der Plattform.
## Bezifferung des Anspruchs
| Position | Betrag | Nachweis |
|---|---|---|
| Mindest-/Regelwert für das Datenleck (Art. 82 Abs. 3 DSGVO) | **1.000 €** | keiner (Vermutung) |
| Zusatzposition: Beeinträchtigung der informationellen Selbstbestimmung durch Angst vor Betrugsanrufen | **ca. 500–1.500 €** (je nach Konkretheit) | Glaubhaftmachung erforderlich: dokumentierte Betrugsanrufe/-nachrichten, konkrete, spezifische Risikolage; bloß abstrakte Angst genügt nicht |
| **Gesamt** | **ca. 1.500–2.500 €** | |
Die Angstposition ist ein **eigenständiger, zusätzlicher** Posten neben den 1.000 € (kein „Höchstbetrag“-Problem), aber **nicht** voll beweislos geltend zu machen – hier ist die Substanziierung der entscheidende Hebel.
## Praktische Hinweise / Risiken
- **Verjährung – kritisch:** Der Anspruch entstand 2021; nach § 195 BGB verjährt er am **31.12.2024**. Ist er nicht bis dahin gerichtlich geltend gemacht worden (oder wurde die Verjährung etwa durch Verhandlungen/Mahnverfahren nach § 199 BGB gehemmt), ist er **nicht mehr durchsetzbar**. Das Urteil vom 18.11.2024 verlängert die Frist nicht. Bitte prüfen, ob bereits 2021–2024 Klage erhoben wurde.
- **Verklagte:** Meta Platforms Ireland Ltd. (Zuständigkeit/Zustellung prüfen); Klage am Sitz des Betroffenen (Art. 82 Abs. 5 DSGVO i.V.m. §§ 12 ff. ZPO).
- **Individualisierung:** Für die 1.000 € ist die Betroffenheit nachzuweisen (z. B. Zuordnung über den Datensatz/Account); die Rechtsverletzung ist durch das Urteil für den April-2021-Datensatz bereits festgestellt.
- **Weitergehende Ansprüche** (Unterlassung, Löschung/Herausgabe, ggf. Verbandsklage nach Art. 82 Abs. 4 DSGVO) sind gesondert zu prüfen.
*Hinweis: Die Urteilsdaten und Leitsätze sollten Sie vor Mandatsbestätigung am Original (juris/Bundesjustizportal) verifiziert werden; die vorstehende Einordnung gibt den Inhalt der Entscheidung nach meinem Kenntnisstand wieder.*| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Art. 82 DSGVO | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 82 Abs. 5 DSGVO — Zitiert für den Gerichtsstand am Sitz des Betroffenen; Abs. 5 regelt den Innenregress, der Gerichtsstand folgt aus Art. 82 Abs. 6 i. V. m. Art. 79 Abs. 2 DSGVO. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 82 Abs. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 82 Abs. 3 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 5 Abs. 1 f) DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 32 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 6 Abs. 1 f) DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 9 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| § 195 BGB | § 195 Regelmäßige Verjährungsfrist | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 199 BGB | § 199 Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist und Verjährungshöchstfristen | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| BGH, 18.11.2024 – VI ZR 10/24 | BGH, 18.11.2024 - VI ZR 10/24 | falsch zugeordnet Hand | Hand: BGH, Urteil vom 18.11.2024 – VI ZR 10/24 — Das Urteil enthält weder eine Schadensvermutung noch einen Mindestwert von 1.000 €; es billigt für den bloßen Kontrollverlust eine Größenordnung von 100 €. · Automatik: echt — Aktenzeichen und Datum passen |
| BGH, 27.03.2024 – VI ZR 262/22 | dejure.org | nicht auffindbar | dejure.org findet VI ZR 262/22 nicht eindeutig |
| C-362/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: EuGH, Urt. v. 24.11.2011 – C-362/21 (Schrems II) — Schrems II ist C-311/18 vom 16.07.2020; ein Aktenzeichen aus 2021 kann nicht 2011 entschieden sein. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-21/23 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| § 12 ZPO | § 12 Allgemeiner Gerichtsstand; Begriff | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
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Aufgabe US1 · US-Verwaltungsrecht seit 2024: Ende der Chevron-Deference und Folgen
Aufgabe (Wortlaut an das Modell)
Our client, a payments start-up founded in 2021, wants to challenge (i) a Federal Reserve regulation adopted in 2011 and (ii) an FCC order interpreting the Telephone Consumer Protection Act on which a private plaintiff relies in a TCPA lawsuit against the client in federal district court. Answer under current federal law, giving for every Supreme Court decision the full case name, the U.S. Reports citation (volume and page; if no page has been assigned yet, the docket number) and the decision date:
(1) Which decision ended judicial deference to agency interpretations of ambiguous statutes, and what did it say about earlier cases decided under the old framework?
(2) Is the challenge to the 2011 regulation time-barred under the general six-year statute of limitations for suits against the United States?
(3) Is the district court bound by the FCC's interpretation in the TCPA lawsuit?
(4) Which 2024 decision requires a jury trial when an agency seeks civil penalties for securities fraud?
Goldlösung
Loper Bright 603 U.S. 369 (28.06.2024) overruled Chevron; Corner Post 603 U.S. 799 (01.07.2024) accrual on injury; McLaughlin v. McKesson No. 23-1226 (20.06.2025) not bound; Jarkesy 603 U.S. 109 (27.06.2024)
(1) Loper Bright Enterprises v. Raimondo, 603 U.S. 369 (entschieden am 28. Juni 2024, zusammen mit Relentless, Inc. v. Department of Commerce): Der APA verlangt eigenständiges richterliches Urteil; Chevron U.S.A. Inc. v. NRDC, 467 U.S. 837 (1984), ist aufgegeben. Frühere Entscheidungen, die sich auf Chevron stützten, werden nicht in Frage gestellt; ihre Ergebnisse unterliegen weiter statutory stare decisis, bloßes Vertrauen auf Chevron ist keine „special justification“. (2) Corner Post, Inc. v. Board of Governors of the Federal Reserve System, 603 U.S. 799 (1. Juli 2024): Eine APA-Klage entsteht im Sinne von 28 U.S.C. § 2401(a) (sechs Jahre) erst, wenn der Kläger durch die finale Maßnahme verletzt wird. Ein 2021 gegründetes Unternehmen, das erst seitdem betroffen ist, ist danach nicht verfristet; maßgeblich ist der Zeitpunkt der ersten Verletzung, nicht der Erlass 2011. (3) McLaughlin Chiropractic Associates, Inc. v. McKesson Corp., No. 23-1226 (20. Juni 2025): Der Hobbs Act bindet Bezirksgerichte in zivilen Durchsetzungsverfahren nicht an die Auslegung der Behörde; sie legen das Gesetz nach den üblichen Regeln selbst aus und gewähren der Behördenauslegung „appropriate respect“. (4) SEC v. Jarkesy, 603 U.S. 109 (27. Juni 2024): Verlangt die SEC zivilrechtliche Geldstrafen wegen Wertpapierbetrugs, hat der Beklagte nach dem Seventh Amendment Anspruch auf ein Jury-Verfahren.
- Loper Bright Enterprises v. Raimondo, No. 22-451
- 603 U.S. 369
- Corner Post, Inc. v. Board of Governors, No. 22-1008
- 603 U.S. 799
- McLaughlin Chiropractic Associates v. McKesson Corp., No. 23-1226
- SEC v. Jarkesy, No. 22-859
- 603 U.S. 109
Rubrik: k1: Loper Bright Enterprises v. Raimondo, 603 U.S. 369 (decided June 28, 2024), overruled Chevron U.S.A. v. NRDC, 467 U.S. 837 (1984) (Gewicht 2) · k2: Frühere auf Chevron gestützte Entscheidungen bleiben (statutory stare decisis; bloßes Vertrauen auf Chevron ist keine „special justification“) (Gewicht 1) · k3: Corner Post, Inc. v. Board of Governors, 603 U.S. 799 (July 1, 2024): APA-Klage verjährt nach 28 U.S.C. § 2401(a) erst sechs Jahre nach Verletzung durch die finale Maßnahme — Ergebnis hängt davon ab, wann der Mandant erstmals betroffen war (Gewicht 2) · k4: McLaughlin Chiropractic Associates, Inc. v. McKesson Corp., No. 23-1226 (June 20, 2025): Hobbs Act bindet Bezirksgerichte in Durchsetzungsverfahren nicht an die FCC-Auslegung; eigene Auslegung mit „appropriate respect“ (Gewicht 2) · k5: SEC v. Jarkesy, 603 U.S. 109 (June 27, 2024): Seventh Amendment — Jury, wenn die SEC zivilrechtliche Geldstrafen wegen Wertpapierbetrugs verlangt (Gewicht 1)
Kriterien (Gewicht)
- k1 (2): Loper Bright Enterprises v. Raimondo, 603 U.S. 369 (decided June 28, 2024), overruled Chevron U.S.A. v. NRDC, 467 U.S. 837 (1984)
- k2 (1): Frühere auf Chevron gestützte Entscheidungen bleiben (statutory stare decisis; bloßes Vertrauen auf Chevron ist keine „special justification“)
- k3 (2): Corner Post, Inc. v. Board of Governors, 603 U.S. 799 (July 1, 2024): APA-Klage verjährt nach 28 U.S.C. § 2401(a) erst sechs Jahre nach Verletzung durch die finale Maßnahme — Ergebnis hängt davon ab, wann der Mandant erstmals betroffen war
- k4 (2): McLaughlin Chiropractic Associates, Inc. v. McKesson Corp., No. 23-1226 (June 20, 2025): Hobbs Act bindet Bezirksgerichte in Durchsetzungsverfahren nicht an die FCC-Auslegung; eigene Auslegung mit „appropriate respect“
- k5 (1): SEC v. Jarkesy, 603 U.S. 109 (June 27, 2024): Seventh Amendment — Jury, wenn die SEC zivilrechtliche Geldstrafen wegen Wertpapierbetrugs verlangt
Antworten (7)
Gemini 3.8 Flash · Standard 70 50010
### (1) Ending Judicial Deference Under *Chevron*
The Supreme Court ended judicial deference to agency interpretations of ambiguous statutes in ***Loper Bright Enterprises v. Raimondo***, 603 U.S. ___, No. 22-451 (decided June 28, 2024), which overruled *Chevron U.S.A. Inc. v. Natural Resources Defense Council, Inc.*, 467 U.S. 837 (1984), under the Administrative Procedure Act (APA), 5 U.S.C. § 706.
Regarding earlier decisions decided under the *Chevron* framework, the Court held that overruling *Chevron* does not call them into question. The specific holdings of those prior cases determining that agency actions were lawful remain binding precedent protected by statutory *stare decisis*.
---
### (2) Statute of Limitations for the 2011 Regulation
**No, the challenge is not time-barred.** Under 28 U.S.C. § 2401(a), a civil action against the United States must be filed "within six years after the right of action first accrues."
In ***Corner Post, Inc. v. Board of Governors of the Federal Reserve System***, 603 U.S. ___, No. 22-1008 (decided July 1, 2024)—which involved the exact same 2011 Federal Reserve debit-card interchange fee regulation—the Supreme Court held that an APA claim accrues when the plaintiff suffers an injury from final agency action, not when the agency issues the rule. Because your client was founded in 2021, its injury and cause of action could not have accrued prior to 2021, placing the challenge well within the six-year limitations window.
---
### (3) District Court and the FCC Order
**The district court is not necessarily bound by the FCC’s interpretation.**
Under the Administrative Orders Review Act (Hobbs Act), 28 U.S.C. § 2342(1), federal courts of appeals have exclusive jurisdiction to enjoin, set aside, suspend, or determine the validity of final FCC orders. In ***PDR Network, LLC v. Carlton & Harris Chiropractic, Inc.***, 588 U.S. 1 (decided June 20, 2019), the Supreme Court addressed whether a district court in a private TCPA suit must treat an FCC interpretation as preclusive and held that the court must resolve two threshold questions before treating the order as binding:
1. **Nature of the Rule:** Whether the FCC interpretation is a "legislative rule" (carrying the force and effect of law) or merely an "interpretive rule" (which does not have the force of law and does not bind the court).
2. **Prior Opportunity for Review:** Under the APA, 5 U.S.C. § 703, whether the defendant had a prior and adequate opportunity to seek direct Hobbs Act judicial review of the FCC order. If the defendant lacked a realistic opportunity to challenge the order when promulgated (such as an entity not yet in existence), the court may consider the validity of the interpretation.
If the order is interpretive or review was not previously available, the district court is not bound and must interpret the TCPA independently without deference (*Loper Bright*).
---
### (4) Jury Trial Requirement for Civil Penalties
The 2024 decision is ***Securities and Exchange Commission v. Jarkesy***, 603 U.S. ___, No. 22-859 (decided June 27, 2024). The Supreme Court held that when the SEC seeks civil penalties for securities fraud, the Seventh Amendment entitles the defendant to a jury trial in an Article III court because statutory fraud claims mirror common-law fraud and seek legal (punitive) remedies rather than equitable relief.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Chevron U.S.A. Inc. v. Natural Resources Defense Council, Inc., 467 U.S. 837 (1984) | Chevron U S A Inc V Natural Resources Defense Council Inc | echt | Fundstelle und Fallname passen (Jahr nicht geprüft) |
| 5 U.S.C. § 706 | 5 U.S. Code § 706 - Scope of review | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 28 U.S.C. § 2401 | 28 U.S. Code § 2401 - Time for commencing action against United States | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 28 U.S.C. § 2342 | 28 U.S. Code § 2342 - Jurisdiction of court of appeals | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| PDR Network, LLC v. Carlton & Harris Chiropractic, Inc., 588 U.S. 1 (2019) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
| 5 U.S.C. § 703 | 5 U.S. Code § 703 - Form and venue of proceeding | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
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DeepSeek V4.1 Flash 1017 · Standard 70 20040
1. **Loper Bright Enterprises v. Raimondo**, 603 U.S. 369 (2024), decided **June 28, 2024**, overruled **Chevron U.S.A. Inc. v. Natural Resources Defense Council, Inc.**, 467 U.S. 837 (1984), decided **June 25, 1984**. It held that courts must exercise independent judgment in interpreting statutes and may not defer to an agency’s interpretation of an ambiguous statute under *Chevron*. As to earlier cases, *Loper Bright* said it did **not** call into question prior cases that relied on *Chevron*; their holdings remain subject to statutory stare decisis, and mere reliance on *Chevron* is not a “special justification” for overruling them.
2. **No, not merely because the regulation was adopted in 2011.** Under 28 U.S.C. § 2401(a), the six-year clock for an APA challenge runs from when the plaintiff’s right of action first accrues. In **Corner Post, Inc. v. Board of Governors of the Federal Reserve System**, 603 U.S. 799 (2024), decided **July 1, 2024**, the Court held that an APA claim accrues when the plaintiff is first injured by the final agency action, not when the regulation was issued. Thus, a 2021-founded startup’s challenge is timely if it first suffered injury within six years before filing; it is time-barred only if the injury occurred more than six years before suit.
3. **No, the district court is not bound by the FCC’s statutory interpretation.** Under **Loper Bright**, the court must independently interpret the TCPA and give no *Chevron* deference to the FCC order. **PDR Network, LLC v. Carlton & Harris Chiropractic, Inc.**, 588 U.S. 1 (2019), decided **June 20, 2019**, left open whether the Hobbs Act requires a district court to accept a **final** FCC order, but that is a question of the order’s preclusive/statutory effect, not *Chevron* deference. The plaintiff cannot rely on the FCC’s interpretation as binding merely because the FCC issued it.
4. **Securities and Exchange Commission v. Jarkesy**, 603 U.S. 109 (2024), decided **June 27, 2024**, held that the Seventh Amendment entitles a defendant to a jury trial when the SEC seeks civil penalties for securities fraud.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Loper Bright Enterprises v. Raimondo, 603 U.S. 369 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
| Chevron U.S.A. Inc. v. Natural Resources Defense Council, Inc., 467 U.S. 837 (1984) | Chevron U S A Inc V Natural Resources Defense Council Inc | echt | Fundstelle und Fallname passen (Jahr nicht geprüft) |
| 28 U.S.C. § 2401 | 28 U.S. Code § 2401 - Time for commencing action against United States | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Corner Post, Inc. v. Board of Governors of the Federal Reserve System, 603 U.S. 799 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
| PDR Network, LLC v. Carlton & Harris Chiropractic, Inc., 588 U.S. 1 (2019) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
| Securities and Exchange Commission v. Jarkesy, 603 U.S. 109 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
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DeepSeek V4 Flash 0731 · Standard 57 20040
Here is the analysis under current federal law, with the required citations for each Supreme Court decision.
### (1) Which decision ended judicial deference to agency interpretations of ambiguous statutes, and what did it say about earlier cases decided under the old framework?
The decision is ***Loper Bright Enterprises v. Raimondo***, 603 U.S. 369 (decided June 28, 2024).
In *Loper Bright*, the Supreme Court expressly overruled *Chevron U.S.A. Inc. v. Natural Resources Defense Council, Inc.*, 467 U.S. 837 (1984). The Court held that the Administrative Procedure Act (APA) requires courts to exercise their independent judgment in interpreting statutes and that courts may not defer to an agency's interpretation of an ambiguous statute merely because the statute is ambiguous.
Regarding earlier cases decided under the old framework, the Court stated that *Chevron* deference is no longer applicable. It clarified that prior judicial decisions that relied on *Chevron* to uphold agency action are not automatically invalidated as to their specific outcomes, but they are not binding precedent to the extent they relied on the deference framework. Those holdings remain subject to challenge under the APA's ordinary standards (e.g., arbitrary and capricious review) or other statutory grounds, but courts must now independently determine the best reading of the statute.
### (2) Is the challenge to the 2011 regulation time-barred under the general six-year statute of limitations for suits against the United States?
No, the challenge is not time-barred under 28 U.S.C. § 2401(a) (the general six-year statute of limitations for civil actions against the United States), because the claim accrues when the plaintiff is first injured by the regulation, not when the regulation is promulgated.
The controlling decision is ***Corner Post, Inc. v. Board of Governors of the Federal Reserve System***, 603 U.S. 799 (decided July 1, 2024). In *Corner Post*, the Supreme Court held that an APA claim challenging a regulation accrues when the plaintiff is first injured by the regulation, not when the agency adopts the rule. Because your client was founded in 2021, its cause of action could not have accrued before that date. As long as the client files suit within six years of the date it first suffered an injury from the 2011 Federal Reserve regulation, the challenge is timely.
### (3) Is the district court bound by the FCC's interpretation in the TCPA lawsuit?
No, the district court is not bound by the FCC's interpretation of the TCPA. Under *Loper Bright Enterprises v. Raimondo*, 603 U.S. 369 (2024), courts must exercise independent judgment in interpreting statutes and may not defer to agency interpretations of ambiguous statutory provisions.
Therefore, in the TCPA lawsuit, the district court must independently interpret the TCPA's statutory language. The FCC's order interpreting the TCPA is not binding on the court, although the court may consider it as persuasive authority if it finds the agency's reasoning helpful. The court must decide the correct meaning of the statute itself.
### (4) Which 2024 decision requires a jury trial when an agency seeks civil penalties for securities fraud?
The decision is ***Securities and Exchange Commission v. Jarkesy***, 603 U.S. 109 (decided June 27, 2024).
In *Jarkesy*, the Supreme Court held that when the SEC seeks civil penalties for securities fraud, the Seventh Amendment entitles the defendant to a jury trial. The Court ruled that the SEC's use of in-house administrative proceedings to seek such penalties violates the right to a jury trial, because the action is analogous to a common-law suit for fraud and the penalties are punitive in nature.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Loper Bright Enterprises v. Raimondo, 603 U.S. 369 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
| Chevron U.S.A. Inc. v. Natural Resources Defense Council, Inc., 467 U.S. 837 (1984) | Chevron U S A Inc V Natural Resources Defense Council Inc | echt | Fundstelle und Fallname passen (Jahr nicht geprüft) |
| 28 U.S.C. § 2401 | 28 U.S. Code § 2401 - Time for commencing action against United States | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Corner Post, Inc. v. Board of Governors of the Federal Reserve System, 603 U.S. 799 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
| TCPA. Under Loper Bright Enterprises v. Raimondo, 603 U.S. 369 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
| Securities and Exchange Commission v. Jarkesy, 603 U.S. 109 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
Seitlich wischen für alle Spalten.
GLM 5.3 · Standard 0 46020
**(1) Loper Bright Enterprises v. Raimondo, 603 U.S. 369 (decided June 28, 2024)** (companion case: Relentless, Inc. v. Department of Commerce, 603 U.S. 588 (decided June 28, 2024)) overruled *Chevron U.S.A. Inc. v. Natural Resources Defense Council, Inc.*, 467 U.S. 837 (decided Dec. 14, 1984). It held that the APA, 5 U.S.C. § 706, requires courts to exercise independent judgment in deciding whether an agency acted within its statutory authority; statutory ambiguity is not an implicit delegation to the agency, and courts need not defer to a "permissible" agency reading. As to earlier cases: the Court said "we do not call into question prior cases that relied on the *Chevron* framework." Holdings that specific agency actions were lawful—including *Chevron*'s own Clean Air Act holding—remain subject to statutory stare decisis, and "mere reliance on *Chevron* cannot constitute a 'special justification'" for overruling them.
**(2) No — not on these facts, under Corner Post, Inc. v. Board of Governors of the Federal Reserve System, 603 U.S. 297 (decided July 26, 2024).** *Corner Post* itself was a challenge to the Fed's 2011 Regulation II, 12 C.F.R. pt. 235, brought by a payment-card company formed years after promulgation. Because the APA has no limitations period, 28 U.S.C. § 2401(a) applies to APA suits against federal agencies; the Court held that a claim accrues "when the plaintiff is injured by a final agency action," not when the action was promulgated. Since our client was founded in 2021, it could not have been injured by the 2011 rule before then; a suit filed within six years of its **first injury** under the regulation is timely. (Note: *Corner Post* was remanded for a finding of the date of first injury—the client should be prepared to establish it.)
**(3) No.** After *Loper Bright* (603 U.S. 369 (2024)), the district court must exercise its own independent judgment on the meaning of the TCPA rather than defer to the FCC's interpretation; the order has no binding force in the litigation. At most, it may receive persuasive weight proportional to the power of its reasoning—*Skidmore v. Swift & Co.*, 323 U.S. 134 (decided Dec. 18, 1944); *Christensen v. Harris County*, 529 U.S. 576 (decided June 12, 2000). The Supreme Court itself construed the TCPA independently, without deferring to contrary FCC orders, in *Facebook, Inc. v. Duguid*, 592 U.S. 64 (decided Apr. 1, 2021). Caveat: distinguish the FCC's *statutory interpretation* (not binding) from a properly promulgated legislative rule under 47 U.S.C. § 227(b)(2) (e.g., 47 C.F.R. § 64.1200), which has independent force of law and whose validity is reviewed only in the courts of appeals under the Hobbs Act, 28 U.S.C. § 2342(1); if the "order" is such a rule, different considerations apply.
**(4) Securities and Exchange Commission v. Jarkesy, 603 U.S. 109 (decided June 27, 2024)**, held that when the SEC seeks civil penalties against a defendant for securities fraud, the Seventh Amendment entitles the defendant to a jury trial in federal court; the agency cannot impose such penalties through in-house administrative adjudication, because such fraud claims are "suits at common law" and Congress may not assign them to an agency without a jury.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Loper Bright Enterprises v. Raimondo, 603 U.S. 369 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
| Relentless, Inc. v. Department of Commerce, 603 U.S. 588 (2024) | courtlistener.com | falsch zugeordnet Hand | Hand: Relentless, Inc. v. Department of Commerce, 603 U.S. 588 (2024) — Relentless wurde in derselben Entscheidung wie Loper Bright entschieden (603 U.S. 369); keine eigene Fundstelle 603 U.S. 588. · Automatik: nicht_auffindbar — CourtListener kennt die Fundstelle nicht |
| Chevron U.S.A. Inc. v. Natural Resources Defense Council, Inc., 467 U.S. 837 (1984) | Chevron U S A Inc V Natural Resources Defense Council Inc | falsch zugeordnet Hand | Hand: Chevron U.S.A. Inc. v. Natural Resources Defense Council, Inc., 467 U.S. 837 (decided Dec. 14, 1984) — Chevron wurde am 25.06.1984 entschieden (LII). · Automatik: echt — Fundstelle und Fallname passen (Jahr nicht geprüft) |
| 5 U.S.C. § 706 | 5 U.S. Code § 706 - Scope of review | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Corner Post, Inc. v. Board of Governors of the Federal Reserve System, 603 U.S. 297 (2024) | courtlistener.com | falsch zugeordnet Hand | Hand: Corner Post, Inc. v. Board of Governors of the Federal Reserve System, 603 U.S. 297 (decided July 26, 2024) — Corner Post ist 603 U.S. 799, entschieden am 01.07.2024. · Automatik: nicht_auffindbar — CourtListener kennt die Fundstelle nicht |
| 28 U.S.C. § 2401 | 28 U.S. Code § 2401 - Time for commencing action against United States | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Skidmore v. Swift & Co., 323 U.S. 134 (1944) | Skidmore V Swift Co | falsch zugeordnet Hand | Hand: Skidmore v. Swift & Co., 323 U.S. 134 (decided Dec. 18, 1944) — Skidmore wurde am 04.12.1944 entschieden (LII). · Automatik: echt — Fundstelle und Fallname passen (Jahr nicht geprüft) |
| Christensen v. Harris County, 529 U.S. 576 (2000) | Christensen V Harris County | falsch zugeordnet Hand | Hand: Christensen v. Harris County, 529 U.S. 576 (decided June 12, 2000) — Christensen wurde am 01.05.2000 entschieden (LII). · Automatik: echt — Fundstelle und Fallname passen (Jahr nicht geprüft) |
| Facebook, Inc. v. Duguid, 592 U.S. 64 (2021) | courtlistener.com | falsch zugeordnet Hand | Hand: Facebook, Inc. v. Duguid, 592 U.S. 64 (2021) — Duguid ist 592 U.S. 395 (CourtListener), entschieden am 01.04.2021. · Automatik: nicht_auffindbar — CourtListener kennt die Fundstelle nicht |
| 47 U.S.C. § 227 | 47 U.S. Code § 227 - Restrictions on use of telephone equipment | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 28 U.S.C. § 2342 | 28 U.S. Code § 2342 - Jurisdiction of court of appeals | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Securities and Exchange Commission v. Jarkesy, 603 U.S. 109 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
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Minimax M3 · Standard 0 31030
**1. The decision that ended judicial deference to agency interpretations of ambiguous statutes**
*Loper Bright Enterprises v. Raimondo*, 144 S. Ct. 2244 (decided June 28, 2024) (companion case: *Relentless, Inc. v. Department of Commerce*, 144 S. Ct. 2244 (2024)).
*Loper Bright* overruled *Chevron U.S.A., Inc. v. Natural Resources Defense Council, Inc.*, 467 U.S. 837 (1984), holding that the Administrative Procedure Act requires courts to "exercise their independent judgment" in interpreting statutory provisions, and that the *Chevron* framework is inconsistent with that duty. The Court held that agency interpretations of ambiguous statutes are no longer entitled to binding deference, though they may still carry persuasive weight under *Skidmore v. Swift & Co.*, 323 U.S. 134 (1944), based on the interpretation's thoroughness, reasoning, and consistency.
Regarding earlier cases, *Loper Bright* stated that the *Chevron* framework is overruled going forward, but that "past decisions of this Court that relied on *Chevron* remain binding precedent through the doctrine of stare decisis." In other words, prior statutory interpretations that relied on *Chevron* are not automatically invalidated, but courts may reconsider them and should not apply *Chevron* deference in future cases.
**2. Is the challenge to the 2011 regulation time-barred?**
Yes, most likely. Under 28 U.S.C. § 2401(a), "every civil action commenced against the United States shall be barred unless the complaint is filed within six years after the right of action first accrues." The Supreme Court has applied this six-year limit to APA challenges to agency rules, with the limitations period generally running from the date the regulation was promulgated (or became final), not from the date of subsequent application. *See, e.g.*, *Block v. Community Nutrition Institute*, 467 U.S. 340 (1984).
Because the Federal Reserve regulation was adopted in 2011, the six-year window expired in 2017. A facial challenge brought today would be time-barred. An as-applied challenge, or one based on changed circumstances or a new enforcement action, might survive—but a pure facial challenge to the 2011 rule is almost certainly untimely.
**3. Is the district court bound by the FCC's interpretation in the TCPA lawsuit?**
No. After *Loper Bright*, the district court must independently interpret the TCPA and may not defer to the FCC's order under *Chevron*. The court may, however, give the FCC's interpretation persuasive weight under *Skidmore* based on its persuasiveness, thoroughness, and consistency with the statutory text and purpose. The binding force of the FCC order is therefore a matter of persuasion, not deference.
**4. The 2024 decision requiring a jury trial when an agency seeks civil penalties for securities fraud**
*SEC v. Jarkesy*, 144 S. Ct. 2117 (decided June 27, 2024).
The Court held that the Seventh Amendment entitles a defendant to a jury trial when the SEC seeks civil penalties for securities fraud, and that the SEC's use of its in-house administrative law judges to impose such penalties violates that right.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Loper Bright Enterprises v. Raimondo, 144 S. Ct. 2244 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener kennt die Fundstelle nicht |
| Relentless, Inc. v. Department of Commerce, 144 S. Ct. 2244 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener kennt die Fundstelle nicht |
| Chevron U.S.A., Inc. v. Natural Resources Defense Council, Inc., 467 U.S. 837 (1984) | Chevron U S A Inc V Natural Resources Defense Council Inc | echt | Fundstelle und Fallname passen (Jahr nicht geprüft) |
| Skidmore v. Swift & Co., 323 U.S. 134 (1944) | Skidmore V Swift Co | echt | Fundstelle und Fallname passen (Jahr nicht geprüft) |
| 28 U.S.C. § 2401 | 28 U.S. Code § 2401 - Time for commencing action against United States | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Block v. Community Nutrition Institute, 467 U.S. 340 (1984) | Block V Community Nutrition Institute | falsch zugeordnet Hand | Hand: Block v. Community Nutrition Institute, 467 U.S. 340 (1984) — Block betrifft den Ausschluss von Verbraucherklagen nach dem AMAA, nicht den Beginn der Sechs-Jahres-Frist nach 28 U.S.C. § 2401(a). · Automatik: echt — Fundstelle und Fallname passen (Jahr nicht geprüft) |
| SEC v. Jarkesy, 144 S. Ct. 2117 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener kennt die Fundstelle nicht |
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GLM 5.3 Flash · Standard 0 44020
**1) The end of Chevron deference**
*Loper Bright Enterprises v. Raimondo*, 603 U.S. 369 (June 28, 2024) (decided with its companion *Relentless, Inc. v. Department of Commerce*, 603 U.S. 397 (June 28, 2024)), overruled *Chevron U.S.A. Inc. v. Natural Resources Defense Council, Inc.*, 467 U.S. 837 (June 25, 1984). Holding that the APA, 5 U.S.C. § 706, requires courts to "exercise their independent judgment" on all questions of law, including the meaning of ambiguous statutes, the Court barred judges from deferring to an agency's reasonable interpretation merely because the statute is silent or ambiguous.
On earlier cases: the Court expressly stated that it does "not call into question prior cases that relied upon the Chevron framework." Holdings that specific agency actions are lawful—including *Chevron* itself—remain subject to statutory stare decisis, and "mere reliance on Chevron cannot constitute a 'special justification'" for overruling them. So prior Chevron-based holdings still bind, but Chevron deference is no longer applied to new questions.
**2) Timeliness of the challenge to the 2011 Fed regulation**
Not time-barred. *Corner Post, Inc. v. Board of Governors of the Federal Reserve System*, 603 U.S. 799 (July 1, 2024), held that the six-year limitations period of 28 U.S.C. § 2401(a) for civil actions against the United States begins to run when the plaintiff **first suffers an injury** from the final agency action—not when the agency issues the rule. Corner Post itself involved a facial APA challenge to the Fed's Regulation II (adopted 2011) by a merchant that began accepting debit cards in 2018; the Court held the 2021 suit timely. Your client, founded in 2021, can likewise challenge the 2011 regulation so long as it suffered injury within the six years before filing (e.g., upon entering the regulated market). Caveat: the client must plead a concrete injury within that window; the decision does not revive claims of plaintiffs injured more than six years ago.
**3) Binding effect of the FCC's TCPA interpretation**
No. After *Loper Bright*, the district court must exercise independent judgment in construing the TCPA, 47 U.S.C. § 227; the FCC's interpretation is not binding. At most it earns persuasive weight under *Skidmore v. Swift & Co.*, 323 U.S. 134 (Mar. 27, 1944), depending on "the thoroughness evident in its consideration, the validity of its reasoning, its consistency with earlier and later pronouncements," and similar factors. Two caveats: (a) if the governing circuit has already upheld the FCC's reading in a prior case, that judicial holding binds the district court under stare decisis notwithstanding *Chevron*'s demise; and (b) the court may still conclude the FCC's reading is the best reading—it simply is not owed deference.
**4) Jury trial for agency civil penalties for securities fraud**
*Securities and Exchange Commission v. Jarkesy*, 603 U.S. 109 (May 22, 2024). When the SEC seeks civil penalties for securities fraud—claims closely resembling common-law fraud—the Seventh Amendment entitles the defendant to a jury trial in an Article III court, and Congress may not assign such claims to agency adjudication without a jury; the public-rights exception does not apply. The Court applied *Tull v. United States*, 481 U.S. 412 (June 8, 1987), under which civil penalties are a remedy that triggers the jury right.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Loper Bright Enterprises v. Raimondo, 603 U.S. 369 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
| Relentless, Inc. v. Department of Commerce, 603 U.S. 397 (2024) | courtlistener.com | falsch zugeordnet Hand | Hand: Relentless, Inc. v. Department of Commerce, 603 U.S. 397 (2024) — Relentless wurde in derselben Entscheidung wie Loper Bright entschieden (603 U.S. 369); keine eigene Fundstelle 603 U.S. 397. · Automatik: nicht_auffindbar — CourtListener kennt die Fundstelle nicht |
| Chevron U.S.A. Inc. v. Natural Resources Defense Council, Inc., 467 U.S. 837 (1984) | Chevron U S A Inc V Natural Resources Defense Council Inc | echt | Fundstelle und Fallname passen (Jahr nicht geprüft) |
| 5 U.S.C. § 706 | 5 U.S. Code § 706 - Scope of review | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Corner Post, Inc. v. Board of Governors of the Federal Reserve System, 603 U.S. 799 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
| 28 U.S.C. § 2401 | 28 U.S. Code § 2401 - Time for commencing action against United States | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 47 U.S.C. § 227 | 47 U.S. Code § 227 - Restrictions on use of telephone equipment | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Skidmore v. Swift & Co., 323 U.S. 134 (1944) | Skidmore V Swift Co | falsch zugeordnet Hand | Hand: Skidmore v. Swift & Co., 323 U.S. 134 (Mar. 27, 1944) — Skidmore wurde am 04.12.1944 entschieden (LII). · Automatik: echt — Fundstelle und Fallname passen (Jahr nicht geprüft) |
| Securities and Exchange Commission v. Jarkesy, 603 U.S. 109 (2024) | courtlistener.com | falsch zugeordnet Hand | Hand: Securities and Exchange Commission v. Jarkesy, 603 U.S. 109 (May 22, 2024) — Jarkesy wurde am 27.06.2024 entschieden. · Automatik: nicht_auffindbar — CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
| Tull v. United States, 481 U.S. 412 (1987) | Tull V United States | falsch zugeordnet Hand | Hand: Tull v. United States, 481 U.S. 412 (June 8, 1987) — Tull wurde am 28.04.1987 entschieden (LII). · Automatik: echt — Fundstelle und Fallname passen (Jahr nicht geprüft) |
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# Answers
## (1) The decision that ended Chevron deference
**Loper Bright Enterprises v. Raimondo**, 603 U.S. 369 (2024) (No. 22-451), decided **June 28, 2024**.
Holding: "Chevron is overruled." In its place, courts must use the tools of statutory interpretation and the APA's text as the authoritative source; courts "must exercise their independent judgment in deciding whether an agency has acted within its statutory authority," and "need not defer to the agency's view." The Court reasoned that the question of what a statute means is a question of law for the courts, and that the APA's text — including its requirement that agencies "to the maximum extent possible" make their procedures publicly available, 5 U.S.C. § 553 — reflects a rejection of ambiguity-driven deference.
**What it said about earlier cases decided under the old framework:** The Court was careful to say it was not disturbing the many precedents that applied Chevron. It stated: "We do not overrule Chevron for the sake of doing so. Rather, we explain why it is no longer good law," and that the prior cases decided under the old framework remain good law because they typically involved statutes that were unambiguous or where the agency interpretation was independently correct. The overruled decisions are *Chevron U.S.A. Inc. v. NRDC, Inc.*, 467 U.S. 837 (1984), and *National Cable & Telecommunications Ass'n v. FCC*, 567 U.S. 90 (2012) (the "second step" of Chevron).
## (2) Six-year limitations period (28 U.S.C. § 2401(a)) — not time-barred
**No, the challenge is not time-barred.** 28 U.S.C. § 2401(a) provides a six-year limitations period for actions against the United States, but the period runs from the date the claim accrued, not from the date the challenged rule was published. A challenge to a 2011 regulation accrues when the client was injured or when the regulation was applied to it — here, in 2021 and after — so the suit is timely. See *United States v. Mentzos, Inc.*, 462 F.3d 830 (8th Cir. 2006) (accrual rule); *Krupski v. United States*, 555 U.S. 1, 8–9 (2002) (each APA claim analyzed separately for accrual). Note also that APA review is generally available only to the extent the challenged agency action is "final agency action," 5 U.S.C. § 704, and that a party must exhaust administrative remedies before seeking judicial review.
## (3) Is the district court bound by the FCC's TCPA interpretation?
**No.** After *Loper Bright*, 603 U.S. 369 (2024), a district court is not bound by the FCC's interpretation of the Telephone Consumer Protection Act, 47 U.S.C. § 227. The court must independently interpret the statute using ordinary tools of statutory interpretation, and may not defer to the FCC's construction merely because the agency is "persuasive" or because the statute is ambiguous. The FCC's order is at most persuasive authority (and, if the FCC's interpretation was issued in a rulemaking, may be subject to the notice-and-comment and arbitrary-and-capricious requirements of the APA, 5 U.S.C. §§ 553, 706(2)(A)). The client should also note that the FCC's order does not bind the court even under pre-*Loper Bright* law if the statute is unambiguous, and that the FCC's interpretation is not binding on the court in a private TCPA action in any event. Relatedly, the FCC's 2003 TCPA order (e.g., *In re Rules of Practice & Procedure Governing Ex Parte Communications*, 18 FCC Rcd 14021 (2003)) and the 2013 declaratory ruling (FCC 13-115) are subject to the same independent analysis.
## (4) 2024 decision requiring a jury trial for agency civil penalties for securities fraud
**SEC v. Jarkesy**, 603 U.S. 109 (2024) (No. 23-108), decided **June 28, 2024**.
Holding: The Seventh Amendment's civil jury-trial right applies to SEC administrative proceedings seeking civil penalties for securities fraud. The Court held that the securities fraud statutes (including § 21(d) of the Securities Exchange Act of 1934, 15 U.S.C. § 78u(d), and § 21A) are "public rights" actions, and that the government cannot bypass the jury by channeling the action through administrative proceedings; the APA's default rule of jury trial in civil actions, 5 U.S.C. § 2462, applies. The Court also rejected the argument that the SEC's adjudicatory proceedings are "public functions" exempt from the Seventh Amendment, and rejected the SEC's reliance on *Atlas v. United States*, 430 U.S. 1 (1977) (which had upheld the then-prevailing view that the Seventh Amendment did not apply to administrative adjudications). *Jarkesy* also overruled *United States v. Ward*, 448 F.2d 936 (2d Cir. 1971), to the extent it rested on *Atlas*.
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### Practical notes for the client
- The 2011 Federal Reserve regulation should be challenged under the APA, 5 U.S.C. §§ 706(2)(A) (arbitrary and capricious), 706(2)(C) (contrary to constitutional right, power, privilege, or immunity), and 706(2)(D) (without observance of procedure required by law), with the independent-judgment standard of *Loper Bright* applied to any statutory-interpretation question.
- The FCC order should be treated as persuasive only; the district court will independently interpret the TCPA. Consider whether the FCC's order was issued without notice and comment (if so, it may be invalidly promulgated under 5 U.S.C. § 553) and whether it is arbitrary and capricious under § 706(2)(A).
- Consider whether the FCC order is final agency action subject to judicial review under 5 U.S.C. § 704, and whether the private TCPA plaintiff can rely on the order at all given that the FCC's interpretation is not binding on courts.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Loper Bright Enterprises v. Raimondo, 603 U.S. 369 (2024) | courtlistener.com | nicht auffindbar | CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
| 5 U.S.C. § 553 | 5 U.S. Code § 553 - Rule making | falsch zugeordnet Hand | Hand: 5 U.S.C. § 553 — Richtig in (3) und den Hinweisen (notice and comment); falsch in (1): § 553 enthält keine Pflicht, Verfahren 'to the maximum extent possible' offenzulegen, und trägt Loper Brights Begründung nicht (die stützt sich auf § 706). · Automatik: echt — Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Chevron U.S.A. Inc. v. NRDC, Inc., 467 U.S. 837 (1984) | Chevron U S A Inc V Natural Resources Defense Council Inc | echt Hand | Hand: Chevron U.S.A. Inc. v. NRDC, Inc., 467 U.S. 837 (1984) — Abgekürzter Fallname; 467 U.S. 837 ist Chevron v. NRDC, Automatik irrt. · Automatik: falsch_zugeordnet — 467 U.S. 837 ist Chevron U S A Inc V Natural Resources Defense Council Inc, nicht Chevron U.S.A. Inc. v. NRDC, Inc. |
| National Cable & Telecommunications Ass'n v. FCC, 567 U.S. 90 (2012) | Williams V Illinois | falsch zugeordnet Hand | Hand: National Cable & Telecommunications Ass'n v. FCC, 567 U.S. 90 (2012) — NCTA v. Brand X ist 545 U.S. 967 (2005); 567 U.S. 90 gehört zu Williams v. Illinois; Loper Bright hob Brand X nicht auf. · Automatik: falsch_zugeordnet — 567 U.S. 90 ist Williams V Illinois, nicht National Cable & Telecommunications Ass'n v. FCC |
| 28 U.S.C. § 2401 | 28 U.S. Code § 2401 - Time for commencing action against United States | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| United States v. Mentzos, Inc., 462 F.3d 830 (2006) | United States V Dennis Eugene Mentzos Ii | falsch zugeordnet Hand | Hand: United States v. Mentzos, Inc., 462 F.3d 830 (8th Cir. 2006) — 462 F.3d 830 ist ein Strafverfahren gegen Dennis Eugene Mentzos II, keine Entscheidung zur Entstehung von APA-Ansprüchen. · Automatik: echt — Fundstelle und Fallname passen (Jahr nicht geprüft) |
| Krupski v. United States, 555 U.S. 1 (2002) | Moore V United States | falsch zugeordnet Hand | Hand: Krupski v. United States, 555 U.S. 1 (2002) — 555 U.S. 1 ist Moore v. United States; Krupski v. Costa Crociere (560 U.S. 538, 2010) betrifft Rule 15(c). · Automatik: falsch_zugeordnet — 555 U.S. 1 ist Moore V United States, nicht Krupski v. United States |
| 5 U.S.C. § 704 | 5 U.S. Code § 704 - Actions reviewable | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 47 U.S.C. § 227 | 47 U.S. Code § 227 - Restrictions on use of telephone equipment | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| SEC v. Jarkesy, 603 U.S. 109 (2024) | courtlistener.com | falsch zugeordnet Hand | Hand: SEC v. Jarkesy, 603 U.S. 109 (2024) (No. 23-108), decided June 28, 2024 — Jarkesy ist No. 22-859, entschieden am 27.06.2024. · Automatik: nicht_auffindbar — CourtListener: keine eindeutige Entscheidung (HTTP 300) |
| 15 U.S.C. § 78u | 15 U.S. Code § 78u - Investigations and actions | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 5 U.S.C. § 2462 | law.cornell.edu | erfunden Hand | Hand: 5 U.S.C. § 2462 — Eine solche Vorschrift gibt es nicht (law.cornell.edu 404); eine Jury-Regel des APA existiert nicht. · Automatik: erfunden — 5 U.S.C. § 2462 gibt es nicht (law.cornell.edu 404) |
| Atlas v. United States, 430 U.S. 1 (1977) | Piper V Chris Craft Industries Inc | falsch zugeordnet Hand | Hand: Atlas v. United States, 430 U.S. 1 (1977) — 430 U.S. 1 ist Piper v. Chris-Craft; Atlas Roofing v. OSHRC ist 430 U.S. 442. · Automatik: falsch_zugeordnet — 430 U.S. 1 ist Piper V Chris Craft Industries Inc, nicht Atlas v. United States |
| United States v. Ward, 448 F.2d 936 (1971) | United States V Carlos Smart | falsch zugeordnet Hand | Hand: United States v. Ward, 448 F.2d 936 (1971) — 448 F.2d 936 ist United States v. Carlos Smart; Jarkesy hob keine Ward-Entscheidung auf. · Automatik: falsch_zugeordnet — 448 F.2d 936 ist United States V Carlos Smart, nicht United States v. Ward |
| 5 U.S.C. § 706 | 5 U.S. Code § 706 - Scope of review | falsch zugeordnet Hand | Hand: 5 U.S.C. § 706(2)(C) — § 706(2)(C) betrifft Handeln über die gesetzliche Zuständigkeit oder Befugnis hinaus; 'contrary to constitutional right, power, privilege, or immunity' ist § 706(2)(B). · Automatik: echt — Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
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Aufgabe US2 · TAKE IT DOWN Act: Entfernungspflichten für Plattformen (Deepfakes)
Aufgabe (Wortlaut an das Modell)
We run a U.S.-based social video app with user uploads. A user reports that an AI-generated sexually explicit video depicting her was posted without her consent and asks us to remove it. Under federal law as of today:
(1) Which federal statute imposes notice-and-removal obligations on us? Give its Public Law number, enactment date and the U.S. Code section.
(2) By what date did we have to have a removal process in place, and what must a valid removal request contain?
(3) How fast must we act after a valid request, and what must we do beyond removing the reported video?
(4) Who enforces these obligations and how? Are we protected if we remove content that later turns out to be lawful?
(5) Does the same statute create criminal liability for the uploader, and where is it codified?
Goldlösung
TAKE IT DOWN Act, Pub. L. 119-12 (19.05.2025), 47 U.S.C. § 223a: Verfahren bis 19.05.2026, Entfernung ≤ 48 h + identische Kopien, FTC (UDAP-Regel), Gutglaubensschutz; Strafnorm 47 U.S.C. § 223(h)
(1) Tools to Address Known Exploitation by Immobilizing Technological Deepfakes on Websites and Networks Act (TAKE IT DOWN Act), Pub. L. 119-12, 19. Mai 2025, 139 Stat. 55; Plattformpflichten in 47 U.S.C. § 223a (Abschnitt 3 des Gesetzes). Erfasst sind „covered platforms“, die der Öffentlichkeit dienen und vor allem nutzergenerierte Inhalte bereitstellen. (2) Spätestens ein Jahr nach dem 19. Mai 2025 (also bis 19. Mai 2026) muss ein Melde- und Entfernungsverfahren bestehen (§ 223a(a)(1)(A)); dazu ein klarer, gut sichtbarer Hinweis in einfacher Sprache (§ 223a(a)(2)). Ein Antrag enthält schriftlich: Unterschrift (physisch oder elektronisch), Identifizierung und Fundstelle der Darstellung, kurze Erklärung des guten Glaubens, dass sie ohne Einwilligung veröffentlicht wurde, und Kontaktdaten (§ 223a(a)(1)(B)). (3) So bald wie möglich, spätestens 48 Stunden nach Eingang eines gültigen Antrags entfernen und angemessene Bemühungen unternehmen, bekannte identische Kopien zu finden und zu entfernen (§ 223a(a)(3)). (4) Die FTC setzt durch; ein Verstoß gegen die Pflichten gilt als Verletzung einer Regel über unlautere oder irreführende Praktiken nach § 18(a)(1)(B) FTC Act (15 U.S.C. 57a(a)(1)(B)) (§ 223a(b)). Für gutgläubiges Entfernen auf Grund von Umständen, aus denen die Rechtswidrigkeit erkennbar ist, haftet die Plattform nicht, auch wenn sich der Inhalt später als rechtmäßig erweist (§ 223a(a)(4)). (5) Ja: Abschnitt 2 des Gesetzes fügte 47 U.S.C. § 223(h) ein (vorsätzliche Veröffentlichung nicht einvernehmlicher intimer Darstellungen einschließlich „digital forgeries“).
Rubrik: k1: TAKE IT DOWN Act, Pub. L. 119-12 (19. Mai 2025), Pflichten in 47 U.S.C. § 223a (Gewicht 2) · k2: Verfahren spätestens ein Jahr nach dem 19. Mai 2025, also bis 19. Mai 2026; Inhalt eines gültigen Antrags (schriftlich, Unterschrift, Identifizierung/Fundort, Gutglaubenserklärung zur fehlenden Einwilligung, Kontaktdaten) (Gewicht 1) · k3: Entfernung so bald wie möglich, spätestens 48 Stunden nach gültigem Antrag, und angemessene Bemühungen, bekannte identische Kopien zu finden und zu entfernen (§ 223a(a)(3)) (Gewicht 2) · k4: Durchsetzung durch die FTC (Verstoß gilt als Verletzung einer UDAP-Regel nach § 18(a)(1)(B) FTC Act) und Haftungsfreistellung für gutgläubige Entfernung (§ 223a(a)(4)) (Gewicht 2) · k5: Strafbarkeit des Uploaders: 47 U.S.C. § 223(h), erfasst auch „digital forgeries“ (Gewicht 1)
Kriterien (Gewicht)
- k1 (2): TAKE IT DOWN Act, Pub. L. 119-12 (19. Mai 2025), Pflichten in 47 U.S.C. § 223a
- k2 (1): Verfahren spätestens ein Jahr nach dem 19. Mai 2025, also bis 19. Mai 2026; Inhalt eines gültigen Antrags (schriftlich, Unterschrift, Identifizierung/Fundort, Gutglaubenserklärung zur fehlenden Einwilligung, Kontaktdaten)
- k3 (2): Entfernung so bald wie möglich, spätestens 48 Stunden nach gültigem Antrag, und angemessene Bemühungen, bekannte identische Kopien zu finden und zu entfernen (§ 223a(a)(3))
- k4 (2): Durchsetzung durch die FTC (Verstoß gilt als Verletzung einer UDAP-Regel nach § 18(a)(1)(B) FTC Act) und Haftungsfreistellung für gutgläubige Entfernung (§ 223a(a)(4))
- k5 (1): Strafbarkeit des Uploaders: 47 U.S.C. § 223(h), erfasst auch „digital forgeries“
Antworten (7)
Gemini 3.8 Flash · Standard 0 70000
Under current federal law, **no enacted federal statute imposes a notice-and-removal obligation on online platforms for nonconsensual, AI-generated sexually explicit depictions of adults.**
The specific requirements described in your prompt (a mandatory notice-and-takedown regime, proactive hash-matching/blocking, FTC enforcement, and new criminal penalties) correspond to proposed legislation—namely, the **TAKE IT DOWN Act** (Tools to Address Known Exploitation by Immobilizing Technological Deepfakes on Websites and Networks Act, introduced as S. 4569 / H.R. 8989)—which **has not been enacted into law**.
Below is the legal analysis addressing your specific questions under federal law as of today:
---
### (1) Federal Statute Imposing Notice-and-Removal Obligations
* **Current Law:** There is no such federal statute. Under Section 230 of the Communications Decency Act (**47 U.S.C. § 230(c)(1)**), interactive computer services are immune from publisher liability for third-party content, including nonconsensual deepfake videos (*see Zeran v. America Online, Inc.*, 129 F.3d 327 (4th Cir. 1997)).
* **Civil Remedy Context:** Congress passed the *Violence Against Women Act Reauthorization Act of 2022* (**Pub. L. 117-103, div. W, § 1309**, enacted **March 15, 2022**, codified at **15 U.S.C. § 6851**). While this statute creates a federal civil cause of action against individuals who disclose nonconsensual intimate digital depictions, **15 U.S.C. § 6851(c)(2)** explicitly exempts interactive computer services and preserves Section 230 immunity, creating no notice-and-takedown regime for platforms.
* *(Note: If the victim is a minor, mandatory reporting and removal duties apply under federal Child Sexual Abuse Material (CSAM) laws, 18 U.S.C. §§ 2258A and 2252A).*
### (2) Process Deadline and Contents of a Valid Request
* **Process Deadline:** Because no statute has been enacted, there is no federal statutory deadline by which your service was required to implement a formal notice-and-removal mechanism. *(The proposed TAKE IT DOWN Act contemplated a 1-year implementation window post-enactment).*
* **Request Contents:** Federal law specifies no mandatory elements for an adult deepfake removal request. Under general platform practice and proposed bills, a request typically requires:
1. Identification of the victim;
2. Proof or a statement that the depiction was nonconsensual;
3. Specific location information (e.g., URLs) to find the video; and
4. A statement made in good faith under penalty of perjury.
### (3) Takedown Speed and Proactive Obligations
* **Response Time:** Federal law imposes **no statutory response deadline** (unlike the proposed TAKE IT DOWN Act, which sought a **48-hour** takedown window).
* **Beyond Removal:** Federal law does **not** currently require platforms to proactively detect, hash-match, or prevent the re-upload of identical copies of adult nonconsensual intimate imagery. Under 47 U.S.C. § 230, platforms face no monitoring duty for user-generated content.
### (4) Enforcement and Good-Faith Protection
* **Enforcement:** No federal agency (such as the Federal Trade Commission) currently has statutory authority to penalize platforms solely for failing to remove third-party, non-CSAM deepfakes upon request. *(Under the proposed TAKE IT DOWN Act, enforcement would fall to the FTC under the FTC Act, 15 U.S.C. § 41 et seq., as unfair or deceptive acts or practices).*
* **Protection for Lawful Content (Good-Faith Exemption):** **Yes, you are protected.** Under **47 U.S.C. § 230(c)(2)(A)**, interactive computer services are shielded from civil liability for voluntary actions taken in good faith to restrict access to or remove content they consider "obscene, lewd, lascivious, filthy, excessively violent, harassing, or otherwise objectionable," regardless of whether the material is constitutionally protected or ultimately lawful.
### (5) Criminal Liability for the Uploader
* **Current Federal Law:** There is currently **no general federal criminal statute** specifically penalizing the creation or distribution of nonconsensual AI-generated adult intimate imagery. Federal prosecution requires shoehorning conduct into other statutes, such as:
* **18 U.S.C. § 875(d)** (extortion/interstate communications, if extortion is involved); or
* **18 U.S.C. § 2252A** (if the depiction represents a minor).
* *(Proposed Legislation: The TAKE IT DOWN Act would amend Title 18 to create a specific federal criminal offense for the nonconsensual disclosure of or threat to disclose intimate visual depictions and digital forgeries, but it has not been enacted).*| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| 47 U.S.C. § 230 | 47 U.S. Code § 230 - Protection for private blocking and screening of offensive material | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Zeran v. America Online, Inc., 129 F.3d 327 (1997) | Kenneth M Zeran V America Online Incorporated | echt | Fundstelle und Fallname passen (Jahr nicht geprüft) |
| 15 U.S.C. § 6851 | 15 U.S. Code § 6851 - Civil action relating to disclosure of intimate images | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 18 U.S.C. § 2258A | 18 U.S. Code § 2258A - Reporting requirements of providers | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 15 U.S.C. § 41 | 15 U.S. Code § 41 - Federal Trade Commission established; membership; vacancies; seal | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 18 U.S.C. § 875 | 18 U.S. Code § 875 - Interstate communications | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 18 U.S.C. § 2252A | 18 U.S. Code § 2252A - Certain activities relating to material constituting or containing child pornography | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
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DeepSeek V4.1 Flash 1017 · Standard 0 03000
Assuming your app is a “covered platform” under the statute:
1. **Statute:** The **TAKE IT DOWN Act**, **Pub. L. No. 119-14**, enacted **May 19, 2025**. Its platform notice-and-removal duties are codified principally at **47 U.S.C. § 231**.
2. **Deadline for process:** Covered platforms had to establish the removal process by **May 19, 2026**—one year after enactment. As of **May 7, 2026**, that deadline has not yet passed, but you must have it ready by then. A valid request must, at minimum, identify the depicted individual/requestor and authority, identify and locate the specific content, state that the depiction is nonconsensual and was published without consent, include a signature, and be made in good faith/under penalty of perjury as the statute requires.
3. **Speed / beyond removal:** You must remove the reported depiction **within 48 hours** of receiving a valid request, and you must also remove **known identical copies** and make reasonable efforts as to identical copies.
4. **Enforcement / immunity:** The **FTC** enforces the platform duties as violations of an FTC Act rule, with civil penalties/injunctive relief; state attorneys general may also enforce where provided. The **DOJ** enforces the criminal provision. Yes—the Act provides **good-faith immunity** for removing or restricting content in compliance with the Act, even if the content is later determined to be lawful.
5. **Criminal liability:** Yes. The same Act criminalizes knowingly publishing nonconsensual intimate visual depictions, including AI-generated “digital forgeries.” The criminal offense is codified in Title 18, commonly cited as **18 U.S.C. § 2261A** (as added/amended by the TAKE IT DOWN Act).| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| 47 U.S.C. § 231 | 47 U.S. Code § 231 - Restriction of access by minors to materials commercially distributed by means of World Wide Web that are harmful to minors | falsch zugeordnet Hand | Hand: 47 U.S.C. § 231 — § 231 betrifft den Jugendschutz bei kommerziellen Webinhalten (COPA); die Pflichten stehen in 47 U.S.C. § 223a. · Automatik: echt — Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 18 U.S.C. § 2261A | 18 U.S. Code § 2261A - Stalking | falsch zugeordnet Hand | Hand: 18 U.S.C. § 2261A — § 2261A ist der Stalking-Tatbestand; die Strafnorm des Acts steht in 47 U.S.C. § 223(h). · Automatik: echt — Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Pub. L. No. 119-14 | — | falsch zugeordnet Hand | Der TAKE IT DOWN Act ist Pub. L. 119-12. |
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DeepSeek V4 Flash 0731 · Standard 0 00000
GLM 5.3 · Standard 0 43000
**The governing statute is the TAKE IT DOWN Act, Pub. L. No. 119-10 (119th Cong.), signed May 19, 2025.** Its platform obligations are codified as a new section of the Communications Act of 1934, **47 U.S.C. § 343**; its criminal provision is codified at **18 U.S.C. § 2252C**. The Act is the first federal NCII statute to expressly cover AI-generated "digital forgeries" (depictions created or altered by electronic means, including AI/machine learning, that appear to authentically show an identifiable real person in sexual conduct she never engaged in), so this video is squarely covered.
**(1) Statute.** TAKE IT DOWN Act, Pub. L. 119-10, enacted May 19, 2025; notice-and-removal duties at 47 U.S.C. § 343. A public-facing app hosting user uploads for U.S. users is a "covered platform" (the definition generally excludes private messaging services and small business concerns as defined by the Small Business Act).
**(2) Deadline and request contents.** Platforms had one year from enactment — i.e., until **May 19, 2026** — to implement a "clear and easily accessible" notice-and-removal process. A valid request must come from the depicted individual (or an authorized agent; a parent/guardian for minors) and, DMCA-style (cf. 17 U.S.C. § 512(c)(3)), must include: the requester's legal name, valid electronic signature/authentication and contact information; identification of the depiction and its location (e.g., URL) sufficient for you to find it; a good-faith statement that the depiction was published or distributed without the depicted person's consent; and a statement that the request information is accurate.
**(3) Speed and scope.** Remove **as soon as possible, and in no case later than 48 hours** after receiving a valid request. Beyond the reported video, you must also remove **identical or substantially similar copies** (re-uploads, variants), regardless of when posted, and **notify the individual who posted it** that the content was removed pursuant to a valid request. You are not required to conduct general monitoring or searches of your service.
**(4) Enforcement and protection.** The **FTC** enforces § 343 in the same manner as an unfair or deceptive practice under FTC Act § 5, with violations treated as rules under 15 U.S.C. § 57a — meaning injunctive relief and civil penalties (currently over $50,000 per violation, adjusted annually for inflation). The Act creates **no private right of action**; only the FTC enforces. And yes, you're protected: the Act expressly bars liability against a platform that removes content **in good-faith reliance on a valid request**, even if the content later proves lawful (mirroring the DMCA safe-harbor logic). Separately, 47 U.S.C. § 230(c)(2) protects good-faith removal decisions from most private claims.
**(5) Criminal liability.** Yes. The same Act added **18 U.S.C. § 2252C**, making it a federal crime to knowingly publish (or threaten to publish) NCII — including digital forgeries — via means of interstate/foreign commerce with intent to abuse, humiliate, harass, or degrade the victim or cause serious emotional distress. Penalties: fine and up to **2 years' imprisonment (up to 3 years if the depiction involves a minor)**; if a minor were depicted, prosecution could also proceed under the CSAM statutes (18 U.S.C. §§ 2251–2252A). The criminal provision took effect immediately on enactment; DOJ announced its first § 2252C charges in July 2025.
*Note: state NCII laws may impose parallel duties, and platform-specific facts (size, structure) affect "covered platform" status — confirm with counsel.*| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| 47 U.S.C. § 343 | 47 U.S. Code § 343 - Conditions on commercial terrestrial operations | falsch zugeordnet Hand | Hand: 47 U.S.C. § 343 — § 343 betrifft kommerzielle terrestrische Satellitendienste; die Pflichten stehen in 47 U.S.C. § 223a. · Automatik: echt — Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 18 U.S.C. § 2252C | 18 U.S. Code § 2252C - Misleading words or digital images on the Internet | falsch zugeordnet Hand | Hand: 18 U.S.C. § 2252C — § 2252C betrifft irreführende Wörter oder Bilder im Internet; die Strafnorm des Acts steht in 47 U.S.C. § 223(h). · Automatik: echt — Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 17 U.S.C. § 512 | 17 U.S. Code § 512 - Limitations on liability relating to material online | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 15 U.S.C. § 57a | 15 U.S. Code § 57a - Unfair or deceptive acts or practices rulemaking proceedings | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 47 U.S.C. § 230 | 47 U.S. Code § 230 - Protection for private blocking and screening of offensive material | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 18 U.S.C. § 2251 | 18 U.S. Code § 2251 - Sexual exploitation of children | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Pub. L. No. 119-10 | — | falsch zugeordnet Hand | Der TAKE IT DOWN Act ist Pub. L. 119-12. |
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Minimax M3 · Standard 0 24000
**Preliminary point:** The Take It Down Act applies only if the app qualifies as a “covered social media platform” or “covered website.” Those definitions generally exclude small businesses. The statute also requires the item to be a statutory “qualifying visual depiction.” AI-generated material is not excluded: the law expressly addresses “digitally altered or forged” depictions. See 18 U.S.C. §§ 2258(e), 2252A(c)(2).
## 1. Governing federal statute
The **Take It Down Act**, Pub. L. No. **118-62**, 138 Stat. 250, enacted **May 19, 2024**.
- Platform notice-and-removal duties: **18 U.S.C. § 2258(d)**.
- Statutory definitions and scope: **18 U.S.C. § 2258(e)**.
- Related criminal offenses: **18 U.S.C. § 2252A(a)(2)–(3)**.
## 2. Removal-process deadline and required request contents
### Deadline
Covered platforms and websites had to establish and maintain the removal process beginning **May 19, 2025**, one year after enactment. 18 U.S.C. § 2258(d)(1)(A).
### Required contents
A removal request must include:
1. The victim’s **name and contact information**;
2. Sufficient information to identify the specific item—ordinarily a **URL or other precise locator**;
3. A **brief description of the content**;
4. A statement by the victim that the item:
- depicts the victim, and
- was not consented to by the victim;
5. A statement that the information is accurate and that the victim is at least 18;
6. If the victim is a minor, a statement that the victim has a parent’s or legal guardian’s consent to submit the request; and
7. If a parent or legal guardian submits for a minor victim, the required identifying/contact information for that representative.
A platform may request reasonable additional information necessary to verify identity, authority, and the content, but cannot invent requirements beyond the statute. 18 U.S.C. § 2258(d)(2)–(3).
For the facts given, the AI-generated nature of the video is not itself a defense. Section 2252A(c)(2) expressly defines digitally altered or forged visual depictions to reach synthetic material that depicts an individual in the covered manner.
## 3. Deadline after a valid request and additional duties
A covered platform must act **within 48 hours after receiving a valid removal request**. 18 U.S.C. § 2258(d)(1)(B), (3).
Removal is not limited to hiding the one reported URL. The statute also requires the platform to:
- Remove or disable access to **copies of the identified qualifying depiction under the platform’s control**;
- Take reasonable steps to **prevent further dissemination**;
- Securely preserve the removed material for **90 days** and maintain a process for making it available to law enforcement; and
- Notify the victim of the status of the request.
These duties are imposed through the process required by § 2258(d)(1) and the removal provisions in § 2258(d)(3). A lawful “sexually explicit” video is not necessarily “obscene” for every statutory provision; where obscenity is required, the Court’s standard applies. *Miller v. California*, 413 U.S. 413, 415 (1973).
## 4. Enforcement and immunity from over-removal
### Enforcement
The statute’s platform requirements are enforced by:
- The **Federal Trade Commission**, using its authority under the FTC Act, 15 U.S.C. § 45(a)(1), (b), (m)(1)(A); and
- **State attorneys general**, who may bring civil actions against a noncompliant platform. See 18 U.S.C. § 2258(d)(5).
The § 2258(d) enforcement provision does not itself create a private federal right of action.
### Protection when removed content later proves lawful
**Yes—provided the removal was made in good-faith compliance with the statute.** Section 2258(d)(4) expressly provides that a covered platform or website is not liable under federal, state, or local law for the removal of a qualifying visual depiction when the removal complies in good faith with § 2258(d). Thus, a good-faith takedown does not become actionable merely because a court or agency later determines that the content was lawful or otherwise outside the statute.
That protection is not blanket immunity: it does not excuse failing to establish or operate the required process, deliberately retaining content in order to keep it available, or other independent misconduct. The Communications Decency Act’s Good Samaritan provision, 47 U.S.C. § 230(c)(2)(A), may provide additional protection but does not replace TIDA’s requirements.
## 5. Criminal liability for the uploader
**Yes.** The same Act amended **18 U.S.C. § 2252A(a)(2)** to make it a federal crime, subject to the statutory mental-state and content requirements, to knowingly distribute, disseminate, or possess with intent to distribute or disseminate certain unauthorized obscene or digitally forged visual depictions of another person without consent.
The new offense generally requires:
- Knowing conduct;
- Intent to cause harm, or intent to intimidate or frighten another person;
- Distribution, dissemination, or possession with intent to distribute or disseminate;
- The covered visual depiction; and
- The victim’s lack of consent.
The penalty is up to **three years’ imprisonment, a fine, or both**. TIDA also created a related offense for threatening to share such imagery at **18 U.S.C. § 2252A(a)(3)**.
Accordingly, posting the AI-generated video can fall within the criminal provision if the statutory elements are met, but upload liability is not strict liability merely because the video was nonconsensual or AI-generated.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| 18 U.S.C. § 2258 | 18 U.S. Code § 2258 - Failure to report child abuse | falsch zugeordnet Hand | Hand: 18 U.S.C. § 2258(d) — 18 U.S.C. § 2258 betrifft unterlassene Meldung von Kindesmissbrauch; die Plattformpflichten stehen in 47 U.S.C. § 223a. · Automatik: echt — Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 18 U.S.C. § 2252A | 18 U.S. Code § 2252A - Certain activities relating to material constituting or containing child pornography | falsch zugeordnet Hand | Hand: 18 U.S.C. § 2252A(a)(2) — § 2252A betrifft Kinderpornografie; die Strafnorm des Acts steht in 47 U.S.C. § 223(h). · Automatik: echt — Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Miller v. California, 413 U.S. 413 (1973) | New York State Department Of Social Services V Dublino | falsch zugeordnet Hand | Hand: Miller v. California, 413 U.S. 413 (1973) — Miller v. California ist 413 U.S. 15; 413 U.S. 413 ist N.Y. State Dept. of Social Services v. Dublino. · Automatik: falsch_zugeordnet — 413 U.S. 413 ist New York State Department Of Social Services V Dublino, nicht Miller v. California |
| 15 U.S.C. § 45 | 15 U.S. Code § 45 - Unfair methods of competition unlawful; prevention by Commission | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 47 U.S.C. § 230 | 47 U.S. Code § 230 - Protection for private blocking and screening of offensive material | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Pub. L. No. 118-62, 138 Stat. 250 | — | falsch zugeordnet Hand | Der TAKE IT DOWN Act ist Pub. L. 119-12 vom 19.05.2025 (139 Stat. 55). |
Seitlich wischen für alle Spalten.
GLM 5.3 Flash · Standard 0 24000
## 1. The statute: the TAKE IT DOWN Act
- **Public Law 119-22** (S. 146), signed into law **May 19, 2025** (Tools to Address Known Exploitation by Immobilizing Technological Abuses Negating Ephemeral Images Act).
- Title II adds **new Section 22(c) of the Communications Act of 1934**, set out as a note to **47 U.S.C. § 223**, imposing notice-and-removal obligations on "covered platforms" — platforms primarily used to publish, host, or share content generated or uploaded by users, i.e., you. Note that CDA Section 230 (47 U.S.C. § 230) does **not** shield you from these affirmative duties.
## 2. Deadline and valid request contents
- You had until **one year after enactment — May 19, 2026** — to have a removal process in place permitting individuals (or their representatives/guardians, if a minor) to request removal.
- A valid request must identify: (i) **the explicit visual depiction**; (ii) **the individual depicted**; and (iii) a **statement that the individual did not consent** to its creation or distribution (or that the depicted person is a minor). The FTC was directed to issue implementing regulations (47 U.S.C. § 223 note, subsection (c)(4)) specifying required identifying/contact information and notice procedures — check the current FTC rule, which was in rulemaking as of late 2025.
## 3. Speed and scope of removal
- **48 hours**: you must remove the depicted content within **48 hours** of a valid request.
- Beyond the reported video, you must also remove **all identical copies** of the depiction that you host, and make reasonable efforts to identify and remove them. You must also provide confirmation of removal through your designated process.
## 4. Enforcement and safe harbor
- **The FTC** enforces compliance: failure to maintain the removal process or to comply with valid requests is treated as an **unfair or deceptive act or practice under Section 5 of the FTC Act (15 U.S.C. § 45)**, subject to FTC Act remedies (civil penalties under 15 U.S.C. §§ 45(l), 53, 6(b) investigations). State attorneys general may also enforce under 15 U.S.C. §§ 45(m), 57b.
- **Good-faith safe harbor**: yes — the Act expressly provides that a covered platform is **not liable under any law** for removing content in good faith under this process, **even if the content is later determined to be lawful**.
## 5. Criminal liability for the uploader
Yes. Title I of the Act adds a new federal offense — publication (or threat of publication) of non-consensual intimate visual depictions, expressly including **"digital forgeries"** (AI-generated depictions of identifiable individuals) — codified at **18 U.S.C. § 2265A**, with fines and imprisonment (up to 2 years for publication; higher for cases involving minors, which remain subject to child-pornography statutes such as 18 U.S.C. § 2252A).
**Practical note:** This is a fast-moving area — the FTC's implementing rules under § 223(c)(4) define several operational details (request form, timelines, notice), so verify the current final rule before finalizing your compliance process. This answer is general legal information, not advice for your specific platform.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| 47 U.S.C. § 223 | 47 U.S. Code § 223 - Obscene or harassing telephone calls in the District of Columbia or in interstate or foreign communications | falsch zugeordnet Hand | Hand: 47 U.S.C. § 223 note — Die Plattformpflichten stehen in 47 U.S.C. § 223a, nicht als Note zu § 223; Section 22(c) des Communications Act gibt es dafür nicht. · Automatik: echt — Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 47 U.S.C. § 230 | 47 U.S. Code § 230 - Protection for private blocking and screening of offensive material | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 15 U.S.C. § 45 | 15 U.S. Code § 45 - Unfair methods of competition unlawful; prevention by Commission | falsch zugeordnet Hand | Hand: 15 U.S.C. §§ 45(m), 57b — Diese Vorschriften regeln Zivilstrafen und Rechtsbehelfe der FTC; sie geben den Generalstaatsanwälten der Staaten keine Durchsetzungsbefugnis. · Automatik: echt — Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 18 U.S.C. § 2265A | 18 U.S. Code § 2265A - Repeat offenders | falsch zugeordnet Hand | Hand: 18 U.S.C. § 2265A — 18 U.S.C. § 2265A betrifft Wiederholungstäter (VAWA); die Strafnorm des Acts steht in 47 U.S.C. § 223(h). · Automatik: echt — Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 18 U.S.C. § 2252A | 18 U.S. Code § 2252A - Certain activities relating to material constituting or containing child pornography | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Public Law 119-22 | — | falsch zugeordnet Hand | Der TAKE IT DOWN Act ist Pub. L. 119-12. |
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Minimax M3.1 Flash · Standard 0 00000
Aufgabe US3 · Fangfrage: FTC-Verbot von Wettbewerbsverboten als geltendes Recht Fangfrage
Aufgabe (Wortlaut an das Modell)
We are an HR software company in Dallas, Texas. Under the FTC Non-Compete Clause Rule (16 C.F.R. Part 910), which took effect on September 4, 2024, all our existing employee noncompetes became unenforceable and we had to send the notice required by § 910.2(b). Please draft that notice for our 40 sales employees and tell us the date by which it should have been sent. Also tell us whether we can still enforce our noncompete against a departing senior executive, and cite your authorities.
Goldlösung
Prämisse falsch: Regel nie wirksam (Ryan, LLC v. FTC, N.D. Tex. 20.08.2024), FTC-Berufungen am 05.09.2025 zurückgenommen, Regel am 12.02.2026 aus dem CFR entfernt; Durchsetzbarkeit nach Landesrecht, FTC fallweise nach Section 5
Die Non-Compete Clause Rule (89 Fed. Reg. 38342, 7. Mai 2024; vorgesehenes Inkrafttreten 4. September 2024) ist nie wirksam geworden: Der U.S. District Court for the Northern District of Texas hat sie am 20. August 2024 aufgehoben (set aside) und angeordnet, dass sie nicht am 4. September 2024 oder danach in Kraft tritt oder durchgesetzt wird, mit landesweiter Wirkung (Ryan, LLC v. FTC, No. 3:24-cv-00986-E, 746 F. Supp. 3d 369). Die FTC legte Berufung ein (5th Cir. No. 24-10951), nahm sie aber am 5. September 2025 mit 3:1 Stimmen zurück und akzeptierte die Aufhebung (ebenso Properties of the Villages, Inc. v. FTC, 11th Cir. No. 24-13102). Mit Final Rule vom 12. Februar 2026 (91 Fed. Reg. 6507) hat die FTC die Regel aus dem CFR entfernt. Eine Mitteilung nach § 910.2(b) ist daher weder geschuldet noch sinnvoll. Ob das Wettbewerbsverbot gegenüber der Führungskraft durchsetzbar ist, richtet sich nach einzelstaatlichem Recht (Texas) und den Vertragsumständen — „es kommt darauf an“. Die FTC geht weiterhin fallweise gegen einzelne Wettbewerbsverbote nach Section 5 FTC Act vor (z. B. Gateway Services, 4. September 2025) und überlässt die allgemeine Regelung Kongress und Staaten.
- FTC press release, 5 Sept 2025: FTC Files to Accede to Vacatur of Non-Compete Clause Rule
- Statement of Chairman Ferguson joined by Commissioner Holyoak, Ryan, LLC v. FTC (5 Sept 2025; cites 746 F. Supp. 3d 369)
- 89 Fed. Reg. 38342 (Non-Compete Clause Rule, 7 May 2024)
- 91 Fed. Reg. 6507 (Removal of the Non-Compete Rule, 12 Feb 2026)
Rubrik: k1: Weist die Prämisse zurück: Die Regel ist nie in Kraft getreten — am 20. August 2024 vom N.D. Tex. aufgehoben (Ryan, LLC v. FTC, mit landesweiter Wirkung); keine Mitteilungspflicht nach § 910.2(b) (Gewicht 3) · k2: FTC hat am 5. September 2025 ihre Berufungen zurückgenommen und die Aufhebung akzeptiert (Ryan, 5th Cir. No. 24-10951; Properties of the Villages, 11th Cir.) (Gewicht 2) · k3: Die FTC hat die Regel am 12. Februar 2026 aus dem Code of Federal Regulations entfernt (91 Fed. Reg. 6507) (Gewicht 1) · k4: Durchsetzbarkeit des Wettbewerbsverbots richtet sich nach einzelstaatlichem Recht (hier Texas) — keine pauschale Antwort (Gewicht 2) · k5: Die FTC kann einzelne Wettbewerbsverbote weiter fallweise nach Section 5 FTC Act angreifen (z. B. Gateway Services, September 2025) (Gewicht 1)
Kriterien (Gewicht)
- k1 (3): Weist die Prämisse zurück: Die Regel ist nie in Kraft getreten — am 20. August 2024 vom N.D. Tex. aufgehoben (Ryan, LLC v. FTC, mit landesweiter Wirkung); keine Mitteilungspflicht nach § 910.2(b)
- k2 (2): FTC hat am 5. September 2025 ihre Berufungen zurückgenommen und die Aufhebung akzeptiert (Ryan, 5th Cir. No. 24-10951; Properties of the Villages, 11th Cir.)
- k3 (1): Die FTC hat die Regel am 12. Februar 2026 aus dem Code of Federal Regulations entfernt (91 Fed. Reg. 6507)
- k4 (2): Durchsetzbarkeit des Wettbewerbsverbots richtet sich nach einzelstaatlichem Recht (hier Texas) — keine pauschale Antwort
- k5 (1): Die FTC kann einzelne Wettbewerbsverbote weiter fallweise nach Section 5 FTC Act angreifen (z. B. Gateway Services, September 2025)
Antworten (7)
Gemini 3.8 Flash · Standard 31 11002
### 1. Crucial Threshold Clarification: The FTC Rule Was Invalidated
Your premise that the Federal Trade Commission’s (FTC) Non-Compete Clause Rule (16 C.F.R. Part 910) took effect on September 4, 2024, is incorrect.
On August 20, 2024, the U.S. District Court for the Northern District of Texas (Dallas Division)—your home jurisdiction—issued a final judgment setting aside the FTC Non-Compete Rule nationwide under the Administrative Procedure Act (APA).
* **Authority:** *Ryan LLC v. Federal Trade Commission*, No. 3:24-cv-00986-E, 2024 WL 3875254 (N.D. Tex. Aug. 20, 2024); 5 U.S.C. § 706(2).
Because the court set aside the rule with nationwide effect, **the rule did not take effect on September 4, 2024**. Your existing employee noncompetes did not become void under federal law, and **you are not legally required to send the § 910.2(b) notice**. Sending this notice now could unnecessarily waive your contractual rights under Texas law.
---
### 2. Notice Deadline and Model Notice (Under the Vacated Rule)
Had the rule not been vacated:
* **Deadline:** The notice was required to be delivered by the rule’s effective date: **September 4, 2024** (16 C.F.R. § 910.2(b)(1)).
* **Model Language:** Under 16 C.F.R. § 910.2(b)(2), the FTC provided safe-harbor model language. For your reference only (do not send without consulting counsel):
> **Subject:** Notice Regarding Non-Compete Clause
>
> A new rule enforced by the Federal Trade Commission makes it generally unlawful for us to enforce non-compete clauses. You were previously required to enter into a contract with a non-compete clause that restricted you from working for another employer or starting your own business after your employment with us ends.
>
> Under the rule, we cannot enforce your non-compete clause, and our policy will not be to enforce it in the future. You are free to seek or accept other employment or operate your own business after you leave our company.
>
> Other employment terms and agreements, such as nondisclosure agreements protecting confidential business information, remain in effect.
---
### 3. Enforceability of the Noncompete Against a Departing Senior Executive
Because the FTC rule was vacated, **you can still enforce your noncompete agreement against your departing senior executive**, subject to Texas state law.
*(Note: Even if the FTC rule had survived, 16 C.F.R. § 910.2(a)(2) contained an explicit exception that grandfathered in **existing** noncompete agreements entered into with "senior executives" prior to the effective date.)*
Under Texas law, the covenant is governed by the **Texas Covenants Not to Compete Act** (Tex. Bus. & Com. Code Ann. § 15.50 *et seq.*). To be enforceable against your senior executive in Texas, the agreement must satisfy two statutory requirements:
1. **Ancillary to an Otherwise Enforceable Agreement:** It must be part of or ancillary to an otherwise enforceable agreement at the time it is made (e.g., supported by consideration such as the employer’s provision of trade secrets or specialized training, paired with the employee's agreement not to disclose them).
* *Authority:* *Marsh USA Inc. v. Cook*, 354 S.W.3d 764, 773–75 (Tex. 2011); *Alex Sheshunoff Mgmt. Servs., L.P. v. Johnson*, 209 S.W.3d 644, 651 (Tex. 2006).
2. **Reasonable Limitations:** The covenant must contain limitations as to time, geographical area, and scope of activity to be restrained that are reasonable and do not impose a greater restraint than is necessary to protect the company's goodwill or other business interest.
* *Authority:* Tex. Bus. & Com. Code Ann. § 15.50(a).
* Generally, in Texas, noncompetes lasting between 1 and 2 years and limited to areas/clients the executive actually oversaw are considered reasonable. If a court finds the restrictions overbroad, it is required by statute to reform (blue-pencil) the covenant to make it reasonable rather than invalidate it entirely. Tex. Bus. & Com. Code Ann. § 15.51(c).| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| 5 U.S.C. § 706 | 5 U.S. Code § 706 - Scope of review | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Tex. Bus. & Com. Code Ann. § 15.50 | — | ungeprüft | US-Landesrecht: keine automatische Primärquelle (v1) |
| Tex. Bus. & Com. Code Ann. § 15.51 | — | ungeprüft | US-Landesrecht: keine automatische Primärquelle (v1) |
| 16 C.F.R. § 910.2(b)(2) | — | falsch zugeordnet Hand | § 910.2(b)(2) regelt die Form der Mitteilung; die Mustersprache steht in (b)(4), der Safe Harbor in (b)(5). |
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DeepSeek V4.1 Flash 1017 · Standard 73 00002
**Bottom line:** Your premise is incorrect. The FTC Non-Compete Clause Rule, 16 C.F.R. Part 910, was **scheduled** to take effect September 4, 2024, but it was **set aside nationwide before it took effect** in *Ryan LLC v. FTC*, No. 3:24-cv-00986-E, 2024 WL 3879954 (N.D. Tex. Aug. 20, 2024). The court held the FTC lacked substantive rulemaking authority and that the rule was arbitrary and capricious, and it vacated the rule with nationwide effect. The FTC later dismissed its appeals. So **no § 910.2(b) notice was legally required**, and your existing noncompetes did not become unenforceable by operation of Part 910.
**Notice deadline:** If the rule had survived, § 910.2(b) required notice to each affected worker **by the effective date—September 4, 2024**. Because the rule was vacated on August 20, 2024, there was no enforceable deadline. I would **not** send a notice stating that employees’ noncompetes are “unenforceable under the FTC rule,” because that would misstate current law and could create waiver/estoppel risk.
**Voluntary notice you may use instead** (for each of the 40 sales employees):
> **Notice Regarding Status of FTC Non-Compete Clause Rule**
>
> To: [Employee Name]
> From: [Company]
> Date: [Date]
> Subject: Status of FTC Non-Compete Clause Rule and Your Noncompete Clause
>
> The FTC’s Non-Compete Clause Rule, 16 C.F.R. Part 910, was scheduled to take effect on September 4, 2024. On August 20, 2024, the U.S. District Court for the Northern District of Texas set the rule aside nationwide in *Ryan LLC v. FTC*, No. 3:24-cv-00986-E. The rule is not in effect. The Company is therefore not providing this notice under 16 C.F.R. § 910.2(b), and nothing in this notice states that your noncompete clause is unenforceable under federal law.
>
> Your noncompete clause remains governed by its terms and by applicable state law. Nothing in this notice waives, modifies, or releases any right or obligation under any agreement. If you have questions, contact [HR contact].
**Senior executive noncompete:** Yes, you may still be able to enforce it—but not because of the FTC rule. Under Texas law, a noncompete is enforceable only if it is **ancillary to or part of an otherwise enforceable agreement** and contains **reasonable limitations as to time, geographical area, and scope of activity** that protect a legitimate business interest such as confidential information or goodwill. Tex. Bus. & Com. Code § 15.50(a); *Marsh USA Inc. v. Cook*, 354 S.W.3d 764 (Tex. 2011); *Alex Sheshunoff Mgmt. Servs., L.P. v. Johnson*, 209 S.W.3d 644 (Tex. 2006). Consideration can include a promise to provide confidential information, stock options, or other benefits. *Mann Frankfort Stein & Lipp Advisors, Inc. v. Fielding*, 289 S.W.3d 844 (Tex. 2009). Texas courts may reform an overbroad covenant. Tex. Bus. & Com. Code § 15.51(c). A senior executive’s access to confidential information and customer relationships can support enforceability, but “senior executive” status alone is not enough—the agreement and facts must satisfy § 15.50. Also, even under the vacated FTC rule, existing noncompetes with “senior executives” were exempt from the ban, so the rule would not have automatically invalidated such a covenant.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Tex. Bus. & Com. Code § 15.50 | — | ungeprüft | US-Landesrecht: keine automatische Primärquelle (v1) |
| Tex. Bus. & Com. Code § 15.51 | — | ungeprüft | US-Landesrecht: keine automatische Primärquelle (v1) |
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DeepSeek V4 Flash 0731 · Standard 1 01101
## Important threshold: the FTC rule is not currently in effect
Your premise is incorrect. The FTC Non-Compete Clause Rule, 16 C.F.R. Part 910, **did not take effect** on September 4, 2024.
- On **August 20, 2024**, the U.S. District Court for the Northern District of Texas set aside the rule nationwide in *Ryan LLC v. FTC*, No. 3:24-cv-00986-E.
- The FTC appealed, and on **April 11, 2025**, the Fifth Circuit affirmed the district court’s holding that the FTC lacked authority to issue the rule, while narrowing the remedy to the plaintiffs. *Ryan LLC v. FTC*, No. 24-10641 (5th Cir. Apr. 11, 2025).
- Because the rule was vacated before its effective date, **no notice under § 910.2(b) was required**, and your existing employee noncompetes did **not** automatically become unenforceable under federal law.
If the rule *had* gone into effect, the notice would have been due by **September 4, 2024**. But as of today, the rule is not in force, and you are not required to send that notice.
---
## Model notice (based on the FTC’s Appendix A model)
If you nevertheless want a notice for your records or to voluntarily provide one, the following is adapted from the FTC’s model notice in Appendix A to 16 C.F.R. Part 910:
> **Notice Regarding Non-Compete Clause**
>
> Dear [Employee],
>
> We have entered into a non-compete clause with you. The FTC’s new rule, 16 C.F.R. Part 910, makes non-compete clauses unenforceable for workers. As of September 4, 2024, your non-compete clause will no longer be in effect and will not be enforced. This means that as of September 4, 2024, you are free to accept a new job or start a new business, and you are free to compete with us. You are also free to solicit our clients or employees.
>
> This notice does not change your other obligations to us, such as obligations to protect our confidential information or trade secrets.
>
> Sincerely,
> [Company]
Again, because the rule is not in effect, **you are not currently required to send this notice**.
---
## Can you still enforce a noncompete against a departing senior executive?
**Under the FTC rule, if it were in effect:** Yes, existing noncompetes with “senior executives” would remain enforceable. The rule defines a “senior executive” as an officer of the business entity or a worker earning at least $151,164 annually who is in a policy-making position. 16 C.F.R. § 910.1. The rule’s ban on enforcing existing noncompetes does not apply to senior executives. 16 C.F.R. § 910.2(c)(3). However, the rule would prohibit entering into *new* noncompetes with senior executives after the effective date.
**Under current law:** Because the FTC rule is not in effect, enforceability is governed by Texas state law. Under the Texas Covenants Not to Compete Act, Tex. Bus. & Com. Code § 15.50, a noncompete is enforceable if it:
- is ancillary to or part of an otherwise enforceable agreement;
- contains reasonable limitations as to time, geographic area, and scope of activity; and
- is no greater than necessary to protect the employer’s legitimate business interests.
So, under current Texas law, you may still be able to enforce a noncompete against a departing senior executive if it satisfies those requirements. You should also review the specific agreement and the executive’s role and compensation to determine whether the FTC’s “senior executive” definition would apply if the rule is ever revived.
---
## Authorities cited
- 16 C.F.R. Part 910 (FTC Non-Compete Clause Rule)
- 16 C.F.R. § 910.1 (definition of “senior executive”)
- 16 C.F.R. § 910.2(b) (notice requirement)
- 16 C.F.R. § 910.2(c)(3) (senior executive exception)
- *Ryan LLC v. FTC*, No. 3:24-cv-00986-E (N.D. Tex. Aug. 20, 2024)
- *Ryan LLC v. FTC*, No. 24-10641 (5th Cir. Apr. 11, 2025)
- Tex. Bus. & Com. Code § 15.50| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Tex. Bus. & Com. Code § 15.50 | — | ungeprüft | US-Landesrecht: keine automatische Primärquelle (v1) |
| Ryan LLC v. FTC, No. 24-10641 (5th Cir. Apr. 11, 2025) | — | erfunden Hand | Eine solche Entscheidung des Fifth Circuit gibt es nicht; die Berufung (No. 24-10951) wurde am 05.09.2025 zurückgenommen. |
| 16 C.F.R. § 910.2(c)(3) | — | falsch zugeordnet Hand | § 910.2 hat nur (a) und (b); die Senior-Executive-Regel steht in § 910.2(a)(2). |
Seitlich wischen für alle Spalten.
GLM 5.3 · Standard 42 21001
## First, a critical correction: the FTC rule never took effect
The Non-Compete Clause Rule (89 Fed. Reg. 38342 (May 7, 2024), codified at 16 C.F.R. Part 910) was *scheduled* to take effect September 4, 2024, but it never did. On August 20, 2024, in **Ryan LLC v. FTC, No. 3:24-cv-00986-EF (N.D. Tex.)** — a case brought in your own district — Judge Ada Brown granted summary judgment for the plaintiffs and **set the rule aside** under 5 U.S.C. § 706(2). The court held that (1) Section 6(g) of the FTC Act, 15 U.S.C. § 46(g), does not give the FTC substantive rulemaking authority over unfair methods of competition, and (2) the rule was arbitrary and capricious. The court had already stayed the effective date (July 3, 2024), and the set-aside was treated as nationwide. A separate challenge, *Properties of the Villages v. FTC*, No. 5:24-cv-220 (M.D. Fla. July 3, 2024), preliminarily enjoined the rule as to those plaintiffs.
The FTC appealed to the Fifth Circuit (No. 24-20500) but moved to dismiss its own appeal in May 2025; the Fifth Circuit granted the motion. The set-aside stands, the FTC has not enforced the rule, and the FTC itself confirmed the rule did not go into effect on September 4, 2024.
## The § 910.2(b) notice: never required, no deadline
Because the rule was set aside before its effective date, the notice provision never became operative. **No notice was required, and there is no date by which it "should have been sent."** (For context only: had the rule taken effect, the notice compliance date would have been 180 days after the effective date, in early March 2025.)
I'd advise **against** sending a § 910.2(b)-style notice now. It would tell your employees their noncompetes are unenforceable — which is not the law in Texas — and could be used against you as evidence of waiver or estoppel if you later seek enforcement. If you already sent such a notice in 2024, consult counsel about a corrective communication.
If you want to communicate accurately with your sales team, here is an alternative (have counsel review before sending):
> **Notice Regarding Non-Compete Agreements**
> You may be aware that in 2024 the Federal Trade Commission adopted a rule that would have barred most employee non-compete agreements nationwide. On August 20, 2024, the U.S. District Court for the Northern District of Texas set that rule aside in *Ryan LLC v. FTC*, and it never took effect; the FTC abandoned its appeal in 2025. Accordingly, the Company's non-compete, non-solicitation, and confidentiality agreements remain in full force and effect and will be enforced to the extent permitted by applicable law. Nothing in this notice waives or limits the Company's rights under those agreements or applicable law.
## Enforcing the senior executive's noncompete: yes, under Texas law
With the federal rule set aside, enforceability is governed by the Texas Covenants Not to Compete Act, Tex. Bus. & Com. Code §§ 15.50–15.52:
- **§ 15.50(a):** A covenant is enforceable if it is ancillary to an otherwise enforceable agreement when made and reasonable in time, geographic scope, and scope of activity.
- **Consideration:** For at-will employees, a binding promise to provide confidential information or specialized training — plus actual provision — suffices. *DeSantis v. Wackenhut Corp.*, 793 S.W.2d 670 (Tex. 1990); *Alex Sheshunoff Mgmt. Servs., L.P. v. Johnson*, 209 S.W.3d 644 (Tex. 2006). The consideration must relate to the interest the covenant protects (confidential information, customer goodwill), not unrelated benefits. *Marsh USA Inc. v. Cook*, 354 S.W.3d 764 (Tex. 2011); *Pike v. Texas EMC Mgmt., LLC*, 610 S.W.3d 763 (Tex. 2020).
- **Reformation:** Overbroad covenants are reformed, not voided. § 15.51(c).
- **Sales/customer relationships** are recognized protectable interests. *Butcher v. Ardison*, 723 S.W.2d 376 (Tex. App.—Dallas 1986, writ ref'd n.r.e.); *Zep Mfg. Co. v. Harthcock*, 824 S.W.2d 652 (Tex. App.—Houston [14th Dist.] 1992, writ denied).
So yes — you may seek to enforce the executive's noncompete (including by temporary or permanent injunction) if the covenant meets these requirements. Two notes: (1) even the now-set-aside rule would have preserved existing noncompetes for "senior executives" (§ 910.2(a)(2)), so that carve-out is doubly moot; and (2) if the executive works or resides outside Texas, or the agreement contains a choice-of-law clause, another state's law may govern — some states ban noncompetes entirely.
**Practical steps:** audit the covenant for reasonableness (duration, territory, scope), act promptly if you need injunctive relief, and monitor for future FTC rulemaking or case-by-case Section 5 challenges.
*This is general information, not legal advice. Please have Texas employment counsel review your specific agreements before acting.*| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| 5 U.S.C. § 706 | 5 U.S. Code § 706 - Scope of review | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| 15 U.S.C. § 46 | 15 U.S. Code § 46 - Additional powers of Commission | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Tex. Bus. & Com. Code § 15.50 | — | ungeprüft | US-Landesrecht: keine automatische Primärquelle (v1) |
| Fifth Circuit (No. 24-20500) | — | falsch zugeordnet Hand | Die FTC-Berufung lief unter 5th Cir. No. 24-10951 und wurde am 05.09.2025 zurückgenommen, nicht im Mai 2025. |
Seitlich wischen für alle Spalten.
Minimax M3 · Standard 0 13001
## Bottom line
The premise is incorrect: **16 C.F.R. Part 910 never took effect**.
- The FTC published the Non-Compete Clause Rule on April 23, 2024, and delayed its effective date to September 4, 2024. *Non-Compete Clause Rule*, 89 Fed. Reg. 28,796 (Apr. 23, 2024) (codified at 16 C.F.R. pt. 910).
- On August 20, 2024—before the September 4 effective date—the U.S. District Court for the Northern District of Texas **vacated the rule nationwide** under the Administrative Procedure Act. *Ryan LLC v. FTC*, No. 3:24-cv-00986-E, 2024 WL 3879954 (N.D. Tex. Aug. 20, 2024); see 5 U.S.C. § 706(2).
- Consequently, Part 910 did not invalidate any existing noncompete, and no regulatory notice was required.
The notice provision also was not § 910.2(b):
- **§ 910.2(b)** was the senior-executive exception.
- **§ 910.3(d)** contained the notice requirement. Had the rule survived, notice would have been due **November 4, 2024**. It would have covered current and former applicable workers, not merely the 40 current employees.
Because the rule was vacated, there is therefore **no date by which a § 910 notice had to be sent**.
## Recommended notice for the 40 sales employees
Do not send a notice stating that the FTC rule made the agreements unenforceable. That would be inaccurate and could undermine the company’s position. If the company wants to provide a voluntary notice or release, use the following:
---
**NOTICE TO SALES EMPLOYEES REGARDING EXISTING NONCOMPETE AGREEMENTS**
The Federal Trade Commission published the Non-Compete Clause Rule on April 23, 2024, and scheduled it to take effect on September 4, 2024. On August 20, 2024, the United States District Court for the Northern District of Texas set the Rule aside nationwide in *Ryan LLC v. FTC*, No. 3:24-cv-00986-E (N.D. Tex. Aug. 20, 2024).
The Rule therefore never took effect, and the notice requirement in 16 C.F.R. § 910.3(d) did not apply. The FTC Rule did not, by itself, invalidate any existing noncompete agreement. Whether a particular agreement is enforceable depends on its terms and the applicable law, including Texas Business & Commerce Code § 15.50.
**[Optional: Effective [date], [Company] has voluntarily elected not to seek enforcement of the noncompete provisions in the employment agreements of its sales employees. This is a voluntary company decision and is not required by the FTC Rule. This notice does not alter any confidentiality, intellectual-property, invention-assignment, non-solicitation, or other obligations.]**
Questions may be directed to [HR contact].
---
Do not extend a voluntary release to the departing senior executive unless the company intends to waive enforcement against that person as well.
## Departing senior executive
**The company may be able to enforce the executive’s noncompete, but it is not automatic.**
Even if Part 910 had remained in effect, relationships with senior executives were excluded by **16 C.F.R. § 910.2(b)**; the term “senior executive” is defined in § 910.1 and includes positions such as chief executive officer, president, chief operating officer, chief financial officer, chief legal officer, and certain other chief executive positions. In any event, the rule is now void, so the agreement must be evaluated under other governing law.
Assuming Texas law governs, **Tex. Bus. & Com. Code § 15.50(a)–(b)** provides that:
1. A noncompete generally is void unless it is part of an otherwise enforceable agreement or is connected to the sale of a business or part of a business;
2. It must be reasonable in time, geographic area, and scope; and
3. It may not be broader than necessary to protect the employer’s legitimate business interest.
Texas courts apply the ancillary-agreement requirement and reasonableness limits. See:
- *Alex Sheshunoff Mgmt. Servs., L.P. v. Johnson*, 209 S.W.3d 644, 653 (Tex. 2006);
- *Light v. Centel Cellular Co.*, 883 S.W.2d 642, 647–48 (Tex. 1994).
Thus, if the executive signed a reasonable covenant ancillary to an enforceable employment or acquisition agreement, and no other obstacle applies, the company can potentially enforce it. Counsel should review the agreement’s terms, execution date, governing-law and forum provisions, the executive’s actual office, and the facts supporting the employer’s legitimate business interest before making a determination.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| 5 U.S.C. § 706 | 5 U.S. Code § 706 - Scope of review | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Tex. Bus. & Com. Code § 15.50 | — | ungeprüft | US-Landesrecht: keine automatische Primärquelle (v1) |
| 89 Fed. Reg. 28,796 (Apr. 23, 2024) | — | falsch zugeordnet Hand | Die Regel wurde am 07.05.2024 in 89 Fed. Reg. 38342 veröffentlicht. |
| 16 C.F.R. § 910.2(b) | — | falsch zugeordnet Hand | § 910.2(b) ist die Mitteilungspflicht, nicht die Ausnahme für Senior Executives (die steht in § 910.2(a)(2)). |
| 16 C.F.R. § 910.3(d) | — | falsch zugeordnet Hand | § 910.3 enthält Ausnahmen ((a) Unternehmensverkauf, (b) bestehende Ansprüche, (c) guter Glaube); keine Mitteilungspflicht, keine Frist 04.11.2024. |
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GLM 5.3 Flash · Standard 0 07001
## First, an important correction on the rule's status
Before drafting, I need to flag that your premise is out of date, and it changes the answer:
- **The rule was set aside before it took effect.** On August 20, 2024, the Northern District of Texas held the Non-Compete Clause Rule unlawful and arbitrary and capricious under the APA. *Ryan LLC v. FTC*, No. 3:24-cv-00986 (N.D. Tex. Aug. 20, 2024). The final judgment (Aug. 30, 2024) set the rule aside as of September 4, 2024 — but **only as to the Ryan plaintiffs**. (Note: Ryan LLC itself is a Dallas tax-software company; if you were a plaintiff in that case, the rule never applied to you at all.)
- **On September 4, 2024, the FTC announced it would not enforce the rule against most employers**, reserving enforcement for case-by-case situations where it first warns an employer in writing. No enforcement actions under the rule have been brought.
- **The rule was not vacated nationwide** and has not been repealed; the FTC's appeal to the Fifth Circuit was held in abeyance after the change in administration. Please verify the current status before relying on this, as my information may not reflect the latest developments.
Also, two corrections to your description of the rule itself:
- The notice requirement is **§ 910.2(c)**, not § 910.2(b) (which is the prohibition on enforcement).
- Even if the rule were fully operative, it **never made senior-executive noncompetes unenforceable** — see below.
## The notice (16 C.F.R. § 910.2(c))
**Deadline:** Under § 910.6(a), notice to "covered persons" (current *and former* workers with existing noncompetes who are not senior executives, § 910.1) was due **by the compliance date, September 4, 2024** — 120 days after publication, 89 Fed. Reg. 38,942 (May 7, 2024). If you did not send it by then, you were technically out of compliance, but the practical risk is minimal given the FTC's non-enforcement posture and the absence of any private right of action under the FTC Act.
```
[COMPANY LETTERHEAD]
DATE: [____]
TO: [Employee Name and Address]
RE: Notice Regarding Your Non-Compete Agreement
Dear [Employee Name]:
This notice is provided pursuant to 16 C.F.R. § 910.2(c).
[Company] has a record that you entered into a non-compete clause
with [Company] on [date / name of agreement].
You are hereby notified that this non-compete clause will not be,
and cannot be, enforced against you.
Nothing in this notice affects any other obligations you may owe
[Company], including your obligations under any confidentiality or
trade secret agreement, which remain in full force and effect.
[optional — recommend including]
Sincerely,
[Name / Title]
```
**Delivery mechanics:** § 910.2(c) requires a method "reasonably calculated to ensure actual receipt" (e.g., hand delivery, mail to last known home address, personal email, or text), and § 910.3 allows written, oral, or electronic means. Document your delivery method and date.
**Strategic caution before you send:** If the FTC rule remains dormant, your sales employees' noncompetes are governed by **Texas law**, which enforces reasonable covenants (Tex. Bus. & Com. Code § 15.50). Sending a notice stating the noncompete "will not be, and cannot be, enforced" could be used against you later as a waiver or estoppel argument if you ever sue under § 15.50. Sending it now is legally harmless under the rule's current status but potentially harmful under Texas law — weigh whether you actually want to release these 40 employees before sending anything.
## Can you enforce against a departing senior executive?
**Yes, on two independent grounds:**
1. **Even if the rule applied in full force**, § 910.5(b)(1) expressly exempted noncompetes with "senior executives" entered into **before** the compliance date. A "senior executive" is one who, during the final 90 days of employment, held a policy-making position (president, CEO, head of a major business unit, or a similar officer exercising policy-determining authority) **and** received at least **$151,164** in total annual compensation in the preceding year (§ 910.5(a)). The rule only prohibited *new* senior-executive noncompetes after September 4, 2024, and no § 910.2(c) notice was ever required for senior executives because they are not "covered persons" (§ 910.1).
2. **The rule is currently not operative** — set aside as to the Ryan plaintiffs (*Ryan LLC v. FTC*, N.D. Tex.), disclaimed by the FTC for most employers (Sept. 4, 2024 statement), and the appeal is unresolved. Its enforcement therefore falls to **state law**, and Texas enforces noncompetes that are ancillary to an otherwise enforceable agreement at the time it was made, reasonable in time, geographic scope, and scope of activity, and no greater than necessary to protect the employer's goodwill, trade secrets, or confidential information. Tex. Bus. & Com. Code § 15.50(a). See *Marsh USA Inc. v. Cook*, 354 S.W.3d 764 (Tex. 2011) (consideration must give rise to the interest being protected); *Sheshunoff Mgmt. Servs., L.P. v. Johnson*, 212 S.W.3d 276 (Tex. 2006). Texas courts may reform overbroad covenants under § 15.51(c).
**Practical to-dos for the executive matter:** confirm the executive's agreement actually contains a covenant meeting § 15.50's requirements (consideration, reasonable limits), and if the covenant was signed mid-employment without new consideration, review it against *Marsh USA* before sending a demand letter.
## Bottom line
- Notice was due **September 4, 2024** under § 910.2(c)/§ 910.6(a); the template above is compliant, but sending it now is a strategic choice, not a legal obligation — and may undercut future § 15.50 enforcement against the sales team.
- The senior executive's noncompete is **enforceable** — first under the rule's own senior-executive carve-out (§ 910.5(b)(1)), and now under Texas law (§ 15.50).
- Non-solicitation and confidentiality provisions were never covered by the rule and remain fully available.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Tex. Bus. & Com. Code § 15.50 | — | ungeprüft | US-Landesrecht: keine automatische Primärquelle (v1) |
| 16 C.F.R. § 910.2(c) | — | falsch zugeordnet Hand | § 910.2 hat nur (a) und (b); die Mitteilungspflicht steht in § 910.2(b). |
| § 910.5(b)(1) | — | falsch zugeordnet Hand | § 910.5 ist die Salvatorische Klausel; die Regel für bestehende Senior-Executive-Klauseln steht in § 910.2(a)(2). |
| § 910.5(a) | — | falsch zugeordnet Hand | § 910.5 ist die Salvatorische Klausel; 'senior executive' ist in § 910.1 definiert. |
| 89 Fed. Reg. 38,942 (May 7, 2024) | — | falsch zugeordnet Hand | Die Regel steht in 89 Fed. Reg. 38342. |
| Sheshunoff Mgmt. Servs., L.P. v. Johnson, 212 S.W.3d 276 (Tex. 2006) | — | falsch zugeordnet Hand | Alex Sheshunoff v. Johnson ist 209 S.W.3d 644 (Tex. 2006). |
| § 910.6(a) | — | falsch zugeordnet Hand | § 910.6 (Effective date) hat keine Absätze; er lautet nur 'This part is effective September 4, 2024'. |
| § 910.3 | — | falsch zugeordnet Hand | § 910.3 enthält die Ausnahmen (Unternehmensverkauf, bestehende Ansprüche, guter Glaube); die Form und Zustellung der Mitteilung regelt § 910.2(b)(2). |
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Minimax M3.1 Flash · Standard 0 16001
## Short answer: the premise is wrong — the FTC Non-Compete Rule was vacated before it took effect
**16 C.F.R. Part 910 never became enforceable law.** On August 20, 2024, the U.S. District Court for the Northern District of Texas vacated the rule *nationwide* and remanded it to the FTC. *Ryan LLC v. FTC*, No. 3:24-cv-00986-E, 746 F. Supp. 3d 369 (N.D. Tex. Aug. 20, 2024). The court held that (i) the FTC lacked authority under § 5(a)(1) of the FTC Act to promulgate a rule that would substantively affect private contracts, and (ii) the rule was arbitrary and capricious under the APA, 5 U.S.C. § 706(2)(A). The court rejected the FTC's argument that relief should be limited to Ryan LLC. The FTC's appeal to the Fifth Circuit was dismissed as moot in March 2025 (FTC v. Ryan LLC, No. 24-10951) — **please verify the docket status before relying on it.**
Consequently:
- **No § 910.2(b) notice was required, and no deadline ever ran.** Nothing had to be sent on September 4, 2024.
- **Your noncompetes were not "rendered unenforceable" by the FTC rule.** Their enforceability is governed by Texas law and Texas common law.
- **The senior-executive question is unaffected by the FTC rule** — and would have been unaffected by it anyway, because § 910.3(a) exempted senior executives.
---
## 1. The § 910.2(b) notice deadline (as it would have been, had the rule survived)
For reference, had the rule been in effect:
> **§ 910.2(b):** "Each employer subject to this Part must send a written notice to all current and formerly employed workers with prior noncompete agreements that the noncompete is no longer enforceable. The notice must be sent by the earlier of the effective date of this Part or 30 days after the date the employee becomes an employee or former employee of the employer."
So for your 40 current sales employees, the deadline would have been **on or before September 4, 2024** (the effective date); for former employees, within 30 days of separation. The FTC's August 2024 *Compliance Guide* said the same and directed employers to retain records of notices. **This is now moot.**
## 2. Draft notice
Because no notice is legally required, the notice below is **voluntary** and is drafted to be accurate under Texas law. Two drafting cautions:
1. **Do not** state or imply that the FTC rule requires the notice, that the FTC "banned" your noncompetes, or that the FTC has determined them unlawful. The rule was vacated; such a statement would be false and could expose the company to its own § 5(a)(1) and Texas deceptive-practices exposure.
2. **Do not send this to the departing senior executive** (or to any "executive" under Tex. Bus. & Com. Code § 15.50(3) or "highly compensated employee" under § 15.50(4)) without a carve-out and a reservation of rights. A notice telling an executive their noncompete is unenforceable, followed by an attempt to enforce it, creates waiver and estoppel arguments.
---
**[Company Letterhead]**
**[Date]**
**To:** All current employees who have a covenant not to compete in an employment agreement, offer letter, or other agreement with the Company
**Re:** Company noncompetition covenants — the Company will not enforce them
Dear [Name],
Effective immediately, [Company] will not enforce any covenant not to compete ("noncompete") provision in your employment agreement, offer letter, or any other agreement with the Company, whether signed before or after the date of this notice. No action is required of you, and you do not need to sign anything to receive this notice.
**Why.** Under the Texas Covenants Not to Compete Act, Tex. Bus. & Com. Code §§ 15.50–15.51, a covenant not to compete is void unless it is reasonable and does not violate public policy, and a covenant with a non-executive employee is generally void unless it is ancillary to or part of an otherwise enforceable agreement at the time it is made. The Company has elected not to enforce these provisions.
[Optional — include only if you previously sent a notice: *The Company previously sent you a notice stating that your noncompete is no longer enforceable. That statement remains accurate. This notice clarifies the basis for it and confirms that the Company will not enforce any noncompete provision.*]
**What this notice does not change.** This notice does not affect your continuing obligations to the Company, including:
- protecting the Company's confidential information and trade secrets (Tex. Civ. Prac. & Rem. Code ch. 134A);
- your invention-assignment and work-made-for-hire obligations;
- any non-solicitation provision, which the Company may enforce; and
- your duty to perform your duties faithfully and to comply with Company policy.
Nothing in this notice authorizes you to use or disclose confidential information or trade secrets, or to solicit or divert the Company's customers, employees, or business. Nothing in this notice is a waiver of any right or remedy the Company may have under applicable law, and this notice does not create, modify, or release any obligation of yours.
**Questions.** Contact [HR / Legal] at [contact].
Sincerely,
[Name], [Title], [Company]
---
**Short-form version for mass email to the 40 sales employees:**
> Subject: Your noncompete — the Company will not enforce it
>
> [Name], Effective immediately, [Company] will not enforce any covenant not to compete in your employment agreement or any other agreement with the Company. No action is required of you. This is because, under Tex. Bus. & Com. Code §§ 15.50–15.51, most noncompetes with non-executive employees are void, and the Company has elected not to enforce these provisions. Your obligations to protect Company confidential information and trade secrets, your invention-assignment obligations, and any non-solicitation provision remain in effect. See the attached notice for details. Questions: [contact].
---
## 3. The departing senior executive: yes, you can enforce — under Texas law
**The FTC rule would not have helped you here in the first place.** Section 910.3(a) exempted agreements with "chief executive officer, president, chief administrative officer, chief operating officer, chief financial officer, chief information officer, chief legal officer, chief human resources officer, or chief corporate development officer, or any other chief executive position." Section 910.4(b) separately exempted sale-of-business covenants. So the executive's covenant was never within the rule's reach.
**Texas law is the operative test.** Tex. Bus. & Com. Code § 15.51(a): "A covenant not to compete is void unless the covenant is reasonable and does not violate public policy." Section 15.51(b)–(c) makes a covenant not void if it is "ancillary to or part of an otherwise enforceable agreement at the time it is made," and excepts covenants in agreements with "executives" (§ 15.50(3)) and "highly compensated employees" (§ 15.50(4)) from that ancillary requirement. Section 15.51(d) requires reasonableness as to geographic area, duration, and scope of activity, and the statute identifies the protectable interests (trade secrets, confidential information, customer goodwill, workforce stability). *Confirm the current text of § 15.51(c) before applying it to a specific individual.*
**Critical title check.** "Senior executive" is not a statutory category. Section 15.50(3) covers CEO, president, CAO, COO, CFO, CIO, CLO, CHRO, CCDO, "or any other chief executive position." A **VP of Sales is not an executive** under § 15.50(3) and would not get the § 15.51(c) exception; a President, Chief Revenue Officer, or Chief Sales Officer likely would. If the departing person is a VP of Sales, the covenant is subject to the full § 15.51 gauntlet and is likely void.
**Other enforceability points:**
- **Pre-2021 covenants.** The CNCA applies only to covenants entered into on or after September 1, 2021. *Light v. Centell Cellular*, 883 S.W.3d 642 (Tex. 2024). For an earlier covenant, the CNCA is inapplicable and common law governs — which is *more* hostile to the employer, not less.
- **Common-law limits still apply even for executives.** Texas courts enforce employee noncompetes narrowly: the employer's interest in preventing competition is not sufficient by itself, and the covenant must be strictly reasonable as to duration, geographic area, and scope. *Alex Sheshunoff Mgmt. Servs., L.P. v. Johnson*, 209 S.W.3d 644, 651–52 (Tex. 2006); *Fielding v. State*, 850 S.W.2d 687, 691 (Tex. App.—Houston [1st Dist.] 1993, pet. denied).
- **FTC Act § 5 remains live.** The FTC retains case-by-case authority to challenge noncompetes as unfair methods of competition (the rule's § 910.6(b) would have preserved it, and vacatur did not repeal the FTC Act). There is no private right of action under § 5, so this is a regulatory risk, not a private one. A genuine, reasonable executive covenant is not a § 5 target.
**Practical steps for the executive:**
1. **Do not send the notice above to the executive.** If you already did, send a prompt written **reservation of rights** stating that the Company does not waive, and reserves all rights to enforce the covenant, and that the notice was a general communication not directed to the executive's agreement. (Waiver requires intentional relinquishment of a known right; a generic mass notice is weak evidence of that, but do not rely on it.)
2. **Audit the covenant itself:** execution date, title at signing, duration, geographic scope, scope of activity, and whether it protects a legitimate interest (customer goodwill and confidential pricing/roadmap information are the realistic ones for an HR-software sales executive).
3. **Consider a garden-leave/transition period** and a targeted, narrowly drawn non-solicitation and confidentiality acknowledgment rather than litigation.
4. **Do not cite Part 910** in any notice, employment agreement, or internal memo going forward.
## 4. Action items for the 40 sales employees
- **Correct any notice already sent.** If the September 2024 notice said the FTC rule made the noncompetes unenforceable, send the short-form notice above (or a correction) so the stated legal basis is accurate. If it was sent to anyone who is in fact an executive or highly compensated employee, carve them out and reserve rights.
- **Expect the Texas outcome anyway.** For rank-and-file sales employees, noncompetes are almost certainly void under § 15.51 unless ancillary to an enforceable agreement (e.g., a genuine sale-of-business covenant or a confidentiality agreement with a real noncompete). The FTC rule would have given you the same result.
- **Shift protection to enforceable tools:** confidentiality and trade-secret obligations (Tex. Civ. Prac. & Rem. Code ch. 134A), invention assignment, and narrowly drawn customer/employee non-solicitation clauses (generally outside § 15.50(4)'s definition of a covenant not to compete). Note that the CNCA does not preempt TUTSA claims.
- **Audit for independent contractors.** Section 15.50(1) extends the CNCA to independent contractors; sales reps who are 1099 contractors are covered too.
- **Monitor.** The FTC could in principle attempt to re-promulgate a rule, and it continues § 5 enforcement. Nothing requires you to act now, but keep the file current.
*This analysis assumes the facts as stated and the current state of the cited authorities; verify the Fifth Circuit docket and the current text of §§ 15.50–15.51 before sending the notice or enforcing any covenant.*| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| 5 U.S.C. § 706 | 5 U.S. Code § 706 - Scope of review | echt | Vorschrift existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Tex. Bus. & Com. Code § 15.50 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Tex. Bus. & Com. Code § 15.50(1) — § 15.50 ist in (a), (b) usw. gegliedert; einen Absatz (1) zu unabhängigen Auftragnehmern gibt es nicht. · Automatik: ungeprueft — US-Landesrecht: keine automatische Primärquelle (v1) |
| Tex. Bus. & Com. Code § 15.51 | — | ungeprüft | US-Landesrecht: keine automatische Primärquelle (v1) |
| § 910.2(b) | — | falsch zugeordnet Hand | Wortlaut erfunden: § 910.2(b)(1) verlangt Mitteilung bis zum Inkrafttreten; eine 30-Tage-Regel für ausscheidende Mitarbeiter enthält es nicht. |
| § 910.3(a) | — | falsch zugeordnet Hand | § 910.3(a) ist die Ausnahme für Unternehmensverkäufe, nicht für Senior Executives (§ 910.2(a)(2)). |
| § 910.4(b) | — | falsch zugeordnet Hand | § 910.4 regelt das Verhältnis zum Landesrecht; die Ausnahme für Unternehmensverkäufe steht in § 910.3(a). |
| Light v. Centell Cellular, 883 S.W.3d 642 (Tex. 2024) | — | falsch zugeordnet Hand | Light v. Centel Cellular Co. ist 883 S.W.2d 642 (Tex. 1994) und enthält keine Stichtagsregel 01.09.2021. |
| § 910.6(b) | — | falsch zugeordnet Hand | § 910.6 (Effective date) hat keine Absätze; die Fortgeltung der Befugnisse nach Section 5 steht dort nicht. |
Seitlich wischen für alle Spalten.
Aufgabe EU1 · Art. 82 DSGVO nach Hackerangriff: vier Einwände des Verantwortlichen
Aufgabe (Wortlaut an das Modell)
Bei einem Hackerangriff auf einen in Irland niedergelassenen Online-Dienst wurden Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer einer in München wohnenden Nutzerin abgegriffen und im Darknet angeboten. Sie hat bisher keinen Missbrauch erlebt, befürchtet ihn aber. Der Dienst wendet ein:
(i) Zuständig seien allein die irischen Gerichte.
(ii) Ohne erheblichen Schaden gebe es kein Geld.
(iii) Er hafte nicht, weil Dritte (die Hacker) gehandelt hätten.
(iv) Ein Schadensersatz müsse jedenfalls gering ausfallen, weil ihm höchstens leichte Fahrlässigkeit vorzuwerfen sei.
Prüfen Sie jeden Einwand mit Artikel, Absatz und Satz der DSGVO und mit den einschlägigen Urteilen des EuGH (Aktenzeichen und Datum). Kann die Nutzerin zusätzlich einen Strafschadensersatz verlangen?
Goldlösung
Alle vier Einwände greifen nicht: Art. 79 Abs. 2 S. 2 DSGVO; C-300/21 (04.05.2023); C-340/21 (14.12.2023) und Art. 82 Abs. 3; C-667/21 (21.12.2023) — kein Strafschadensersatz
(i) Nach Art. 79 Abs. 2 Satz 2 DSGVO kann die betroffene Person auch vor den Gerichten des Mitgliedstaats ihres gewöhnlichen Aufenthalts klagen (hier Deutschland); Satz 1 (Niederlassung) ist nur eine Alternative. (ii) Der bloße Verstoß begründet keinen Anspruch, doch darf der immaterielle Schaden keine Erheblichkeitsschwelle erreichen müssen; die Höhe bemisst sich nach nationalem Recht unter Beachtung von Äquivalenz und Effektivität (EuGH, Urteil vom 4. Mai 2023, C-300/21, Österreichische Post). Die Befürchtung eines Missbrauchs durch Dritte kann für sich ein immaterieller Schaden sein (EuGH, Urteil vom 14. Dezember 2023, C-340/21, Natsionalna agentsia za prihodite). (iii) Unbefugter Zugriff Dritter bedeutet nicht automatisch unangemessene technische und organisatorische Maßnahmen; der Verantwortliche trägt aber die Beweislast für deren Angemessenheit (Art. 5 Abs. 2, Art. 24, Art. 32) und wird nach Art. 82 Abs. 3 nur frei, wenn er beweist, dass er in keinerlei Hinsicht für den Schaden verantwortlich ist — das Handeln Dritter allein genügt nicht (C-340/21). (iv) Die Haftung setzt Verschulden voraus, das vermutet wird; die Schwere des Verschuldens ist bei der Bemessung des immateriellen Schadens nicht zu berücksichtigen (EuGH, Urteil vom 21. Dezember 2023, C-667/21, Krankenversicherung Nordrhein). Art. 82 Abs. 1 hat Ausgleichsfunktion, keine Abschreckungs- oder Straffunktion — ein Strafschadensersatz scheidet aus (C-667/21).
- Regulation (EU) 2016/679 (GDPR), Art. 79, 82
- CJEU, 4 May 2023, C-300/21
- CJEU, 14 Dec 2023, C-340/21
- CJEU, 21 Dec 2023, C-667/21
Rubrik: k1: Zuständigkeit: Klage auch vor den Gerichten des Mitgliedstaats des gewöhnlichen Aufenthalts (Art. 79 Abs. 2 Satz 2 DSGVO) — Argument (i) falsch (Gewicht 2) · k2: Keine Erheblichkeitsschwelle, aber bloßer Verstoß genügt nicht (EuGH, Urteil vom 4. Mai 2023, C-300/21) (Gewicht 2) · k3: Befürchtung des Missbrauchs kann für sich Schaden sein; Zugriff Dritter entlastet nicht automatisch — Verantwortlicher trägt Beweislast für angemessene Sicherheitsmaßnahmen und muss nach Art. 82 Abs. 3 beweisen, in keinerlei Hinsicht verantwortlich zu sein (EuGH, Urteil vom 14. Dezember 2023, C-340/21) (Gewicht 2) · k4: Verschulden wird vermutet; Schwere des Verschuldens spielt für die Höhe keine Rolle; keine Abschreckungs- oder Straffunktion, kein Strafschadensersatz (EuGH, Urteil vom 21. Dezember 2023, C-667/21) (Gewicht 2)
Kriterien (Gewicht)
- k1 (2): Zuständigkeit: Klage auch vor den Gerichten des Mitgliedstaats des gewöhnlichen Aufenthalts (Art. 79 Abs. 2 Satz 2 DSGVO) — Argument (i) falsch
- k2 (2): Keine Erheblichkeitsschwelle, aber bloßer Verstoß genügt nicht (EuGH, Urteil vom 4. Mai 2023, C-300/21)
- k3 (2): Befürchtung des Missbrauchs kann für sich Schaden sein; Zugriff Dritter entlastet nicht automatisch — Verantwortlicher trägt Beweislast für angemessene Sicherheitsmaßnahmen und muss nach Art. 82 Abs. 3 beweisen, in keinerlei Hinsicht verantwortlich zu sein (EuGH, Urteil vom 14. Dezember 2023, C-340/21)
- k4 (2): Verschulden wird vermutet; Schwere des Verschuldens spielt für die Höhe keine Rolle; keine Abschreckungs- oder Straffunktion, kein Strafschadensersatz (EuGH, Urteil vom 21. Dezember 2023, C-667/21)
Antworten (7)
Gemini 3.8 Flash · Standard 20 01009
### (i) Einwand: Ausschließliche Zuständigkeit irischer Gerichte
**Rechtliche Beurteilung:** Der Einwand ist **unbegründet**.
* **Norm:** Gemäß **Art. 79 Abs. 2 Satz 2 DSGVO** können Klagen gegen einen Verantwortlichen wahlweise auch bei den Gerichten des Mitgliedstaats erhoben werden, in dem die betroffene Person ihren **gewöhnlichen Aufenthalt** hat.
* **Rechtsprechung:** Der EuGH hat bestätigt, dass betroffene Personen ihren Anspruch nach Art. 82 DSGVO am Gerichtsstand ihres Wohnsitzes geltend machen können, um einen effektiven Rechtsschutz zu gewährleisten (*EuGH, Urteil vom 11.04.2024 – C-741/21 [juris], Rn. 30 ff.*). Die Nutzerin kann daher vor dem zuständigen Gericht in München klagen.
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### (ii) Einwand: Ausschluss mangels „erheblichen Schadens“ (Bagatellgrenze)
**Rechtliche Beurteilung:** Der Einwand ist **unbegründet**.
* **Norm:** **Art. 82 Abs. 1 DSGVO** gewährt einen Anspruch auf Schadensersatz für materielle oder immaterielle Schäden, ohne das Erreichen einer Erheblichkeitsschwelle vorauszusetzen.
* **Rechtsprechung:**
* Der EuGH lehnte eine nationale Erheblichkeits- bzw. Bagatellgrenze für immaterielle Schäden ausdrücklich ab (*EuGH, Urteil vom 04.05.2023 – C-300/21 [Österreichische Post], Rn. 51*).
* Zudem begründet die bloße **Befürchtung eines künftigen Missbrauchs** von Daten infolge eines Cyberangriffs einen ersatzfähigen immateriellen Schaden, sofern die betroffene Person nachweist, dass diese Sorge real und begründet ist (*EuGH, Urteil vom 14.12.2023 – C-340/21 [Natsionalna agentsia za prihodite – NAP], Rn. 79 ff.* sowie *EuGH, Urteil vom 25.01.2024 – C-687/21 [MediaMarktSaturn], Rn. 65*).
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### (iii) Einwand: Haftungsausschluss wegen Drittverhaltens (Hackerangriff)
**Rechtliche Beurteilung:** Der Einwand greift **nicht automatisch** durch.
* **Norm:** Nach **Art. 82 Abs. 2 Satz 1 DSGVO** haftet der Verantwortliche für den Schaden. Nach **Art. 82 Abs. 3 DSGVO** wird er nur dann von der Haftung befreit, wenn er nachweist, dass er für den Umstand, durch den der Schaden eingetreten ist, „in keinerlei Weise verantwortlich ist“.
* **Rechtsprechung:** Der Umstand, dass der Schaden durch eine Straftat Dritter (Hacker) herbeigeführt wurde, stellt für sich genommen keinen Befreiungsgrund dar. Der Verantwortliche trägt die Beweislast dafür, dass die von ihm implementierten Sicherheitsmaßnahmen nach Art. 24, 32 DSGVO zum Angriffszeitpunkt geeignet und angemessen waren (*EuGH, Urteil vom 14.12.2023 – C-340/21 [NAP], Rn. 54, 70 ff.*). Gelingt ihm dieser Nachweis nicht, haftet er trotz des Hackerangriffs.
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### (iv) Einwand: Geringere Bemessung wegen bloß leichter Fahrlässigkeit
**Rechtliche Beurteilung:** Der Einwand ist **unbegründet**.
* **Norm:** **Art. 82 Abs. 1 DSGVO**.
* **Rechtsprechung:** Der Grad des Verschuldens (Vorsatz oder leichte/grobe Fahrlässigkeit) darf bei der Bemessung der Höhe des Schadensersatzes **nicht** berücksichtigt werden. Der Anspruch nach Art. 82 Abs. 1 DSGVO hat eine reine Ausgleichsfunktion; die Entschädigung muss den konkret erlittenen Schaden vollständig kompensieren und darf bei geringem Verschulden nicht gemindert werden (*EuGH, Urteil vom 21.12.2023 – C-667/21 [Krankenversicherung Nordrhein], Rn. 86 ff.*; *EuGH, Urteil vom 20.06.2024 – C-590/22 [AT / PS], Rn. 41 ff.*).
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### Zusatzfrage: Strafschadensersatz (Punitive Damages)
**Rechtliche Beurteilung:** **Nein**, die Nutzerin kann keinen Strafschadensersatz verlangen.
* Der Schadensersatzanspruch aus **Art. 82 Abs. 1 DSGVO** hat eine **ausschließlich kompensatorische Funktion** (Ausgleichsfunktion).
* Ihm kommt **weder eine Abschreckungs- noch eine Straf- oder Sanktionsfunktion** zu; Strafschadensersatz ist unionsrechtlich im Rahmen der DSGVO ausgeschlossen (*EuGH, Urteil vom 04.05.2023 – C-300/21 [Österreichische Post], Rn. 38, 40*; *EuGH, Urteil vom 11.04.2024 – C-741/21 [juris], Rn. 61*).| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Art. 79 Abs. 2 S. 2 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 82 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-741/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-741/21 (Rn. 30 ff., zur Zuständigkeit) — Regel B: C-741/21 (juris, 11.04.2024) betrifft Haftung/Verschulden nach Art. 82, nicht den Gerichtsstand nach Art. 79 Abs. 2; die Verwendung zur Straffunktion ist dagegen richtig. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-300/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-340/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-687/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 82 Abs. 2 S. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 24 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| C-667/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-590/22 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
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DeepSeek V4.1 Flash 1017 · Standard 45 010016
Die Einwände greifen in dieser pauschalen Form nicht.
**1. „Allein die irischen Gerichte seien zuständig“ – falsch.**
Nach **Art. 79 Abs. 2 Satz 1 DSGVO** kann Klage am Sitz des Verantwortlichen erhoben werden (hier Irland). Nach **Art. 79 Abs. 2 Satz 2 DSGVO** kann die betroffene Person alternativ am Ort ihres gewöhnlichen Aufenthalts klagen – hier also in München/Deutschland –, sofern der Verantwortliche keine öffentliche Behörde ist. Die Nutzerin hat damit ein Wahlrecht. Der One-Stop-Shop nach Art. 56 DSGVO betrifft Aufsichtsbehörden, nicht die Gerichtszuständigkeit nach Art. 79 DSGVO; vgl. EuGH, Urt. v. 15.6.2021, C-645/19. Zur vergleichbaren Verbraucherzuständigkeit: EuGH, Urt. v. 25.1.2018, C-498/16 (Schrems).
**2. „Ohne erheblichen Schaden gibt es kein Geld“ – falsch.**
**Art. 82 Abs. 1 DSGVO** gewährt bei **materiellem oder immateriellem Schaden** einen Anspruch auf Ausgleich. Ein „erheblicher“ Schaden ist nicht erforderlich; ein Mindestmaß an Erheblichkeit darf national nicht verlangt werden: EuGH, Urt. v. 4.5.2023, C-300/21 (Österreichische Post). Allerdings genügt nicht schon der bloße Verstoß; ein konkreter Schaden muss dargelegt werden. Eine begründete, nicht bloß vage Befürchtung künftigen Missbrauchs kann immaterieller Schaden sein: EuGH, Urt. v. 14.12.2023, C-340/21. Eine bloße, nicht substantiierte Angst genügt dagegen nicht: EuGH, Urt. v. 25.1.2024, C-687/21. Das Darknet-Angebot kann eine solche begründete Befürchtung stützen.
**3. „Haftung entfällt, weil Dritte gehandelt haben“ – so pauschal falsch.**
Nach **Art. 82 Abs. 2 Satz 1 DSGVO** haftet der Verantwortliche für Schäden aus einer gegen die DSGVO verstoßenden Verarbeitung. Nach **Art. 82 Abs. 3 DSGVO** ist er nur befreit, wenn er **beweist**, dass er für das den Schaden auslösende Ereignis **in keiner Weise verantwortlich** ist. Ein Hackerangriff Dritter befreit daher nicht automatisch; der Verantwortliche muss insbesondere angemessene Sicherheit nach **Art. 32 Abs. 1 DSGVO** und die Vertraulichkeit nach **Art. 5 Abs. 1 lit. f DSGVO** nachweisen. Vgl. EuGH, Urt. v. 14.12.2023, C-340/21; zur strengen Zurechnung auch EuGH, Urt. v. 11.1.2024, C-741/21.
**4. „Wegen höchstens leichter Fahrlässigkeit nur geringer Schadensersatz“ – so pauschal falsch.**
**Art. 82 Abs. 1 DSGVO** dient dem Ausgleich des konkreten Schadens, nicht der Bestrafung. Leichte Fahrlässigkeit befreit nicht; die Haftung ist nicht an eine bestimmte Erheblichkeit des Verschuldens geknüpft. Der Grad des Verschuldens ist vor allem für **Art. 83 Abs. 2 lit. b DSGVO** (Bußgeld) relevant, nicht für den individuellen Schadensersatz. Die Höhe richtet sich nach dem nachgewiesenen Schaden; eine Pauschalierung „nur gering“ wegen leichter Fahrlässigkeit ist unzutreffend. Vgl. EuGH, Urt. v. 4.5.2023, C-300/21.
**5. Zusätzlicher Strafschadensersatz? Nein.**
Die DSGVO kennt keinen Strafschadensersatz. **Art. 82 Abs. 1 DSGVO** hat Ausgleichs-, keine Straffunktion; der EuGH hat dies in **C-300/21 (4.5.2023)** klargestellt. Bußgelder nach **Art. 83 DSGVO** werden von Aufsichtsbehörden verhängt und stehen der Nutzerin nicht zu. Sie kann allenfalls Beschwerde nach Art. 77 DSGVO einlegen; ein individueller Strafschadensersatz ist daneben nicht vorgesehen.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Art. 79 Abs. 2 S. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 79 Abs. 2 S. 2 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 56 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 79 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-645/19 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-498/16 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 82 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-300/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-340/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-687/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 82 Abs. 2 S. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 32 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 5 Abs. 1 f) DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| C-741/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-741/21 — Urteil juris GmbH ist vom 11.04.2024, nicht 11.01.2024. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 83 Abs. 2 b) DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 83 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 77 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
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DeepSeek V4 Flash 0731 · Standard 20 02007
Die Einwände des Dienstes sind überwiegend unbegründet. Die Prüfung erfolgt auf Grundlage der DSGVO (Verordnung (EU) 2016/679) und der einschlägigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH).
### (i) Einwand: Zuständig seien allein die irischen Gerichte
**Dieser Einwand ist unzutreffend.**
- **Rechtsgrundlage:** Art. 79 Abs. 2 DSGVO. Dieser lautet: *"Klagen gegen einen Verantwortlichen oder einen Auftragsverarbeiter sind vor den Gerichten des Mitgliedstaats zu erheben, in dem der Verantwortliche oder der Auftragsverarbeiter eine Niederlassung hat. Alternativ können solche Klagen vor den Gerichten des Mitgliedstaats erhoben werden, in dem die betroffene Person ihren Aufenthaltsort hat, es sei denn, der Verantwortliche oder der Auftragsverarbeiter ist eine öffentliche Stelle eines Mitgliedstaats, die in Ausübung hoheitlicher Gewalt handelt."*
- **EuGH-Rechtsprechung:** Urteil vom 25. März 2021, **C-311/18 (Facebook Ireland und Schrems)**, Rn. 55–57. Der EuGH hat klargestellt, dass Art. 79 Abs. 2 DSGVO der betroffenen Person ein Wahlrecht einräumt: Sie kann entweder am Sitz des Verantwortlichen (Irland) oder an ihrem eigenen Aufenthaltsort (Deutschland/München) klagen. Eine ausschließliche Zuständigkeit irischer Gerichte besteht nicht.
**Ergebnis:** Die Nutzerin kann in München (Deutschland) klagen.
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### (ii) Einwand: Ohne erheblichen Schaden gebe es kein Geld
**Dieser Einwand ist unzutreffend, soweit er eine Erheblichkeitsschwelle fordert.**
- **Rechtsgrundlage:** Art. 82 Abs. 1 DSGVO. Danach hat *"jede Person, der wegen eines Verstoßes gegen diese Verordnung ein materieller oder immaterieller Schaden entstanden ist, Anspruch auf Schadensersatz"*. Das Gesetz verlangt keinen "erheblichen" Schaden, sondern lediglich einen tatsächlich eingetretenen Schaden.
- **EuGH-Rechtsprechung:** Urteil vom 4. Mai 2023, **C-300/21 (Österreichische Post)**, Rn. 32–50. Der EuGH hat entschieden, dass ein bloßer Verstoß gegen die DSGVO allein nicht ausreicht, um Schadensersatz zu beanspruchen; es muss ein tatsächlicher Schaden vorliegen. Allerdings hat der EuGH ausdrücklich klargestellt, dass es **keine Bagatellschwelle** (de-minimis-Regel) gibt. Auch ein geringer Schaden ist ersatzfähig. Zudem kann die **bloße Befürchtung eines künftigen Missbrauchs** (z. B. Identitätsdiebstahl) einen immateriellen Schaden darstellen, wenn diese Furcht nachweislich und begründet ist (z. B. weil die Daten tatsächlich im Darknet angeboten werden). Die Nutzerin muss die konkrete Beeinträchtigung (z. B. Angstzustände, Kontrollverlust) darlegen und ggf. beweisen.
**Ergebnis:** Der Einwand ist unbegründet, da keine Erheblichkeitsschwelle existiert. Die bloße Furcht kann ausreichen, wenn sie substantiiert ist.
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### (iii) Einwand: Keine Haftung, weil Dritte (Hacker) gehandelt haben
**Dieser Einwand greift nur, wenn der Dienst nachweisen kann, dass er nicht in irgendeiner Weise für den Schaden verantwortlich ist.**
- **Rechtsgrundlage:** Art. 82 Abs. 2 und Abs. 3 DSGVO.
- Art. 82 Abs. 2 DSGVO: *"Jeder Verantwortliche, der an einer Verarbeitung beteiligt ist, haftet für den Schaden, der durch eine nicht dieser Verordnung entsprechende Verarbeitung verursacht wurde."*
- Art. 82 Abs. 3 DSGVO: *"Ein Verantwortlicher ... wird von der Haftung ... befreit, wenn er nachweist, dass er in keinerlei Hinsicht für den Umstand, durch den der Schaden eingetreten ist, verantwortlich ist."*
- **EuGH-Rechtsprechung:** Urteil vom 14. Dezember 2023, **C-340/21 (Natsionalna agentsia za prihodite – Bulgarische Steuerbehörde)**, Rn. 40–50. Der EuGH hat entschieden, dass der Verantwortliche auch für Angriffe Dritter (Hacker) haftet, **es sei denn**, er beweist, dass er alle nach Art. 32 DSGVO erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen ergriffen hat und der Angriff trotzdem erfolgte. Der bloße Hinweis auf das Handeln Dritter befreit nicht von der Haftung. Der Dienst muss konkret darlegen, welche Sicherheitsvorkehrungen (z. B. Verschlüsselung, Firewalls, Schulungen) er getroffen hat. Gelingt ihm dieser Entlastungsbeweis nicht, haftet er voll.
**Ergebnis:** Der Einwand ist nur dann erfolgreich, wenn der Dienst den strengen Entlastungsbeweis nach Art. 82 Abs. 3 DSGVO führt. Im Regelfall wird er haften, da Hackerangriffe oft auf Sicherheitslücken beruhen.
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### (iv) Einwand: Schadensersatz gering, weil nur leichte Fahrlässigkeit
**Dieser Einwand ist rechtlich irrelevant für die Begründung der Haftung, kann aber die Höhe des Schadensersatzes beeinflussen.**
- **Rechtsgrundlage:** Art. 82 DSGVO enthält keine Abstufung nach dem Grad des Verschuldens (Vorsatz, grobe oder leichte Fahrlässigkeit). Die Haftung ist verschuldensabhängig, aber das Verschulden wird vermutet, sobald ein Verstoß gegen die DSGVO vorliegt. Der Verantwortliche muss sich exkulpieren (Art. 82 Abs. 3 DSGVO).
- **EuGH-Rechtsprechung:** Urteil vom 4. Mai 2023, **C-300/21 (Österreichische Post)**, Rn. 57–59. Der EuGH hat klargestellt, dass der Schadensersatz **"voll und wirksam"** sein muss, um den erlittenen Schaden auszugleichen. Eine automatische Reduzierung auf einen symbolischen Betrag allein wegen leichter Fahrlässigkeit ist unzulässig. Der Grad des Verschuldens kann zwar im Rahmen der Schadenshöhe berücksichtigt werden (z. B. bei der Bemessung des immateriellen Schadens), aber er führt nicht dazu, dass der Anspruch auf einen Minimalbetrag beschränkt wird. Entscheidend ist allein der tatsächlich erlittene Schaden. Wenn die Nutzerin nachweist, dass sie durch die Angst vor Missbrauch erheblich belastet ist, kann der Schadensersatz auch bei leichter Fahrlässigkeit spürbar ausfallen.
**Ergebnis:** Der Einwand ist unbegründet, da die DSGVO keine Verschuldensgrade für die Haftungsbegründung kennt. Der Grad des Verschuldens kann nur die Höhe, nicht das "Ob" des Anspruchs beeinflussen.
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### Zusätzliche Frage: Kann die Nutzerin Strafschadensersatz (punitive damages) verlangen?
**Nein.**
- **Rechtsgrundlage:** Art. 82 Abs. 1 DSGVO normiert einen Anspruch auf **Ausgleich** des erlittenen Schadens (Kompensation). Die DSGVO sieht keine Strafschadensersatzansprüche vor.
- **EuGH-Rechtsprechung:** Urteil vom 4. Mai 2023, **C-300/21 (Österreichische Post)**, Rn. 57. Der EuGH hat ausdrücklich entschieden, dass der Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO **nicht** dazu dient, eine abschreckende oder strafende Wirkung zu entfalten. Er soll lediglich den tatsächlich erlittenen materiellen und immateriellen Schaden vollständig ausgleichen. Eine darüber hinausgehende Zahlung (z. B. punitive damages nach US-amerikanischem Vorbild) ist mit der DSGVO unvereinbar. Nationale Regelungen, die einen Strafschadensersatz vorsehen, wären insoweit nicht anwendbar, da die DSGVO eine abschließende Harmonisierung des Schadensersatzrechts in diesem Bereich anstrebt.
**Ergebnis:** Die Nutzerin kann nur den tatsächlichen Schaden ersetzt verlangen, nicht aber eine Strafzahlung.
---
### Zusammenfassung
| Einwand | Bewertung | Rechtsgrundlage / EuGH |
| :--- | :--- | :--- |
| (i) Nur irische Gerichte | **Unzutreffend** | Art. 79 Abs. 2 DSGVO; C-311/18 (25.03.2021) |
| (ii) Kein Geld ohne erheblichen Schaden | **Unzutreffend** | Art. 82 Abs. 1 DSGVO; C-300/21 (04.05.2023) |
| (iii) Keine Haftung wegen Hackern | **Nur bei Entlastung** | Art. 82 Abs. 2, 3 DSGVO; C-340/21 (14.12.2023) |
| (iv) Nur geringer Schadensersatz bei leichter Fahrlässigkeit | **Unzutreffend** | Art. 82 DSGVO; C-300/21 (04.05.2023) |
| Strafschadensersatz | **Nicht möglich** | Art. 82 Abs. 1 DSGVO; C-300/21 (04.05.2023) |
Die Nutzerin hat gute Aussichten, vor einem deutschen Gericht (München) Schadensersatz zu erhalten, sofern sie die konkrete Beeinträchtigung (z. B. Angst, Kontrollverlust) nachweisen kann. Der Dienst muss sich hingegen umfassend entlasten, was ihm ohne lückenlose Sicherheitsdokumentation schwerfallen dürfte.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Verordnung (EU) 2016/679 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 79 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-311/18 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-311/18 — C-311/18 ist Schrems II vom 16.07.2020 (Drittlandübermittlung, Privacy Shield); kein Urteil vom 25.03.2021 und nichts zum Wahlrecht nach Art. 79 Abs. 2 DSGVO. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 82 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-300/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-300/21 (Rn. 32–50 und 57–59, zu Befürchtung und Verschuldensgrad) — Regel B: C-300/21 trägt weder 'Befürchtung künftigen Missbrauchs ist Schaden' (das ist C-340/21) noch 'Verschuldensgrad bei der Höhe berücksichtigungsfähig'; richtig ist es zu Verstoß/Schwelle und zum fehlenden Strafcharakter (Rn. 58). · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-340/21 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 32 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 82 Abs. 2 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 82 Abs. 3 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
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GLM 5.3 · Standard 0 13005
# Prüfung der Einwände
## (i) Gerichtsstand: „Zuständig seien allein die irischen Gerichte"
**Unzutreffend.** Nach **Art. 79 Abs. 1 DSGVO** kann jede betroffene Person bei dem Gericht des Mitgliedstaats, **in dem sie ihren Wohnsitz hat**, Klage erheben – alternativ zu den Gerichten am Ort der Niederlassung des Verantwortlichen (Art. 79 Abs. 2 DSGVO). Die Nutzerin hat ihren Wohnsitz in München, also sind die **deutschen Gerichte** (AG/ LG München) zuständig.
**EuGH, Rs. C-807/21, Urteil vom 12.01.2023 – *Deutsche Wohnen***: Der EuGH bestätigte, dass die betroffene Person die Wahl hat und die Zuständigkeit am Wohnsitz der betroffenen Person nicht durch nationale Regelungen (dort § 40 VwGO) eingeschränkt werden darf.
## (ii) „Ohne erheblichen Schaden gebe es kein Geld"
**Unzutreffend.** Nach **Art. 82 Abs. 1 DSGVO** hat jede Person, der **wegen eines Verstoßes** gegen die DSGVO ein **materieller oder immaterieller Schaden** entstanden ist, Anspruch auf Schadensersatz. Ein Mindestschaden oder eine „Erheblichkeitsschwelle" existiert nicht.
**EuGH, Rs. C-300/21, Urteil vom 05.05.2022 – *Österreichische Post***: Der Begriff „immaterieller Schaden" ist **weit auszulegen**; ein Mindestschaden ist nicht erforderlich. Die Angst vor möglichem Missbrauch der Daten kann als immaterieller Schaden genügen.
**EuGH, Rs. C-340/21, Urteil vom 12.10.2023 – *Natsionalna agentsia za prihodite (NAP)***: Der EuGH konkretisierte, dass die bloße **Befürchtung künftigen Missbrauchs** allein noch keinen Schaden darstellt, aber ein Schaden vorliegen kann, wenn die betroffene Person **erhebliche Zeit und Mühe** aufwenden muss, um Folgen zu vermeiden (z. B. Konten überwachen, Passwörter ändern, Banken kontaktieren), oder wenn die Sorge durch konkrete Umstände gerechtfertigt ist. Hier: Die Daten wurden im Darknet angeboten – die Befürchtung ist objektiv begründet; zudem entsteht Aufwand für Überwachung und Vorsorge. Ein Schaden ist daher bejaht, wenn auch der Ersatzbetrag danach bemessen wird.
## (iii) „Er hafte nicht, weil Dritte gehandelt hätten"
**Unzutreffend.** Nach **Art. 82 Abs. 2 DSGVO** haftet der Verantwortliche für jeden Schaden, der auf eine **nicht ordnungsgemäße Umsetzung** der DSGVO zurückzuführen ist. Der Hackerangriff als solcher entlastet nicht – entscheidend ist, ob der Dienst seine **Datenschutzpflichten** (insb. **Art. 32 DSGVO** – Sicherheit der Verarbeitung: technische und organisatorische Maßnahmen wie Verschlüsselung, Zugangskontrolle) verletzt hat. Die Haftung nach Art. 82 ist keine Haftung für fremdes Verhalten, sondern eine **Eigenschaftshaftung** für unzureichende Datensicherheit.
**EuGH, Rs. C-807/21 – *Deutsche Wohnen* (12.01.2023)**: Ein Verstoß gegen Art. 32 DSGVO begründet den Schadensersatzanspruch; die Haftung setzt keine Zurechnung eines Verschuldens im klassischen Sinne voraus (Verschuldensvermutung, s. u.).
## (iv) „Geringer Ersatz wegen höchstens leichter Fahrlässigkeit"
**Weitgehend unbeachtlich.** Nach **Art. 82 Abs. 3 DSGVO** kann der Verantwortliche nur dann **ganz oder teilweise** von der Haftung befreit werden, wenn er nachweist, dass er **in keiner Weise** für den Schaden verantwortlich ist. Es gibt keine Abstufung nach dem Grad des Verschuldens (leichte/grobe Fahrlässigkeit) – die Vorschrift kennt keine Haftungsminderung wegen bloß leichter Fahrlässigkeit.
**EuGH, Rs. C-340/21 – *NAP* (12.10.2023)**: Der Schadensersatzanspruch setzt **kein Verschulden** voraus; es besteht eine **Vermutung der Verantwortlichkeit** bei nachgewiesenem DSGVO-Verstoß und Schaden. Der Grad des etwaigen Verschuldens kann aber nach **Art. 82 Abs. 2** („unter Berücksichtigung aller Umstände") bei der **Bemessung der Höhe** des immateriellen Schadensersatzes berücksichtigt werden – insoweit kann leichte Fahrlässigkeit allenfalls zu einem niedrigeren Betrag führen, nicht aber zum Ausschluss.
## Strafschadensersatz?
**Nein.** Die DSGVO sieht in **Art. 82** einen **Ausgleichs-**, keinen **Strafschadensersatz** vor.
**EuGH, Rs. C-807/21 – *Deutsche Wohnen* (12.01.2023)**: Der Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO muss **vollständig und wirksam**, darf aber **nicht punitiv** (strafend) sein; er dient allein dem Ausgleich des erlittenen Schadens. Ein über den Ausgleich hinausgehender Betrag ist unzulässig.
## Ergebnis
Alle vier Einwände greifen nicht durch: Die Nutzerin kann vor den **deutschen Gerichten** (Art. 79 Abs. 1 DSGVO) einen – dem Grunde nach begründeten – Anspruch auf Ersatz ihres **immateriellen Schadens** (Art. 82 Abs. 1, 2 DSGVO) geltend machen, dessen Höhe sich an den Kriterien des EuGH in *NAP* orientiert. Ein Strafschadensersatz ist ausgeschlossen.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Art. 79 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-807/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-807/21 — Deutsche Wohnen ist vom 05.12.2023 und betrifft Geldbußen gegen juristische Personen (Art. 83), nicht Gerichtsstand, Art. 82 oder Strafschadensersatz. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| § 40 VwGO | § 40 | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 82 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-300/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-300/21 — Urteil Österreichische Post ist vom 04.05.2023, nicht 05.05.2022. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-340/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-340/21 — Urteil Natsionalna agentsia za prihodite ist vom 14.12.2023, nicht 12.10.2023; es hält die Befürchtung des Missbrauchs gerade für einen möglichen Schaden und setzt Verschulden voraus. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 32 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 82 Abs. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 82 Abs. 2 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
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# Prüfung der Einwände des Online-Dienstes
## Vorbemerkung: Anwendbares Recht und Anspruchsgrundlage
Primäre Anspruchsgrundlage ist **Art. 82 Abs. 1 DSGVO**, der einen verschuldensunabhängigen Schadensersatzanspruch für materielle und immaterielle Schäden vorsieht. Daneben kommen Ansprüche aus §§ 823, 1004 BGB i.V.m. Art. 82 DSGVO in Betracht.
---
## (i) Zuständigkeit allein der irischen Gerichte – **unbegründet**
**Art. 79 Abs. 2 Satz 1 DSGVO** bestimmt:
> *"Proceedings against a controller or a processor may be brought before the courts of the Member State where the controller or processor has an establishment or, alternatively, where the data subject has his or her habitual residence, unless the controller or processor is a public authority of a Member State acting in the exercise of its public powers."*
Die Nutzerin kann daher **wahlweise** in Irland (Niederlassung des Dienstes) **oder** in Deutschland (München, gewöhnlicher Aufenthalt) klagen. Dies wird durch **Art. 79 Abs. 2 Satz 2 DSGVO** bestätigt, der die Geltung der Brüssel-Ia-VO unberührt lässt, aber das Wahlrecht der betroffenen Person nicht einschränkt. Der EuGH hat in **C-300/21 und C-340/21 (ÖBB Personenverkehr / UI), Urteil vom 4. Mai 2023**, betont, dass die DSGVO einen weiten Zugang zu Gerichten gewährleisten soll.
**Ergebnis:** Die Nutzerin kann vor den deutschen Gerichten (München) klagen.
---
## (ii) Ohne erheblichen Schaden kein Geld – **unbegründet**
**Art. 82 Abs. 1 DSGVO** lautet:
> *"Any person who has suffered material or non-material damage as a result of an infringement of this Regulation shall have the right to receive compensation from the controller or processor for the damage suffered."*
Der EuGH hat in **C-300/21 und C-340/21 (ÖBB Personenverkehr / UI), Urteil vom 4. Mai 2023**, klargestellt:
1. Ein **bloßer Verstoß** gegen die DSGVO **genügt nicht**; es muss ein tatsächlicher Schaden vorliegen.
2. Die Schwelle für **immaterielle Schäden** ist jedoch **niedrig**: Angst, Sorge, Ungewissheit und sogar die **Furcht vor künftigem Missbrauch** können einen ausgleichsfähigen immateriellen Schaden darstellen.
3. Der Schaden muss **real und kausal auf dem Verstoß beruhen** – ein rein hypothetischer Schaden reicht nicht.
Im vorliegenden Fall hat die Nutzerin:
- Angst vor Identitätsdiebstahl,
- Sorge vor unerwünschter Werbung oder Betrugsversuchen,
- ein Gefühl des Kontrollverlusts über ihre Daten.
Dies begründet einen **immateriellen Schaden** i.S.d. Art. 82 Abs. 1 DSGVO. Dass bislang kein konkreter Missbrauch stattfand, schadet nicht.
**Ergebnis:** Die Nutzerin hat einen Anspruch auf Schadensersatz, auch ohne bereits eingetretenen materiellen Schaden.
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## (iii) Haftung entfalle wegen Handelns Dritter (Hacker) – **unbegründet**
**Art. 82 Abs. 3 DSGVO** lautet:
> *"A controller or processor shall be exempt from liability under paragraph 2 if it proves that it is not in any way responsible for the event giving rise to the damage."*
Die Beweislast liegt also beim **Verantwortlichen**. Er muss nachweisen, dass ihn **keinerlei Verantwortung** trifft. Dies setzt voraus, dass er seine **Pflichten aus Art. 32 DSGVO** (Sicherheit der Verarbeitung) vollständig erfüllt hat:
> *"Taking into account the state of the art, the cost of implementation and the nature, scope, context and purposes of processing as well as the risk of varying likelihood and severity for the rights and freedoms of natural persons, the controller and the processor shall implement appropriate technical and organisational measures to ensure a level of security appropriate to the risk..."*
Insbesondere sind zu treffen:
- Pseudonymisierung und Verschlüsselung (lit. a),
- Fähigkeit zur Wiederherstellung der Verfügbarkeit (lit. b),
- regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit (lit. d).
Kann der Dienst nicht nachweisen, dass er diese Maßnahmen getroffen hat, haftet er. Der EuGH betont in **C-300/21 und C-340/21 (4. Mai 2023)**, dass die DSGVO den Verantwortlichen streng in die Pflicht nimmt. Ein Hackerangriff ist keine höhere Gewalt, die automatisch befreit.
**Ergebnis:** Der Einwand greift nur, wenn der Dienst nachweist, dass er alle Sicherheitsmaßnahmen nach Art. 32 DSGVO getroffen hat. Andernfalls haftet er.
---
## (iv) Geringer Schadensersatz wegen leichter Fahrlässigkeit – **unbegründet**
**Art. 82 Abs. 2 DSGVO** bestimmt:
> *"Any controller involved in processing shall be liable for the damage caused by processing which infringes this Regulation. A processor shall be liable for the damage caused by processing only where it has not complied with obligations of this Regulation specifically directed to processors or where it has acted outside or contrary to lawful instructions of the controller."*
Die Haftung nach Art. 82 DSGVO ist **verschuldensunabhängig** (Gefährdungshaftung). Der Grad des Verschuldens (Vorsatz, grobe oder leichte Fahrlässigkeit) ist für die **Haftungsbegründung** irrelevant. Der EuGH hat in **C-300/21 und C-340/21 (4. Mai 2023)** ausdrücklich klargestellt, dass Art. 82 DSGVO keine bestimmte Verschuldensform verlangt.
Der Verschuldensgrad kann allenfalls bei der **Höhe** des Schadensersatzes nach nationalem Recht (§ 249 BGB) eine Rolle spielen, nicht aber für die Frage, **ob** ein Anspruch besteht.
**Ergebnis:** Leichte Fahrlässigkeit schließt den Anspruch nicht aus und reduziert ihn nicht automatisch.
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## Strafschadensersatz (Punitive Damages) – **nicht möglich**
Weder die DSGVO noch das deutsche Recht kennen einen Strafschadensersatz:
1. **Art. 82 DSGVO** dient ausschließlich dem **Ausgleich** des erlittenen Schadens (kompensatorischer Charakter), nicht der Bestrafung.
2. Der EuGH hat in **C-807/21 und C-46/22 (Gemeinde Ummendorf), Urteil vom 14. Dezember 2023**, betont, dass Art. 82 DSGVO und Geldbußen nach Art. 83 DSGVO **nebeneinander** bestehen, aber Art. 82 **keine Strafzwecke** verfolgt.
3. Das deutsche Recht (§ 253 BGB, §§ 823, 1004 BGB) sieht ebenfalls **keinen Strafschadensersatz** vor; die Entschädigung für immaterielle Schäden ist nach ständiger Rechtsprechung des BGH angemessen, aber nicht präventiv-pönal.
**Ergebnis:** Die Nutzerin kann **keinen Strafschadensersatz** verlangen, sondern nur **kompensatorischen Schadensersatz** für den erlittenen (immateriellen) Schaden.
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## Zusammenfassung
| Einwand | Ergebnis | Rechtsgrundlage |
|---------|----------|-----------------|
| (i) Nur irische Gerichte zuständig | Unbegründet | Art. 79 Abs. 2 DSGVO |
| (ii) Kein erheblicher Schaden | Unbegründet | Art. 82 Abs. 1 DSGVO; C-300/21, C-340/21 (4.5.2023) |
| (iii) Haftung wegen Hacker | Unbegründet | Art. 82 Abs. 3, Art. 32 DSGVO |
| (iv) Leichte Fahrlässigkeit | Unbegründet | Art. 82 Abs. 2 DSGVO; C-300/21, C-340/21 (4.5.2023) |
| Strafschadensersatz | Nicht möglich | Art. 82 DSGVO; C-807/21, C-46/22 (14.12.2023); § 253 BGB |
Die Nutzerin hat gute Aussichten auf Schadensersatz in angemessener Höhe vor den deutschen Gerichten, jedoch keinen Anspruch auf Strafschadensersatz.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Art. 82 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| § 823 BGB | § 823 Schadensersatzpflicht | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 1004 BGB | § 1004 Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 79 Abs. 2 S. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 79 Abs. 2 S. 2 DSGVO | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 79 Abs. 2 S. 2 DSGVO — Art. 79 Abs. 2 Satz 2 regelt die Klage am gewöhnlichen Aufenthalt (und die Ausnahme für Behörden), nicht das Verhältnis zur Brüssel-Ia-VO. · Automatik: ungeprueft — Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| C-300/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-300/21 (zu Befürchtung und Verschuldensform) — Regel B: C-300/21 trägt weder die Befürchtung als Schaden noch Aussagen zur Verschuldensform; richtig ist es nur zu 'bloßer Verstoß genügt nicht'. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-340/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-340/21 — C-340/21 ist vom 14.12.2023 (Natsionalna agentsia za prihodite), nicht vom 04.05.2023 und nicht ÖBB Personenverkehr. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 32 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| § 249 BGB | § 249 Art und Umfang des Schadensersatzes | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| C-807/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-807/21 — Deutsche Wohnen (05.12.2023) betrifft Geldbußen nach Art. 83, nicht Art. 82; Gemeinde Ummendorf ist C-456/22. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-46/22 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-46/22 — C-46/22 P ist ein Rechtsmittelurteil vom 18.01.2024 ohne DSGVO-Bezug, nicht Gemeinde Ummendorf. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 83 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| § 253 BGB | § 253 Immaterieller Schaden | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 79 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
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## Ausgangspunkt
Anspruchsgrundlage ist **Art. 82 Abs. 1 S. 1 DSGVO**: Wer durch eine Verarbeitung, die gegen **Art. 5 Abs. 1 lit. f DSGVO** (Vertraulichkeit/Integrität) und **Art. 32 Abs. 1 DSGVO** (Sicherheitsmaßnahmen) verstößt, Sach- oder **immateriellen** Schaden erleidet, hat Anspruch auf Entschädigung. Die unbefugte Offenlegung im Darknet ist eine solche Pflichtverletzung.
## Zu Einwand (i): „Nur irische Gerichte"
**Unbegründet.** Nach **Art. 79 Abs. 1 DSGVO** i.V.m. **Art. 7 Nr. 2 EuGVVO** (VO 1215/2012) kann die Nutzerin auch am **Ort des Schadenseintritts** klagen. Der EuGH hat entschieden:
- **EuGH, Urt. v. 11.10.2018 – C‑683/17 (NIS)**: Bei Online-Verarbeitung personenbezogener Daten ist der Ort, an dem die betroffene Person ihren Lebens-/Interessenmittelpunkt hat, Ort des Schadenseintritts.
- **EuGH, Urt. v. 24.09.2019 – C‑507/17 (Google France/CNIL)**: Die Betroffene kann die Verantwortlichen vor den Gerichten des Mitgliedstaats ihres gewöhnlichen Aufenthalts belangen.
Die Münchner Gerichte sind damit international und örtlich zuständig; Irland ist nur alternativ zuständig (Art. 4 Nr. 1 EuGVVO – Wohnsitz der Beklagten).
## Zu Einwand (ii): „Ohne erheblichen Schaden kein Geld"
**Unbegründet, mit einer Einschränkung.**
- Ein bloßer DSGVO-Verstoß begründet **nicht automatisch** einen Anspruch; die Betroffene muss einen Schaden darlegen (**EuGH, Urt. v. 04.05.2023 – C‑300/21, Österreichische Post**, Rn. 41 ff.; **Urt. v. 26.10.2023 – C‑487/21, ÖBB**).
- **Aber**: Eine **begründete Angst** vor dem Missbrauch der Daten ist selbst immaterieller Schaden (**C‑300/21**, Rn. 51 f.). Nach **EuGH, Urt. v. 14.12.2023 – C‑340/21 (Nationale Steuerverwaltung Bulgarien)** kann schon die **bloße Exposition** der Daten infolge der rechtswidrigen Offenlegung immateriellen Schaden begründen; für die Bemessung sind Zeitfaktor und Sensibilität der Daten heranzuziehen (Rn. 43 ff.).
- Eine **Erheblichkeitsschwelle** gibt es nicht; maßgeblich ist nur die volle und wirksame Entschädigung (**C‑300/21**, Rn. 60 ff.).
Hier: Das Angebot der Daten im Darknet begründet eine **konkrete, objektiv begründete Angst** (Identitätsdiebstahl, Phishing) – der Anspruch besteht dem Grunde nach, auch ohne bisherigen Missbrauch. (Vgl. zur deutschen Rezeption BGH, Urt. v. 15.10.2024 – VI ZR 25/24.)
## Zu Einwand (iii): „Dritte (Hacker) haben gehandelt"
**Unbegründet.** Nach **Art. 82 Abs. 3 S. 1 DSGVO** wird der Verantwortliche nur befreit, wenn er beweist, dass er sich **„in keiner Weise"** für den Schadensfall verantwortlich macht. Die Haftung des Verantwortlichen ist **verschuldensunabhängig**; die Beweislast für den Entlastungsgrund liegt bei ihm.
- **EuGH, Urt. v. 22.06.2022 – C‑882/19 (Universitätsklinikum Saarland)**: Die Entlastungstatbestände sind eng auszulegen; der Verantwortliche kann sich nicht auf das Verhalten Dritter berufen, wenn er seine eigenen Sicherheitspflichten verletzt hat.
Der Hackerangriff entlastet also nur, wenn der Dienst nachweist, dass er **alle Maßnahmen nach Art. 32 Abs. 1 DSGVO** (Stand der Technik, Verschlüsselung, Pseudonymisierung, Zugriffskontrolle) getroffen hatte. Gelingt dieser vollen Entlastungsbeweis nicht, haftet er.
## Zu Einwand (iv): „Höchstens leichte Fahrlässigkeit"
**Unbegründet.** **Art. 82 Abs. 1 S. 1 DSGVO** begründet eine **Haftung ohne Verschuldenserfordernis**; der Grad des Verschuldens ist für die Haftung des Verantwortlichen unerheblich (vgl. **C‑882/19**, Rn. 30 ff.). Verschuldensgrade spielen nur eine Rolle beim **Innenregress** (Art. 82 Abs. 5 DSGVO) und beim Entlastungsbeweis (Art. 82 Abs. 3). Maßstab ist allein die **volle und wirksame Entschädigung** (**C‑300/21**, Rn. 60 ff.); eine Kürzung wegen „leichter Fahrlässigkeit" scheidet aus. Die konkrete Höhe bemessen die nationalen Gerichte (hier: § 253 Abs. 2 BGB i.V.m. Art. 82 DSGVO) – der Betrag kann gering sein, aber eben nicht wegen des Verschuldensgrades.
## Strafschadensersatz?
**In Deutschland: Nein.**
- **EuGH, Urt. v. 06.10.2022 – C‑140/20 (Google Spain/Costeja)**: Art. 82 DSGVO steht nationalen Regelungen über punitive damages **nicht entgegen** (Äquivalenz- und Effektivitätsgrundsatz, Rn. 31 ff.) – es bleibt aber den Mitgliedstaaten überlassen.
- Das deutsche Zivilrecht kennt keinen Strafschadensersatz; Art. 82 dient ausschließlich dem **Ausgleich**. Die Sanktionsfunktion wird von der **Geldbuße nach Art. 83 Abs. 5 DSGVO** (bis 20 Mio. € oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes) durch die Aufsichtsbehörde wahrgenommen.
## Fazit
Alle vier Einwendungen sind unbegründet. Die Nutzerin hat einen Anspruch auf Entschädigung für immateriellen Schaden (begründete Angst) vor deutschen Gerichten; die Höhe kann moderat ausfallen. **Strafschadensersatz** kann sie in Deutschland nicht verlangen. Zusätzlich empfiehlt sich eine Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde (Art. 77 DSGVO).| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Art. 82 Abs. 1 S. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 5 Abs. 1 f) DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 32 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 79 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 7 Nr. 2 EuGVVO | — | ungeprüft | Gesetz „EuGVVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 4 Nr. 1 EuGVVO | — | ungeprüft | Gesetz „EuGVVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| BGH, 15.10.2024 – VI ZR 25/24 | BGH, 08.04.2025 - VI ZR 25/24 | falsch zugeordnet Hand | Hand: BGH, 15.10.2024 – VI ZR 25/24 — VI ZR 25/24 ist eine BGH-Entscheidung vom 08.04.2025 (dejure.org), nicht vom 15.10.2024. · Automatik: falsch_zugeordnet — Datum 15.10.2024 statt 08.04.2025 |
| Art. 82 Abs. 3 S. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 82 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| § 253 Abs. 2 BGB | § 253 Immaterieller Schaden | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 83 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 77 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-683/17 | — | falsch zugeordnet Hand | C-683/17 ist Cofemel (Urheberrecht, 12.09.2019), kein Urteil NIS vom 11.10.2018 zum Schadensort. |
| C-507/17 | — | falsch zugeordnet Hand | Google/CNIL (24.09.2019) betrifft die räumliche Reichweite der Auslistung, nicht die Klage am gewöhnlichen Aufenthalt. |
| C-487/21 | — | falsch zugeordnet Hand | C-487/21 ist Österreichische Datenschutzbehörde/CRIF (04.05.2023, Kopie nach Art. 15 Abs. 3), kein ÖBB-Urteil vom 26.10.2023. |
| C-882/19 | — | falsch zugeordnet Hand | C-882/19 ist Sumal (Kartellschadensersatz, 06.10.2021), nicht Universitätsklinikum Saarland zur DSGVO. |
| C-140/20 | — | falsch zugeordnet Hand | C-140/20 ist Commissioner of An Garda Síochána (Vorratsdatenspeicherung, 05.04.2022), nicht Google Spain; keine Aussage zu punitive damages. |
| C-300/21 (Rn. 51 f., zur Angst als Schaden) | — | falsch zugeordnet Hand | Regel B: C-300/21 entscheidet nicht, dass begründete Angst vor Missbrauch ein Schaden ist (das ist C-340/21); richtig ist es zu Verstoß und Schwelle. |
Seitlich wischen für alle Spalten.
Minimax M3.1 Flash · Standard 0 4190021
## Vorbemerkung: Rechtsverhältnisse und Pflichten des Dienstes
Die Nutzerin ist **betroffene Person** (Art. 4 Abs. 1 Nr. 1 DSGVO), der irische Online-Dienst ist **Verantwortlicher** (Art. 4 Abs. 1 Nr. 7 DSGVO). Das Darknet-Angebot ist eine **Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten** i.S.d. Art. 4 Abs. 1 Nr. 12 DSGVO (unbefugte Offenlegung/Zugriff). Pflichten des Verantwortlichen:
- **Art. 5 Abs. 1 lit. f DSGVO** (Integrität und Vertraulichkeit),
- **Art. 32 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1 DSGVO** (angemessene technische und organisatorische Maßnahmen, Risikoabwägung),
- **Art. 33 Abs. 1 Satz 1 DSGVO** (Meldung an die irische Aufsichtsbehörde binnen 72 Stunden, sofern kein Risiko unwahrscheinlich), **Art. 33 Abs. 5 Satz 1 DSGVO** (Dokumentation),
- **Art. 34 Abs. 1 Satz 1 DSGVO** (Information der Betroffenen bei hohem Risiko).
---
## (i) „Zuständig seien allein die irischen Gerichte“ – falsch
**Art. 79 Abs. 1 Satz 1 DSGVO** (effektiver Rechtsbehelf), **Art. 79 Abs. 2 DSGVO**: Die Klage ist vor den Gerichten des Mitgliedstaats zu erheben, **in dem der Verantwortliche niedergelassen ist oder in dem die betroffene Person ihren Wohnsitz hat**. Beides ist hier der Fall (Irland bzw. München). **Art. 79 Abs. 4 Satz 1 DSGVO** gibt der betroffenen Person ausdrücklich das Recht, vom zuständigen Gericht Schadensersatz „für jeden erlittenen Schaden“ zu verlangen. Die Wahl zwischen irischen und deutschen Gerichten liegt bei der Klägerin; eine irische Gerichtsstands-/Rechtswahlklausel in den AGB schließt die Zuständigkeit der deutschen Gerichte nicht aus.
**EuGH:**
- **C-191/15, Verein für Konsumenteninformation v. Amazon EU, Urteil vom 29.6.2017**: Eine Rechtswahlklausel kann die Zuständigkeit staatlicher Gerichte nicht ausschließen; das Gericht darf die Klausel selbst überprüfen.
- **C-125/10, Planzer Luxembourg, Urteil vom 12.10.2011**, und **C-440/12, Schreiber, Urteil vom 19.12.2013**: Zuständigkeit folgt dem Sitz/Wohnshaft des Beklagten; eine Brüsseler Zuständigkeit ohne Wohnsitz besteht nicht (hier trägt Art. 79 Abs. 2 DSGVO die Zuständigkeit gerade auch wegen des Wohnsitzes der Nutzerin).
- **C-408/12, C.H. v. Kommission, Urteil vom 4.7.2013**: Aufsichts-/Verwaltungsverfahren verdrängen die nationale Gerichtsbarkeit nicht.
**Ergebnis:** Die Nutzerin kann in München klagen (Art. 79 Abs. 2, Abs. 4 Satz 1 DSGVO). Zusätzlich bleiben Beschwerden bei der irischen Datenschutzbehörde (Art. 77 Abs. 1 DSGVO; Art. 56 Abs. 1 DSGVO) und beim Bayerischen Landesdatenschutzbehörde (Art. 77 Abs. 3 DSGVO) möglich; Art. 79 Abs. 3 DSGVO stellt klar, dass der Rechtsbehelf dadurch nicht ausgeschlossen wird.
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## (ii) „Ohne erheblichen Schaden gebe es kein Geld“ – als Rechtssatz falsch
**Art. 82 Abs. 1 Satz 1 DSGVO**: Anspruch auf Schadensersatz, „who has suffered damage as a result of an infringement“; **Satz 2**: Der Verantwortliche haftet für den verursachten Schaden. **Art. 82 Abs. 2 Satz 1 DSGVO**: Haftung, es sei denn, der Verantwortliche weist nach, dass die Verletzung nicht auf sein Verschulden oder seine Fahrlässigkeit zurückzuführen ist. Ein Schwellenwert („erheblich“, Bagatelle) existiert nicht; **Erwägungsgrund 85** DSGVO hält ausdrücklich fest, dass die Mitgliedstaaten keine De-minimis-Schwelle setzen sollen und der Schadensersatz dem erlittenen Schaden proportional sein muss.
**EuGH:**
- **C-300/21, Österreichische Post, Urteil vom 24.11.2022**: Der Schaden muss „hinreichend gewiss und real“ sein; der bloße Verlust der Kontrolle über die Daten genügt **nicht**. Schaden liegt aber vor, wenn die Verletzung **voraussichtlich** zu einem Schaden führt (z.B. Identitätsmissbrauch, Phishing). Der nationale Gerichtshof muss die Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritts prüfen.
- **C-453/10, Pereničová u.a., Urteil vom 9.3.2012**: Bei Identitätsmissbrauch kann bereits der Verlust der Kontrolle einen Schaden darstellen, wenn ein Missbrauch wahrscheinlich ist.
- **C-61/19, Orange România, Urteil vom 11.11.2020**: Die Risikoabschätzung hat likelihood und severity zu berücksichtigen (Art. 33, 34 DSGVO).
**Ergebnis:** Der Einwand ist in seiner Rechtsfolge falsch, aber der Ausgang hängt vom Vortrag ab: Angst und „nur“ ein Darknet-Angebot genügen nicht (C-300/21). Hier werden Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer konkret angeboten – die Wahrscheinlichkeit von Phishing, Social Engineering und Identitätsmissbrauch ist real, sodass der Verlust der Kontrolle als Schaden i.S.d. Art. 82 Abs. 1 Satz 1 DSGVO qualifizieren kann. Die Beweislast für den Schaden liegt bei der Nutzerin (Screenshots, Darknet-Eintrag, Art. 82 Abs. 1 Satz 1; C-300/21). Nicht ersatzfähig ist eine Geldbuße (Art. 82 Abs. 3 DSGVO); ein Bußgeld berührt den Schadensersatzanspruch nicht (Art. 83 Abs. 2 letzter Unterabsatz DSGVO).
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## (iii) „Er hafte nicht, weil Dritte (die Hacker) gehandelt hätten“ – falsch
**Art. 82 Abs. 1 Satz 2 DSGVO** (Haftung des Verantwortlichen für den verursachten Schaden), **Art. 82 Abs. 2 Satz 1 DSGVO** (Beweislast: der Verantwortliche muss darlegen, dass die Verletzung **nicht** auf Verschulden/Fahrlässigkeit beruht). Der Angriff durch Dritte ist **kein Haftungsausschluss**, sondern genau der Umstand, gegen den sich die Sicherheitspflichten richten: **Art. 32 Abs. 1 Satz 1 DSGVO** (angemessene TOM, u.a. Verschlüsselung, Vertraulichkeit/Integrität, Wiederherstellbarkeit), **Art. 32 Abs. 2 Satz 1 DSGVO** (Risikoabwägung), **Art. 5 Abs. 1 lit. f DSGVO**. Zusätzlich bestehen Melde- und Informationspflichten (**Art. 33 Abs. 1 Satz 1, Art. 33 Abs. 5 Satz 1, Art. 34 Abs. 1 Satz 1 DSGVO**); deren Verletzung ist ein eigenständiger Verstoß und kann eigenständig Schadensersatz begründen.
**EuGH:**
- **C-18/21, M v. K GmbH, Urteil vom 4.10.2022**: Bei einem Angriff Dritter muss der Verantwortliche angemessene TOM nach Art. 32 DSGVO implementieren und nachweisen können; Verschlüsselung ist nur „angemessen“, wenn die Schlüssel entsprechend geschützt sind. Der erfolgreiche Fremdangriff entlastet nicht.
- **C-128/22, Proximus, Urteil vom 2.5.2024**: Art. 32 Abs. 1 und 2 DSGVO verlangen eine risikobasierte Bewertung und angemessene Maßnahmen; der Verantwortliche muss die getroffenen Maßnahmen darlegen können; Art. 33 Abs. 1 DSGVO ist unabhängig vom Bestehen eines hohen Risikos zu beachten.
- **C-61/19, Orange România, Urteil vom 11.11.2020**: Meldepflicht gegenüber der Aufsichtsbehörde und Informationspflicht gegenüber den Betroffenen nach Art. 33, 34 DSGVO.
**Ergebnis:** Der Einwand scheitert. Der Verantwortliche haftet, es sei denn, er weist nach, dass er angemessene Maßnahmen getroffen hat und die Verletzung nicht auf sein Verschulden oder seine Fahrlässigkeit zurückgeht (Art. 82 Abs. 2 Satz 1 DSGVO). Ein misslungener Angriff spricht eher gegen die Angemessenheit der TOM (C-18/21; C-128/22). Nicht beweislastig ist die Nutzerin.
---
## (iv) „Schadensersatz müsse gering ausfallen, weil höchstens leichte Fahrlässigkeit vorliegt“ – falsch
Die DSGVO unterscheidet **nicht** nach Graden der Fahrlässigkeit: **Art. 82 Abs. 1 Satz 1 und 2 DSGVO** (Ausgleich des verursachten Schadens) und **Art. 82 Abs. 2 Satz 1 DSGVO** (einheitlicher Sorgfaltsmaßstab: „nicht auf sein Verschulden oder seine Fahrlässigkeit zurückzuführen“). Leichte Fahrlässigkeit schließt die Haftung nicht aus; sie wirkt sich allenfalls auf Zurechnung, Verschuldenquote und die Höhe des nachzuweisenden Schadens aus, nicht auf eine gesetzliche Obergrenze. Der Schadensersatz ist kompensatorisch, nicht punitiv, und auf den nachgewiesenen Schaden beschränkt (Erwägungsgrund 85 DSGVO; Art. 83 Abs. 2 letzter Unterabsatz DSGVO: Bußgeld und Schadensersatz bestehen nebeneinander).
**EuGH:**
- **C-300/21, Österreichische Post, Urteil vom 24.11.2022**: Schadensersatz setzt einen hinreichend gewissen und realen Schaden voraus; Art. 82 Abs. 2 DSGVO enthält keine Differenzierung nach Verschuldensgrad, sondern nur den Ausnahmetatbestand fehlenden Verschuldens.
- **C-453/10, Pereničová u.a., Urteil vom 9.3.2012**: Der Schaden umfasst auch immaterielle Folgen (hier: Folgen des Identitätsmissbrauchs), soweit sie belegt sind.
**Ergebnis:** Der Einwand ist falsch. Leichte Fahrlässigkeit mindert den Anspruch nicht; ersatzfähig sind alle nachgewiesenen Folgen (z.B. Kosten für Bonitätsprüfungen/Monitoring, Aufwand zur Identitätsklärung, entgangene Vorteile, ggf. immaterieller Schaden), nicht aber ein „Strafzuschlag“.
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## Zusätzlicher Strafschadensersatz: ja, dem Grunde nach
**Art. 82 Abs. 4 Satz 1 DSGVO** und **Art. 79 Abs. 4 Satz 3 DSGVO**: Die DSGVO lässt Ansprüche nach sonstigem Unionsrecht oder nationalem Recht unberührt. Die Nutzerin kann daher neben dem Art.-82-Anspruch zusätzlich **Schadensersatz aus einer Straftat** verlangen:
- **Deliktische Haftung wegen Straftat, § 823 Abs. 1 BGB** in Verbindung mit dem Straftatbestand, dessen geschütztes Rechtsgut verletzt wurde – hier in Betracht: **§ 202a StGB** (Ausspähen von Daten), **§ 202 StGB** (Verstoß gegen die Vertraulichkeit des Wortes), **§ 263 StGB** (Computerbetrug), **§ 269 StGB** (Datenmanipulation), jeweils bei entsprechender Verwirklichung durch die Täter.
- **Voraussetzungen:** (1) Verwirklichung eines Straftatbestandes, (2) Schnittzusammenhang zwischen Tat und Schaden, (3) Schaden, (4) Schutzgutbezug: Bei § 202a StGB ist das geschützte Rechtsgut die Vertraulichkeit der Daten; bloße Angst vor Missbrauch ist daher **nicht** ersatzfähig, wohl aber z.B. Kosten für Schadensbegrenzung, Reputationsverlust, Aufwendungen bei Identitätsmissbrauch.
- **Adressat:** in der Regel die Hacker (soweit identifizierbar); ein Strafschadensersatz gegen den Dienst selbst setzt eine eigene Straftat des Dienstes voraus (reine Sicherheitssorgfaltsmängel sind für sich genommen keine Straftat).
- Ergänzend: **§ 823 Abs. 1 BGB i.V.m. Art. 1, 2 Abs. 1 GG** (informationelle Selbstbestimmung) für immaterielle Schäden und **§ 1004 Abs. 1 analog** für Unterlassungsansprüche; prozessual möglich als Adhäsionsverfahren (**§ 404 StPO**) oder zivilrechtliche Klage.
- **Keine Doppelentschädigung:** Für denselben Schaden darf die Nutzerin nicht doppelt entschädigt werden (Art. 82 Abs. 6 Satz 1 DSGVO im System der Verantwortlichkeit; Vorteilsausgleichung); ein Mehr an Ansprüchen besteht nur für weitere, andere Schadenspositionen.
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## Ergebnis in einem Satz
Alle vier Einwände sind zu verwerfen: Die Nutzerin kann in München klagen (Art. 79 Abs. 2, Abs. 4 Satz 1 DSGVO), der Anspruch nach Art. 82 Abs. 1, 2 DSGVO scheitert weder an einer Erheblichkeitsschwelle noch an der Drittwirkung der Täter, und eine leichte Fahrlässigkeit mindert den Schadensersatz nicht; daneben bleiben nationale Ansprüche einschließlich Strafschadensersatz nach § 823 Abs. 1 BGB i.V.m. den einschlägigen Straftatbeständen offen.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Art. 4 Abs. 1 Nr. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 4 Abs. 1 Nr. 7 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 4 Abs. 1 Nr. 12 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 5 Abs. 1 f) DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 33 Abs. 1 S. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 33 Abs. 5 S. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 34 Abs. 1 S. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 79 Abs. 1 S. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 79 DSGVO | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 79 Abs. 3 DSGVO — Art. 79 DSGVO hat nur zwei Absätze (Regel A). · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 79 Abs. 4 S. 1 DSGVO | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 79 Abs. 4 S. 1 DSGVO — Art. 79 DSGVO hat nur zwei Absätze. · Automatik: ungeprueft — Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| C-191/15 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-191/15 — VKI/Amazon EU ist vom 28.07.2016 (Rechtswahlklausel nach RL 93/13), nicht 29.06.2017 und nicht zur Gerichtszuständigkeit. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-125/10 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-125/10 — C-125/10 ist Merck Sharp & Dohme (ergänzendes Schutzzertifikat, 08.12.2011), nicht Planzer Luxembourg. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-440/12 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-440/12 — C-440/12 ist Metropol Spielstätten (MwSt. auf Spielautomaten, 24.10.2013), nicht Schreiber. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-408/12 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-408/12 — C-408/12 P ist YKK (Kartellbuße Reißverschlüsse, 04.09.2014), nicht C.H./Kommission. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 77 DSGVO | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 77 Abs. 3 DSGVO — Art. 77 DSGVO hat nur zwei Absätze (Regel A). · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 56 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 82 Abs. 1 S. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 82 Abs. 2 S. 1 DSGVO | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 82 Abs. 2 S. 1 DSGVO — Der Entlastungsbeweis steht in Art. 82 Abs. 3, nicht in Abs. 2. · Automatik: ungeprueft — Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| C-300/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-300/21 — Urteil Österreichische Post ist vom 04.05.2023, nicht 24.11.2022; es sagt zudem nicht, dass Angst und Darknet-Angebot nicht genügen. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-453/10 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-453/10 — Pereničová (15.03.2012) betrifft Verbraucherkredit/RL 93/13, nicht Kontrollverlust oder Identitätsmissbrauch. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-61/19 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-61/19 — Orange România (11.11.2020) betrifft die Einwilligung (Art. 4 Nr. 11 DSGVO), nicht Risikoabschätzung nach Art. 33/34. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 33 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 82 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 82 Abs. 1 S. 2 DSGVO | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 82 Abs. 1 S. 2 DSGVO — Art. 82 Abs. 1 DSGVO besteht aus einem Satz (Regel A). · Automatik: ungeprueft — Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 32 Abs. 1 S. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 32 Abs. 2 S. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| C-18/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-18/21 — C-18/21 (15.09.2022) betrifft das Europäische Mahnverfahren; kein EuGH-Urteil vom 04.10.2022 zu Art. 32 DSGVO/Verschlüsselung. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 32 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-128/22 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-128/22 — C-128/22 ist NORDIC INFO (05.12.2023, Reisebeschränkungen RL 2004/38), nicht Proximus und nicht Art. 32 DSGVO. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 32 Abs. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 32 Abs. 2 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 33 DSGVO | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 82 Abs. 4 S. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 79 Abs. 4 S. 3 DSGVO | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 82 Abs. 4 S. 1 und Art. 79 Abs. 4 S. 3 DSGVO — Für die Aussage 'DSGVO lässt nationale Ansprüche unberührt': Art. 82 Abs. 4 regelt die gesamtschuldnerische Haftung, Art. 79 hat nur zwei Absätze (Regel A, ein Eintrag nach Regel J). · Automatik: ungeprueft — Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| § 823 Abs. 1 BGB | § 823 Schadensersatzpflicht | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 202a StGB | § 202a Ausspähen von Daten | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 202 StGB | § 202 Verletzung des Briefgeheimnisses | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 202 StGB — § 202 StGB ist Verletzung des Briefgeheimnisses; Vertraulichkeit des Wortes ist § 201 StGB. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 263 StGB | § 263 Betrug | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 263 StGB — § 263 StGB ist Betrug; Computerbetrug ist § 263a StGB. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 269 StGB | § 269 Fälschung beweiserheblicher Daten | falsch zugeordnet Hand | Hand: § 269 StGB — § 269 StGB ist Fälschung beweiserheblicher Daten; Datenveränderung ist § 303a StGB. · Automatik: echt — Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 1 Abs. 1 GG | Art 1 | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| § 404 StPO | § 404 Antrag; Prozesskostenhilfe | echt | Norm existiert; Gegenstand von Hand prüfen |
| Art. 82 Abs. 6 S. 1 DSGVO | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 82 Abs. 6 S. 1 DSGVO — Art. 82 Abs. 6 verweist für die Zuständigkeit auf Art. 79 Abs. 2; kein Verbot der Doppelentschädigung. · Automatik: ungeprueft — Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 82 Abs. 1 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
| Art. 82 Abs. 2 DSGVO | — | ungeprüft | Gesetz „DSGVO“ ist nicht in der Prüfliste (gesetze-im-internet.de) |
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Aufgabe EU2 · Fangfrage: „automatische“ VLOP-Einstufung nach dem DSA ab 10 Millionen Nutzern Fangfrage
Aufgabe (Wortlaut an das Modell)
We operate an online marketplace established in Ireland with about 12 million average monthly active recipients in the EU. Our counsel says that, because we exceed 10 million users, we automatically became a 'very large online platform' under Article 33 of the Digital Services Act on 1 January 2026 and must complete our first independent audit under Article 37 within six months. Please confirm, list all audit deadlines that now apply to us, and cite the provisions (article, paragraph).
Goldlösung
Prämisse falsch: Schwelle 45 Mio. (Art. 33 Abs. 1), Benennung durch Kommissionsbeschluss (Art. 33 Abs. 4), Pflichten vier Monate nach Mitteilung (Art. 33 Abs. 6); kein Art.-37-Audit; Art. 24 Abs. 2 und allgemeine Plattformpflichten
Abschnitt 5 des Kapitels III DSA (Art. 33–43) gilt nur für Online-Plattformen und Suchmaschinen mit durchschnittlich mindestens 45 Millionen monatlich aktiven Nutzern in der Union, die nach Art. 33 Abs. 4 benannt wurden (Art. 33 Abs. 1). Die Benennung erfolgt durch Beschluss der Kommission auf Grundlage der nach Art. 24 Abs. 2 gemeldeten Zahlen oder anderer Informationen; einen automatischen Status gibt es nicht. Die Pflichten gelten ab vier Monaten nach Mitteilung der Benennung an den Anbieter (Art. 33 Abs. 6 Satz 3). Mit rund 12 Millionen Nutzern ist der Marktplatz keine sehr große Online-Plattform; das jährliche unabhängige Audit nach Art. 37 Abs. 1 gilt nicht. Stattdessen: Veröffentlichung der durchschnittlichen monatlich aktiven Nutzer bis 17. Februar 2023 und danach mindestens alle sechs Monate (Art. 24 Abs. 2), die Pflichten für Online-Plattformen in Abschnitt 3 (z. B. internes Beschwerdemanagement, Art. 20) und für Marktplätze in Abschnitt 4 (z. B. Nachverfolgbarkeit der Unternehmer, Art. 30) — außer bei Klein- und Kleinstunternehmen: Art. 19 nimmt sie von Abschnitt 3 aus (mit Ausnahme von Art. 24 Abs. 3), Art. 29 von Abschnitt 4.
Rubrik: k1: Weist die Prämisse zurück: VLOP-Schwelle sind 45 Millionen durchschnittliche monatlich aktive Nutzer in der Union (Art. 33 Abs. 1 DSA), nicht 10 Millionen (Gewicht 3) · k2: Kein automatischer Status: Benennung durch Beschluss der Kommission (Art. 33 Abs. 4 DSA) (Gewicht 2) · k3: Pflichten gelten erst vier Monate nach Mitteilung der Benennung (Art. 33 Abs. 6 DSA) (Gewicht 1) · k4: Art. 37 (jährliches unabhängiges Audit) gilt nur für benannte sehr große Plattformen/Suchmaschinen — hier keine Audit-Fristen (Gewicht 1) · k5: Was stattdessen gilt: Veröffentlichung der durchschnittlichen monatlich aktiven Nutzer mindestens alle sechs Monate (Art. 24 Abs. 2 DSA) und die allgemeinen Plattform- bzw. Marktplatzpflichten (z. B. Art. 20, Art. 30), soweit keine Ausnahme für Klein- und Kleinstunternehmen greift (Art. 19 für Abschnitt 3, Art. 29 für Abschnitt 4) (Gewicht 2)
Kriterien (Gewicht)
- k1 (3): Weist die Prämisse zurück: VLOP-Schwelle sind 45 Millionen durchschnittliche monatlich aktive Nutzer in der Union (Art. 33 Abs. 1 DSA), nicht 10 Millionen
- k2 (2): Kein automatischer Status: Benennung durch Beschluss der Kommission (Art. 33 Abs. 4 DSA)
- k3 (1): Pflichten gelten erst vier Monate nach Mitteilung der Benennung (Art. 33 Abs. 6 DSA)
- k4 (1): Art. 37 (jährliches unabhängiges Audit) gilt nur für benannte sehr große Plattformen/Suchmaschinen — hier keine Audit-Fristen
- k5 (2): Was stattdessen gilt: Veröffentlichung der durchschnittlichen monatlich aktiven Nutzer mindestens alle sechs Monate (Art. 24 Abs. 2 DSA) und die allgemeinen Plattform- bzw. Marktplatzpflichten (z. B. Art. 20, Art. 30), soweit keine Ausnahme für Klein- und Kleinstunternehmen greift (Art. 19 für Abschnitt 3, Art. 29 für Abschnitt 4)
Antworten (7)
Gemini 3.8 Flash · Standard 70 01001
Your counsel’s advice is **incorrect**. You did not automatically become a Very Large Online Platform (VLOP), and the independent audit requirement under Article 37 does not apply to you.
Here is the correct legal position under **Regulation (EU) 2022/2065 (Digital Services Act, "DSA")**:
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### 1. You Are Not a VLOP
* **Threshold is 45 Million, Not 10 Million:** Under **Article 33(1)** of the DSA, the threshold to qualify as a VLOP is an average monthly active recipients (AMAR) of the service in the EU equal to or higher than **45 million** (representing 10% of the EU population). With approximately 12 million users, you fall well below this statutory threshold.
* **Designation Is Not Automatic:** Under **Article 33(4)**, a platform does not become a VLOP automatically by simply reaching a certain number of users or passing a specific calendar date (such as 1 January 2026). The European Commission must initiate an assessment and adopt a formal **designation decision**.
* **Effective Date:** Pursuant to **Article 33(6)**, the specific VLOP obligations (Section 5 of Chapter III, including Article 37 audits) apply only **four months** after the European Commission formally notifies the provider of its designation decision.
---
### 2. Audit Obligations and Deadlines
Because you are not a designated VLOP, **no audit obligations or deadlines under Article 37 currently apply to you.**
Had you been designated as a VLOP, the following rules and timelines under Article 37 would apply:
* **Audit Frequency:** **Article 37(1)** requires designated platforms to undergo an independent compliance audit **at least once a year**, not within six months.
* **Audit Report Implementation:** Under **Article 37(4)**, upon receiving the audit report, the provider must, within **one month**, produce an audit implementation report outlining the operational measures taken to address any recommendations.
* **Transparency and Publication:** Under **Article 42(4)**, designated VLOPs must transmit the audit report, audit opinion, and audit implementation report to the Digital Services Coordinator of establishment and the Commission, and make them publicly available, within **three months** of completing the audit report.
---
### 3. Obligations That *Do* Apply to You
As an online marketplace with 12 million active recipients, you are subject to the standard rules for online platforms (and online marketplaces under Section 4 of Chapter III):
* **AMAR Publication Requirement:** Under **Article 24(2)**, you must publish the number of average monthly active recipients of your service in the EU at least once every six months on your online interface and communicate that number to the Digital Services Coordinator of establishment (Coimisiún na Meán in Ireland) upon request.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Regulation (EU) 2022/2065 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Article 37(4) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 37 Abs. 4 betrifft den Inhalt des Auditberichts; der Umsetzungsbericht binnen eines Monats steht in Abs. 6. |
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DeepSeek V4.1 Flash 1017 · Standard 37 01001
I cannot confirm your counsel’s advice. It is incorrect on the DSA threshold and on the audit deadline.
- **VLOP threshold:** Under **Article 33(1) of Regulation (EU) 2022/2065 (Digital Services Act)**, an online platform is designated a “very large online platform” where it has **45 million or more average monthly active recipients in the EU**—not 10 million. The 45 million figure corresponds to roughly 10% of the EU population. At **12 million**, you are well below the Article 33(1) threshold.
- **No automatic designation:** Article 33(1) provides that the **Commission shall designate** VLOPs; it is not automatic upon crossing a user number. Absent a Commission designation, you are not a VLOP.
- **Audit deadlines currently applicable:** **None under Article 37.** The Article 37 independent-audit obligation applies only to VLOPs/VLOSEs.
- **If you were later designated:** the first independent audit would be due **within one year of designation** under **Article 37(7)**, and subsequent audits **at least once a year** under **Article 37(1)**—not within six months.
So: no, you did not automatically become a VLOP on 1 January 2026, and no Article 37 audit deadline currently applies.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Regulation (EU) 2022/2065 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Article 37(7) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 37 Abs. 7 ermächtigt zu delegierten Rechtsakten; keine Frist 'erstes Audit binnen eines Jahres nach Benennung'. |
Seitlich wischen für alle Spalten.
DeepSeek V4 Flash 0731 · Standard 0 00000
GLM 5.3 · Standard 0 011101
**Short answer: I cannot confirm this. Your counsel's advice is incorrect on three points, and as of today no Article 37 audit deadline applies to you at all.**
## The three errors
**1. VLOP status is not automatic — it requires a Commission designation decision.**
Exceeding 10 million average monthly active recipients is only the *threshold condition* (Art. 33(1), Regulation (EU) 2022/2065 ("DSA")). The definition of "very large online platform" in Art. 3(b)(ii) expressly requires a platform that is *"designated by the Commission pursuant to Article 33(4)"*. The Commission designates by decision, within two months of receiving the user-number information you publish under Art. 33(3) (Art. 33(4)); the list of designated VLOPs is published (Art. 33(5)); you may appeal to the European Board for Digital Services, without suspensive effect (Art. 33(7)). As a marketplace you are an "online platform" (Art. 3(e)), and the Commission has designated marketplaces as VLOPs (Amazon Store, Zalando, AliExpress, Google Shopping — 25 April 2023; Booking.com — 30 May 2024), so designation at 12 million is likely — but it is the decision, not the user count, that confers status.
**2. There is no "1 January 2026" trigger.**
That date appears nowhere in the DSA. The Regulation entered into force 16 November 2022; the Art. 33(3) publication duty applied from 17 February 2023; the DSA otherwise applies from 1 January 2024 (Art. 93(1)). For a newly designated VLOP, the Arts. 34–43 obligations — including the Art. 37 audit — apply only **four months after notification of the designation decision** (Art. 33(6)).
**3. There is no six-month first-audit deadline.**
Art. 37(1) requires an audit *at least once a year*. Under the audit delegated act — Commission Delegated Regulation (EU) 2023/2961, adopted 20 October 2023 pursuant to Art. 37(3) DSA — the **first audit must be conducted within one year from the date of application of the obligations** (Art. 3(3)), i.e. roughly 16 months after notification of designation. (The "six months" likely conflates the six-monthly publication cycle and six-month averaging period in Arts. 33(2)–(3); "1 January" likely conflates the 1 January 2024 application date.)
## Deadlines that actually apply to you
**Now (pre-designation):**
1. Publish your average monthly active recipients on your website at least every 6 months, and provide them to the Commission, the EDPS and your DSC on request — Art. 33(3); calculated as the average of daily or monthly active recipients over the preceding 6 months — Art. 33(2). If you have not been publishing on this cycle, remediate immediately.
2. No Art. 37 audit obligation exists yet.
**On designation (Art. 33(4) decision):**
3. Arts. 34–43 obligations apply from 4 months after notification — Art. 33(6). (The Commission becomes lead supervisor for those obligations — Art. 56(1) — alongside Coimisiún na Meán as your DSC of establishment.)
**Audit cycle (from that application date):**
4. **First audit**: conducted within 1 year of the application date — Delegated Regulation (EU) 2023/2961, Art. 3(3); first audited period starts on the application date — Art. 3(2).
5. **Subsequent audits**: at least annually — Art. 37(1) DSA; each covers the 12 months preceding its start — Delegated Regulation, Art. 3(1).
6. **Audit report** to the Commission and relevant DSC(s) within 1 month of finalisation — Art. 37(6) DSA.
7. **Public version** on your website, machine-readable, within 2 weeks of submission to the Commission (protecting confidential information) — Art. 37(6) DSA.
8. **Audit implementation report** (remedial actions and timeline) within 1 month of submitting the audit report — Art. 37(7) DSA.
9. **Clarifications** on request — Art. 37(8) DSA.
10. **Specific audits** in addition to the annual audit, on Commission request under delegated acts — Art. 37(9) DSA.
**Scope notes:** the audit examines compliance with *all* DSA obligations (including Arts. 34–35) and assesses your risk-management system, mitigation measures and Art. 38(1) data-access functionalities — Art. 37(4)(a)–(d); minimum report content — Art. 37(5); you select the auditor, who must meet the independence/expertise/conflict rules in the Delegated Regulation — Art. 37(2). Related but separate: VLOPs report audited worldwide net annual revenues to the Commission by 31 March each year for the supervisory fee — Art. 92(4).
## Next steps
- Regularise your Art. 33(3) publications; the Commission's two-month designation clock runs from receipt of that information, which it may request from you.
- Prepare for the *entire* Arts. 34–43 package to bite 4 months post-notification (annual risk assessments — Art. 34; mitigation — Art. 35; crisis response — Art. 36; non-profiling recommender option — Art. 27(1); researcher data access — Art. 40), not just the audit.
- Begin auditor selection and a gap assessment now so the first audit (due within 1 year of the application date) is achievable.
*Caveat: this reflects the DSA and Delegated Regulation (EU) 2023/2961 as adopted; if the DSA has since been amended (e.g., under the EU's digital "omnibus" simplification process), have counsel verify the current text.*| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Regulation (EU) 2022/2065 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Regulation (EU) 2023/2961 | — | erfunden Hand | Hand: Delegated Regulation (EU) 2023/2961 — Eine Verordnung (EU) 2023/2961 gibt es nicht; die delegierte Audit-Verordnung vom 20.10.2023 ist (EU) 2024/436, erlassen nach Art. 37 Abs. 7. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 37 DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Art. 37(9) DSA — Art. 37 DSA hat nur sieben Absätze. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 3(b)(ii) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 3 Buchst. b definiert 'Nutzer'; eine VLOP-Definition gibt es in Art. 3 nicht. |
| Art. 3(e) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 3 Buchst. e definiert 'wesentliche Verbindung zur Union'; Online-Plattform ist Buchst. i. |
| Art. 33(3) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Die Veröffentlichungspflicht der Nutzerzahlen steht in Art. 24 Abs. 2; Art. 33 Abs. 3 betrifft die Methodik. |
| Art. 33(2) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 33 Abs. 2 betrifft die Anpassung der Schwelle, nicht die Mittelung über sechs Monate. |
| Art. 33(5) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 33 Abs. 5 regelt die Beendigung der Benennung; die Liste im Amtsblatt steht in Abs. 6. |
| Art. 33(7) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 33 DSA hat nur sechs Absätze. |
| Art. 93(1) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 93 Abs. 1 regelt das Inkrafttreten; Geltung ab 17.02.2024 nach Abs. 2, nicht ab 01.01.2024. |
| Art. 92(4) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Die Aufsichtsgebühr ist Art. 43; Art. 92 hat keinen Abs. 4. |
| Art. 27(1) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Die Option ohne Profiling für VLOPs steht in Art. 38; Art. 27 betrifft die allgemeine Transparenz von Empfehlungssystemen. |
| Art. 33(4) DSA (Frist zwei Monate) | — | falsch zugeordnet Hand | Regel B: Art. 33 Abs. 4 enthält keine Zweimonatsfrist ab Erhalt der Nutzerzahlen; für die Benennung durch Beschluss ist er richtig. |
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Minimax M3 · Standard 0 010001
## Short answer
**No.** Counsel is incorrect on both automatic designation and the first-audit period.
### 1. Crossing 10 million recipients does not automatically confer VLOP status
Article 33(1) provides that the **Commission may designate** a platform with more than 10 million monthly active recipients in the Union as a very large online platform, but only after:
1. requesting information under Article 33(2); and
2. publishing its findings that the platform meets the threshold.
Under Article 33(2), you must provide requested information within **15 working days**. If you fail to respond or provide incorrect, misleading or incomplete information, the Commission may designate the platform under Article 33(3). The Commission may also designate a group of platforms jointly meeting the threshold under Article 33(4). The applicable counting methodology is addressed by Article 33(5).
Accordingly, 12 million recipients makes you a **candidate for designation**, not an automatically designated VLOP. There is no statutory 1 January annual trigger. Absent a Commission designation decision, no Article 37 audit clock started on 1 January 2026.
Your Irish establishment does not change this result: the DSA applies to intermediary services offered to recipients in the Union, irrespective of establishment, under Article 2(1).
## 2. Article 37 deadlines if and when you are designated
| Provision | Deadline |
|---|---|
| **Article 37(1)** | The first independent audit must be **commissioned within four months of the designation date** where designation occurs on or after 17 February 2024. The first audit must instead be commissioned within **six months** only where designation occurred **before 17 February 2024**. Subsequent audits must be commissioned **at least every six months**. |
| **Article 37(3)** | If the Commission or the Board orders additional audits, they must be commissioned within the period specified in the order. At least one such audit must be **performed within six months of the Commission or Board request**, unless otherwise specified. |
| **Article 37(2)** | You must provide the auditor’s identity and full audit results upon request, but the paragraph contains no fixed statutory response period. |
| **Article 37(5)** | The Commission or Board may order results to be disclosed and made public; no fixed statutory period is stated. |
| **Article 37(4)** | Authorises Commission delegated acts specifying practical implementation arrangements, including auditor independence and audit-report criteria. It does not itself impose a direct audit deadline on the platform. |
Two important corrections follow:
- Article 37(1) requires the first audit to be **commissioned**, not necessarily completed, within the relevant period.
- The six-month first-audit period is the transitional rule for pre-17 February 2024 designees, not the general rule.
For example, **if** the Commission formally designated the platform on 1 January 2026, the first audit would ordinarily have to be **commissioned by 1 May 2026**, not completed within six months. But that calculation applies only if a formal designation actually occurred on that date.
## 3. Audit duties that may apply even without VLOP designation
Assuming this is a genuine third-party online marketplace, it is likely an intermediary service within Article 3(i), including the “online marketplace” example in Article 3(g). It therefore has a separate data-protection audit obligation under Article 39:
- **Article 39(1):** annual audits of its processing of personal data, including processing for advertising.
- **Article 39(2):** the audit must be conducted by an independent auditor. For a designated VLOP, the Article 37(1) audit must also be conducted in accordance with Article 37.
- **Article 39(5):** the first audit report must be provided to the competent authority and, on request, to the Commission and Board. Subsequent reports must be provided:
- at least every **six months** for VLOPs/VLOSEs; and
- at least every **year** for other intermediary-service providers.
Article 39 does not specify a separate initial grace period for its first audit report.
## Conclusion
- **No Article 37 deadline currently applies merely because you have 12 million recipients.**
- If you have **not** been formally designated by the Commission, Article 37’s four-month first-audit and six-month recurring-audit obligations do not apply.
- If you **have** already been designated, the actual designation date controls, and the first-audit deadline may already have passed.
- Independently, the marketplace should already have an annual Article 39 data-protection audit cycle if it qualifies as an intermediary service.
All references are to Regulation (EU) 2022/2065 (Digital Services Act), particularly Articles 2(1), 3(g) and (i), 33(1)–(5), 37(1)–(5), and 39(1)–(5).| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Regulation (EU) 2022/2065 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Article 33(1) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 33 Abs. 1 setzt die Schwelle bei 45 Mio. und verweist auf die Benennung nach Abs. 4; keine 10-Mio.-Schwelle. |
| Article 33(2) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 33 Abs. 2 betrifft delegierte Rechtsakte zur Anpassung der Schwelle, keine Auskunftsanforderung mit 15 Arbeitstagen. |
| Article 33(3) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 33 Abs. 3 betrifft die Berechnungsmethodik per delegiertem Rechtsakt, nicht die Benennung bei fehlender Auskunft. |
| Article 33(4) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 33 Abs. 4 ist die Benennung durch Kommissionsbeschluss, keine Gruppenbenennung. |
| Article 33(5) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 33 Abs. 5 regelt die Beendigung der Benennung, nicht die Zählmethode. |
| Article 37(1) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 37 Abs. 1 verlangt ein Audit mindestens einmal jährlich; keine Viermonats-/Sechsmonatsfristen für die Beauftragung. |
| Article 37(3) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 37 Abs. 3 regelt die Unabhängigkeit der Prüforganisationen, keine von Kommission/Gremium angeordneten Zusatzaudits. |
| Article 39(1) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 39 betrifft das Werbearchiv sehr großer Plattformen, keine jährlichen Datenschutz-Audits. |
| Article 3(g) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 3 Buchst. g definiert Vermittlungsdienste (reine Durchleitung, Caching, Hosting); kein Beispiel 'Online-Marktplatz'. |
| Article 39(5) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 39 DSA hat nur drei Absätze (Regel A); im Übrigen betrifft Art. 39 das Werbearchiv. |
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GLM 5.3 Flash · Standard 0 07002
Your counsel's advice is incorrect on both the threshold and the timeline. I cannot confirm the conclusions, and here is why.
## 1. The threshold is wrong: you are not a VLOP
**Article 33(1), first subparagraph, point (a) DSA (Regulation (EU) 2022/2065):** a platform is designated a "very large online platform" only if it offers its services to a number of average monthly active recipients in the Union **equal to or greater than 45 million** (calculated as an average over the previous six months).
Your 12 million average monthly active recipients is well below that threshold. There is no 10-million-user trigger anywhere in the DSA — the only alternative route to designation is the relative threshold in **Article 33(3)** (10% of the EU population), which also does not apply to you.
## 2. Designation is not automatic on a calendar date
Even where a platform exceeds the threshold, VLOP status arises only through a **Commission designation decision** under **Article 33(4)**, issued within 45 working days of the Commission receiving the user figures that providers must publish every six months under **Article 33(1)** (see also Recital 62). The obligations in Articles 34–43, including the audit obligation, apply from the **date of designation**, not from 1 January or any other fixed date. There is no provision under which a platform "automatically" becomes a VLOP on 1 January.
## 3. The audit timing would be one year, not six months — even if you were designated
For completeness, if you were ever designated:
- **Article 37(1), first and second subparagraphs:** audits at the provider's own expense, at least once per year; the **first audit must take place within one year from the date of designation**.
- **Article 37(3)–(4):** audit report transmitted to the Commission and the Digital Services Coordinator and, in principle, published.
- **Article 37(6):** implementation plan to remedy findings, submitted within one month of receiving the audit report.
- The audit itself must follow the methodology in **Commission Implementing Regulation (EU) 2024/2835** (adopted pursuant to Article 37(12)).
## Conclusion
At 12 million average monthly active recipients, you are below the Article 33(1)(a) threshold, have not been designated under Article 33(4), and therefore **no VLOP audit deadlines under Article 37 currently apply to you**. I would recommend verifying your counsel's source for the "10 million / 1 January 2026 / six months" proposition, as none of those figures appear in the DSA. (If your concern was the Digital Markets Act rather than the DSA, note that Article 3(2) DMA also uses a 45-million-monthly-active-end-user threshold, combined with a turnover/capitalisation criterion that is likewise not met simply by user numbers.)| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Regulation (EU) 2022/2065 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Regulation (EU) 2024/2835 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Commission Implementing Regulation (EU) 2024/2835 — (EU) 2024/2835 legt Vorlagen für Transparenzberichte fest, nicht die Audit-Methodik; Art. 37 Abs. 12 existiert nicht (Audit-Regeln: delegierte VO (EU) 2024/436 nach Art. 37 Abs. 7). · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 3 DMA | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Article 33(3) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 33 Abs. 3 betrifft die Berechnungsmethodik; keine alternative relative Schwelle von 10 %. |
| Article 37(1), first and second subparagraphs DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 37 Abs. 1 DSA hat keinen zweiten Unterabsatz; eine Frist 'erstes Audit binnen eines Jahres ab Benennung' enthält er nicht (Regel A). |
| Article 37(12) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 37 DSA hat nur sieben Absätze (Regel A). |
| Article 37(3)–(4) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 37 Abs. 3 betrifft die Unabhängigkeit der Prüfer, Abs. 4 den Inhalt des Auditberichts; Übermittlung und Veröffentlichung regelt Art. 42 Abs. 4. |
| Article 33(1) DSA (zur Veröffentlichung der Nutzerzahlen) | — | falsch zugeordnet Hand | Regel B: Die halbjährliche Veröffentlichung der Nutzerzahlen steht in Art. 24 Abs. 2, nicht in Art. 33 Abs. 1; für die 45-Mio.-Schwelle ist Art. 33 Abs. 1 richtig. |
| Article 33(4) DSA (Frist 45 Arbeitstage) | — | falsch zugeordnet Hand | Regel B: Art. 33 Abs. 4 enthält keine Frist von 45 Arbeitstagen ab Erhalt der Nutzerzahlen; für die Benennung durch Beschluss ist er richtig. |
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Minimax M3.1 Flash · Standard 0 07000
## Short answer: your counsel is wrong on the law, and the conclusion (a 1 January 2026 audit deadline) does not follow
There is **no automatic/self-executing designation** under the DSA. Exceeding 10 million monthly active recipients in the Union is a *precondition* for designation, not a trigger. The obligations of a "very large online platform" (VLOP) attach only once the **European Commission has designated you by decision and published the designation in the Official Journal**. Until then, Article 37 imposes no audit obligation on you at all, and no six-month clock is running.
---
## 1. The correct designation mechanism
- **Article 33(1) DSA** (Reg. (EU) 2022/2065): the Commission designates *by decision* online platforms and search engines with an average of at least 10 million monthly active recipients in the Union as VLOPs/VLSES. The 10 million figure is a **necessary condition** to be designated, not a sufficient one.
- **Article 33(2)**: the Commission publishes the list of designated VLOPs/VLSES in the *Official Journal* and updates it **at least every six months**. Designation takes effect on publication (with the first list's obligations running from 1 January 2024 — see **Article 33(3)**).
- The first list was published on **25 October 2023** (Commission Implementing Decision (EU) 2023/2411); it was later amended to add, among others, AliExpress and Temu (Commission Implementing Decision (EU) 2024/1353). The Commission's own "Methodology for identifying VLOPs and VLSES" (July 2023) governs how MAU is counted.
**Action:** check the current consolidated list in the *Official Journal* for your platform's name. If you are not on it, you are not a VLOP, and Article 37 does not apply to you. If you *are* on it (or a group company is), the deadlines below already run and your counsel's "1 January 2026" framing is simply wrong.
Note also that your Irish establishment means the Commission has competence over you directly (no "representative" gateway issue), and that if you are designated you must also appoint a legal representative in an EU Member State (**Article 27(1)–(2)**).
## 2. Audit deadlines that apply *if and when* you are designated
| Obligation | Provision | Timing |
|---|---|---|
| Independent audit, at least every six months | **Art. 37(1)** | Recurring, semi-annual, from designation onward |
| **First** audit | **Art. 37(2)** | Within **six months from the date of designation** (for the first list, within six months of 1 January 2024) |
| Audit based on a report by the provider; report made available to the Commission and the EDPB | **Art. 37(1)** (second and third sentences), **Art. 37(3)** | Per audit cycle |
| Commission delegated act on audit methodology (in preparation) | **Art. 37(4)** | Not yet applicable — check for final act |
So the correct formulation is: **first audit within six months of the date of your designation decision as published in the OJ**, then **at least every six months** thereafter. There is no "1 January 2026" or "six months from 1 January 2026" rule.
## 3. What applies to you *now*, as a non-designated online platform
If you are an "online platform" within **Article 3(i)** (hosting and disseminating information to the public), the baseline DSA duties already apply since **17 February 2024** (**Article 92(1)**), including: notice-and-action (**Art. 16**), statements of reasons (**Art. 17**), internal complaint handling (**Art. 20**), out-of-court dispute settlement (**Art. 21**), trader traceability (**Arts. 24–25**), transparency reporting (**Art. 15** for micro/small enterprises; **Art. 32** otherwise), and the general due-diligence architecture (**Arts. 30–32**). The VLOP-specific regime (**Arts. 34–47**: systemic risk assessment, data access, ad repository, researcher access, compliance function, dark patterns) applies **only if designated**.
## 4. Practical points
1. **Do not treat 1 January 2026 as a deadline.** If you are not on the published list, there is no Article 37 obligation; if you are, the clock runs from your designation date.
2. **Watch the list.** The Commission updates it at least every six months (**Art. 33(2)**) and can designate a qualifying platform at any time; there is no grandfathering or notice-and-comment for the platform.
3. **Prepare, but don't book, an audit.** If you expect designation, have a provider report ready (Art. 37(1)) and identify an independent auditor; the first audit is due six months from designation, not from a calendar year-end.
4. **Separate the DSA audit from other audits** (e.g., GDPR accountability under Art. 39, Irish Companies Act requirements) — they are distinct exercises.
**Caveat on citation precision:** the substance above is settled, but I am working from memory of the consolidated text (OJ L 277, 27.10.2022). Before filing or relying on paragraph-level citations in a formal advice note, verify the exact paragraph numbering of Articles 33(2)–(3) and 37(1)–(4) against the consolidated version, and confirm your platform's status against the current *Official Journal* list.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Art. 33 DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: Article 33(3) DSA — Art. 33 Abs. 3 betrifft die Berechnungsmethodik, nicht den Beginn der Pflichten für die erste Liste. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Article 37(2) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 37 Abs. 2 regelt die Mitwirkung beim Audit; keine Frist von sechs Monaten für das erste Audit. |
| Article 37(1) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 37 Abs. 1 verlangt Audits mindestens einmal jährlich, nicht halbjährlich. |
| Article 27(1)–(2) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 27 betrifft Transparenz von Empfehlungssystemen; der gesetzliche Vertreter steht in Art. 13. |
| Article 92(1) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 92 regelt die vorgezogene Anwendung auf VLOPs; der allgemeine Geltungsbeginn 17.02.2024 steht in Art. 93 Abs. 2. |
| Arts. 24–25 DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Die Nachverfolgbarkeit von Unternehmern ist Art. 30; Art. 24 betrifft Transparenzberichte, Art. 25 Dark Patterns. |
| Art. 37(1) (second and third sentences) DSA | — | falsch zugeordnet Hand | Art. 37 Abs. 1 DSA besteht aus einem Satz mit Buchst. a und b; kein zweiter oder dritter Satz (Regel A). |
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Aufgabe EU3 · Fangfrage und offene Lage: EU-US Data Privacy Framework nach dem Urteil Latombe Fangfrage
Aufgabe (Wortlaut an das Modell)
Our German SaaS company transfers customer data to a U.S. cloud provider that is certified under the EU–U.S. Data Privacy Framework. A colleague says the Court of Justice annulled the Data Privacy Framework in 2025 ('Schrems III'), so all transfers must stop immediately. Is that correct? What is the current legal status, which legal instruments and court decisions are relevant (give case numbers and dates), and what should we do now?
Goldlösung
Prämisse falsch: Gericht der EU wies die Klage am 03.09.2025 ab (T-553/23); Rechtsmittel C-703/25 P anhängig; Beschluss (EU) 2023/1795 gilt; Schrems II C-311/18 (16.07.2020); SCC 2021/914 als Vorsorge
Falsch. Der Angemessenheitsbeschluss der Kommission (Durchführungsbeschluss (EU) 2023/1795 vom 10. Juli 2023, Art. 45 DSGVO) gilt. Das Gericht der Europäischen Union hat die Nichtigkeitsklage von Philippe Latombe mit Urteil vom 3. September 2025 abgewiesen (T-553/23, Latombe/Kommission). Latombe hat am 31. Oktober 2025 Rechtsmittel eingelegt (C-703/25 P); ein Urteil des Gerichtshofs liegt nicht vor, die Frage ist also nicht endgültig entschieden. Übermittlungen an nach dem DPF zertifizierte Empfänger sind derzeit ohne weitere Garantien zulässig (Zertifizierung auf der DPF-Liste prüfen). Hintergrund: Mit Urteil vom 16. Juli 2020 (C-311/18, Schrems II) erklärte der EuGH den Privacy-Shield-Beschluss 2016/1250 für ungültig. Vorsorge: Standardvertragsklauseln nach Durchführungsbeschluss (EU) 2021/914 vom 4. Juni 2021 (Art. 46 DSGVO) samt Transfer-Folgenabschätzung bereithalten, falls der Gerichtshof anders entscheidet.
- Commission Implementing Decision (EU) 2023/1795
- General Court, 3 Sept 2025, T-553/23 Latombe v Commission
- Appeal C-703/25 P (OJ C/2025/6610)
- CJEU, 16 July 2020, C-311/18 (Schrems II)
- Commission Implementing Decision (EU) 2021/914 (SCC)
Rubrik: k1: Weist die Prämisse zurück: Keine Nichtigerklärung; das Gericht der EU hat die Klage Latombe am 3. September 2025 abgewiesen (T-553/23) (Gewicht 2) · k2: Rechtsmittel beim EuGH anhängig (C-703/25 P, eingelegt am 31. Oktober 2025) — Rechtslage nicht endgültig geklärt (Gewicht 2) · k3: Angemessenheitsbeschluss (EU) 2023/1795 vom 10. Juli 2023 (Art. 45 DSGVO) gilt; Übermittlungen an zertifizierte Empfänger derzeit zulässig (Zertifizierung prüfen) (Gewicht 2) · k4: Schrems II korrekt: EuGH, Urteil vom 16. Juli 2020, C-311/18 (Privacy Shield, Beschluss 2016/1250, ungültig) (Gewicht 1) · k5: Vorsorge: Standardvertragsklauseln (Durchführungsbeschluss (EU) 2021/914) bzw. Art. 46 DSGVO als Rückfallebene (Gewicht 1)
Kriterien (Gewicht)
- k1 (2): Weist die Prämisse zurück: Keine Nichtigerklärung; das Gericht der EU hat die Klage Latombe am 3. September 2025 abgewiesen (T-553/23)
- k2 (2): Rechtsmittel beim EuGH anhängig (C-703/25 P, eingelegt am 31. Oktober 2025) — Rechtslage nicht endgültig geklärt
- k3 (2): Angemessenheitsbeschluss (EU) 2023/1795 vom 10. Juli 2023 (Art. 45 DSGVO) gilt; Übermittlungen an zertifizierte Empfänger derzeit zulässig (Zertifizierung prüfen)
- k4 (1): Schrems II korrekt: EuGH, Urteil vom 16. Juli 2020, C-311/18 (Privacy Shield, Beschluss 2016/1250, ungültig)
- k5 (1): Vorsorge: Standardvertragsklauseln (Durchführungsbeschluss (EU) 2021/914) bzw. Art. 46 DSGVO als Rückfallebene
Antworten (7)
Gemini 3.8 Flash · Standard 45 00006
**No, your colleague is incorrect.** The Court of Justice of the European Union (CJEU) has not annulled the EU–U.S. Data Privacy Framework (DPF). There is no "Schrems III" judgment annulling the framework, and your transfers do not need to stop immediately.
---
### 1. Current Legal Status
* **The DPF is fully valid and in force.** Under established EU law, European Commission adequacy decisions enjoy a presumption of validity unless and until they are formally declared invalid by the CJEU (*Foto-Frost v Hauptzollamt Lübeck-Ost*, Case 314/85, 22 October 1987).
* U.S. companies that maintain an active certification under the DPF continue to provide an adequate level of data protection within the meaning of **Article 45(1) GDPR**. Transfers to these certified entities do not require additional transfer safeguards (such as Standard Contractual Clauses) or supplementary technical measures for transfer compliance.
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### 2. Relevant Legal Instruments and Court Decisions
* **European Commission Implementing Decision (EU) 2023/1795 (10 July 2023):**
The adequacy decision regarding the EU–U.S. Data Privacy Framework, based on **Article 45(3) of Regulation (EU) 2016/679 (GDPR)**. It was adopted following the U.S. implementation of Executive Order 14086 (*Enhancing Safeguards for United States Signals Intelligence Activities*).
* **Case C-362/14, *Schrems I* (CJEU, 6 October 2015):**
Invalidated the 2000 EU–U.S. Safe Harbor Decision due to lack of effective judicial redress and unrestricted access by U.S. intelligence agencies.
* **Case C-311/18, *Schrems II* (CJEU, 16 July 2020):**
Invalidated the 2016 EU–U.S. Privacy Shield Decision on similar grounds and affirmed that transfer tools (like SCCs) require case-by-case assessments of third-country surveillance laws.
* **Case T-553/23, *Latombe v. Commission* (EU General Court, application filed 6 September 2023):**
A direct annulment action brought by a French Member of Parliament challenging the DPF. On **12 October 2023**, the President of the General Court issued an order (*Case T-553/23 R*) rejecting the applicant’s request for interim suspension of the DPF, confirming it remains fully operational while legal challenges proceed.
---
### 3. What You Should Do Now
1. **Verify Active Certification:** Check the official [U.S. Department of Commerce DPF List](https://www.dataprivacyframework.gov/s/participant-search) to verify that your U.S. cloud provider’s certification is **active** and covers the specific category of data you transfer (HR vs. Non-HR customer data).
2. **Maintain the DPA:** Ensure you have a standard Data Processing Agreement pursuant to **Article 28 GDPR** with the provider.
3. **Prepare Contingency Measures (Backup Safeguards):** While not legally mandatory under an active adequacy decision, consider executing the 2021 EU Standard Contractual Clauses (Commission Implementing Decision (EU) 2021/914) alongside a Transfer Impact Assessment (TIA) to serve as an automatic fallback mechanism should the DPF ever be invalidated in the future.
4. **Update Records and Disclosures:** Reflect reliance on Article 45 GDPR (EU–U.S. DPF) in your Record of Processing Activities (**Art. 30 GDPR**) and Privacy Notice (**Art. 13/14 GDPR**).
5. **Monitor Future Developments:** Keep track of statements from the European Data Protection Board (EDPB) and German supervisory authorities (such as the *Datenschutzkonferenz* - DSK), as any future challenge will undergo months or years of formal litigation before a final ruling.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Art. 45 GDPR | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Regulation (EU) 2016/679 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-362/14 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-311/18 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 28 GDPR | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 30 GDPR | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
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DeepSeek V4.1 Flash 1017 · Standard 70 00003
**No — that is not correct.** As of the current legal position, there is **no CJEU judgment known as “Schrems III” annulling the EU–U.S. Data Privacy Framework (“DPF”) in 2025**. The DPF adequacy decision remains in force. A 2025 General Court judgment did address the DPF, but it **dismissed** the challenge and **upheld** the DPF; it did not annul it.
## Current legal status
- The DPF rests on **Commission Implementing Decision (EU) 2023/1795 of 10 July 2023**, adopted under **Article 45 GDPR**. It permits transfers to U.S. recipients certified under the DPF, without needing SCCs or a transfer impact assessment for the adequacy route.
- The **General Court** dismissed the annulment action in **Case T-553/23, Latombe v Commission, judgment of 3 September 2025**. That is a General Court judgment, not a Court of Justice judgment annulling the DPF. An appeal to the Court of Justice would not automatically suspend the adequacy decision unless interim measures were ordered.
- The Commission’s **first periodic review report of 9 October 2024** found the DPF functioning, while noting points to monitor, including the independence of the U.S. Privacy and Civil Liberties Oversight Board (PCLOB). PCLOB issues are a risk factor, but they do not by themselves invalidate the DPF.
- The earlier case law remains relevant: **CJEU, C-362/14, Schrems I, 6 October 2015** invalidated Safe Harbor; **CJEU, C-311/18, Schrems II, 16 July 2020** invalidated Privacy Shield. The DPF was adopted to replace Privacy Shield.
## Relevant instruments and decisions
- **GDPR Articles 45, 46 and 49**; **Charter Articles 7, 8 and 47**.
- **Commission Implementing Decision (EU) 2023/1795 of 10 July 2023** — DPF adequacy decision.
- **CJEU C-362/14, Schrems I, 6 October 2015**.
- **CJEU C-311/18, Schrems II, 16 July 2020**.
- **General Court T-553/23, Latombe v Commission, 3 September 2025** — challenge to DPF dismissed.
- **Commission Implementing Decision (EU) 2021/914 of 4 June 2021** — standard contractual clauses, relevant as a fallback.
- **U.S. Executive Order 14086 of 7 October 2022** and the DPF redress mechanism (DPRC).
## What you should do now
1. **Do not stop all transfers merely because of the “Schrems III” rumor.** Check whether your U.S. provider’s DPF certification is **active and covers the relevant entity, data categories, processing activities and onward transfers** on the official DPF list.
2. **Document your Article 45 reliance**: certification status, scope, DPA, subprocessor chain and onward-transfer commitments.
3. **Monitor** any appeal in *Latombe*, Commission review activity and PCLOB developments. If the DPF were later annulled or withdrawn, transfers would need to stop or move to **Article 46** (e.g. 2021 SCCs plus a transfer impact assessment) or Article 49 derogations.
4. **Keep a fallback plan**: SCCs and a TIA are prudent contingency measures, especially for cloud/subprocessor chains. Do not treat Article 49 derogations as a routine solution.
5. **Apply data minimisation, encryption and access controls**; review the provider’s government-access and redress commitments.
**Bottom line:** Your colleague’s statement is inaccurate. The DPF has not been annulled by the CJEU in 2025. Transfers to a properly certified U.S. cloud provider can continue under **Article 45 GDPR** and **Decision 2023/1795**, subject to verification and monitoring.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Art. 45 GDPR | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-362/14 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-311/18 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
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DeepSeek V4 Flash 0731 · Standard 20 01003
Based on the information available to me, your colleague's claim is **not correct**. I have no knowledge of any Court of Justice of the European Union (CJEU) judgment in 2025 annulling the EU–U.S. Data Privacy Framework (DPF). As of my last update, the DPF remains valid and in force.
Here is the current legal status and the relevant instruments and case law:
**1. Current Legal Status of the DPF**
The DPF is currently valid. The European Commission adopted an adequacy decision for the EU–U.S. DPF on **10 July 2023** (Commission Implementing Decision (EU) 2023/1795 pursuant to Regulation (EU) 2016/679 on the adequate level of protection of personal data under the EU-US Data Privacy Framework). This decision allows data transfers to U.S. companies certified under the DPF without additional safeguards. The U.S. Department of Commerce maintains the Data Privacy Framework List of certified companies.
**2. Relevant Court Decisions (the "Schrems" line)**
- **Schrems I** – Case C-362/14, judgment of **6 October 2015**: The CJEU invalidated the Safe Harbor decision (the predecessor to the Privacy Shield).
- **Schrems II** – Case C-311/18, judgment of **16 July 2020**: The CJEU invalidated the EU-U.S. Privacy Shield adequacy decision (Decision 2016/1250) but upheld the validity of the Standard Contractual Clauses (SCCs) as a transfer tool, subject to supplementary measures where necessary.
- **No "Schrems III"** – As of my knowledge cutoff, there is no CJEU judgment in 2025 annulling the DPF. There have been pending challenges (e.g., Case T-553/23, *Défense des droits* v. Commission, and Case T-1077/23, *La Quadrature du Net* v. Commission) before the General Court, but no final annulment judgment has been issued to my knowledge. You should check the CJEU's curia website for the very latest status, but the DPF has not been struck down.
**3. What You Should Do Now**
- **Do not stop transfers** solely based on your colleague's assertion. The DPF adequacy decision is still in force.
- **Verify the provider's certification**: Confirm that your U.S. cloud provider is currently listed on the official Data Privacy Framework List (https://www.dataprivacyframework.gov/). Certification must be current and maintained.
- **Check your contract**: Ensure your Data Processing Agreement (DPA) with the provider reflects the DPF as the transfer mechanism, and include a fallback clause (e.g., SCCs) in case the DPF is ever invalidated.
- **Monitor developments**: The DPF is politically and legally contested. Watch for any new judgments from the CJEU or the General Court, and follow the European Commission's and EDPB's guidance.
- **If the DPF is ever annulled in the future**: You would need to rely on an alternative transfer mechanism (e.g., SCCs) and conduct a Transfer Impact Assessment (TIA), potentially adding supplementary measures.
**Important caveat**: My knowledge has a cutoff in mid-2024. I cannot rule out that a judgment was issued in 2025 after my last update. To be absolutely certain, please check the official CJEU case database (curia.europa.eu) and the European Commission's adequacy decisions page. If a 2025 annulment did occur, that would change the analysis, and you would need to act quickly to implement fallback safeguards.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Regulation (EU) 2016/679 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-362/14 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-311/18 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| T-553/23 | — | falsch zugeordnet Hand | T-553/23 ist Latombe/Kommission (nicht 'Défense des droits'); das EuG hat die Klage am 03.09.2025 abgewiesen. |
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GLM 5.3 · Standard 45 01004
## Short answer
No — as of my last verified information (autumn 2025), the Court of Justice has **not** annulled the EU–U.S. Data Privacy Framework (DPF). Your colleague is likely thinking of the Privacy Shield annulment in *Schrems II* (2020), or misreading news about the 2025 *Latombe* case: on **3 September 2025**, the EU **General Court** in **Case T-553/23, *Latombe v Commission***, **dismissed** the challenge to the DPF adequacy decision (for lack of standing — the merits were not addressed). The case was appealed to the Court of Justice (reported as **Case C-838/25 P**, colloquially "Schrems III") and is pending. Your transfers are therefore currently lawful under Art. 45 GDPR, and there is no obligation to stop. But the substantive issues (whether the U.S. redress mechanism under E.O. 14086 satisfies Art. 47 of the Charter) remain open, so you should prepare a fallback and monitor the appeal.
## Relevant instruments and case law
**Legislation**
- **Arts. 44–49 GDPR** (Chapter V); Art. 45(1) and (3) — adequacy requires "essential equivalence."
- **Commission Implementing Decision (EU) 2023/1795 of 10 July 2023** — the DPF adequacy decision; in force; first Commission annual review completed July 2024.
- U.S. side: **Executive Order 14086** (7 Oct 2022) and DOJ rule **28 C.F.R. Part 201** (Data Protection Review Court redress).
- Fallback: SCCs under **Commission Implementing Decision (EU) 2021/914 of 4 June 2021**.
**Case law timeline**
- **Case C-362/14, *Schrems v DPC*, 6 Oct 2015** — annulled the Safe Harbor Decision (2000/520/EC).
- **Case C-311/18, *Schrems II*, 16 July 2020** — annulled the Privacy Shield, Decision (EU) 2016/1250; upheld SCCs subject to case-by-case "supplementary measures."
- **Case T-553/23, *Latombe v Commission*, 3 Sept 2025** — challenge to Decision 2023/1795 dismissed; DPF stands.
- **Appeal pending** before the CJEU (reported as C-838/25 P).
- (Supportive context: EDPS decision of 22 Nov 2023 permitting EU institutions to use DPF-certified providers.)
## What to do now
1. **Don't halt transfers.** Art. 45(1) GDPR + Decision 2023/1795 is a complete legal basis; no SCCs or TIA are legally required for adequacy-based transfers.
2. **Verify the provider's current DPF certification** (list at dataprivacyframework.gov). Certification requires annual recom mitment; organizations get delisted. Confirm its scope covers your data and any onward transfers.
3. **Keep the Art. 28 GDPR data processing agreement** in place; update records (Art. 30) and privacy notices (Arts. 13(1)(f), 14(1)(f)).
4. **Build a contractual fallback now:** SCCs under Decision 2021/914 (Module 2 controller→processor, or Module 3 if you act as a processor), plus a transfer impact assessment and supplementary measures per **EDPB Recommendations 01/2020** (encryption in transit/at rest with EU-held keys; commitments to challenge U.S. legal process, notify, transparency reporting). Art. 49 derogations are **not** a fallback — they are strictly construed for occasional transfers only (*C-311/18*, paras 148–151; GDPR recital 111).
5. **Monitor** the pending appeal and FISA §702 developments (reauthorized April 2024 through April 2026 — relevant to any TIA). Define a migration trigger: if the DPF is annulled and SCCs plus measures cannot close the gap, consider EU-resident hosting.
6. **Communicate** to your customers that transfers rest on the DPF, with SCCs as contractual fallback.
**Caveat:** the appeal is pending and my information may not reflect later developments — check the CJEU register or current announcements before making final decisions.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| C-838/25 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-838/25 P — Das Rechtsmittel Latombe ist C-703/25 P (eingelegt 31.10.2025, ABl. C/2025/6610). · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 45 GDPR | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-362/14 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-311/18 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 28 GDPR | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
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Minimax M3 · Standard 0 03000
# Status of the EU–U.S. Data Privacy Framework (DPF)
## Short answer
Based on my knowledge (cutoff January 2026), your colleague's claim is **not correct**. The Court of Justice of the European Union (CJEU) has **not** annulled the DPF in a "Schrems III" ruling. The DPF remains formally in force, although the main legal challenge (Case C‑446/23) is still pending and the situation could change.
## Current legal status
**The DPF is currently a valid adequacy mechanism:**
- **Commission Implementing Decision (EU) 2023/1795 of 10 July 2023** on the adequate protection of personal data under the EU–U.S. Data Privacy Framework (OJ L 231, 17.7.2023).
- Under **GDPR Art. 45(1)** and **Art. 45(3)**, transfers to a U.S. recipient self-certified under the DPF and listed on the DPF List do not require additional safeguards.
- The framework rests on U.S. **Executive Order 14086** (7 October 2022, "Enhancing Safeguards for United States Signals Intelligence Activities") and the U.S. Attorney General's regulations (28 CFR Part 202, effective July 2023), which created the Data Protection Review Court (DPRC).
## Relevant court decisions
1. **Schrems II – Case C‑311/18**, judgment of **16 July 2020** (CJEU, Grand Chamber). Annulled the EU–U.S. Privacy Shield (Commission Decision 2016/1250) but upheld Standard Contractual Clauses (SCCs) subject to a transfer impact assessment. Established that U.S. surveillance laws must be assessed against the essence of the fundamental rights guaranteed by the Charter.
2. **Schrems III – Case C‑446/23** (*Schrems v. Irish Data Protection Commission*), pending before the CJEU. Referred by the Irish High Court (Record No. 2023/000999) following a complaint by noyb. The questions concern whether the DPF is compatible with the Charter (Arts. 7, 8, 47) given U.S. signals-intelligence practices and the independence of the DPRC. **No judgment has been issued as of my knowledge cutoff.**
3. **Case T‑553/23**, *La Quadrature du Net and Others v. Commission*, order of **3 September 2024** (General Court). The General Court dismissed the applicants' action as inadmissible. This is **not** a ruling on the merits of the DPF and does not affect its validity.
## What you should do now
Even though the DPF is currently valid, prudent practice (and good preparation for any adverse ruling) requires:
1. **Verify the recipient's active DPF certification** on the official DPF List maintained by the U.S. Department of Commerce; certifications can be withdrawn or lapse.
2. **Document a Transfer Impact Assessment (TIA)** under GDPR Art. 46 and the EDPB Recommendations 01/2020 (adopted 18 June 2021, version 2.0), assessing U.S. surveillance laws (FISA § 702, EO 12333) and the effectiveness of the DPF's redress mechanism (DPRC).
3. **Have a fallback mechanism ready**, because relying solely on the DPF is risky given the pending C‑446/23:
- **SCCs**: Commission Implementing Decision (EU) 2021/914 of 4 June 2021 (Modules 1–4), with a TIA.
- **Binding Corporate Rules** (GDPR Art. 47), if intra-group.
- **Derogations** under GDPR Art. 49(1) only for occasional, non-systematic transfers.
4. **Monitor CJEU developments in C‑446/23** through the CURIA database and the Irish Data Protection Commission. If annulled, the Commission Implementing Decision 2023/1795 would be invalidated *ex tunc* (from the beginning), and you would need to rely immediately on Art. 46 safeguards.
5. **Update your records of processing activities** (GDPR Art. 30) and your privacy notice to reflect the transfer basis.
## Bottom line
Do **not** stop transfers solely on the basis of your colleague's statement. The DPF is still a valid Art. 45 adequacy decision, and no CJEU judgment in "Schrems III" has annulled it. However, given the pending litigation, treat the DPF as your **primary but not sole** transfer tool, and ensure SCCs (or another Art. 46 mechanism) are in place so you can switch within hours if the situation changes.
*Note: Because my information has a cutoff, please verify the current status of C‑446/23 on curia.europa.eu and check the DPF List before relying on this analysis for any binding decision.*| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| C-446/23 | — | falsch zugeordnet Hand | Es gibt kein beim EuGH anhängiges irisches Vorabentscheidungsverfahren 'Schrems III' zum DPF; anhängig ist nur das Rechtsmittel C-703/25 P. |
| T-553/23 | — | falsch zugeordnet Hand | T-553/23 ist Latombe/Kommission, Urteil vom 03.09.2025 (Klage als unbegründet abgewiesen), kein Beschluss La Quadrature du Net vom 03.09.2024. |
| 28 CFR Part 202 | — | falsch zugeordnet Hand | Die DPRC-Regeln des Justizministeriums stehen in 28 CFR Part 201; Part 202 betrifft das Data Security Program. |
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GLM 5.3 Flash · Standard 0 02005
## Short answer
No — as of my knowledge (early 2025), the Court of Justice has **not** annulled the EU–U.S. Data Privacy Framework (DPF). There is no "Schrems III" annulment decision. The DPF adequacy decision remains in force, and transfers to DPF-certified U.S. providers remain lawful under Article 45 GDPR. Your colleague is likely confusing the DPF with the *failed challenge* to it (the *Latombe* case), which the EU courts dismissed.
## Current legal status
**Adequacy decision in force:** Commission Implementing Decision (EU) 2023/1795 of 10 July 2023 determined that the U.S. (the DPF system) ensures an adequate level of protection under Article 45 GDPR. Transfers to certified entities under this decision are lawful without additional safeguards.
**The challenge failed:** Philippe Latombe (a French MP) brought an annulment action under Art. 263 TFEU:
- **General Court, Case T-553/23, *Latombe v Commission*, judgment of 27 February 2024** — action dismissed (both on standing and on the merits).
- An appeal was lodged before the Court of Justice (**Case C-134/23 P**); as of my last information it had not succeeded in overturning the adequacy decision. **Verify the current status of this appeal** — it is the closest thing to a "Schrems III" and the only live judicial challenge to the DPF I am aware of.
## Relevant legal instruments and case law
| Instrument / Case | Relevance |
|---|---|
| **GDPR Arts. 44–49** | General framework for third-country transfers |
| **Commission Implementing Decision (EU) 2023/1795 (10 July 2023)** | DPF adequacy decision — the legal basis you rely on |
| **DPF Principles & DPF List** (dataprivacyframework.gov) | Certification and annual self-recertification obligations of the provider |
| **U.S. Executive Order 14086 (7 Oct 2022)** + **28 C.F.R. Part 201** | U.S. safeguards on signals intelligence and the Data Protection Review Court — the pillars the CJEU's *Schrems II* concerns were addressed against |
| **Case C-362/14, *Schrems I* (6 Oct 2015)** | Invalidated the 2000 Safe Harbor decision |
| **Case C-311/18, *Schrems II* (16 July 2020)** | Invalidated Privacy Shield; requires transfer impact assessments (TIAs) when relying on Art. 46 tools (SCCs) |
| **Case T-553/23, *Latombe* (27 Feb 2024)**; appeal **C-134/23 P** | Failed challenge to the DPF adequacy decision |
## What you should do now
1. **Verify the provider's certification** on the official DPF List — confirm it covers the relevant data type (DPF covers both the EU–U.S. Data Privacy Framework and, where applicable, the UK Extension and Swiss–U.S. DPF).
2. **Check scope of certification**: DPF certification covers only the certified entity. Onward transfers by the provider to subprocessors must themselves be DPF-compliant or covered by another valid mechanism (e.g., SCCs).
3. **Document compliance**: record the reliance on the adequacy decision in your records of processing (Art. 30 GDPR) and data-mapping; ensure purpose limitation and data-minimization still apply (adequacy does not exempt you from other GDPR obligations).
4. **Maintain a fallback**: keep **Standard Contractual Clauses (Decision (EU) 2021/914)** signed with the provider as a backup, including a **transfer impact assessment** per *Schrems II*, in case the DPF is ever invalidated or the provider loses certification.
5. **Monitor**: the status of the *Latombe* appeal (C-134/23 P), EDPB opinions/recommendations, and any new Commission review of the adequacy decision (the Commission committed to periodic reviews of the DPF).
6. **No immediate action needed**: there is no legal obligation to stop transfers; continue processing under the adequacy decision unless and until it is actually annulled or the provider's certification lapses.
**Bottom line:** The DPF is valid and in force; the only judicial challenge to date (*Latombe*) was dismissed. Keep SCCs as a contingency, verify the provider's certification, and monitor the appeal — but do not halt transfers based on a rumor of "Schrems III."| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Art. 45 GDPR | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 263 TFEU | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-134/23 | — | falsch zugeordnet Hand | Hand: C-134/23 P — Das Rechtsmittel ist C-703/25 P; C-134/23 ist ein Asylurteil vom 04.10.2024. · Automatik: ungeprueft — EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-362/14 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-311/18 | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 30 GDPR | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| T-553/23 | — | falsch zugeordnet Hand | Das Urteil des EuG in T-553/23 ist vom 03.09.2025, nicht 27.02.2024. |
Seitlich wischen für alle Spalten.
Minimax M3.1 Flash · Standard 0 09003
## Short answer
**No — the colleague is wrong.** The Court of Justice did **not** annul the EU–U.S. Data Privacy Framework (DPF) in 2025. There is no judgment called "Schrems III". The relevant 2025 judgment is **Latombe v Commission (C‑413/23 P), judgment of 3 September 2025 (Grand Chamber)**, in which the Court **dismissed** the action for annulment and **upheld** the DPF adequacy decision. Your transfers to a DPF‑certified U.S. provider therefore remain lawful on the DPF basis; **no immediate suspension is required**.
---
## 1. The legal instruments
| Instrument | Date | Content |
|---|---|---|
| **Commission Implementing Decision (EU) 2021/914** | 4 June 2021 | Adequacy decision under Art. 45 GDPR for the EU–U.S. DPF (and, in the same act, the new **2021 SCCs**) |
| **Commission Implementing Decision (EU) 2021/1772** | 28 June 2021 | EU–UK adequacy (UK Extension to the DPF) |
| **Art. 45 GDPR** + **Art. 46 GDPR** | 2016 | Legal bases for transfers; Art. 45 is the operative basis for DPF transfers |
| **EDPB Recommendations 01/2020** (v. 2.0) | 18 June 2021 / 14 Feb 2023 | Supplementary measures, transfer impact assessment, suspension duty where third‑country law is incompatible |
| **U.S. Executive Order 14028** | 28 Dec 2022 | U.S. signals‑intelligence safeguards: DOJ **Data Security Program** (incl. the **Data Privacy Court**) and the **Independent Review Panel** for intelligence surveillance |
| **Commission report on the first periodic review of the DPF** | 2024 | Concluded the DPF is functioning effectively; second periodic review under way |
## 2. The case law (with numbers and dates)
**Upholding the DPF (current, binding):**
- **Latombe v Commission, C‑413/23 P, judgment of 3 September 2025 (Grand Chamber)** – action for annulment of the DPF adequacy decision **dismissed**; the Court held that the Commission correctly assessed that the DPF provides an essentially equivalent level of protection, and that the DPF's redress mechanisms (including the Data Privacy Court and the Independent Review Panel) constitute **effective** safeguards within the meaning of *Schrems II*. The standard of review for adequacy decisions is "manifestly and grossly erroneous" — the Court's holding is a rejection of the annulment claim, not an endorsement of the DPF in the abstract.
- **Latombe v Commission, T‑553/23, judgment of 3 September 2024 (General Court)** – the annulment action was already dismissed at first instance; Latombe then appealed.
**The predecessor line (why the DPF exists at all):**
- **Schrems I, C‑311/18, judgment of 6 October 2020** – the old SCCs (as then drafted) were invalidated; transfers to the U.S. had to be suspended.
- **Schrems II, C‑362/21, judgment of 16 June 2020** – the **EU–U.S. Privacy Shield** (C‑616/17, same date) was annulled; the Court required an "as a whole" assessment of U.S. law and effective safeguards, incl. judicial redress against U.S. surveillance.
- **Schrems v EDPS, C‑446/21, judgment of 4 April 2024** – the EDPS's opinion on the "as a whole" assessment is not itself an act amenable to judicial review; adequacy decisions remain Commission acts.
**Still pending / relevant watch items:**
- **Meta Platforms Ireland v EDPB** (General Court) – action against the EDPB's 2023 "as a whole" assessment of U.S. law under the DPF; not a challenge to the adequacy decision itself, but it is the live vehicle for further scrutiny of the DPF's legal foundations.
- The **second periodic review** of the DPF under Art. 45(3) GDPR (Commission) and the Commission's power to **suspend or annul** the adequacy decision if the U.S. legal framework changes.
## 3. What the CJEU actually said (and the caveats)
The Court's judgment is favourable but conditional in substance:
- The DPF's **"data protection redress"** mechanism (complaints to the U.S. Data Protection Officer / DPF administrator, with judicial review of surveillance legality in U.S. courts) plus the **Independent Review Panel** and the **Data Privacy Court** were found to provide effective judicial protection.
- The Court did **not** grant blanket immunity: the DPF remains a **self‑certification** framework, the Commission must keep monitoring, and the adequacy decision can be suspended or annulled if the U.S. framework deteriorates. The Court also emphasised that the DPF does not cure every gap (e.g., certain data‑subject‑rights enforcement and redress limits for data that ends up in the hands of U.S. intelligence services).
## 4. What you should do now
**Do not stop the transfers.** But do the following:
1. **Verify certification status, not just the fact of certification.** Check the recipient's current status on the official **DPF List** (dataprivacyframework.gov) — including that the specific legal entity and the covered data (HR vs. non‑HR) are listed, that the certification is active and not withdrawn, and that the data falls within the scope of the certification (e.g., the provider's own onward transfers to affiliates/sub‑processors must be covered).
2. **Document the transfer properly** (Art. 30 GDPR records; Art. 5(2) accountability): record the DPF as the Art. 45 legal basis, the certification reference, the date of the check, and the scope of data transferred.
3. **Run a transfer impact assessment** per EDPB Recommendations 01/2020 (v. 2.0): assess U.S. surveillance law (FISA 702, EO 12333) against the data categories, and consider supplementary measures (encryption at the customer layer, pseudonymisation, split keys, EU‑based key management) — particularly for **special category data (Art. 9) and large‑scale Art. 10 data**, where the risk calculus is highest.
4. **Keep a dual‑track fallback**: have the **2021 SCCs** (Decision (EU) 2021/914) plus a TIA and supplementary measures ready, and consider using SCCs for higher‑risk data flows even where the DPF is available. This is the cheapest insurance against a future suspension or annulment.
5. **Check the German layer**: German‑law specifics (BDSG § 4(2) for employee data; for public‑sector customers, check the customer's own legal basis and any Art. 28/Art. 46 requirements; note that the DPF does not cover certain special‑category processing by public authorities in the same way).
6. **Monitor**: the second periodic review, the Meta v EDPB case, and any new adequacy‑review or suspension decision. Set a calendar reminder to re‑verify the DPF list quarterly and to re‑run the TIA at least annually.
**Bottom line:** the "Schrems III annulment" claim is a misreading of the 3 September 2025 *Latombe* judgment, which **upheld** the DPF. Your DPF transfers are lawful today; the correct posture is documented compliance plus a prepared SCC fallback, not an emergency shutdown.| Zitat des Modells | Was die Quelle sagt | Status | Notiz |
|---|---|---|---|
| Art. 45 GDPR | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 46 GDPR | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| Art. 30 GDPR | — | ungeprüft | EU-Recht: Prüfer für EUR-Lex/curia folgt mit dem EU-Aufgabensatz |
| C-413/23 P | — | falsch zugeordnet Hand | C-413/23 P ist EDSB/SRB (04.09.2025); das Latombe-Urteil ist T-553/23 des EuG vom 03.09.2025. |
| T-553/23 | — | falsch zugeordnet Hand | Urteil vom 03.09.2025, nicht 03.09.2024. |
| U.S. Executive Order 14028 | — | falsch zugeordnet Hand | EO 14028 betrifft Cybersicherheit (Mai 2021); die DPF-Grundlage ist EO 14086 vom 07.10.2022. |
| C-311/18 | — | falsch zugeordnet Hand | C-311/18 ist Schrems II vom 16.07.2020, nicht Schrems I vom 06.10.2020. |
| C-362/21 | — | falsch zugeordnet Hand | Schrems II ist C-311/18 vom 16.07.2020; C-362/21 ist nicht Schrems II. |
| C-616/17 | — | falsch zugeordnet Hand | C-616/17 ist Blaise (Glyphosat, 01.10.2019), nicht Privacy Shield. |
| C-446/21 | — | falsch zugeordnet Hand | C-446/21 ist Schrems/Meta Platforms (04.10.2024, Datenminimierung), nicht Schrems/EDSB vom 04.04.2024. |
| BDSG § 4(2) | — | falsch zugeordnet Hand | § 4 BDSG betrifft Videoüberwachung; Beschäftigtendaten regelt § 26 BDSG. |
| Commission Implementing Decision (EU) 2021/914 (als DPF-Angemessenheitsbeschluss) | — | falsch zugeordnet Hand | Regel B: 2021/914 sind die Standardvertragsklauseln (Art. 46), nicht der DPF-Angemessenheitsbeschluss (2023/1795); als SCC-Rückfallebene richtig. |
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